Hallo,
ein schöner Strang, Lizzie!
Auch ich fühle mich angesprochen, bin aber noch mittendrin, mit ordentlich Kraftanstrengung "meinen" Hebel umzulegen. Von "Es anderen recht machen" hin zu "den eigenen Bedürfnissen entsprechend handeln". Es knirscht ganz gewaltig, denn 35 Jahre war der Hebel in der alten Position. Und manchmal wünsche ich mir etwas "Schmiere".Die neue Position wirkt auch nicht immer so erstrebenswert, es ist anstrengend: für mich selbst einstehen, auch dann, wenn andere damit nicht so einverstanden sind.
Was den Prozess betrifft:
Ein wichtiger Teil ist bei mir, nicht nur die Ratio zum Einsatz zu bringen, sondern auch meine Gefühle als "Radar" zu empfinden. Ich meine damit nicht ausschließlich das typische "Auf-den-Bauch-hören", sondern meine Gefühle wahrzunehmen, auf die Situation zu beziehen und zusammen mit dem Kopf meine Erkenntnisse daraus zu ziehen.
Mir geht es übrigens so, dass ich diesen Prozess ganz oft nicht bewusst gestalten kann (da kommt mir dann meine Kopflastigkeit wieder ins Gehege), vieles spielt sich "im Untergrund" ab, wühlt dort, bewegt - und irgendwann wird mir klar, was das alles zu bedeuten hat.
Oft geht es mir so, dass sich ein Thema, ein Problem löst, während ich eifrig dabei bin, mich mit etwas anderem zu beschäftigen...
Wie ist das bei Euch - ist das bewusster? Plant ihr das ein Stück weit, so ein wenig "Früher habe ich so und so reagiert, jetzt probiere ich mal diese Reaktion aus"? Um es dann quasi zu üben?












Die neue Position wirkt auch nicht immer so erstrebenswert, es ist anstrengend: für mich selbst einstehen, auch dann, wenn andere damit nicht so einverstanden sind.
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