++ Moderation in: "Persönlichkeit" Und ansonsten Userin! ++MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMmmmmmmmM
Aber manche haben ja auch Beeren, Zucker, Sahne und Quark und fragen nach einem Rezept für Beerenquark. (geschenkt bekommen von Sentenza)
Führte Zorro eigentlich eine Stichliste?
Nein, verstandesmäßig geht es wohl definitiv nicht, das ist auch meine Erfahrung. Denn so "schlau", dass ich zu mir stehen sollte, mich von meiner Angst nicht so leiten lassen sollte, war ich schon lange.
Aber ich hatte letztes Jahr einen Zusammenbruch, und ich musste mir eingestehen, dass ich etwas ändern muss, wenn ich nicht untergehen will. Erst als ich sah, dass ich nichts mehr zu verlieren habe, habe ich mich überwinden können, allen Mut zusammen nehmen.
Bei mir war es ein Hebel, und ich kann ihn nicht mehr zurückbewegen, auch wenn ich wollte. Es sind Entscheidungen gefallen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind.
Was die persönlichen Veränderungen angeht, so ist da eher ein Pendel zu bemerken, für mich ist das aber auch auf der "neuen" Seite, nach dem Paradigmenwechsel möglich.
Oh Mann, dabei hoffe ich so sehr, dass ich mir nicht selbst etwas vormache. Ich weiß nicht einmal, ob es überhaupt möglich ist, aus einem jahrzehntelangen Schatten herauszutreten, ohne vom umschwingenden Pendel irgendwann erschlagen zu werden...
(Sorry lalunax, das ist mein Pendel, nicht Dein harmonisches, langsames!)
Genau meine Meinung.
Ich halte auch eine "frühere Krusmynta" für genauso liebenswert, wie die jetzt befreite. Ich bin jetzt nicht wirklich eine Andere, sondern erst recht so richtig ich selbst geworden, was immer verborgen war. Die Einengung war das Extreme, und dahin will ich wirklich nicht so schnell zurück.
Peinlich, verstehe das nicht so recht, wie meinst Du das, hilf mir gerade mal...
Es grüßt herzlich Krusmynta!
Ich mag Metaphern.
Und eine besondere hat mir sehr geholfen und tut es immer noch - immer mal wieder.
Vielleicht hilft sie Dir ja auch...
Das Leben ist ein Baum
Die Wurzeln sind unser Ursprung.
Der Stamm unsere Entwicklung, auf die wir selber keinen Einfluss nehmen konnten.
Von der Baumkrone an entwickeln sich Äste.
Und welchem Ast wir auch folgen - wir stehen immer mal wieder an einer Entscheidung:
Gehen wir geradeaus, biegen wir rechts ab oder links.
Welche Entscheidung wir auch immer treffen:
ES GEHT WEITER!
Nur anders.
Aber es es geht weiter.
"Man weiß immer, dass man jemand ganz Besonderen gefunden hat, wenn man einfach mal für ’nen Augenblick die Schnauze halten und zusammen schweigen kann."
(Mia Wallace)
Geändert von _MiaWallace_ (01.08.2010 um 01:04 Uhr)
Oh, ich auch sehr!
Der Baum - ach ja!
Danke für dieses Bild!
Weißt Du, ich hatte nie Wurzeln, und ich hoffe jetzt so sehr, welche "schlagen" zu können, in einen Acker, der jetzt frisch vor mir liegt, den ich völlig unerwartet getroffen habe, bzw. der mir angeboten wurde. Du glaubst nicht, wieviel Hoffnung und Angst ich da gleichzeitig habe.
Die Äste mit den Abzweigungen, ja, darauf hoffe ich auch.
Ich hoffe sogar auf Blätter und Blüten, ob es auch Früchte geben wird ist noch so dermaßen ungewiss, die Wurzeln müssen erst noch Halt finden und eine Wasserader darunter...
![]()
Das hoffe ich so sehr, so sehr!
Es grüßt herzlich Krusmynta!
Kann ich für mich auch nur bestätigen.
Erst als ich den Prozess fast durchlaufen hatte und zurück
blickte stellte ich fest: Mannoman da haste ja ordentlich
was hinter dir.
Als ich noch voll im "Umbaumodus" war habe ich einfach
getan was notwendig war ohne groß zu hinterfragen.
Da gibt es so einen Spruch:
Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.
Das kann ich nur bestätigen.
Es geht, denke ich, auch nicht um einen Austausch von
Persönlichkeit sondern um Vervollständigung.
Es gibt einige Dinge/Züge/Anteile, die wir an uns selbst
ablehnen...und die müssen mit ins Boot geholt werden.
Annahme des Soseins...und sich im Ganzen zeigen.![]()
Lieber aus der Rolle fallenals in eine Falle rollen
Danke für die Worte Riva. Ich verstehe sie so: liebevoll und gut mit sich und seinen Anteilen umzugehen - das klingt so einfach und fällt mir sehr schwer...
Mia, ich mag Deine Metapher vom Baum - vielen Dank.
Mich tröstet manchmal dieses, wenn ich aus dem Sumpf nicht mehr herausschauen kann "Nichts bleibt, wie es ist" oder "Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen" - ähnlich wie Mia's "es geht weiter".
Nicht müde werden. sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten (Hilde Domin)
@Brava-Brava:
Wäre 'ne PN statt Workshop auch ok?![]()
![]()
Alles fügt sich alles schickt sich
musst es nur erwarten können
und dem Wachsen deiner Wünsche
Zeit und reichlich Bilder gönnen.
Bis du eines fernen Tages
jenen reifen Duft der Körner spürst
und dich aufmachst
und die Ernte in die tiefen Speicher führst.
Christian Morgenstern
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Aber manche haben ja auch Beeren, Zucker, Sahne und Quark und fragen nach einem Rezept für Beerenquark. (geschenkt bekommen von Sentenza)
Führte Zorro eigentlich eine Stichliste?
Was für ein toller Strang, vielen Dank für diese Idee
Jetzt habe ich hier schon gelesen, dass von Genießen des Prozesses bis ihn erst danach bemerken viel dabei war. Bei mir legen sich gerade einige Hebel um - und ich finde diesen Prozess ehrlich gesagt unglaublich anstrengend. Es bewegt sich gerade sehr viel, ich versuche alte Hebel, die schon seit der Kindheit auf Stillstand stehen und auch schon ordentlich eingerostet sind, umzulegen - unter anderem Hebel der Selbstliebe, des Alleinsein-Könnens, usw.
Und ich habe das Gefühl, es kostet meine ganze Kraft, auch wenn ich froh sind, dass sich diese Hebel Stück für Stück bewegen und es sich immer besser anfühlt, sie endlich einmal anzugehen.
Jetzt habe ich bei einigen gelesen, es ist ein Prozess. Dem würde ich schon zustimmen, das Leben ist ein Prozess - aber ich hoffe doch sehr, dass sobald sich einige grundlegende Hebel mal umlegen, dass dann einiges ein wenig leichter wird und nicht mehr die ganze Kraft und Energie kostet, sondern wieder das Leben einlässt
Diejenigen, die gerade Hebel umgelegt haben: Hattet ihr auch Phasen, in denen das anstrengend war? Wie habt ihr denn eure Hebel konkret "bearbeitet" - oder haben sie sich von selbst umgelegt?
Nein, bei mir hat sich da kein Hebel von selbst umgelegt. Hinterher änderte sich vielleicht einiges automatisch, so als Kettenreaktion, auf die ich selber dann kaum bis keinen Einfluss mehr hatte.
Konkret habe ich mich mit Fragen beschäftigt:
Was müsste (s)ich ändern, damit ich glücklicher/zufriedener/ausgeglichener bin?
Welche Erwartungen hat mein Umfeld an mich? vs. Welche Erwartungen habe ich an mein Umfeld?
(Im Sinne von: Wie ausgeglichen ist eigentlich dieses "Geben und Nehmen"?)
Rückblickend:
Ja, anstrengend war es gewiß auch.
Aber in erster Linie war es schmerzhaft.
"Man weiß immer, dass man jemand ganz Besonderen gefunden hat, wenn man einfach mal für ’nen Augenblick die Schnauze halten und zusammen schweigen kann."
(Mia Wallace)