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  1. #21
    Moderation
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    AW: Übernahme des gemeinschaftlichen Haus nach Trennung

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Wildwusel, wo bist du?
    Die ist Expertin, was ETW und Hauskauf anbelangt.
    Zu viele Unbekannte, zu viel Verhandlungssache. Das kann ich nicht ausrechnen.

    Das entscheidende wurde mMn schon gesagt:
    - Mit der Bank reden
    - Nichts übers Knie brechen, beraten lassen (individuell)
    - Sich einigen (ob Verkauf, wer an wen, für welche Summe, zu welchen Konditionen): Dein Ex kann verlangen, was er will, aber wenn er zu viel verlangt, hat er genaus so den Schaden wie du. Das Gespenst der Zwangsversteigerung motiviert zur Kooperation.
    - Einen Notar die Abmachung in Papier gießen lassen.

    Die Risiken, die ich sehe, sind a) du hast nicht das Geld, auch nicht in Raten, b) dein Ex sieht den Nutzen des Modells nicht ein, c) dein Ex verlangt einen Kaufpreis, der wesentlich über dem liegt, was du zahlen kannst oder willst, d) du machst übertriebene finanzielle Zusagen, damit Ruhe ist und du das Haus kriegst, und ruinierst dich, e) ihr bringt den Papierkram nicht in trockene Tücher und streitet euch die nächsten zehn Jahre um Geld.
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    ** ansonsten niemand besonderes **

  2. #22

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    AW: Übernahme des gemeinschaftlichen Haus nach Trennung

    Ich würde das von einem Fachmann ausrechnen lassen. Das hat auch den Vorteil, dass beide Seiten nicht mit ihrer eigenen Vorstellung arbeiten und der andere sich dabei vielleicht über den Tisch gezogen fühlt und sich quer stellt.

    Wenn der Ex ein Minus macht, da ihr damals mehr für das Haus bezahl habt, als es heute wert ist, dann kannst du auch über einen Bonus für ihn nachdenken. Du kaufst dir damit die Freiheit, das Haus behalten zu können.

    Wenn es hart auf hart kommt, dann geht in die Versteigerung und ersteigere das Haus dann. Wenn es jemand anders kauft, dann freue dich über den Gewinn uns such dir was Neues.

  3. #23

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    AW: Übernahme des gemeinschaftlichen Haus nach Trennung

    Ich habe, wie schon hier erwähnt wurde, das Haus übernommen nach der Scheidung. Dabei waren aber einige Faktoren wichtig:

    - mir gehörten knapp 60% des Hauses (das gesamte EK war von mir) im Grundbuch
    - der Kredit lief auf uns beide, ergo: mein Ex hätte 50% des Kredits mit 40% Haus ablösen müssen bei Verkauf
    - der Immobilienmarkt lag damals darnieder (2009, Bankenkrise)
    - wir hatten ein Konstrukt mit Bausparer, also war bis dato kaum was getilgt (nach 8 Jahren), gesichert durch Lebensversicherung

    Ein Verkauf hätte uns beide insolvent gemacht. Mein EK wäre weg gewesen. Also musste ich handeln (meinem Ex war das irgendwie nicht bewusst). Was habe ich gemacht?
    - ich bin zur Schuldnerberatung gegangen und habe alles durchrechnen lassen
    - ich habe mit einem befreundeten Wirtschaftsprüfer alle Unterlagen geprüft und sortiert
    - ich habe ein Angebot eines Immobilienmaklers gehabt für den potenziellen Verkauf

    Dabei kam heraus: ich muss auf Vollzeit gehen, dann kann ich mir das Haus allein leisten. Wir haben dann nach zähem Ringen einen Vertrag gemacht. Das Haus wurde auf mich umgeschrieben, ab dem Zeitpunkt habe ich alle Kosten getragen, die Änderung haben wir uns geteilt (das waren damals inkl. Notarkosten für mich knapp 300 Euro). Er ist im Kredit geblieben, für die Bank hat sich also erst mal nix geändert. Dafür hat er statt der eigentlich nur nötigen Auslöse von ca. 9.000 Euro (Wert des tatsächlich abgezahlten Hausanteil, ohne Eigenkapital, mehr war es damals tatsächlich nicht (die komplette Lebensversicherung erhalten. Mit der Auszahlung musste er zwar warten bis 5 Jahre nach dem Vertrag, erhielt dadurch aber 15.000 Euro. Sein Risiko: er musste noch weitere drei Jahre im Kredit bleiben, den er hätte im Notfall bedienen müssen. Das haben wir vertraglich abgesichert. Notfalls hätte ich dann doch das Haus verkaufen müssen. Der Vorteil dadurch: keine Vorfälligkeit bis zum Vertragsende.

    Die eigentliche Hürde war ein Folgekredit. Als Alleinerziehende mit zwei Teenies hatte ich da schon Probleme, einen Kreditgeber zu finden. Die alte Bank wollte mich nicht mehr. Ich habe mit einem Kreditmakler (meiner war Interhyp) einen gefunden, die verdienen nur an den Provisionen der Banken, für mich war das also gratis. Ich muss höhere Zinsen zahlen, habe aber dennoch eine geringere Belastung seither. Der läuft jetzt 10 Jahre, und 2022 muss ich neu überlegen, was ich mache.

    Unter den heutigen Bedingungen, der Wert des Hauses ist seither deutlich gestiegen (was mein Ex mir auch vorhält, aber das hätte uns damals einfach nix genützt... wir wären halt trotzdem pleite gewesen und ohne Haus, er hatte kein Interesse an einer Übernahme), von daher würde mein Konstrukt vermutlich so nicht mehr klappen.

  4. #24
    Avatar von Ronja80
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    111

    AW: Übernahme des gemeinschaftlichen Haus nach Trennung

    Hallo zusammen

    Also er kann und möchte das Haus nicht allein tragen. Er hat keine Rücklagen und könnte mich ohne Kredit nicht auszahlen. Ich habe Rücklagen. Mit der Bank habe ich noch nicht gesprochen, ich habe tierisch Angst aber diese Angst muss ich dringend beiseite legen.

    Er fing an die Abtragung der letzten Jahre aufzulisten, sehe ich aber ehrlich gesagt nicht ein ihm die zurückzuzahlen. Dann hätte er ja all die Jahre umsonst gelebt.

    Sooo ich wusel mich mal durch alle Unterlagen

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