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  1. #1

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    Scheidung wegen Schuldenberg

    Hallo

    ich habe während meines Studiums Kredite (Bafög, Studienkredit) etc. aufgenommen, was total kopflos war. Es sind im Moment noch rund 18000, also eine Ganze Stange Geld. Dass ich den totalen Supermist gebaut habe, sehe ich längst in. Ich ging davon aus, dass ich nach dem Studium arbeite und das Geld problemlos nach ein Paar Jahren abbezahle.
    Nach dem Studium habe ich meinen jetztigen Mann kennen gelernt. Ich war total verrückt nach dem Typen und wollte ihn unbedingt behalten, wusste aber, dass er bei dem Schuldenberg kaum bei mir bleibt, wenn ich ihm das eingestehe. Die Vorstellung von einer Trennung war für mich damals das Schlimmste. Und ich weiß heute, dass am Allerwahrscheinlichsten dazu gekommen wäre. Das war das größte Probelm, dass ich es verheimlicht habe.Später habe ich gedacht, ich sage ihm das wenigstens, wenn ich arbeite und alleine damit klarkomme.Ich wollte auch nicht, dass er das Gefühl bekommt, er müsste für mich zahlen. Aber die Zeit verging und ich konnte es einfach nicht fertigbringen, ihm meine Probleme zu beichten. Ich wurde nach dem Studium zwar schwanger (er wollte unbedingt schnell ein Kind), habe aber angefangen, in Vollzeit zu arbeiten, als unser Sohn ein Jahr alt war. Ich hatte keine Zahlungsschwierigkeiten, dachte, dass das so klappen kann. Dann kam der Schock: mit zwei bekam unser Sohn Diabetes. Ich kannte mich überhaupt nicht aus mit der Krankheit, gleichzeitig ging auch mein befristeter Arbeitsvertrag zu Ende. Ich hatte neue Jobangebote, jedoch nur in Vollzeit, konnte mich damals in dem Schockzustand aber gar nicht vorstellen, wie ich überhaupt arbeiten gehen soll. Ich bekam erstmal Arbeitslosengeld I, habe nach drei Monaten dann das Gefühl gehabt, dass ich mit der Krankheit meines Sohnes umgehen kann und habe wieder angefangen, einen Job zu suchen. Jedoch kann ich nur in Teilzeit arbeiten und in der Nähe zu meinem Wohnort, weil auch die Erzieherinen in seinem Kindergarten nur das Nötogste darüber wissen, wie sie mit meinem Sohn umgehen. Er muss regelmäßig essen, sie müssen messen, korrigieren, mal funktioniert seine Insulinpumpe nicht, wie sie soll, oder die Erzieherin, die ihn betreuet, ist krank, und alle anderen können das nicht... Jedefalls bekam ich nicht so schnell einen Job, wie ich es mir vorstellte, und auch mein AG I war schon nach 6 Monaten zu Ende. Und hier kam der Stein ins Rollen: ich war nicht mehr zahlungsfähig, die Dispo, die ich nun aufnehmen musste, war dauernd überzogen, und als mein Mann die Kontoauszüge in die Hände bekam, flog alles auf.
    Jetzt habe ich das Gefühl, in der Hölle gelandet zu haben. Ich fühle mich unendlich schuldig und habe irgendwie auch kein Laben mehr, nichts ist mehr so, wie es war. Ich habe ihm gesagt, dass ich weggehen kann, wenn er mit mir so nicht weiter leben kann oder will, dass ich nicht will, dass er für meine Probleme büßen muss, er wollte aber nicht, dass wir uns trennen. Jetzt haben wir aber täglich Krach, er glaubt mir nichts mehr, selbst bei Alltagskleinigkeiten verdächtigt er mich, beschimpft als Lügnerin, oder als unzuverlässig oder zu stolz, wenn ich nicht immer exakt das machen will, was er verlangt. Und er will irgendwie die totale Kontrolle nicht nur über meine Finanzen, sondern über mich, er bestimmt jetzt alles. Ich kann nicht mehr aus meinen vier Wänden raus, nicht mal meine Eltern besuchen, weil er sagt, dass das Geld fehlt, um die Fahrkarte zu zahlen (ca. 35 Euro, oder wenigstens 16, den Rest würde meine Mutter zahlen, weil sie den Kleinen sehen möchte). Meine Mutter darf nicht zu mir, zumindest jetzt nicht, sagt er. Insgeheim gibt er meinen Eltern die Schuld für das Ganze. Ih schlafe 1-3 Stunden nachts, und das seit Wochen, ich kann nichts essen und habe weder psychisch noch physisch Kraft. Ich kann nichts in der Wohnung erledigen und nicht auf meinen Kleinen so aufpassen, wie ich soll. Und er hört täglich unsere Auseinandersetzungen mit. Ich habe das Gefühl, es nimmt kein Ende und wird nur schlimmer. Lieber hätte ich es ihm gesagt und es wäre nicht nur fair, sondern auch für uns alle jetzt einfacher, wen wir nicht zusammen wären.
    Ich bin jetzt für fast jeden Job bereit, puzten, Küche, im Laden aushelfen... Dummerweise finde im Momant nicht einmal das so schnell. Ja, es ist eine Frage der Zeit, irgendwas werde ich bestimmt bald finden. Aber die familiäre Situation macht mich mehr fertig als meine Schulden. So kann das nicht weiter gehen, was mache ich bloß?
    liebe Grüße und vielen Dank

  2. #2
    Avatar von Kleinfeld
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    AW: Scheidung wegen Schuldenberg

    Zuallererst....du bist erwachsen! Warum lässt du dir das gefallen?
    Klar, du hättest von Anfang an ehrlich sein sollen und ihm sagen müssen das du noch Schulden hast. Du mußt sie aber alleine zurück zahlen, nicht er.
    Bei dir scheint es doch aber mehrere Baustellen zu geben....als erstes mußt du einen Job annehmen um aus der Abhängigkeit rauszukommen.
    Dann solltest du dir schnell Hilfe suchen um dem psychischen Druck durch deinen Mann zu entgehen.

  3. #3

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    AW: Scheidung wegen Schuldenberg

    Ich weiß nicht, wieso es kopflos sein soll, sein Studium mit Bafög oder Studienkredit zu finanzieren. Das betrifft viele Leute, deren Eltern sie nicht unterstützen können. Kopflos finde ich allerdings, wenn man seine finanzielle Situation nicht mit seinem Partner bespricht, speziell, wenn sich die Situation durch ein gemeinsames Kind ändert.

    Die chronische Krankheit des Kindes sehe ich nur als Nebenaspekt, da ja auch genug Mütter mit gesunden Kindern nur Teilzeit arbeiten können oder wollen.

    Ich kann verstehen, dass Dein Mann jetzt sauer ist und anscheinend beschlossen hat, die Dinge ab sofort in die Hand zu nehmen. Habt Ihr mal einen Haushaltsplan o.ä. gemacht? Wenn man knapp wirtschaften muss, sind 30 Euro für eine Fahrkarte eben manchmal tatsächlich zu viel.

  4. #4

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    AW: Scheidung wegen Schuldenberg

    Hallo,

    natürlich war das ein massiver Vertrauensbruch deinerseits, und ich merke, das hast du eingesehen.

    Aber was dein Mann da macht, geht ebenso wenig! Er kann dir doch nicht verbieten, deine Mutter zu sehen. Du darfst sie nicht besuchen wegen der Kosten und sie darf nicht zu euch - darf sie dich nicht SEHEN oder darf sie einfach nur nicht in die Wohnung? Das ist für mich ein Unterschied. Wie reagiert er, wenn sie zu euch kommt und du sie außerhalb der Wohnung triffst?

  5. #5

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    AW: Scheidung wegen Schuldenberg

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Du darfst sie nicht besuchen wegen der Kosten und sie darf nicht zu euch - darf sie dich nicht SEHEN oder darf sie einfach nur nicht in die Wohnung?
    Wo steht denn, dass die Mutter nicht kommen darf?

    Edit: sorry, hab es gefunden.

  6. #6

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    AW: Scheidung wegen Schuldenberg

    Hättest du dein Studium ohne Bafög-Kredit denn überhaupt finanzieren können? Es ist ja nicht so, dass du die 18.000 € für Shopping, Drogen und Handyrechnungen verjubelt hast. Du hast damit deine Ausbildung finanziert.

    Das du es deinem Mann nicht früher gesagt hast, ist sicher ein Fehler gewesen. Das er jetzt das finanzielle Heft in die Hand nimmt, vielleicht auch noch ok, solange du nicht zum Familieneinkommen beiträgst. Das er jedoch jetzt den Despoten mimt, der über dich bestimmen und entscheiden kann, das ist nicht in Ordnung.

    Du solltest dich JETZT dagegen wehren, bevor sich sein Verhalten manifestiert! Du hast Anspruch auf Geld für deine persönlichen Bedürfnisse und ich würde es mir weder verbieten lassen meine Eltern zu besuchen noch, dass deine Eltern dich besuchen!

    Ich nehme an, dass deine Eltern finanziell nicht in der Lage waren, deinen Lebensunterhalt im Studium zu finanzieren? Dann sind wie wahrscheinlich auch jetzt nicht in der Lage, dir zu helfen?

    LG H.

  7. #7

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    AW: Scheidung wegen Schuldenberg

    Meine Mutter darf nicht zu mir, zumindest jetzt nicht, sagt er.
    Das steht im Eröffnungsbeitrag, gleich nach der Information, dass SIE die Eltern nicht besuchen darf, weil die Fahrkarte zu viel kostet.
    Ich denke auch, die Suche nach einem Job, auch wenn jetzt erstmal nur Teilzeit geht, ist das Wichtigste. Wie lange hast du Zeit für die Rückzahlung der Schulden? In deinem Eingangsbeitrag steht nicht, dass dein Mann dir da finanziell helfen will. Kannst du dich mit den Gläubigern irgendwie einigen oder lassen sie sich nicht auf - vorläufige - Stundungen ein, bis du eine Arbeit gefunden hast?

    Und nein, was gar nicht geht ist, dass dein Mann dich kontrolliert und über dich bestimmt.

  8. #8

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    AW: Scheidung wegen Schuldenberg

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Ich denke auch, die Suche nach einem Job, auch wenn jetzt erstmal nur Teilzeit geht, ist das Wichtigste.
    Warum ist es eigentlich selbstverständlich, dass nur die Mutter ihre Arbeitszeit wegen der Krankheit des Sohnes einschränkt? Hat das Kind nicht auch einen Vater?
    Wie ist es, verdient er genug für alle?

  9. #9

    Registriert seit
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    AW: Scheidung wegen Schuldenberg

    Wie ist das gemeint, dass er Deinen Eltern die Schuld gibt?

  10. #10

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    AW: Scheidung wegen Schuldenberg

    @ agathe13:

    Nein, das sollte eigentlich nicht selbstverständlich sein, da hast du Recht.
    Jetzt ist die Frage, ob der Mann sich auch darauf einlassen würde bzw. wie es in diesem Fall dann wieder mit den Finanzen aussieht.
    Geändert von Killeshandra (17.01.2017 um 09:40 Uhr)

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