Liebe BJP,
ich freue mich über Ihre Anfrage!
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, möchten Sie nach der Geburt Ihrer kleinen Tochter gerne den Wiedereinstieg ins Lernen fürs Fernstudium finden.
Sie schreiben, dass Ihnen das Lernen gut tut. Das ist die beste Voraussetzung dafür, um Ihr Fernstudium jetzt wieder aufzunehmen, denn an diese positiven Gefühle können Sie anknüpfen! Eine kleine Übung aus dem Mentaltraining kann Ihnen dabei helfen, wieder den ersten Schritt ins Lernen zu machen. Erinnern Sie sich möglichst konkret an das gute Gefühl, das Sie mit dem Lernen verbinden. Wie würden Sie dieses Gefühl beschreiben? Wo in Ihrem Körper können Sie es besonders deutlich wahrnehmen? Verbinden Sie dieses gute Gefühl mit einem inneren Lächeln und freuen Sie sich daran!
Wo haben Sie in der Zeit vor der Entbindung Ihrer Tochter gelernt? Suchen Sie nach Möglichkeit genau diesen Ort wieder auf! Wenn es der Schreibtisch in Ihrem eigenen Zuhause ist, kann ein erstes Aufräumen und Sortieren der Schreibfläche ein guter Impuls sein. Richten Sie sich Ihren Ort zum Lernen möglichst ansprechend und gemütlich her. Erinnern Sie sich an frühere Rituale, die Sie mit dem regelmäßigen Lernen verknüpft haben. Das können Kleinigkeiten sein, die im Laufe der Zeit eine symbolhafte Bedeutung bekommen haben und jetzt gewissermaßen mit dem Lernen „verankert“ sind. Der Tee, den Sie immer aus einer bestimmten Tassen getrunken haben? Die bequeme Hose, damit Sie auf dem Schreibtischstuhl angenehm sitzen? Eine Hintergrundmusik, die Sie beim Lernen gerne gehört haben? Nutzen Sie die Kraft dieser „Anker“, und tauchen Sie wieder in Ihre Lernwelt ein.
Lernen lebt von den kleinen Schritten: Jede Minute, die Sie am Tag in das Lernthema investieren, bringt Sie Ihrem Ziel näher. Manchmal ist der Grund, warum wir etwas nicht beginnen, aber der, dass wir uns ein zu großes Ziel vor Augen halten. Die Aussicht auf den erfolgreichen Studienabschluss kann ungemein beflügeln – aber auch blockieren. Geht es Ihnen auch so? Dann nutzen Sie das „Kleine-Schritte-Prinzip“, und nehmen Sie sich nur Dinge vor, die gerade eben so groß sind, dass Sie sie mit Leichtigkeit bewältigen können. Die Unterlage, an der Sie zuletzt gearbeitet haben, aus dem Schrank holen und auf den Tisch legen, kann ein solcher Mini-Schritt sein. Die Unterlage aufschlagen und noch mal das letzte Kapitel anschauen, wäre ein nächster Schritt. Die zuletzt beantworteten Lernkontrollfragen noch mal ansehen und schauen, welche davon Sie noch beantworten könnten, ein nächster.
Wenn der Anfang erst gemacht ist, entwickelt sich dann oft eine ganz eigene, positive Dynamik: Sie werden das, was Ihnen Spaß macht, wieder Schritt für Schritt in Ihr Leben zurückholen wollen, und dabei auch neue Ideen entwickeln, wie sich das zeitlich mit Ihrer kleinen Tochter am besten vereinbaren lässt.
Zum Thema Lern-Zeiten noch einige Tipps von mir: Starre Lernpläne sind für Mütter eher ungeeignet, weil es dann besonders frustrierend ist, wenn etwas Ungeplantes dazwischen kommt. Nutzen Sie stattdessen unverhoffte „Baby-Pausen“ und lernen Sie, wenn Sie sich selbst ausgeruht und guter Stimmung fühlen. So verankern Sie das Lernen weiterhin mit positiven Gefühlen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Sie auch künftig mit Spaß ans Lernen gehen. Notieren Sie jede absolvierte Lerneinheit im Kalender – das motiviert! Und am Ende des Monats sehen Sie dann schwarz auf weiß, was Sie schon alles geschafft haben.
Ich freue mich, wenn einige passende Tipps für Sie dabei waren und wünsche Ihnen viel Spaß beim Lernen!
Herzliche Grüße!
Britt Bürgel











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