Ticklish, ich misch mir hier mal eben ein, weil mir deine Worte SOOOOOOO vertraut vorkommen ... Das könnte ich sein, ein Zitat von mir von vor 2,5 Jahren oder so ...
Also, mein Kind ist mittlerweile 4 und isst schlechter als sein kleiner Cousin, der mit deinem Söhnchen gleichaltrig ist ().
Aaaaber - es ist besser geworden! Du kannst also noch Hoffnung haben!
Mir hatte damals der Kinderarzt sogar eine auf Ernährung spezialisierte Logopädin empfohlen, bei der wir dann auch ein paar mal waren. Von ihrem Rat in Erinnerung geblieben ist mir vor allem:
1. Die Eltern bestimmen, was es gibt. Das Kind bestimmt, ob und wieviel es isst.
2. Es gibt nur etwas zu den vier Mahlzeiten (aber: nie hungern lassen).
3. Mittags unter bekannten Brei allmählich Neues unterrühren, damit er sich daran gewöhnen kann (das ist kein Überlisten!), frische Kartoffeln, Gemüse, etc. Das Mischungsverhältnis kippt allmählich.
4. Birne (z.B.): langsam heranführen: einkaufen, schälen, schneiden etc. (ihn teilhaben lassen)
5. Löffel mit verdicktem Griff (MAM etc.)
6. Kein Drängen, Bitten, "Betteln" ums Essen
Tja, in der konkreten Situation auch nicht immer so besonders hilfreich, langfristig allerdings schon eine gute Richtschnur, finde ich.
Ein weiterer Tipp von ihr war wirklich wichtig für uns: SPIELEN UND ESSEN TRENNEN!
Bei uns war es nämlich auch so: Kind wurde mit Spielzeug irgendwie beschäftigt, während ich ihm versucht habe was in den Mund zu schaufeln. Er hat das dann regelrecht verlangt bzw. ein richtiges Spiel draus gemacht, z.B. immer wieder runtergeworfen, oder immer wieder was Neues gewollt, etc.
Es ist bis heute so, dass er sich am liebsten füttern lassen würde, und am allerliebsten würde er dabei die ganze Zeit mit irgendwas rumspielen. Das Spielen bleibt aber nach wie vor verboten, beim Füttern geben wir manchmal nach. Insbesondere weil wir wissen, dass er es eigentlich kann: Im Kindergarten füttert ihn nämlich niemand, da MUSS er selber essen!
Von wegen deiner Sorgen, er könne doch nicht EWIG Gläschen essen - provokativ gefragt: Wieso nicht? Da ist ja nichts Schlechtes dran. Und besser er isst die als gar nichts, oder?
Du wirst lachen, wir haben immer noch einen Vorrat an Gemüse- und Obstgläschen hier, bei einem 4jährigen! Wobei ich dazusagen muss, dass es nur noch 4 oder 5 Gemüsegläschen sind, die so eine Art "Notvorrat" sind für's Wochenende, wenn wir was essen, was er nun gar nicht mag oder so. Die Obstgläschen (oder irgendeine andere Art von Obstmus, muss ja kein Babygläschen sein) kaufe ich allerdings immer noch wieder nach, da er so gut wie jedes "richtige" Obst nach wie vor verweigert. Er isst nur Banane, darf die aber nicht unbegrenzt, weil sonst Verstopfung droht. Ab und zu, an einem guten Tag, geht mal ein bisschen geschälter Apfel oder geschälte Birne. Und das war's. Keine Weintrauben, keine Pflaumen, keine Melone, keine Erdbeeren, nichts, nada, niente.
Also denke ich mir, besser die paar Vitamine aus dem Obstmus, und er wird wohl nicht mit Obstgläschen im Gepäck in seine erste eigene Wohnung ziehen!
Aber ich kann mich noch sehr gut an meine Verzweiflung erinnern; ich sah immer die anderen Kinder Joghurt essen, und Butterbrot, und Obst, und allerlei Selbstgekochtes, und mein Kind schüttelte den Kopf, verschloss den Mund, aß nur Getreide-Obst-Brei, Milchbrei und Gemüsegläschen, und das war's ... (bzw. bis 16 Monate wurde er auch nachts und morgens noch gestillt).
An den Durchbruch bei Brot kann ich mich noch sehr gut erinnern, das war 6 Tage bevor er 2 wurde. Da waren wir auf einer Feier in einem Restaurant und es gab dort so hausgemachtes Baguette. Das LIEBTE er, er konnte gar nicht genug davon kriegen. Hatte vorher aber nie zuvor auch nur ein Stückchen Brot gegessen, das ging gar nicht.
Und so war es bisher bei allem. Ewig lange ging gar nichts, und auf einmal fluppte es. Während jahrelang bei allem, was "flüssig-stückig" (wie z.B. Joghurt mit Obststückchen oder Joghurt mit Müsli) war, SO-FORT gewürgt und gebrochen wurde, wurde es plötzlich seine Leibspeise. Vorher hatte ich (zum Frühstück) lange lange folgenden "Umweg" gewählt: Das Alnatura-Kinder-Früchtemüsli (von dm) in kochendem Wasser und lauwarmer Milch eingeweicht (!), dann etwas Gläschenobst drunter gerührt.
Bisher ist er seinem Typ treu geblieben: vorsichtig, zurückhaltend, allem Neuen gegenüber zunächst verschlossen, dabei aber - in langsamem Tempo - doch immer Stückchen für Stückchen vorangekommen.
Eins muss ich allerdings zugeben: Es gab Momente, in denen ich ihn gezwungen habe, ein kleines Stückchen zu probieren. Eigentlich gegen mein Gewissen. Aber es hat sich bewährt - es war dann bis auf eine Ausnahme (ich habe das insg. vielleicht so 8 oder 9 Mal gemacht) immer so, dass er direkt sagte "Ich mag das!" und noch mehr davon wollte, was er noch eine Sekunde vorher rundweg abgelehnt hatte und wogegen er sich mit Händen und Füßen und Heulen gewehrt hatte.
Eine solche Maßnahme war aber schon sehr lange nicht mehr nötig. Heute gibt es aaaaaab und zu sogar mal Momente, in denen er von sich aus was Neues probieren will.
Ich bin schon sehr gespannt, wie er sich weiter entwickelt und ob irgendwann der ganz große Durchbruch kommt, dass er also quasi - wie seine Eltern - zum Allesesser wird (wir sind beide überhaupt nicht mäkelig oder wählerisch).
Das erste Kindergartenjahr hat aber jedenfalls schon mal viel bewirkt; es kommt mittlerweile nur noch sehr selten vor, dass mir nachmittags berichtet wird, er habe beim Mittagessen so gut wie gar nichts gegessen. Am Anfang bekam ich doch häufiger mal ein ausgehungertes Kind übergeben ...
Um mein Geschreibsel zusammenzufassen: Mein Rat lautet eigentlich vor allem GEDULD (und an manchen Stellen ein bisschen Konsequenz)!![]()













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) und jetzt ist er so begeistert davon, dass wirs ihm gar nicht mehr nehmen wollen...
Aber ich hoffe, ich schaffs bald und dann gibts wieder Fotos.
Spatz und Zwerg an der Hand (*Mai 2011 und Mai 2013)
Und unser Sternchen ganz fest im Herzen (*Mai 2011+)
Meine Bino ist die liebe paulinenbaer mit ihren zwei süßen Mädels 
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Leandra): Du bist nicht allein, ich hatte auch ein Kind, das sich einjährig noch hauptsächlich von Muttermilch mit ganz dunklem Vollkornbrot (ohne alles), Joghurt und frischem Obst als BEIkost ernährte. Beruhigt hat mich erst "Mein Kind will nicht essen" von Dr. Gonzalez. Es ist schwer, sich damit abzufinden, aber jedes Kind hat sein eigenes Tempo, beim Essen wie beim Durchschlafen!