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Thema: Ehevertrag

  1. #1

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    Ehevertrag

    Hallo,

    was haltet ihr von einem Eheertrag zu einer Unterhaltsregelung bei einer möglichen Scheidung. Das würde heißen: wenn ich nur einen Halbtagsjob habe oder freiberuflich tätig bin und mir nach einer möglichen Scheidung keinen angemessenen Lebensunterhalt sichern könnte, würde ich einen befristeten Unterhalt evreinbaren, bis ich eine Vollzeitstelle hätte.

  2. #2
    testo_in_chiaro
    gelöscht

    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Sunflower81 Beitrag anzeigen
    Hallo,was haltet ihr von einem Eheertrag zu einer Unterhaltsregelung bei einer möglichen Scheidung. Das würde heißen: wenn ich nur einen Halbtagsjob habe oder freiberuflich tätig bin und mir nach einer möglichen Scheidung keinen angemessenen Lebensunterhalt sichern könnte, würde ich einen befristeten Unterhalt evreinbaren, bis ich eine Vollzeitstelle hätte.
    Wäre ich ein Mann, warum sollte ich das unterschreiben? Freiberufliche Tätigkeit - das ist doch Dein unternehmerisches Risiko. Was hat der Mann damit zu tun? Wüsste er, ob Du Dich um eine Vollzeitstelle bemühst? Würdest Du im Gegenzug für ihn eine solche Regelung unterschreiben?

  3. #3
    Moderation Avatar von lunete
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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Sunflower81 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    was haltet ihr von einem Eheertrag zu einer Unterhaltsregelung bei einer möglichen Scheidung. Das würde heißen: wenn ich nur einen Halbtagsjob habe oder freiberuflich tätig bin und mir nach einer möglichen Scheidung keinen angemessenen Lebensunterhalt sichern könnte, würde ich einen befristeten Unterhalt evreinbaren, bis ich eine Vollzeitstelle hätte.
    Interessante Frage.

    Ich würde sie aber auf die Zeit der Ehe ausweiten:
    Verstehe ich das richtig, dass dein Mann dich während der Ehe mitversorgt, da du auch dann möglicherweise nur halbtags/freiberuflich arbeiten wirst? Oder da du dann gar nicht arbeiten wirst?
    Wie wirst du in diese Ehe "investieren"?
    Was ich schwierig zu begründen fände, wäre, dass dein Mann dich immer und in jedem Fall während der Ehe und darüber hinaus finanzieren soll.
    Dazu hat er m.E. keine Veranlassung.

    Habt ihr vor, die "traditionelle" Rollenaufteilung zu realisieren, dass also er das Geld bringt und du Kinder, Küche, Haushalt schmeißt? Wenn ihr eine Vereinbarung findet, gemäß der du z.B. zum gemeinsamen Projekt Ehe/Familie beiträgt, indem du deine eigene Karriere zurückstellst und ihm den Rücken freihältst und ggf. die Kinder erziehst, fände ich ein Modell, in welchem er dich während und für eine gewisse Zeit auch nach der Ehe unterstützt gangbar und auch begründbar.

    Allerdings könnte dein Mann dann im Ehevertrag natürlich auch in gewisser Weise verlangen, dass du während deiner Ehe nicht die eigene Karriere gänzlich vernachlässigst, so dass du im Fall einer Trennung beruflich nicht bei Null anfangen musst, dir eine Existenz aufzubauen, wodurch sich seine Unterhaltspflichten möglicherweise unbegrenzt verlängern würden.

    Zugewinngemeinschaft finde ich übrigens ein auch in dieser Hinsicht ziemlich praktikables Modell


    Lunete

  4. #4
    testo_in_chiaro
    gelöscht

    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Wenn ihr eine Vereinbarung findet, gemäß der du z.B. zum gemeinsamen Projekt Ehe/Familie beiträgt, indem du deine eigene Karriere zurückstellst und ihm den Rücken freihältst und ggf. die Kinder erziehst,
    Ürks. Ich bitte dann mal um die juristisch verbindlich Definition von "Rücken freihalten", die dann in den Vertrag Einzug gehalten hätte. Dann wüssten wir Frauen der Bri endlich auch einmal, was das ist. Die Antwort blieb ja bisher von den Rückenfreihalterinnen aus.

  5. #5
    testo_in_chiaro
    gelöscht

    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Sunflower81 Beitrag anzeigen
    Hallo,was haltet ihr von einem Eheertrag zu einer Unterhaltsregelung bei einer möglichen Scheidung.
    Für das Leben wäre übrigens weniger wichtig, was die Bri davon hält. Sondern eher, was der potentielle Ehemann dazu sagt ;- )

  6. #6
    Moderation Avatar von lunete
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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von testo_in_chiaro Beitrag anzeigen
    Ürks. Ich bitte dann mal um die juristisch verbindlich Definition von "Rücken freihalten", die dann in den Vertrag Einzug gehalten hätte. Dann wüssten wir Frauen der Bri endlich auch einmal, was das ist. Die Antwort blieb ja bisher von den Rückenfreihalterinnen aus.
    Tja, die Definition muss ich schuldig bleiben, sorry.
    Manche haben eine Aufteilung, bei der die Frau alles im Haushalt tut und der Mann nichts, bei manchen hilft der Mann Abends und am Wochenende mit, manche teilen einzelne Aufgaben auf (sie kocht und putzt, er wäscht und kauft ein) - wie auch immer.
    Ist nicht jedermanns Sache (meine auch nicht), aber ich finde, dass das eine persönliche Entscheidung ist, und dass da jedes Paar für sich eine Regelung finden muss.
    Wichtig ist m.E., dass man diese Aufgaben und die Teilung nicht bewertet. Insbesondere, dass der aushäusig arbeitende Partner dies nicht tut, dass Konsens herrscht über den Sinn und den Wert des jeweils zum Projekt "Ehe/Familie" geleisteten Beitrags - und dass niemand von "natürlich gegebenen" oder sonstwie unumkehrbaren Verhältnissen ausgeht.
    Dann funktioniert so ein Modell, finde ich, auch durchaus im Rahmen eines emanzipierten Selbstverständnisses beider Partner.

  7. #7
    Moderation
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    AW: Ehevertrag

    Ich denke, ein Ehevertrag ist eine sehr gute Idee, vor allem, wenn man Geld oder Güter mit in die Ehe bringt, oder plant, eine arbeitsteilige Ehe zu führen.

    Der erste Schritt wäre allerdings, mit dem zukünfitigen Angetrauten eine Vorstellung zu entwickeln, "Was betrachten wir beide als recht und fair". Und dann von geeigneter Stelle checken lassen, ob das tatsächlich recht und fair ist, sittenwidrige Klauseln sind nämlich nicht durchsetzbar.

    Wenn der Mann eine Rundumversorgung haben will, fände ich es sehr angemessen, wenn z.B. kompensierend für entgangene Lebensverdienstzeit eine Anlage z.B. aus der Steuerersparnis geschaffen wird, die dir im Fall von Scheidung frei von irgendwelchen Schuldüberlegungen (es ist Arbeitslohn), oder spätestens zur Rente zusteht.

    Der wahrscheinlichere Fall ist aber, daß niemand "ich will mich betüdeln lassen und bin bereit, dafür zu zahlen" festschreibt, sondern daß stets bekräftigt wird, daß beide Partner ihr eigenes Geld verdienen und ihre eigenen Finanzen handhaben. Und dann passiert's ganz leicht, daß du am Ende doch die mit den Kindern und dem (bestenfalls) Teilzeitjob und der Hausarbeit, aber ohne die Absicherung bist. Da hilft kein Vertrag. Da hilft nur Streitkultur.
    ** Moderatorin im Sparforum und im Freundschaftsforum **
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. #8

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    AW: Ehevertrag

    Es geht primär darum, dass es sein kann, dass ich nur einen Halbtagsjob oder auch nur eine freiberufliche Tätigkeit finde, zumal ich ortsgebunden bin. Wenn ich verheiratet bin, wäre das kein Problem, weil mein Mann gut verdient, und ich wäre auch damit zufrieden. Das würde ich einem Arbeitsplatz in einer anderen Stadt, zu dem ich über eine Stunde pendeln müsste, vorziehen. Wenn ich natürlich nicht ortsgebunden wäre, würde ich natürlich bundesweit nach einer Vollzeitstelle suchen. Wenn ich halbtags arbeite, müsste ich wohl oder übel die wunderbare Hausarbeit machen. Ich habe jetzt wo gelesen, dass man unterhaltsberechtigt nach einer potentiellen Scheidung ist.

  9. #9
    Moderation
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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Sunflower81 Beitrag anzeigen
    Wenn ich verheiratet bin, wäre das kein Problem, weil mein Mann gut verdient, und ich wäre auch damit zufrieden. Das würde ich einem Arbeitsplatz in einer anderen Stadt, zu dem ich über eine Stunde pendeln müsste, vorziehen. Wenn ich natürlich nicht ortsgebunden wäre, würde ich natürlich bundesweit nach einer Vollzeitstelle suchen.
    Es gilt die alte Regel, daß der, der was zahlen soll, auch was geboten bekommen muß. Das kann sein "du brauchst nicht umzuziehen, wenn ich anderswo einen Job finde", oder "wir müssen keine Wochenendbeziehung führen."

    "*Ich* würde lieber nicht pendeln" ist kein gutes Angebot.
    ** Moderatorin im Sparforum und im Freundschaftsforum **
    ** ansonsten niemand besonderes **

  10. #10
    Moderation Avatar von lunete
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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Sunflower81 Beitrag anzeigen
    Es geht primär darum, dass es sein kann, dass ich nur einen Halbtagsjob oder auch nur eine freiberufliche Tätigkeit finde, zumal ich ortsgebunden bin. Wenn ich verheiratet bin, wäre das kein Problem, weil mein Mann gut verdient, und ich wäre auch damit zufrieden. Das würde ich einem Arbeitsplatz in einer anderen Stadt, zu dem ich über eine Stunde pendeln müsste, vorziehen. Wenn ich natürlich nicht ortsgebunden wäre, würde ich natürlich bundesweit nach einer Vollzeitstelle suchen. Wenn ich halbtags arbeite, müsste ich wohl oder übel die wunderbare Hausarbeit machen.
    Wie ist das?
    Bist du generell ortsgebunden oder bist du ortsgebunden, weil du dich nach deinem Ehemann richtest, für den ein Umzug nicht in Frage kommt?
    In ersterem Fall hat er ja nichts damit zu tun, in zweitem würdest du ihm quasi die Opportunitätskosten für die für dich durch die Ehe und den gemeinsamen Wohnsitz entstandenen Nachteile in Rechnung stellen. Kann man machen.
    Allerdings finde ich wie Wildwusel weder pendeln noch eine Wochenendbeziehung - zumindest auf Zeit - unzumutbar, da müsst ihr wissen, wie ihr eure Prioritäten setzt.

    Zitat Zitat von Sunflower81 Beitrag anzeigen
    Ich habe jetzt wo gelesen, dass man unterhaltsberechtigt nach einer potentiellen Scheidung ist.
    Das stimmt nicht.
    Siehe hier (bitte Leerzeichen entfernen): http:// www. test.de/Neues-Unterhaltsrecht-Gewinner-und-Verlierer-1614887-2614887/

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