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  1. #11

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    AW: Schalldämmung - Erfahrungen?

    Hallo zusammen,

    legrain hat gefragt; Du hast es so gewollt! Hier eine Antwort. Der Aufwand und die Schwierigkeiten sind mir aus leidvoller Erfahrung bekannt. Aber wir haben es hin gekriegt.

    Ich würde mit Übergängen von ganz hart auf ganz weich (z.B. Luftspalt zwischen den Wänden) und wieder ganz hart arbeiten. Damit versaut man absichtlich die sogenannte Anpassung. Die Leistungsübertragung wird dadurch reduziert.


    NOCH EINMAL: Wie FrauE schreibt: Bist Du sicher dass es durch die Wand kommt? So wie man Parkett verlegt, hörst Du vielleicht später den Anteil des Lärms, der aus dem Boden kommt. Bitte, kläre sehr sorgfältig ab, wie der Schall in eure Wohnung kommt. Am besten unter Mitwirkung der Nachbarn. Laute und ständig gleich laute Musik könnte als Testsignal dienen.


    Wenn es wirklich durch die Wand kommt, sähe ich am ehesten eine zweite, schwere Wand ganz anderen Typs als die Vorhandene, etwa aus 40 mm „Bio-“Spanplatte (Ohne Formaldehyd-Ausdünstungen etc.). Sie darf nur aussen oder mit wenigen, sehr weichen Federelementen (keine durchgehenden Schrauben!!!) gegen die Wand gehalten werden. Sie muss rundherum ziemlich dicht sein. Was natürlich blöd ist, da sie dann nicht arbeiten kann, wenn die Feuchtigkeit ändert. Die von legrain erwähnten Gummiteile könnten die Lösung dieses Problems sein.
    Zitat ein geplagten Professors und Betreibers einer sehr lauten Maschine: „Auch ein kleines Loch macht den Schallschutz viel weniger wirksam.“
    Dämm-Material im Hohlraum dichtet nicht oder nur wenig ab, sondern verhindert vor allem den Hall. Wenn er fest an der Wand befestigt ist, kann er deren Schwingungen etwas dämpfen.


    Dämmmaterial oder Eierkartons sind gut gegen den Hall, dichten aber kaum ab!


    Bei einer Lösung mit einer Schrankwand oder Regalwand würde ich darauf schauen, dass die Rückwand hart ist. Möglicherweise gibt es das nicht zu kaufen und müsste selbst abgeändert werden. So toll ich Pavatex (Hartfaserplatten) finde, so wenig Eindruck macht es dem Schall. Bisschen was halt. Reicht ein Bisschen?


    Zur Illustration: Wir haben eine Abdichtung zwischen zwei Zimmern mit einem Dritten dazwischen so ausgeführt:
    Laute Musik --- harte, sehr dichte, schwere Wand (12.5 mm Fermacell ev. auch Gipskarton auf einem Blech-Rahmen) --- auf der anderen Seite des Rahmens das Gleiche nur Undicht (es verdoppelte also lediglich die Masse) --- ein Abstellraum --- Türe verschliessen: Harte, beinahe dichte, sehr schwere Wand (40 mm Spanplatte) --- Luftspalt 80 mm in ehemaliger Türe --- harte, sehr dichte, schwere Wand (12.5 mm Fermacell ev. auch Gipskarton --- Ruhiger Raum. Das ging sehr gut, war aber eventuell ein Overkill. Vielleicht hätte die 40 mm Spanplatte schon gereicht. Die Fermacell-Wand brauchte es aus anderen Gründen.
    Die Wand neben der Türe war eine bestehende, undichte Bretterwand --- Hohlraum mit Dämmung (Holzwolle) --- eine dichte Bretterwand und wieder die harte, sehr dichte, schwere Wand (12.5 mm Fermacell ev. auch Gipskarton) --- Ruhiger Raum.

    Wenn man mehrere Lagen macht, ist es wichtig, dass sie sich unterscheiden. Schallschluckverglasungen haben bis 3 verschieden dicke Gläser.


    Vielleicht sagt ja jemand, es gehe doch. Einstweilen: Mein Beileid (echt!) Isambard

    PS.: Heute, So. 20.1.2012 werde ich nicht mehr zugegen sein.

  2. #12

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    386

    AW: Schalldämmung - Erfahrungen?

    @cococay
    Prima, daß das Problem bei euch so leicht zu lösen war! Ich wußte nicht, wo ihr eure Klimaanlagen habt und wo da Dämmplatten angebracht wurden. Daher meine Frage nach dem wie und wo. Habe keine Klimaanlage und mich auch noch nie damit beschäftigt.
    Leider ist das Problem bei Schallübertragung in Wohnungen nicht so leicht zu lösen. Ich habe ewig im Internet recherchiert, Architekten und Bauinegneure gefragt. Die haben mir alle nicht viel Hoffnung gemacht. Der eine Bauingenieur hat selbst dieses Problem in seiner Wohnung. Wenn das mit ein paar Dämmplatten an die Wand nageln getan wär ... Nach allem, was ich bisher herausgefunden habe, glaube ich daran nicht. Sorry, denn es wär soooo schööön!
    Und lies mal die Lösung von Isambard. SEHR aufwändig.
    Hier im Haus ist eine Mieterin ausgezogen, weil ihr Schlafzimmer an die Küche ihres Nachbarn grenzte und sie dort morgens keine Ruhe mehr hatte. Eine andere lag jahrelang mit ihrem Nachbarn im Klinch, weil der laute Musik hörte....
    Trotzdem, Danke dir für deine Vorschläge

    @ Isambard

    Wow, danke! Werde mir deine Lösung mal in Ruhe durchlesen.
    Ob da noch wass von meinem Wohnzimmer übrig bleibt?


    Wir haben jetzt einen großen, dicken Teppich ins Wohnzimmer gelegt. Das schafft wirklich ein ganz anderes Raumklima und es klingt auch besser hier drin! Die Leute unter uns werden sich freuen! Man läuft wie auf Wölkchen


    LG, Bio

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