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  1. #1
    Avatar von makrudd44
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    geschockt Hashimoto und der Umgang der Ärzte damit

    Hallo an alle Hashis hier im Forum,
    im September 2011 wurde bei mir Hashimoto Thyreoiditis festgestellt. Da hatte ich allerdings schon 3 Monate hinter mir in denen ich meine Ärztin darauf aufmerksam gemacht hatte, dass etwas mit meiner Schilddrüse nicht stimmt.

    Dazu in Kurzform meine "Schilddrüsenlaufbahn": Januar 2009 bei Check-up der Verdacht meiner vorletzten Ärztin, das was mit der Schilddrüse nicht stimmt. Termin beim Endokrinologen - nur eine kleine Zyste, 1x jährlich Kontrolle. 2010 - gefielen meinem Endo meine Werte der Nebenschilddrüsen nicht - Thyonajod 50 verschrieben. 1 Jahr später: Werte wieder in Ordnung, aber wegen eines Knotens!? weiter Thyronajod nehmen. 2011 im Juni hatte ich dann plötzlich eine Schwellung am Hals, die schmerzte. Aktuelle Hausärztin meinte nur, da wäre nichts - sie könnte nichts feststellen. August 2011 Trommelfellentzündung und mein HNO fand bei einer abschließenden Sonografie entzündliches Gewebe in der Schilddrüse. Darauf zum Endo und der stellte in seiner üblichen wortkargen Art und Weise fest: Schildrüsenentzündung, Thyonajod sofort absetzen und wegschmeißen, bei jodhaltigen Lebensmitteln vorsichtig sein, L-Thyroxin nehmen und ich einem halben Jahr sehen wir uns wieder!

    Das war alles, weder Fragen nach dem Befinden, noch ein paar Erklärungen o.ä. Nach umfangreichen Recherchen meinerseits im Internet und dem Buch von Frau Dr. Brakebusch bin ich nach ca. 8 Wochen zu meiner Hausärztin mit der Bitte um eine Blutuntersuchung um zu kontrollieren, ob die Dosis geändert werden muß.

    Die Frau hat mich nur verständnislos angesehen, mir gesagt, das man nicht "alle 14 Tage eine Blutuntersuchung machen könne" und mir zähneknirschend einen Termin nach weiteren 9 Wochen gegeben.
    Bei der Blutuntersuchung wurden nun zuerst die Schilddrüsenwerte "vergessen". Daruf 3 Tage später noch eine Blutentnahme und die Werte haben sich verschlechtert - so, wie auch mein Befinden: ich bin dauermüde, trotz vielem schlafen, kann mich nicht konzentrieren, vergesse viel, hab geschwollene Lider, Gesicht und Hände - aber das interessiert sie nicht.

    Meine Werte sind völlig in Ordnung! Mein TSH ist von 1.38 auf 5.01 gestiegen, was ich als nicht im geringsten in Ordnung finde. Aber sie bleibt dabei. Die Krönung war, als ich mir dann gleich noch wieder L-Thyroxin verschreiben lassen wollte, weil meine zur Neige gingen, hat sie erst Thyronajod ausgeschrieben. Ihr war doch glatt entgangen, dass wir da schon längst drüber weg sind! Das kommentierte sie mit den Worten - "ach, sie passen aber auf".

    Jetzt sitze ich nun da mit den Unterfunktionssymptomen und bin echt sauer auf die Ärzte. hab schon oft gelesen, dass es da viele Hashis mit ähnlichen Erfahrungen geht und das man regelrecht dafür kämpfen muß, ernst genommen zu werden oder eine lange Odyssee an Arztwechseln vor sich hat.

    Ich stehe jetzt an dem Punkt, dass mein Endo nicht wirklich mit mir redet und ich dort auch nur 1-2x im Jahr bin. Also müßte sich ja doch der Hausrarzt zumindest um die Zeit der Einstellung kümmern. Ich kann doch nicht immer ein halbes Jahr oder sogar ein ganzes warten bis die Einstellung überprüft wird, oder?

    Meine jetzige Hausärztin machts nicht und ob ich jetzt so schnell eine neue finde, die Interesse an mir und meinem Befinden hat, bezweifle ich ehrlich. Anfang März habe ich den nächsten Endo-Termin. Wenn ich dran denke, dass ich bis dahin noch aushalten soll, wirds mir schon ganz elend.

    Wie geht es euch denn mit der Diagnose Hashimoto und wie stehen eure Hausärzte/Endokrinologen... dazu. Fühlt ihr euch gut aufgehoben bei euren Ärzten mit dieser Krankheit?

    Mich macht echt sauer, dass keiner von beiden richtig mit mir redet und vor allem auch bei keinem von Interesse ist, wie ich mich fühle.

    LG an alle von makru
    "Jeder Tag ist ein neuer Anfang"

  2. #2

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    AW: Hashimoto und der Umgang der Ärzte damit

    Mein alter Hausarzt war auch Internist und hat sich hervorragend um mich gekümmert. Einen neuen Hausarzt habe ich noch nicht, aber wegen meiner Unterfunktion gleich eine Internistin gesucht und gefunden. Die hat zwar unglaublich unfähige, unhöfliche Arzthelferinnen, ist selbst aber sehr sympathisch und kompetent. Termine zu bekommen ist natürlich nicht kurzfristig möglich, das ist aber vermutlich bei jedem Facharzt so. Da ich momentan in einer neuen Einstellungsphase bin, habe ich alle drei Monate Termine zur Blutuntersuchung. Wenn ich dann eingestellt bin, wird es wohl auf ein- bis zweimal im Jahr runtergeschraubt werden.

    Wenn ich so deine Geschichte lese, frage ich mich, warum du dir keinen neuen Arzt suchst. Du bist doch den anderen nichts schuldig. Laß dir Kopien der Befunde geben und dann hör dich um, ob jemand einen guten hat. Such im Internet nach Erfahrungsberichten. Frag deine Krankenkasse, ob sie jemanden empfehlen können. Wenn du nicht gerade in der schleswig-holsteinischen Provinz lebst, sollte das doch möglich sein. Ein Teil deiner Probleme ist selbstgemacht.
    Lieber Smarties als Smartphones! (von mir)

  3. #3
    Avatar von Nocturna
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    AW: Hashimoto und der Umgang der Ärzte damit

    Zitat Zitat von Tszimisce Beitrag anzeigen
    Wenn ich so deine Geschichte lese, frage ich mich, warum du dir keinen neuen Arzt suchst. Du bist doch den anderen nichts schuldig. Laß dir Kopien der Befunde geben und dann hör dich um, ob jemand einen guten hat. Such im Internet nach Erfahrungsberichten. Frag deine Krankenkasse, ob sie jemanden empfehlen können.
    Jup, so isses. Ein neuer Arzt muss her.

    Ich habe zwar nur Unterfunktion, aber auch diese gehört betreut und nötigenfalls eingestellt. Es ist gar kein Problem einen Blutabnahmetermin zu bekommen, meine Ärztin will ihn halbjährlich, mir geht’s gut, deswegen gehe ich einmal pro Jahr und alle zwei Jahre zum Ultraschallen.

    Unabhängig davon musst du dich selbst schlau machen. Viele Ärzte sind mit dem Thema Schilddrüse komplett überfordert. Bei der Erstdiagnose wurde ein Verdacht auf seronegatives Hashimoto geäußert, der sich scheinbar (?) nicht bestätigt hat. Der Nuklearmediziner wollte mir aber trotzdem Thyronajod verschreiben, ich habe mich, nach Recherchen im Internet, schlicht geweigert und auf L-Thyroxin bestanden, was ich dann auch von meiner Hausärztin bekommen habe.

    Weil der Nuklearmediziner hartnäckig war, hat er mir nach zwei Jahren einen Jodversuch abgerungen, die Werte sind daraufhin entgleist und die Hausärztin hat sich beeilt, mir wieder das alte Präparat zu verschreiben.

    Wenn es dir nicht gut geht und der deutlich zu hohe TSH-Wert ist eindeutig ein Zeichen dafür, dann brauchst du einen kompetenten und aufgeschlossenen Arzt. Such dir jemand, der dich ernst nimmt.

    Noch ein Rat, lass dir künftig von jeder Blutuntersuchung eine Kopie aushändigen und notiere dir, welche Dosierung du zu diesem Zeitpunkt hattest. Und noch ein Rat vorsichtshalber. Vor der Blutabnahme keine Schilddrüsentablette nehmen, das verfälscht das Ergebnis.
    Kinder sind das Einzige, was in einem modernen Haushalt noch mit der Hand gewaschen werden muss.

  4. #4
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    AW: Hashimoto und der Umgang der Ärzte damit

    Ach das kennen, glaube ich, viele Hashis. Ich auch. Willkommen im Club. Leider kennen sich wirklich nur sehr wenige Ärzte mit dieser doch häufigen Erkrankung aus. (immerhin sind etwa 10-12 % der Bevölkerung betroffen!).

    Jod ist absolutes Gift für uns, es heizt den Entzündungsprozess an und kann Schübe auslösen!
    Die Normbereiche für das TSH sind leider in vielen Labors noch nicht korrigiert, denn siet 2002 gibt es einen neuen Normbereich, das will aber scheinbar keiner wissen. Alles TSH Werte über 2,5 zeigen eine Unterfunktion an. Bei Hashimoto erkrankten Menschen ist ein TSH von 1 oder niedriger anzustreben.

    Meiner liegt momentan bei 0,4 und ich fühle mich sauwohl.

    Wir Hashis dürfen nicht aufgeben, wir müssen so lange immer wieder zu einem anderen Arzt gehen bis man uns hilft. Wir werden gerne in die Psychoecke geschoben, weil die Symptome extrem vielfältig sind.

    Wer noch eine wirklich gute Betreuung sucht und die Möglichkeit hat Köln zu erreichen, der kann sich bei mir melden, dem schicke ich gerne die Adresse meiner Nuk-Praxis.

  5. #5
    Avatar von Eva2
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    AW: Hashimoto und der Umgang der Ärzte damit

    genau wie silbervogel erwähnt... ich werde nie begreifen, wieso sich ärzte bei dieser häufigkeit der erkrankung, nicht auskennen - ich wäre ja schon froh, wenn einer mal wenigstens drauf gekommen wäre.

    bei mir gabs zwar die diagose schon recht früh - leider mit dem "rat" eines arztes "da müsse man nichts machen....das hätten viele"
    joh dann hatte ich auch viel...bis zu einem glanzwert: TSH 24,9 !!!
    inkl. kreisrundem haarausfall, bleiener müdigkeit - bei gleichzeitigem herzrasen bis hin zu herzrhythmusstörungen....
    durchfall wechselte mit verstopfung...schwitzanfälle, frösteln...schlimm fand ich u.a wortfindungsstörungen und konzentrationsmangel, ich habe an meinem verstand gezweifelt!

    aktuell habe ich laut laborbefund eine leichte überfunktion, mein hausarzt wollte dass ich UNBEDINGT SOFORT die tablettendosis HALBIERE !!!

    das wollte ich aber nicht
    mir geht es so gut, wie schon ewig nicht

    der mittlerweile gefundene *beste arzt* (allgemeinmediziner mit zusatzausbildung in phsychotheraphie - dort gelandet wegen depressionen und panik... ) hat gesagt:

    wir behandeln doch keine laborwerte, wir behandeln den patienten
    Geändert von Eva2 (29.01.2012 um 14:42 Uhr)

  6. #6

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    AW: Hashimoto und der Umgang der Ärzte damit

    Zitat Zitat von Eva2 Beitrag anzeigen
    wir behandeln doch keine laborwerte, wir behandeln den patienten
    Ja, meine Internistin sagt Ähnliches - die Werte sind Anhaltspunkte, aber wie es mir damit geht, das ist wichtig. Diese Einstellung ist auch der einzige Grund, warum ich mich mit ihrem unfähigen Personal rumplage...
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  7. #7
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    AW: Hashimoto und der Umgang der Ärzte damit

    Bei mir war das "lustige" noch, dass ein Endorkinologe, bei dem ich auf ein SD Profil mit Antikörpern bestand zwar einen TPO Titer von 1658 gemessen hatte (normal wären < 10) und das alleine beweisend für Hashimoto gewesen wäre und er frechweg unter den Bericht schrieb: "Es liegen keine Hinweise auf eine Schilddrüsenerkrankung vor"

    Da bin ich nie wieder hingegangen.

  8. #8
    Avatar von makrudd44
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    AW: Hashimoto und der Umgang der Ärzte damit

    Hallo an alle,
    danke für eure Antworten.

    Ich war schon immer etwas "arzthörig", frei nach dem Motto: die sind schließlich Fachärzte und wissen schon was sie tun" und ich bin der Laie. Bis jetzt hatte ich auch noch nicht wirklich Probleme beim Arzt.

    Zu meiner jetzigen Hausärztin bin ich schon Anfang letzten Jahres gewechselt, weil ich mit der vorherigen auch nicht gut klar kam. Keine offensichtlichen Probleme - es hat sich einfach nur kein Vertrauensverhältnis eingestellt. Bei der jetzigen hatte ich die ersten Monate da doch Hoffnung, weil sie ziemlich nett erschien. Nur als ich dann mit der Schilddrüsenerkrankung kam und auch noch mit etwas Wissen und einer eigenen Meinung dazu, da wurde sie dann richtig zickig. Wie schon geschrieben, mein schlechtes Befinden hat sie noch nicht mal abgetan oder runtergespielt sondern einfach übergangen - ab zum nächsten Thema.

    Ich hab mich schon nach anderen Ärzten umgeschaut, nur gibt es da in meiner Gegend (Dresden) auch keine wirklich guten Empfehlungen. Gerade was Hausärzte angeht. Mein Endokrinologe ist auch schon von vielen schlecht bewertet worden - er soll zwar DIE Größe in Sachen Schilddrüse hier in Dresden sein, aber er ist auch dafür bekannt, die Patienten von oben herab zu behandeln. Bei Nachfragen reagiert er regelrecht unwirsch. Da ich aber nur 1-2 im Jahr mit ihm zu tun hatte, hatte ich mich damit abgefunden!

    Nur jetzt möchte ich einfach nur gut eingestellt werden, damit es mir endlich wieder gut geht. Ich versuche es nächste Woche bei einer Internistin/Hausärztin. Mal sehen, was dabei rauskommt. Ich möchte einfach nur, dass mir jemand das Ganze erklärt und auch mein Befinden ernst nimmt - mir vor allem beim finden der richtigen Einstellung hilft. Den Satz von Eva's Arzt "unterschreibe" ich sofort: "wir behandeln doch keine Laborwerte, wir behandeln den Patienten".

    Genauso einen Arzt suche ich! Wenn jemand aus meiner Gegend mit ähnlichen Erfahrungen so einen kennt, wäre ich für jeden Tipp dankbar.

    LG makru
    "Jeder Tag ist ein neuer Anfang"

  9. #9
    gesperrt
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    AW: Hashimoto und der Umgang der Ärzte damit

    Schau mal hier:

    von Patienten empfohlene rzte (Bens Liste)

    Diese Liste wurde von Patienten zusammengestellt.

  10. #10
    Avatar von makrudd44
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    AW: Hashimoto und der Umgang der Ärzte damit

    Danke, Silbervogel
    die Liste habe ich mir schon mal angesehen. Bin auch in dem Endokrinologikum wo Frau Dr. Gerbert zu finden ist. Leider ist ein Wechsel dorthin nicht möglich. Sie hat auch sehr lange Wartezeiten, was bei der Wertung auch verständlich ist. Bei meinem Arzt dort bekommt in ca. 4-6 Wochen einen Termin.

    Mir wird wohl nichts anders übrigbleiben als so lange zu suchen bis ich jemanden finde, der mir zuhört und mich ernst nimmt. Ist eben momentan ziemlich beschwerlichm, weil es mir nicht gut geht.
    "Jeder Tag ist ein neuer Anfang"

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