Ich wollt dir einfach mal sagen: auch wenn ich nicht so lebe wie du und andere Ansichten habe, finde ich deine Leidenschaft und dein Engagement und deine Konsequenz bewundernswert.
Ich wollt dir einfach mal sagen: auch wenn ich nicht so lebe wie du und andere Ansichten habe, finde ich deine Leidenschaft und dein Engagement und deine Konsequenz bewundernswert.
@ Sleepie:![]()
Be veg
Go green
Save the planet
Dein Post #150 widerspricht jetzt aber deiner obigen rethorischen Frage (Henne und Ei) die ja andeutet, dass du die Aussage, dass Soja primär zur Ölgewinnung angebaut wird, in Zweifel stellt..
Faktisch ist Hunger auf der Welt ist zur Zeit mehr ein Verteilungs- als ein Produktionsproblem. Das wird sich langfristig aber wohl ändern, da die Nachfrage (durch Bevölkerungserhöhung, durch erhöhten Konsum "veredelter" Lebensmittel wie Fleisch, durch anderweitige Nutzung von Nahrungsmitteln->Biosprit) mehr steigt als das Angebot.
[...] www. brot-fuer-die-welt.de/ernaehrung/4452_4728_DEU_HTML.php
http://rotary1840.de/muenchen_flugha...ernaehrung.pdf
Es sei dir unbenommen vegan zu leben, deine Gründe sind dir ebenfalls unbenommen. Zumal die Begründungen diverser vegan lebender Menschen für mich nur in Teilen nachvollziehbar sind und einer Überprüfung nicht immer standhalten.
Ich habe für mich nur die Erfahrung gemacht, dass die Welt viel komplexer ist, als ich es mir vorstellen könnte. Ich versuche nach Möglichkeit Fakten zu recherchieren und Zusammenhänge zu verstehen. Ich lese nach Möglichkeit immer auch die Kritik z.B. an Studien, um besser verstehen zu können. Ich komme dadurch zum Teil zu komplett anderen Betrachtungsweisen als z.B. du, in anderen Bereichen sehe ich andere Konsequenzen. Z.B. halte ich eine Verringerung des Verzehrs tierischer Lebensmittel wie Fleisch und Milchprodukte für richtig, einen kompletten Verzicht jedoch für schwierig aus ernährungstechnischen Gründen.
Ich brauche dafür keinen "ethischen" Überbau. Wenn jemand das nicht leben kann oder will, sehe ich das als seine Entscheidung. Die muss ich nicht verstehen, weiß aber auch meist nicht, ob ich Dinge tue, die er ablehnen würde...
Aber von allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht der gefährlichste. Ein solcher Wunsch führt unvermeidlich zu dem Versuch, anderen Menschen unsere Ordnung und Werte aufzuzwingen, um ihnen so die Einsicht in Dinge zu verschaffen, die uns für ihr Glück am wichtigsten zu sein scheinen; also gleichsam zu dem Versuch ihre Seelen zu retten. Der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, produziert stets die Hölle K. R. Popper
Geändert von Orange (05.08.2012 um 21:34 Uhr) Grund: Shoplink entfernt bzw. entlinkt
Das mit dem Huhn und dem Ei lese bitte mit einem Augenzwinkern dahinter. Ich halte mich nicht für unfehlbar.
Ich weiß, dass es ein Rechenexempel ist aber ich freue mich, mich selbst für das in meinen Augen bessere Leben entscheiden zu dürfen.
Ich brauche den ethischen "Überbau" tatsächlich bzw. ist er nicht Überbau sondern Skelett. Alles andere, meine Gesundheit z. B. oder das Klima kommen später.
Be veg
Go green
Save the planet
Geändert von veganophil (05.08.2012 um 17:41 Uhr)
Posa, ich habe jetzt nicht alles durchgelesen, trotzdem denke ich ähnlich wie du. Wenn du ein schlechtes Gewissen hast, aber trotzdem nicht auf Fleisch verzichten willst, kannst du zB
-innerhalb der Woche vegetarische Tage einlegen, zB Suppen und Eintöpfe, auch mal ein Gericht mit Tofu, die Pizza a la Funghi anstelle von Salami
-morgens kein Wurstbrot, sondern Marmelade, Honig,Pflanzenaufstrich oder auch mal ein gutes Stück Käse, (fettreduzierter) Frischkäse oder was auch immer.
-wenn Fleisch, dann mit Genuss. Heisst, du gehst nicht zu Aldi um abgepacktes Massentierzeugs zu kaufen, sondern zum Metzger deines Vertrauens wo du weisst dass er srlbst einen Hof hat u schlachtet bzw falls du sehr städtisch wohnst gehst du in einen Biosupermarkt und kaufst Biofleisch.
Ich muss sagen ich könnte bei Aldi kein abgepacktes Hack o.ä. kaufen, dann lieber seltener und dafür ohne schlechtes Gewissen.
Geändert von MonaLisa22 (11.08.2012 um 22:41 Uhr) Grund: .
Hi,
ich habe auch nicht alles gelesen, weil das Thema auch ein bisschen abgedriftet ist, auf den ersten Seiten.
Vegan: finde ich toll, wenn man das kann. Ich habe aber schon sehr viele Veganer in meinem Leben kennen gelernt, und das machte keiner länger als ein paar Jahre. Und alle (!), die ich kannte, wurden nachher nicht zu Vegetariern, sondern haben gleich Fleisch gegessen.
Vegetarisch finde ich auch gut - war ich selbst über 25 Jahre lang, tat aber meiner Figur nicht so gut (Kohlenhydrate ohne ende), und war immer anstrengend (doppelt kochen, Diskussionen), insbesondere mit einem nicht-vegetarischen Mann.
Ich bin jetzt seit ca. einem Jahr keine Vegetarierin mehr, und versuche immer noch, Fleisch aus "guter Haltung" zu bekommen, soweit es geht. Soweit bin ich fortgeschritten:
Bio finde ich sehr teuer, und ist immer noch keine Garantie für gute Haltung. Vor kurzem kam noch ein Bericht im Fernsehn über Puten-Qualzuchten, die zwar "Bio" waren, aber kaum laufen konnten, wegen ihrer schweren Brüste.
Bio finde ich auch oft übertrieben. Ein Bekannter von mir züchtet und verkauft auch Fleisch-Kühe. Ich kaufe gerne Fleisch bei ihm, aber ein Bio-Zertifikat würde er glaube ich nicht bekommen. Die Tiere stehen das ganze Jahr über draussen, auf üppigen Weiden. Wenn sie aber krank werden, bekommen sie Antibiotika.
Er hat auch keinen Hof, der geprüft werden kann, sondern nur verteilte Gebäude in der Umgebung - keine guten Voraussetzungen für ein Bio-Siegel.
Ich bezahle da 6 oder 7 EUR für ein Kilo Fleisch, muss aber immer 1/8tel Kuh abnehmen, wenn geschlachtet wird - und da ist alles bei: Suppenfleisch, Steak, Gulasch, Innereien und Gehacktes.
Da muss man schon Platz in der TK-Truhe haben.
Ansonsten versuche ich, Fleisch bei unserer Landmetzgerei zu kaufen. Das ist teurer als im Supermarkt, und ich weiss auch oft nicht, ob das aus guter Haltung kommt (wenn man fragt, waren die alle immer glücklich) - ich weiss aber, daß dort viele Tiere aus eigener Haltung verkauft werden.
Geflügel bekomme ich von Bekannten - nicht so oft, aber es bleibt dadurch auch was besonderes. Da bezahle ich 6 EUR pro Kilo.
Geflügel aus dem Supermarkt oder der Pommesbude kaufe ich überhaupt nicht - finde ich total eklig.
Was ich im Supermarkt immer noch kaufe, sind Wurstaufschnitte, die mein Mann lieber mag als die vom Metzger.
Eier kaufe ich bei meiner Freundin, und demnächst wollen wir uns auch eigene Hühner anschaffen.
Ich fände ein "gute Haltung"-Label viel wichtiger, als ein Bio-Label. Ist natürlich auch schwer zu realisieren, bzw. die Aspekte dafür festzulegen.
Grüsse
Wie sagt man so schön...einen Tod muss man sterben ;-) ?!
Dass du beim Aldi (oder einem anderen Discounter) Fleisch erhältst, dass von "glücklichen" Tieren stammt halte ich auch für ausgeschlossen.
Und für ein Tier, das ein (im Vergleich) relativ langes Leben hatte, genug Platz, gesundes Futter ohen Wachstumshormone etc. muss man einfach etwas tiefer in die Tasche greifen.
Habe vor Kurzem auch meine Ernährung umgestellt was das Fleisch betrifft. Seitdem koche ich für mich und meine Familie nur noch an 2 Tagen in der Woche Fleisch. Das kaufe ich dafür von einem Metzger, der selbst schlachtet und siene Tiere von regionalen, kleinen Höfen bekommt. Ich habe ehrlich gesagt einfach mal persönlich bei einigen Metzgereien in meiner Umgebung nachgefragt, woher ihr Fleisch kommt.
Ein paar Gedanken und Anregungen sowie Rezepte zur Umsetzung unserer neuen Ernährung habe ich auf meinem Blog zusammengefasst. Wen's interessiert...einfach reinschaun :)
[...]
Geändert von Orange (06.05.2013 um 21:13 Uhr) Grund: Werbung entfernt