
Zitat von
arouet58
@ segres
*Das sind alles nur Teilwahrheiten. Es gibt also durchaus genug Spielraum für Frauen, einen Hausmann nicht als Downshifter wahrzunehmen.*
Sie tun es aber mehrheitlich, wie ihre reale Partnerwahl wieder und wieder zeigt, die übrigens beidseitig "bewacht" ist, also von den Instinkten der Frauen-und der Männerseite gestützt wird.
So unangenehm es vielen Frauen ist, für einen Mann sorgen zu sollen ("Der ist sein Geld nicht wert, ich habe Besseres verdient!"), so unangenehm ist es vielen Männern, von einer Frau abhängig zu sein ("Ich bin nicht Manns genug, sie zu versorgen und zu "schützen"!").
Durch sexuelle Selektion haben sich ja Männer und Frauen gegenseitig geformt wie übereinander laufende Mühlsteine: Wo das eine Geschlecht Rillen ausbildete, zeigt das andere Grate und umgekehrt.
Darum sind gelingende Paarungen dieser Art glückliche Einzelfälle und werden es, fürchte ich, lange, sehr lange bleiben.
Dass Frauen die heimlichen Herrscher der patriarchalen Familie sind, ist nichts Neues. das waren sie auch bei uns.
Nicht umsonst haben so viele Frauen energisch FÜR das Patriarchat gekämpft und so viele Männer dagegen.
Dass der Feminismus nur die Frauen kennen will, die dagegen kämpften und fast nur Männer, die dafür kämpften, ist eine der vielen Geschichtsklitterungen dieser Ideologie.
Neu ist, dass Frauen diese Herrschaft innerhalb der Familie, als Hauptbezugsperson der Kinder, oft behalten wollen und gleichzeitig in der Welt jenseits der Familie Gleichstellung fordern. Das funktionierte nur, wenn dem eine Gleichberechtigung der Männer im Binnenraum der Familie korrespondierte.
Dazu müssten aber Männer und Frauen anders begehren können: Frauen müssten sich vermehrt in "kleinere" Männer verlieben können, Männer in "größere" Frauen.
Da das Sich-verlieben kein wesentlich willentlich steuerbarer Prozess ist, halte ich grundlegende Änderungen hier für unwahrscheinlich.
Sie sind auch nicht in Sicht.
Aber keine Bange, Evolution ist ein sich selbst korrigierender Prozess.
Wer zu viele Fehler macht, stellt sich selbst vom Platz, verschwindet aus dem Genpool.
Für Individuen mag das bitter sein, ja für ganze Zivilisationen.
Sub specie aeternitatis ein Klacks.