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  1. #11
    tilbage
    gelöscht

    AW: Jemand hier mit "Sinneswandel" ;-)?

    Also, ich wusste immer, ich will keine Kinder und habe auch keine bekommen und bereue es nicht (bin jetzt 51).
    Ich habe aber natürlich trotzdem immer mal wieder darüber nachgedacht.
    Wäre es "passiert", hätte ich es wohl bekommen und wäre damit vermutlich auch glücklich geworden.

  2. #12
    Kathi77
    gelöscht

    AW: Jemand hier mit "Sinneswandel" ;-)?

    Hallo,

    ich war immer der festen Überzeugung das ich keine eigener Kinder haben möchte. Bei mir hat nie eine Uhr getickt, noch hatte ich einen Kinderwunsch, manchmal hatte ich das Gefühl es fehlt etwas in meinem Leben, ich konnte es aber nie genau benennen.
    Letztes Jahr bin ich mit meinem neuen Partner zusammengekommen, wo es einfach passt & zum erstenmal, habe ich mir mit einem Mann ein eigenes Kind vorstellen können, geplant war evtl. in 2-3 Jahren.

    Gekommen ist es wie man sich denken kann, ganz anders! Nach einem Ärztemarathon habe ich dann Anfang Dezember erfahren warum es mir körperlich so schlecht geht. Mein Frauenarzt teilte mir mit einem breiten Grinsen mit, das ich schwanger bin! Die erste Zeit war sehr zwiespältig, tausend Fragen tauchten auf, Ängste um Job, Freiheit... Mittlerweile freue ich mich sehr auf mein erstes eigenes Kind. Die ganzen Zweifel, Sorgen sind verschwunden, für alle Bedenken gibt es eine Lösung & wenn man die erste Ultraschalluntersuchung hat, man den Zwerg live auf dem Bildschirm sieht, Bilder mit Nachhause bekommt, ist vieles anders...

    Im Job werde ich erstmal ein Jahr Pause einlegen und anschließend wieder in reduzierten Umfang und mit Telearbeit loslegen. Meine Hobby`s kann ich normal weiter ausführen, entweder kommt der Zwerg mit oder mein Partner, seine Tante etc. passen auf ihn auf. Die ganzen Freiheiten wie ich/wir jetzt haben wird es nicht mehr geben, dafür treten aber andere Dinge in den Vordergrund, auf die ich mich freue.

    Liebe Grüße

  3. #13
    Avatar von Nocturna
    Registriert seit
    29.09.2005
    Beiträge
    10.539

    AW: Jemand hier mit "Sinneswandel" ;-)?

    Zitat Zitat von wassernixlein Beitrag anzeigen
    Allerdings bist Du als "Geschwisterkind" wohl eher Trubel gewohnt als ich Einzelkind, das immer schon gerne für sich allein war und ich auch bis heute sehr viel Zeit allein für mich brauche. Auch das wäre mit (Klein-)Kind wohl eher schwierig .
    Ich kann dich gut verstehen, wassernixlein, ich bin auch Einzelkind, sogar ein sehr zufriedenes. Ich habe immer viel mit mir allein anfangen können, Langeweile war selbst als Kind ein Fremdwort für mich.

    Ich kann dir - Mütter von mehreren Kindern nicht hinhören - hier ein Einzelkind sehr empfehlen. Es ist in der Bri schwer verpönt zu sagen, ein Kind ist kein Kind, es ändert aber in meinen Augen nichts an der Tatsache.

    Ein Kind ist im Nullkommanichts „wegorganisiert“, sei es bei Bekannten zur Übernachtung oder es bleibt mal bei den Großeltern. Wenn das Kind und im allerbesten Fall auch noch der Mann mal zwei Tage außer Haus waren, fing bei mir die Totalentspannung an. Das klappt aber auch schon bei kleinen Auszeiten wie z.B., wenn man sein Kind beim Geburtstag abgibt. Diese zwei, drei Stunden waren purer Luxus, weil ich die ganz für mich allein hatte. Man hat nur einmal Geburtstagsfeierstress, muss sein Kind nur einmal herumfahren zu Hobbys, es wird (meiner Erfahrung nach) seltener krank, nur ein Elternabend, einmal Arzttermine, usw.

    Ich bin keine Vollblutmama, ich kenne meine Grenzen und die sind genau mit einem Kind erreicht. Zeit für mich allein war und ist mir wichtig. Weil ich da auf mich gehört habe, obwohl mein Mann ein zweites Kind wollte, hatte ich immer eine sehr entspannte Zeit mit meinem Kind.
    Kinder sind das Einzige, was in einem modernen Haushalt noch mit der Hand gewaschen werden muss.

  4. #14

    Registriert seit
    18.02.2006
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    1.907

    AW: Jemand hier mit "Sinneswandel" ;-)?

    Bei mir war es auch so, wie Nocturna in ihrem ersten Post schrieb: mit Kindern konnte ich nie was anfangen, aber irgenwann muss man sich eben entscheiden...nur wie sich richtig entscheiden?

    Ich habe mich also für ein Kind entschieden.....und es bitterböse bereut....es war einfach nur schrecklich mit diesem kleinen dauerschreienden, dauerkranken Baby, alleinerziehend, Vollzeit berufstätig sofort nach dem Mutterschutz, völlig übermüdet und entkräftet.
    ....irgendwann wurde es besser, aber so richtig "Vollblutmama" bin ich nie geworden.....auch nicht nach dem mittlerweile 5ten Kind....und so kann ich nur Nocturnas folgendem Zitat voll zustimmen:
    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ich kann dir - Mütter von mehreren Kindern nicht hinhören - hier ein Einzelkind sehr empfehlen. Es ist in der Bri schwer verpönt zu sagen, ein Kind ist kein Kind, es ändert aber in meinen Augen nichts an der Tatsache.
    Mein Ältester ist ja mittlerweile 17 Jahre alt...und ich könnte mir manchmal wirklich in den Hintern beissen, es nicht bei diesem einen Kind belassen zu haben. Denn mittlerweile ist der soooo schön unproblematisch: die Ausbildung läuft gut, er ist ein anständiger junger Mann und ich könnte endlich wieder mein eigenes Leben geniessen.....wenn da nicht die kleineren Geschwister wären mit Schulter zuck: "keine Ahnung, was wir als Hausaufgabe aufhaben" (11 und 6 jährig) oder plärr: "ich will aber ein Pingui als Brotzeit im Kindergarten haben" (4 jährig) und heul: "ich will aber auf deinem Bauch einschlafen" (2 jährig).

    Nun ja, mit 60 werde ich es überstanden haben...dann ist mein Jüngster endlich 18.

  5. #15
    Honeysuckle-Rose
    gelöscht

    AW: Jemand hier mit "Sinneswandel" ;-)?

    Dann melde ich mich auch mal (wieder) zu Wort.....
    Ich wollte nie Kinder. Weder in den Zwanzigern, noch in den Dreißigern, und als die Vierziger begannen, hatte ich das Thema Kinder endgültig abgehakt. Ich hatte es bis dato nicht einmal geschafft, mit einem Mann in einer Wohnung zusammenzuleben, so groß war mein Unabhängigkeitsdrang. Natürlich gab es feste Beziehungen, auch längere - aber Kinder waren nie ein Thema, ich habe mir immer Männer gesucht, für die das nicht in Frage kam. Und bei den einzigen zwei in all diesen Jahren, die mit mir eine Familie gründen wollten, habe ich recht schnell das Weite gesucht.
    Bis dann aus heiterem Himmel - ich war 42 und gerade Single - mein heutiger Mann in mein Leben trat. Ich mache es ganz kurz: er konnte sich ein Leben ohne Kinder nicht wirklich vorstellen und hat mich quasi überredet. Klingt verrückt, ich weiß. Noch verrückter ist, daß ich, nachdem ich eingewilligt hatte, praktisch sofort schwanger geworden bin.
    Unsere Tochter ist das schönste Geschenk, das mir das Leben gemacht hat. Seit ich sie habe, weiß ich erst, was Liebe bedeutet. Bedingungslos - und für immer.

  6. #16
    Was-immer-es-gibt
    gelöscht

    AW: Jemand hier mit "Sinneswandel" ;-)?

    Also mir fehlte auch so dieses Verzückungs-Gen für Babies.
    Nichtsdestrotrotz hab ich dann vier Kinder bekommen.
    So nach dem Motto: im Dutzend billiger.

    Es amortisiert sich wirklich vieles. Und für ein Kind lohnen sich die ganzen Anschaffungen wirklich nicht.
    Was natürlich keine Frau umtreibt...

    Meine Älteste war fast 5 Jahre Einzelkind und ich war Alleinerziehende.
    Ehrlich gesagt für mich brach eine Welt zusammen als ich wirklich mit der süßen Kleenen so ohne Papa da saß.

    Heute fällt mir immer auf, dass die Frauen und Mütter mit nur einem Kind ein intensiveres Verhältnis mit ihrem Kind haben.

    Es ist einfach so schön Kinder aufwachsen zu sehen. Egal wie viele.Mehr fällt mir dazu nicht ein. Weniger aber auch nicht.

  7. #17

    Registriert seit
    16.11.2010
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    396

    AW: Jemand hier mit "Sinneswandel" ;-)?

    Zitat Zitat von wassernixlein Beitrag anzeigen


    Ich bin beruflich engagiert, verdiene gerne mein eigenes Geld, leiste mir auch gern den einen oder anderen Luxus (Kurzurlaub o. ä.) und könnte mir auch nicht vorstellen, darauf zu verzichten. Noch schlimmer wäre für mich wohl der "Freiheitsentzug": wenn ich Freundinnen besuche, die gerade (oder vor wenigen Monaten) ein Kind bekommen habe, denke ich mir jedes Mal: oh Hilfe, NIE wäre das mein Leben !! Den ganzen Tag "angebunden" sein, raus aus dem Job (ok, man kann natürlich wieder einsteigen aber Vollzeit ist eher utopisch und in meiner Brache einen einigermaßen anspruchsvollen Teilzeitjob zu bekommen auch nicht gerade realistisch).

    Jetzt meine Frage an Euch: gibt es jemand mit ähnlichen "Voraussetzungen", der sich dann doch noch (bewusst) für Kinder entschieden hat?
    Jepp, war bei mir ähnlich. Ich habe mich mit 34 "dazu durchgerungen" (auch bei uns war mein Freund die treibende Kraft) die Pille abzusetzen und wurde sofort schwanger.
    Vorher hab ich mir auch (zu)viele Gedanken gemacht... darüber, was ich alles aufgeben muss, Hobbies, Job zeitweise, Reisen, evt. verändern sich Freundschaften etc etc... Aber viele Sorgen werden in der Schwangerschaft schon unwichtig, sobald man das erste Mal das winzige schlagende Herzchen auf dem Ultra-Schall gesehen hat, ist nur noch das Kind wichtig.

    Die Schwangerschaft war völlig problemlos und eine wirklich schöne und besondere Zeit. Die ersten Monate mit der Kleinen fand ich sehr hart und trotz aller Liebe war mir auch schnell klar, dass ich - wie vorher vermutet - keine Vollblutmama bin. Ich habe auch nur sehr kurz gestillt, konnte deshalb früh auch wieder alleine was machen, das war mir super-wichtig und ich habe die kleinen Auszeiten sehr genossen.

    Mitlerweile ist meine Tochter 14 Monate alt und ich kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Irgendwer schrieb hier auch schon, dass man soviel lacht mit Kindern. Jaa, ich habe noch nie soviel gelacht (und aber auch geweint) wie in den vergangenen 14 Monaten. Und die Entwicklung einen Kindes ist wahnsinnig faszinierend, es ist wirklich ein Geschenk, das miterleben zu dürfen. Es ist schwer zu beschreiben.. man bekommt irgendwie einen anderen Blick aufs Leben.

    Im Nachhinein gesehen waren viele Sorgen vorher unsinnig, aber das weiß man erst hinterher. In den Job bin ich nach 8 Monaten wieder eingestiegen, wir haben eine nette Tagesmutter gefunden. Ich kann derzeit nur Teilzeit arbeiten und meine Karriere ist damit auch - erstmal??.. - vorbei, aber dafür habe ich nun ein Kind. Der Alltag ist natürlich stressiger, Kind wegbringen, zur Arbeit fahren, pünktlich raus, Kind abholen. Man kann nicht einfach mal Überstunden machen (bzw. die mache ich dann abends von zuhause), auf Geschäftsreise gehen, etc. Und ein krankes Kind + Job sind eine ganz schwierige Kombi, wenn man dazu dann selbst auch noch hin und wieder mal krank wird, summieren sich die Fehltage schnell. Ich bin sehr froh, dass meine Eltern einspringen können, das ist wirklich eine große Hilfe (hätte ich vorher auch nicht gedacht, dass ich sie so sehr beanspruchen würde...).

    Reisen, Sport machen, Freunde treffen ... all das ist auch mit Kind möglich. Ich mache fast alles wieder, was ich vorher ohne Kind unternommen habe, wenn auch natürlich seltener. Aber frau muss wirklich nicht sein komplettes Leben aufgeben (ok, in den allerersten Wochen schon, aber es kommt alles wieder..).

    LG
    filterkaffee

  8. #18

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    AW: Jemand hier mit "Sinneswandel" ;-)?

    Zitat Zitat von Yana Beitrag anzeigen
    Mein Ältester ist ja mittlerweile 17 Jahre alt...und ich könnte mir manchmal wirklich in den Hintern beissen, es nicht bei diesem einen Kind belassen zu haben. Denn mittlerweile ist der soooo schön unproblematisch: die Ausbildung läuft gut, er ist ein anständiger junger Mann und ich könnte endlich wieder mein eigenes Leben geniessen.....wenn da nicht die kleineren Geschwister wären mit Schulter zuck: "keine Ahnung, was wir als Hausaufgabe aufhaben" (11 und 6 jährig) oder plärr: "ich will aber ein Pingui als Brotzeit im Kindergarten haben" (4 jährig) und heul: "ich will aber auf deinem Bauch einschlafen" (2 jährig).

    Nun ja, mit 60 werde ich es überstanden haben...dann ist mein Jüngster endlich 18.
    Ui, sehr ehrliches Post!
    Für gewöhnlich wollen Mehrfach-Mamas uns Einzelkind-Mamas ja gerne weißmachen, dass es üüüüüberhaupt keinen Unterschied macht, ob 1,2,3... - iss' klar!

    Wünsche dir starke Nerven für die nächsten 16 Jahre!

  9. #19

    Registriert seit
    18.02.2006
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    1.907

    AW: Jemand hier mit "Sinneswandel" ;-)?

    Zitat Zitat von filterkaffee Beitrag anzeigen
    Für gewöhnlich wollen Mehrfach-Mamas uns Einzelkind-Mamas ja gerne weißmachen, dass es üüüüüberhaupt keinen Unterschied macht, ob 1,2,3... - iss' klar!
    Es macht natürlich einen Unterschied, man merkt es nur nicht, denn man ist sooo sehr mit Arbeiten und Organisieren beschäftigt, dass einem die Belastung normal vorkommt.
    Erst wenn man mal länger eine Auszeit hatte und nach ein paar kinderlosen Wochen (z.B. wegen Ferien bei Oma) alle Kinder wieder da sind und es wieder von Null auf 100 mit der Tretmühle losgeht, dann fühlt es sich an als ob einen ein Pferd treten würde.

    Bei mir ist es so, dass ich mittlerweile das Gefühl habe in einer Endlosschleife gefangen zu sein ("und täglich grüßt das Murmeltier"), weil alles was man mit den älteren Kindern schon durch hat sich bei den Kleineren wiederholt.

  10. #20

    Registriert seit
    04.06.2003
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    1.864

    AW: Jemand hier mit "Sinneswandel" ;-)?

    Ok, verständlich, aber warum bekommt man dann trotzdem 5 !! ?

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