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  1. #1

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    Endlosschleife Mamasein

    Hallo zusammen,

    ich muss mir mal Luft machen, denn ich weiß offenbar nicht wie weit ich mit meinem Themaabschließen bin. Kaum kommt ein dummer Spruch bin ich zutiefst verletzt (starr vor Schmerz) und liege brach für den Alltag. Ist das normal? Soll das so weiter gehen? Wielange noch? Wieso muss man sich rechtfertigen für den Umstand, dass es nicht klappte, um dann abgestempelt zu werden. Ohne Kinder ist das Leben nicht lebenswert und man hat keine Ahnung von Kids. Ich gönne jeder Mama ihr Kind und freue mich mit, aber erwarte weder Mitleid, Aufzeigen von Möglichkeiten wie man noch Mama sein kann noch dumme Sprüche, dass man inkompetent oder falsch sei. Es gibt viele Lebensentwürfe und man muss aus Frust, Hass oder sonstwas nicht andere kränken. Ich weiß, dass man selbst für seine Gefühle verantwortlich ist, aber gerade unter Frauen erwartet man doch was anderes, oder?

    Ich möchte mich stärken, aber wie? Wie macht ihr das?

    Gruß
    Susi

  2. #2

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    AW: Endlosschleife Mamasein

    Liebe Susi, ,

    wer macht denn da zu welcher Gelegenheit "dumme Sprüche"? Sind es absichtlich gesagte Bemerkungen oder eher so dahin gesagte Sachen, die dir so zu schaffen machen?

    Ich glaube, es ist sehr schwer, sich mit Gegebenheiten abzufinden, die man sich selbst anders gewünscht hätte und die bei anderen so selbstverständlich erscheinen. Von anderen erhält man häufig nicht den Zuspruch, den man sich wünschen würde. Ich glaube, der einzige Weg ist, sich richtig gut um sich selbst zu kümmern. Auf den eigenen Bauch hören. Das nicht machen, was einem nicht gut tut, auch wenn die anderen es doof finden.
    Die Natur genießen. Dem Tag Leben geben, wer weiß denn schon, wie lange wir alle so Zeit haben.
    Sich das bewusst machen, was gut ist im eigenen Leben.

    Meine Lebenssituation ist bestimmt anders als deine, aber auch ich habe "zu kämpfen". Ich konnte heute schon wieder nicht schlafen und bin schon mehrere Stunden wach. Meine Probleme warten schon auf mich.
    Ich versuche, nachsichtig mit mir zu sein. Hier ist alles weit davon entfernt, perfekt zu sein. Ich mache mich nicht abhängig von der Meinung anderer.

    Ich wünsche dir ein bisschen Sonne an diesem Tag!

    Herzliche Grüße
    Capbreton

  3. #3

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    386

    AW: Endlosschleife Mamasein

    Liebe Susi!

    Vielleicht kann dir das ein kleinerTrost sein:
    Wenn du EIN Kind hättest, wär es zu wenig, weil ZWEI BESSER sind, und jeder würde dir immer auf den Bauch starren und das nächste erwarten.
    Hättest du DREI Kinder, wäre das letzte doch sicher ein UNFALL.
    Hättest du VIER Kinder, wären es zu viele, weil das ja schon assozial ist.
    Hättest du zwei Mädchen, wär es aber schade, daß es mit einem STAMMHALTER nicht geklappt hat.
    Hättest du zwei Jungs, wärst du aber baedauernswert mit den beiden Rabauken.
    USW. USW. USW.

    Du könntest es den anderen nie Recht machen!
    Ich sage im Ernstfall nur noch: "Wie ich lebe, das müssen sie schon mir überlassen!" Lass dich auf keine Rechtfertigung, Erklärung oder Diskussion ein, das raubt dir nur deine Energie und macht dich angreifbar.

    Bio

  4. #4
    schnellschnell
    gelöscht

    AW: Endlosschleife Mamasein

    Zitat Zitat von susi_8901 Beitrag anzeigen
    Ich gönne jeder Mama ihr Kind und freue mich mit, aber erwarte weder Mitleid, Aufzeigen von Möglichkeiten wie man noch Mama sein kann noch dumme Sprüche, dass man inkompetent oder falsch sei.
    Ja aber was erwartest du dann? Dass man schweigt und so tut als wär nix? Wär dir das lieber?

    Kannst du dir nicht vorstellen, dass die Menschen in deinem Umfeld tatsächlich mit dir fühlen, mit dir leiden und teilweise nicht aus Bösartigkeit, sondern aus Hilflosigkeit heraus etwas sagen was du als total daneben empfindest?

    Ich denke, da machst du dir das Leben selbst schwer, wenn du deine Mitmenschen so negativ siehst. Wieso nicht anerkennen dass die sich Gedanken um dich machen, sich mit dir beschäftigen und nur versuchen dir zu helfen und dich zu unterstützen?

    Mir hilft, wenn ich andere so sehe wie ich gesehen sein will: mit Wohlwollen und Großzügigkeit im Wissen darum, dass wir alle nicht perfekt sind.

  5. #5
    kaffeewasser
    gelöscht

    AW: Endlosschleife Mamasein

    @schnellschnell:

    mir hat neulich ein mann gesagt "wieso machst du dir so einen kopf, dass du keine mama geworden bist? wieso denkst du, du musst dich rechtfertigen? versteh ich nicht!!!! - ich glaube, KEIN mann würde so denken, bloß weil er kein kind hat. kein mann wüde denken, er müsse sich rechtfertigen oder anderen offenbaren, dass er deswegen kummer hat. er würde sich immer als gleichwertiges mitglied der gesellschaft sehen, ohne da überhaupt nachzudenken. Du bist ja komisch!!!"

    das war mir eine offenbarung!
    du meinst es sehr gut mit deinem post, aber eigentlich gehst du auch davon aus, als ob kinderlosigkeit bei frauen ein makel ist.
    (oder als ob man ein recht auf mitleid hätte und damit jede frau ein RECHT auf mutterschaft - das ist aber nicht so: frag den lieben gott. der hat seine eigenen pläne mit uns. kinderlosigkeit ist für ihn auch etwas normales - nehme ich an. für die natur ist es das jedenfalls zu einem gewissen prozentsatz.)

    das ist aber nur EINE sicht auf das leben.

    @bioladen:
    danke.

    lg kaffeewasser

  6. #6
    tomirke
    gelöscht

    AW: Endlosschleife Mamasein

    Zitat Zitat von schnellschnell Beitrag anzeigen
    Kannst du dir nicht vorstellen, dass die Menschen in deinem Umfeld tatsächlich mit dir fühlen, mit dir leiden und teilweise nicht aus Bösartigkeit, sondern aus Hilflosigkeit heraus etwas sagen was du als total daneben empfindest?
    Vor allem, da das Thema ja wichtig fuer dich, Susi, zu sein scheint. Da finde ich schnellschnell's Ansatz beachtenswert.

    Ich bin gewollt kinderlos, und ich habe noch nie eine Bemerkung zu hören bekommen die auch nur ansatzweise in die von dir geschilderte Richtung ging; nie hat mir jemand zu verstehen gegeben, dass ja "noch alles drin sei", dass ich mir "nur die richtige Hilfe holen müsse", oder dass "Leben ohne Kinder doch nichts sei und ich mich jetzt mal langsam beeilen müsse". Okay, letzteres doch, aber das war ein betrunkener Amerikaner an einem Kneipentresen, das werte ich jetzt mal nicht.

    Ich kann nicht glauben, dass das nur daran liegt, dass ich ein anderes Umfeld habe. Das hat sicher auch was damit zu tun, wie ich ein Thema kommuniziere. Mein Umfeld zum Beispeil weiss, dass "Jobsuche" bis vr kurzem ein Thema fuer mich war - ich werde natuerlich gefragt, wie es da steht, kriege CV-Advise, oder mal eine Stellenanzeige zugeschickt.

    Wenn dein Umfeld weiss wie wichtig dir das Thema ist, dann kann es auf zwei Arten reagieren: es konsequent totschweigen, oder an dir und dem Problem Anteil nehmen. Letzteres muss nicht negativ sein.
    Geändert von tomirke (19.12.2012 um 11:11 Uhr)

  7. #7
    schnellschnell
    gelöscht

    AW: Endlosschleife Mamasein

    Zitat Zitat von kaffeewasser Beitrag anzeigen
    du meinst es sehr gut mit deinem post, aber eigentlich gehst du auch davon aus, als ob kinderlosigkeit bei frauen ein makel ist.
    Au weh, nein, gar nicht!!!

    Aber ich meinte aus dem Eröffnungspost herauszulesen dass es um ungewollte Kinderlosigkeit geht (der Umstand, dass es nicht klappte...) - und das ist für mich schon was wo ich nachvollziehen kann dass es einen sehr belastet. Mehr als wenn andere Wünsche nicht in Erfüllung gehen.

    Ich fand nur diesen Blick auf die Mitmenschen so pauschal negativ, und ich denke, damit tut man sich selbst keinen Gefallen. Ich geh jedenfalls nicht davon aus dass die meisten Leute mich vorsätzlich kränken wollen, das ist einfach nicht mein Weltbild.

  8. #8
    kaffeewasser
    gelöscht

    AW: Endlosschleife Mamasein

    Zitat Zitat von schnellschnell Beitrag anzeigen
    Au weh, nein, gar nicht!!!
    ach so, dann hab ich das falsch verstanden

    ich bin ungewollt kinderlos, kann aber auch tomirkes ansicht bestätigen (wahrscheinlich strahle ich mein nicht zurechtkommen damit aus und fange dadurch die kommentare ein, die mich übelst verletzen oder auch die über grenzen gehen.) gut, mal auf diesen zusammenhang gewisen zu werden, tomirke, danke!

    der kreislauf kann aber auch anders rum gehen:
    gerade, weil ich ungewollt kinderlos bin, tut es mir besser, wenn leute mich so behandeln, als wäre es normal - weil sie mir damit zeigen, dass es normal ist, wenn die natur so entscheidet,
    und mir damit helfen, diese übergeordnete entscheidung anzunehmen und durch das annehmen meinen blick zu öffnen für das, was das leben eben sonst mit mir vorhaben könnte.
    (den krieg ich nämlich nicht offen dafür, solange ich selber mich als kinderlose als makel sehe und das jedem noch zehnfach vorjammernd erklären muss.
    solande ich das tue, bleibe ich blind für die anderen dinge und damit für meinen lebensweg, den schönen breiten, am meer. stolpere alternativ durchs dickicht, so einen trampelpfad lang.)

    natürlich ist das "falsch" rum - die anderen menschen können ja nicht riechen, was mir gut tut.
    es ist eher glück, wenn leute das richtige unterstützen, auch wenn ichs nicht ausstrahle.

    und für andere frauen als mich mag ja auch manchmal genau das gegeneil gut sein . mitfühlende leute.

    für ganz wenige vielleicht auch: mitfühlende leute, die ungefragt tipps geben.

    aber das kann uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuungla ublich nerven und nach hinten losgehen....da kann ich susi nur beipflichen!

  9. #9
    Avatar von Mailine
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    AW: Endlosschleife Mamasein

    Susi, du hast mein volles Verständnis.
    Mir hat Klartext reden und Grenzen aufzeigen geholfen. Menschen, die mir nicht gut taten, habe ich gemieden, wo es nur ging. Dazu gehörten gerade auch Menschen mit Kindern. Die wussten oft vieles besser, so meine Erfahrung im Umfeld.

    Jeder tickt ja anders. Da ich jahrelang ungewollt kinderlos war, hatten mir - auch gut gemeinte und wohlwollende - Ratschläge und Bemerkungen oft zugesetzt und mich genervt. Beispiel: eine Freundin , die völlig problemlos schwanger wird, war rigoros und penetrant zuversichtlich, was den Ausgang diverser Kinderwunschbehandlungen bei mir betraf. Wenn man selbst schon kaum zu hoffen wagt oder bereits beginnt abzuschließen, ist es schwierig, sich übertriebene Hoffnungsverbreitung in Form von Beinahe-Tatsachen (Anspielung aufs Schwangersein, auf Mutterschutz, wieviele Kinder es werden, wenn man mehrere Eizellen einsetzen lässt...etc., so, als wäre das klar, dass man dies und jenes auf jeden Fall erleben wird), anzuhören.

    Ratschläge sind oft Schläge. Leider.
    Menschen, die wissen, wann sie besser schweigen sollten, habe ich sehr zu schätzen gelernt.

    Mir war es wichtig, dass Freunde und Familie anerkannt hatten, dass meine Situation traurig, zermürbend, kräftezehrend, im Grunde grausam war. Das genügte mir. Dass jemand das akzeptiert und in seiner Brisanz annimmt und nicht so tut, als wäre alles halb so schlimm oder Unmögliches machbar.

    Im Zweifel ist in dem Punkt Schweigen Gold gewesen. Für mein Umfeld.

    Das war wie ein Minenfeld, ein falscher Schritt zur Seite, eine vielleicht lieb gemeinte Bemerkung (oder auch nicht lieb gemeint) und schon konnte bei mir innerlich die Bombe hoch gehen.
    Ich kam mir unter den Positivdenkern wie Falschgeld vor, nicht in der Lage, rüberzubringen, wie es in mir aussah. Teilweise fühlte ich mich nicht ernstgenommen. Denk doch mal positiv und so Sprüche. Ist ja nicht so, als hätte man niemals positiv gedacht. Nach erfolglosen Jahren fällt das nicht immer leicht.

    Hilfreich war es für mich, zu signalisieren: Jetzt mag und kann ich reden.

    Richtiges, tiefes Verständnis habe ich ausschliesslich besonders bei meinen Kinderwunschmädels aus dem Hibbel- und auch dem Hoffnungsstrang erfahren. Wenn ich sie nicht gehabt hätte.... Im Real Life fühlte ich mich eher wie ein Alien, auffällig, suspekt, mit Makel behaftet. Und eben leider oft unverstanden.

  10. #10

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    AW: Endlosschleife Mamasein

    Danke euch allen. Ihr habt alle irgendwie recht. Ich kann noch nicht auf jeden eingehen, aber hole es nach. Versprochen. Jedenfalls bin ich nicht so stark und auch nicht perfekt. Daher ja meine Frage, was ihr so tut. Danke für die Tipps. Ich muss mal nachdenken usw. Melde mich. Gruß, Susi

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