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  1. #1

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    Hand auf's Herz...

    Hallo meine Lieben,

    habe da mal eine Frage und hoffe auf ehrliche Antworten:

    Gibt es wirklich Mütter, die die Schwangerschaft und dann die Monate nach der Geburt genossen haben?

    Ich stelle mir eine Schwangerschaft anstrengend, unangenehm, mühsam vor - psychisch als auch physisch.

    Und was soll man monatelange Zuhause machen, überhaupt die ersten Monate nach der Geburt, wenn das Baby noch viel schläft? Da muss einem doch die Decke auf den Kopf fallen?!

  2. #2
    Moderation
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    AW: Hand auf's Herz...

    Zitat Zitat von Charly1 Beitrag anzeigen
    Hallo meine Lieben,

    habe da mal eine Frage und hoffe auf ehrliche Antworten:

    Gibt es wirklich Mütter, die die Schwangerschaft und dann die Monate nach der Geburt genossen haben?

    Ich stelle mir eine Schwangerschaft anstrengend, unangenehm, mühsam vor - psychisch als auch physisch.

    Und was soll man monatelange Zuhause machen, überhaupt die ersten Monate nach der Geburt, wenn das Baby noch viel schläft? Da muss einem doch die Decke auf den Kopf fallen?!
    Mein Sohn ist knapp zwei Monate alt, also kann ich unmittelbar antworten.

    Nachdem die unsicheren ersten Wochen überstanden waren, habe ich die Schwangerschaft sehr genossen! Abgesehen von zwei Wochen Grippe war ich fit und fand es vor allem wundervoll, die Bewegungen des Kinds zu spüren. Anstrengend und unangenehm? Für mich gar nicht.

    Okay, das Kreißen wird nicht meine neue Lieblingsbeschäftigung. Aber das betrifft ja nur einen, höchstens zwei Tage.

    Auch die letzten Wochen seit der Geburt habe ich sehr genossen. Man hat auf einmal einen komplett anderen Tagesrhythmus. Uhrzeit, Wochentag, Tageszeit - egal. Eine außergewöhnliche Erfahrung! Langweilig ist es nicht. Nach dem Stillen ist vor dem Stillen, und für das Windelnwechseln gilt das gleiche. Die ruhigen, beschäftigungslosen Stunden, in denen der Kleine auf meinem Schoß schläft und ich lese, surfe oder fernsehe, nehme ich als Erholungsphase. Aber jeden Tag erobert man sich ein bisschen Bewegungsfreiheit zurück: der erste Spaziergang, die erste Autofahrt, der erste Cafébesuch und der erste Abend mit Freunden.

    So langsam freue ich mich aber auch darauf, mal wieder meinen Kopf zu benutzen. Darum fange ich schon bald wieder stundenweise an zu arbeiten. Dann hab ich auch wieder andere Gesprächsthemen als nur "wieviel hat der Kleine geschlafen".

    Ach, und so nebenbei: Ich hab jetzt auch diesen hinreißenden kleinen Kerl, der mich schon anlachen kann und jeden Tag etwas neues lernt.

    Grüße, Cariad

  3. #3

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    AW: Hand auf's Herz...

    Hand aufs Herz meine erste Schwangerschaft war die Hölle und ich sagte mir einmal und die wieder....das nächste kann kriegen wer will, ich nicht.

    Ehrlich, die ersten 5 Monate ( nichst da mit 12 Wochen) war mir dermassen schlecht, dass mich selbst der Geruch von Wasser teilweise ekelte. Hab erstmal 4 Kilo abgenommen.
    Meine Nase wurde so empfindlich das ich den Körpergerüchen meiner mitmenschen nicht mehr entfliehen konnte . Gespuckt habe ich nicht einziges Mal. Ich war nur noch wackelig auf den Beinen und schlecht drauf. Von einer Toillete durfte ich mich zu diesem Zeitpunkt kaum mehr als 5 gehminuten entfernt aufhalten.
    Meine Haut und Haare waren ok, da kann ich mich nicht beschweren. Zähne sind dank guter Pflege auch unversehrt gebleben.
    6 monat wurde es langsam besser mit der Übelkeit, dafür kam das Sodbrennen. Wow...das hatte es echt in sich. Konnte nachts kaum noch schlafen....tagsüber dementsprechend gerädert. Im 7. monat fühlte ich mich zum erstenmal Wohl als schwangere. Genoss meinen schönen Bauch und liebte die Kindsbewegungen. Ich empfand mich auch zu der zeit als schöne Schwangere. Dann fingen die Schmerzen im Unterleib an. Als wenn dir einer ne Stricknadel in den Unterleib jagt um zu überprüfen ob der Kuchen schon durch ist.
    Ich war da schon auf dem Standpunkt....das wars....nie wieder schwanger, das zweite kind wird gestrichen.
    So ging es dann weiter....die Kindsbewegungen und das doch teilweise schöne und überwältigende Gefühl der Schwangerschaft hielt mich über Wasser.
    Von der Geburt mag ich lieber gar nicht reden. Soviel, nach 11 Stunden wehen gab es einen Notkaiserschnitt
    Ich hatte weder Kindbettdepresionen noch die angekündigten Heultage nach der Geburt. Das Stillen funktionierte absolut Problemlos und die kleine war und ist ein Sonnenschein.
    Die ersten Monate in denen viel geschlafen wurde, empfand ich durchaus als Erholung, da ich die schlafenzeiten der kleinen ebenfalls zur Erholung nutzte, da ich ja nachts öfters ran musste zum Stilllen und dann teilweise längere Zeit noch wach war.
    Ich hatte super Unterstützung von meinem Mann.....der sich für nichts zu schade war und in allen Bereichen mit anpackte.
    Ich hab diese Strapazen nie vergessen und heute sitze ich hier und spüre wieder ein kleines Wesen in mir heranreifen und ich liebe es. . Alles...es ist wiedermal einmalig.

    Es war eine bewusste Entscheidung für eine zweite Schwangerschaft, weil ich wusste, was auf mich zukommen kann und mit was ich dafür entschädigt werde. Meine Töchter läuft mir lachend entgegeg, schmeisst sich mir in die Arme, kuschelt sich an mich und sagt: " mama, ich liebe dich ganze Welt"

    Die ersten 3 monate waren viel schlimmer als die bei der ersten Schwangerschaft, dafür war tatsächlich diesmal nach 12 Wochen schluss und ich geniesse, da ich keine weiteren Wehwehchen habe. Hin und wieder ist mir a bsile schlecht oder Kopfweh, aber alles im Rahmen.

    Wahrscheinlich wird dieses Kind ein Satansbraten, aber ich freu mich drauf
    Das Leben ist kein Ponyhof

  4. #4
    Avatar von twix25
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    AW: Hand auf's Herz...

    Ich hatte weder super Schwangerschaften noch Geburten- dennoch, das hatte für mich nichts mit dem "schwanger sein" zu tun. klingt widersprüchlich, ich weiß
    Ich war trotz Allem soo gern schwanger und hatte zum Ende jedesmal richtig Trennungsschmerz und wollte am Liebsten noch länger mit dem dicken Bauch stolz rumlaufen

    Und mir ist auch nir die Decke auf den Kopf gefallen, allerdings weiß ich auch nun garnicht mehr, WAS genau ich da dann immder gemacht hab

  5. #5
    Avatar von Entchen
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    AW: Hand auf's Herz...

    Ja, die schwangerschaft habe ich total genossen! Von anfang bis ende, mit allen kleinen zipperlein (wobei ich echt nicht viele hatte; das war alles sehr entspannt). Ich hab mich nie dick und watschelig gefühlt, sondern immer pudelwohl und fit. Habe meinen vorgeburtlichen mutterschutz verkürzt ubd weiter gearbeitet. Bin umhergelaufen, hab mein leben genossen und fand es klasse, immer in gesellschaft zu sein, irgendwie ;-)

    Meinen körper fand ich toll, viel besser als unschwanger. Nur nach der geburt, mit den riesigen milcheutern, konnte ich mich nicht leiden. Hab mich total unwohl gefühlt.

    Zur ersten zeit mit kleinkind kann ich wenig sagen, da ich direkt nach dem mutterschutz wieder vollzeit arbeiten gegangen bin. Mein mann hat zwei jahre elternzeit gemacht.

    Diesesmal wollen wir beide teilzeit arbeiten - denn die zeit mit einem neugeborenen/säugling/baby ist zwar wunderschön, aber ich bin absolut nicht der typ dafür, gar nicht mehr zu arbeiten. So picken wir uns beide das optimum raus - weniger arbeiten, genug zeit fürs wunder haben, aber trotzdem noch im job integriert bleiben und unter leuten sein.

  6. #6

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    AW: Hand auf's Herz...

    Das ist dein Thema, Charly, das du mit dir nix anfangen kannst und dich nichts wirklich interessiert - andere kennen das nicht. Mit Kind hat das wenig zu tun. Ich hab es genossen viel Zeit zu haben, ich hatte immer einen Hund, bin viel spazieren gegangen, hab mich mit anderen Müttern getroffen, wir sind mittags im Biergarten gesessen oder am See oder essen gegangen zusammen, während andere im Büro sitzen mussten. Stillen und kuscheln fand ich total schön mit Baby, oder zusammen mittagsschlaf machen. Langweilig war da nix, und schon gar nicht bei drei Kindern in vier Jahren. Eher hatte ich da natürlich zu wenig Zeit für mich.

    Ich hab mich in den Schwangerschaften sehr wohl gefühlt weil ich endlich meinen Körper mal als weiblich empfunden habe, ich hab eine eher knabenhafte Figur sonst mit einem kleinen Busen. ich bin auch relativ groß und hatte daher nicht so einen Riesenbauch, auch nicht beim dritten Kind, von hinten sah man gar nicht dass ich schwanger bin. Und auch die Geburten fand ich phänomenal - also wenn's nach mir gegangen wär hätt ich das sehr gern noch ein viertes Mal erlebt.
    Ich will überhaupt lauter Unmögliches;
    aber lieber will ich das wollen, als mich im Möglichen schön zurechtzulegen.

    Fanny Gräfin zu Reventlow

  7. #7
    Moderation Avatar von Peppis
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    AW: Hand auf's Herz...

    Zitat Zitat von Charly1 Beitrag anzeigen
    Hallo meine Lieben,

    habe da mal eine Frage und hoffe auf ehrliche Antworten:

    Gibt es wirklich Mütter, die die Schwangerschaft und dann die Monate nach der Geburt genossen haben?

    Ich stelle mir eine Schwangerschaft anstrengend, unangenehm, mühsam vor - psychisch als auch physisch.

    Und was soll man monatelange Zuhause machen, überhaupt die ersten Monate nach der Geburt, wenn das Baby noch viel schläft? Da muss einem doch die Decke auf den Kopf fallen?!
    Ich ja.... Geniesse alles in vollen Zügen, diesesmal ;-) Die Arbeit darf diesmal gerne warten, zumindest das eine Jahr. Ich weiß meine Tage auch so gut zu füllen und mag das sehr gerne, Zeit zu haben.

    Beim ersten Kind war ich unentspannter, ich kam mir oftmals deplaziert vor zu Hause und unterfordert und streckenweise auch voll überfordert mit Baby. Heiß herbeigeseht, der Arbeitsstart nach einem Jahr.

    Ich vermute das liegt auch daran, dass ich jetzt für mich eine persönlich gute Mischung habe. Mein kuscheliges (und sehr pflegeleichtes Baby) und daneben ein fröhlicher, munterer fast dreijähriger, der jeden Tag mehr kann und mich auf Trab hält (grins).

    Schwanger war ich ehrlich gesagt nie besonders gerne. Das gehört für mich mehr oder weniger dazu. Beide Schwangerschaften waren aber sehr einfach und man kann sich gar nicht beschweren. Mühsam und schwer, nein nicht wirklich.

    Schwer tat ich mich nur mit den für mich persönlichen Einschränkungen. Auf so vieles achten zu müssen (esstechnisch) und vor allem, dass Sport und einige Dinge nur noch eingeschränkt möglich sind. Und auch mit den Veränderungen des Körpers hatte ich zu kämpfen.

    Ich lebe halt am liebsten alleine in meiner Haut.
    In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
    Johann Wolfgang von Goethe

    2 Jungs 3/2010 + 6/2012 und Sternenkind (2011)


    Moderatorin im Forum Kinderwunsch und Babyjahre


    Geändert von Peppis (06.11.2012 um 09:20 Uhr)

  8. #8

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    AW: Hand auf's Herz...

    Zitat Zitat von Charly1 Beitrag anzeigen
    Gibt es wirklich Mütter, die die Schwangerschaft und dann die Monate nach der Geburt genossen haben?

    Ich stelle mir eine Schwangerschaft anstrengend, unangenehm, mühsam vor - psychisch als auch physisch.

    Und was soll man monatelange Zuhause machen, überhaupt die ersten Monate nach der Geburt, wenn das Baby noch viel schläft? Da muss einem doch die Decke auf den Kopf fallen?!
    Während der Schwangerschaft ging es mir physisch und psychisch so gut wie selten. Ich hatte Anfangs ein bisschen Müdigkeit, zweimal Übelkeit und ein bisschen allergischen Schnupfen (den ich nicht behandeln wollte im 1. Trimester), zum Schluss ein bisschen Rückenschmerzen. Aber es ging mir toll - ich bin bis in den 6. Monat hinein gejoggt, habe auch massive Familienquerelen regelrecht abstreifen können, in denen ich mich vorher verfranst hätte ohne Ende.

    Die ersten 6-8 Wochen mit Kind: Ja, die sind anstrengend, aber auch auf ihre Art schön. Ich war nach der Geburt noch ziemlich lange eingeschränkt und konnte mich nicht gut bewegen. Da mir trotzdem die Decke auf den Kopf fiel, bin ich nach 10 Tagen für ein Wochenende zu meiner Mutter gezogen - andere Wohnung, Verwöhnen lassen und andere Umgebung vor der Tür (wenn man nur 20 min laufen kann, ist das durchaus ein Vorteil).

    Nach 3 Wochen war ich soweit fit, dass wir wirklich viel unternommen haben - lange Spaziergänge, Museumsbesuche, Stadtbummel. Ja, Neugeborene schlafen viel, das tun sie auch, wenn man sie mitschleppt. So ein Neugeborenes lässt einem letztlich noch viel Zeit - mit einem Einjährigen ist das dann noch mal eine ganz andere Hausnummer...

  9. #9
    VIP Avatar von xanidae
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    AW: Hand auf's Herz...

    Meine Schwangerschaften waren auch - rückblickend betrachtet - schön. Bei der ersten hatte ich gegen Ende leichte Zipperlein. Bei der zweiten war mir anfänglich übel. Meine Fingernägel waren so schön wie nie

    Die Geburten waren unterschiedlich, doch im Nachhinein fand ich es sehr interessant meinen Körper unter dieser Wucht der Geburtskräfte zu spüren.

    Für mich waren die ersten 2-3 Monate schwierig, bei beiden. Beim ersten waren es die Stillschwierigkeiten, die mir das Leben schwer machten, beim zweiten sein Schreien und eben nicht schlafen zu können, wenn das Baby schläft
    Nach dem wir uns alle aneinander gewöhnt hatten, wurde es deutlich besser. An meinen ersten freien Abend nach dem ersten Kind, erinnere ich mich noch genau: 'Calendar Girls' im Kino. Beim zweiten habe ich viel Ian Rankin gelesen und war viel unterwegs, da mein erstes Kind 3 Tage bei der Tagesmutter war.

    Langweilig war und ist mir nie und ich kann auch gut Zeit mit mir selbst verbringen. Ich versuche mein Leben immer so zu leben, dass ich es genießen kann. Manchmal mehr und manchmal weniger. Außerdem kann man den Genuss erst wertschätzend, wenn man eine Weile darben musste.
    Worte kitzeln empfindlicher, als es die Finger je vermögen.
    Rafik Schami

  10. #10

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    AW: Hand auf's Herz...

    ich kann natürlich nur über die Schwangerschaften meiner Frau sprechen:

    Trotz temporärer Übelkeit, vermehrten Krampfadern und einer deutlichen Schlagseite nach vorn in den letzten Monaten hat meine Frau ihre fünf Schwangerschaften sehr geliebt. Sie war stolz, gerührt, überrascht. Ebenso die Zeit danach mit dem kleinen Baby, das Stillen, die intensive Zeit zu zweit (soweit vorhanden). Auch die Geburten (vor allem die drei Hausgeburten) waren sehr schöne Erlebnisse (auch für mich).

    Die Schwangerschaften und die Babyzeiten gehören für uns zu den schönsten Abschnitten unserer Ehe.

    "Ein Haus wird doch erst ein Zuhause, wenn eine Wiege darin steht." Reinhard Mey

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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