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  1. #1
    Avatar von maryquitecontrary
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    Neue Männer...

    braucht das Land, sang Ina Deter damals.

    Im Zuge von Kinder/kinderlos/Vaterrolle/Mutterschicksal-Debatten habe ich ja schon ein paarmal darauf hingewiesen, daß mir, aus der Perspektive des skandinavischen Nachbarlandes, in dem ich jetzt lebe, etliches besonders an der Fragestellung "wie ändert sich das Leben einer Frau, wenn sie Mutter wird?", wie ändert sich bie Paarbeziehung? und wieviel bringen sich die Väter im Gros in die Kindererziehung ein? usw., spezifisch deutsch vorkommt bzw. ich die Erfahrung mache, daß es in den nördlicheren Ländern bereits anders ist. (Sorry, Bandwurmsatz).

    Ich weiß ja nicht, ob es für euch eher angenehm ist, so was zu lesen, in dem Gedanken, daß Veränderung immerhin möglich ist, da sie ja anderswo schon stattgefunden hat - oder ob es nervt, "sie schon wieder mit Skandinavien, was soll das, wir leben schließlich in Deutschland". Für mich sind solche Beiträge positiv gemeint, weil es für mich wirklich viel bedeutet, daß es Länder gibt, in denen, nicht problemlos aber auf einem ganz anderen Level, Frauen private wie berufliche Lebensbereiche vereinbaren können und gesellschaftliche Unterstützung dafür erhalten.


    Falls das für euch also auch ermutigend ist, kann ich hier mal wieder was beisteuern, nur so kleine Momentaufnahmen. Ich komme gerade von einem Seminar für Ärzte zurück, in dem es um Administration und Führung ging. Ca 50/50 Männer und Frauen, in einem netten Ort in den Bergen.

    Eine Ärztin war mit Baby angereist, der dazugehörige Vater war als Babysitter ebenfalls mit. Das ist ein normales Szenario, das ich auch aus anderen Kursen kenne. Während des Essens werfen dann zwei meiner männlichen Tischnachbarn immer mal wieder Blicke auf das im Saal umherkrabbelnde Kind und sagen, daß sie dabei Sehnsucht nach ihrem eigenen Kind empfinden und sich auf es freuen. Erzählen von Papa-Kind-Zeit, Kanu- und Zelttouren, die sie bewußt unternehmen, um ihre eigene Beziehung zum Kind und umgekehrt zu festigen.

    Ein Referent ist Chefarzt einer großen Abteilung eines Uniklinikums, erzählt zum Thema Personal-Führung. Daß er gerne die besten Köpfe haben will, die Leute sollen nett sein, ein gutes Arbeitsklima mittragen können, und fachlich gut sein(in dieser Reihenfolge, sehr norwegisch :-)). So habe er feststellen müssen, daß die nachwachsenden Ärzte nicht mehr 50-60 Stunden/Woche arbeiten wollen, sondern genug Zeit haben wollen für ihre Familien, ihre Kinder. So daß man also die Arbeitsbedingungen daran anpassen muß. Die Zuhörerschaft findet das selbstverständlich.


    Nur so ein paar kleine Vignetten - ich sitze dann immer da und freue mich still vor mich hin. Auch darüber, daß meine Kinder in so einem Klima und mit solchen Selbstverständlichkeiten aufwachsen. Und da Norwegen früher auch das Modell Mama/Herd - Papa/Beruf hatte, sieht man, daß es absolut möglich ist, die Haltung von Frauen wie Männern zu verändern. Sie habe etwa 20, 25 Jahre vor Deutschland damit angefangen. Aber Deutschland steht ja auch nicht mehr ganz am Anfang der Entwicklung, insofern darf man hoffen...
    that was the river - this is the sea

  2. #2
    Avatar von giftgruen
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    AW: Neue Männer...

    Es wäre wünschenswert,dass auch Deutschland eine solche Entwicklung endlich stattfindet. Leider sind hier immer noch viele Männer wie Frauen erschreckend reaktionär. Das skandinavische Modell ist auf lange Sicht ganz sicher familienfreundlicher als dieser deutsche Muff.

    Andererseits stelle ich mir gerade die Frage, ob so ein verändertes System jemanden wie mich möglicherweise zum Kinderbekommen verleiten könnte, und da muss ich doch ganz klar mit nein antworten. Offenbar spielen beim Kinder-haben oder auch Nicht-haben-wollen noch andere Faktoren eine Rolle...

    Obwohl, ich versuche das gerade mal in Gedanken weiterzuspinnen...wenn mehr Menschen in intakten Familien aufwachsen (intakt also = Miterleben einer gleichberechtigten Partnerschaft der Eltern, Kinder ganz selbstverständlich im öffentlichen Leben, Ausgewogenheit beider Elternteile zwischen Beruf-Familie)...das hätte natürlich einen ganz anderen Einfluss auf das soziale Leben und die Einstellung des Einzelnen zur Familie.
    Familie wäre kein so starres Konstrukt mehr, sondern könnte sich tatsächlich zu einer moderneren Form weiterentwickeln.

    Dafür allerdings müssten wir hier erst einmal aufhören, um Kinder wie um ein goldenes Kalb herumzutanzen. Ich finds erschreckend, wie hierzulande der Nachwuchs im gleichen Zug verwöhnt und vernachlässigt wird. Und wie sich sogar viele Frauen dagegen sträuben, Verantowrtung in dem Bereich Kindererziehung abzugeben.

    Aber wo genau setzt das Umdenken an, an welcher Stelle? Muss man einfach nur die äußeren Voraussetzungen schaffen (Krippen, Ganztagsschulen, etc...) und schon passt sich der Mensch daran an und nimmt es irgendwann als normal...oder sollten sich wirklich erst alle im Kopf dafür bereit fühlen und dann die Entwicklung stattfinden? Aber dann, fürchte ich, warten wir bis zum Sankt Nimmerleinstag.

    LG
    Ich zeige dir die Angst in einer Handvoll Staub.

  3. #3
    lucindalametta
    gelöscht

    AW: Neue Männer...

    Nein, ich empfinde so etwas nie als nervig sondern tatsächlich als eine Möglichkeit auch für unsere deutsche Zukunft.
    Ich stelle mir aber auch die Frage, ob bei uns überhaupt in weiten Kreisen der Bevölkerung der Wunsch nach einer in diese Richtung gehende Entwicklung besteht?
    Erst neulich erzählte eine Kollegin von einer Bekannten, die es gut habe, da sie ja nicht "arbeiten müsse". Alleine schon diese Formulierung höre ich oft und wundere mich sehr darüber, wie verbreitet auch noch bei sehr jungen Paaren/Frauen der (für mich absolut 50er Jahre -Retro) Stolz darauf daß "Mutti nicht arbeiten muss" ist.
    Für erstaunlich viele stellt sich die Frage nach Vereinbarkeit von Kindern und Beruf gar nicht, weil klar ist, daß die Frau Zuhause bleibt-in vielen Fällen kommt man finanziell gerade so über die Runden, aber durchdacht im Hinblick auf Wiedereinstieg, mögliche Probleme nach langer Abwesenheit, möglichem Scheitern der Ehe und damit verbundenen finanziellen Problemen, Altersarmut usw ist das in den seltensten Fällen.
    Und kommt dann das zweite Kind, ist für viele das Thema Beruf vollkommen vom Tisch, das ist meine Erfahrung.
    Wie gesagt, ich spreche von ganz durchschnittlich aufgestellten Paaren und nicht von Großverdienern.

    Ich würde mir ein Umdenken wünschen, weg mit Anwesenheitsritualen im Job und hin zu flexibler Arbeit (von Zuhause, Ergebnisorientiert und nicht Anwesenheitsorientiert und und und), damit man Arbeit und Kinder/Familie besser unter einen Hut bekommen kann und nicht mehr für so viele Frauen der Abschied aus der Arbeitswelt der einzige gangbare Weg ist.

  4. #4
    Avatar von Aeryn_Sun
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    AW: Neue Männer...

    Mich wuerde in dem Kontext mal interessieren, ob die Skandinavier auch das 3 - Jahre- Jobrueckkehrmodell haben wie hier in D. Die aktuelle Politik foerdert ja gerade das Zuhausebleiben- z. B. das Ein - Jahr - Babyzeitmodell usw. Gleichzeitig wird es privaten Anbietern aufgrund vorsintflutlicher Bauvorschriften extrem schwer gemacht, die Nachfrage an Krippenplaetzen zu bedienen. Meiner Meinung nach haengt die Vereinbsrkeit von Kind und Familie nicht daran, wieviel der Vater macht, sondern wie man die Erwerbstaetigkeit der Muetter foerdern, aber auch fordern kann. Da muss das Umdenken anfangen. Die Papamonate sehe ich in dem Kontextdoch eher als Randerscheinung.
    Work expands so as to fill the time available for its completion. ~C. Northcote Parkinson, 1958

  5. #5
    Avatar von skirbifax
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    AW: Neue Männer...

    Zitat Zitat von Aeryn_Sun Beitrag anzeigen
    Mich wuerde in dem Kontext mal interessieren, ob die Skandinavier auch das 3 - Jahre- Jobrueckkehrmodell haben wie hier in D. Die aktuelle Politik foerdert ja gerade das Zuhausebleiben- z. B. das Ein - Jahr - Babyzeitmodell usw.
    Hier finde ich schon, dass das sinnvoll ist. Wenn man Mutter wird, muss sich alles neu finden. Man weiß auch nicht, wie es mit dem Baby werden wird. Dass hier die Eltern die Möglichkeit bekommen sich ein Jahr lang zusammenzufinden (ohne in existentielle Not zu geraten) finde ich gut. Nur ist es bei uns eben leider nicht so, dass dann die Versorgung der Kind(er) gesichert wäre - immer noch nicht.

    Es werden aber mehr und mehr die Vätermonate genommen. Das zumindest finde ich ermutigend und wäre sicher auch noch ausbaufähig.
    Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  6. #6

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    AW: Neue Männer...

    Mary, ich finde es immer total nett, von Dir zu lesen - zu lesen, dass das Modell, das wir leben, in Skandinavien selbstverständlich ist - und ich hoffe für meine Kinder (Jungs), dass sich die Ansichten in Deutschland verändert haben werden, wenn sie mal Kinder bekommen, denn sie scheinen es zu genießen, auch viel vom Papa zu haben.

    Wir haben beide qualifizierte Jobs, zugegebenermaßen im öffentlichen Dienst, und genießen es uns leisten zu können, jeder ca. 75 % zu arbeiten (zur Zeit ist's bei meinem Mann ein bisschen mehr und bei mir ein bisschen weniger, das ist aber äußeren Umständen geschuldet und wir würden's uns wieder wünschen, wie's vorher war). Wie beide haben durchaus Situationen, wo wir uns nicht an 9-5-Arbeitszeiten halten können, aber die sind zum Glück im Voraus planbar und kollidieren nur sehr, sehr selten.

    Wir sind aber in unserem Umfeld, die einzigen, die das machen - die Ehe mit Mann als Haupterwerbstätigem und Frau als Zuverdienerin ist nur viel zu üblich. Bei uns wäre es rein rechnerisch so, dass wir fast genausoviel Geld hätten wie jetzt, wenn ich voll und mein Mann gar nicht arbeiten würde. Wäre das mit umgekehrten Geschlechterrollen so, würden sich viele wundern, warum ich überhaupt arbeite. Jetzt ist es eher so, dass z. B. der oberste Chef meines Mannes nicht kapiert, dass der nie für diesen Job umziehen würde, weil ich nicht mitkommen würde - würde sich gar nicht lohnen, da stünden wir besser da, wenn mein Mann sich einen schlechter bezahlten Teilzeitjob suchen oder sich selbständig machen würde und ich würde Vollzeit arbeiten.

    Ich habe neulich im Radio von einer Umfrage gehört, wo rauskam, dass die meisten Menschen in Deutschland (Frauen und Männer) gerne zwischen 25 und 35 Stunden arbeiten würden, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass es doch viel befriedigender für beide und die ganze Familie ist, wenn beide 30 Stunden arbeiten und nicht einer 40 und der andere 20.

    Wie sieht denn Vollzeit in Norwegen aus? 40 Stunden oder weniger?

  7. #7

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    AW: Neue Männer...

    Schöner Strang!

    Überhaupt lese ich deine Beiträge immer gerne, honeysuckle rose, du schreibst entspannt und fundiert ohne um dich zu schießen bei doch sehr heiklen Themen. (wo ist die Blume?)

    Zum Thema Krippenplätze: Ich bin der Meinung, dass nur ausreichende Krippenplätze bei Weitem nicht ausreichen. Es muss ein absolutes Umdenken stattfinden. Ein krabbelndes Baby auf einer beruflichen Veranstaltung würde hierzulande doch nur Kopfschütteln auslösen und genau das muss sich ändern.

    Ich arbeite nicht viel, weil mir die Zeit mit meinen (noch kleinen) kindern sehr wichtig ist. Die Kinderbetreuungszeiten sind in unserem Ort unübertroffen. Was mir aber schon zu schaffen macht, sind die Reaktionen der Kollegen und auch des Chefs, wenn ein Kind krank ist und ich zu Hause bleiben muss. Wann immer es geht, karre ich das kranke Kind zur Oma oder sie kommt her und trotzdem lassen sich Fehlzeiten nicht immer vermeiden. In einer längeren Krankheitsphase, in der sich die Infekte in unserer Familie die Klinke in die Hand gaben, war ich wirklich kurz davor, alles hinzuschmeißen. Wohlgemerkt wegen des Unverständnisses meines beruflichen Umfeldes. Ich spreche hier von ca 5 Fehltagen pro Kalenderjahr.

    Liebe Grüße von Whiskia
    heute ein König

  8. #8

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    AW: Neue Männer...

    Hallo,

    ein interessantes Thema, zu dem ich gerne mit Leuten diskutieren, die aus dem Ausland kommen oder im Ausland leben.

    Das Umdenken in den Köpfen ist sicher auch eine Generationenfrage. Die heutige Generation Eltern ist zu einem erheblichen Anteil im "Vater-arbeitet-Mutter-ist-zuhause"-Modell aufgewachsen. Und zwar glücklich. Da greift man, ganz unbewusst, sicher gerne auf dieses "bewährte" Modell zurück. Eine Freundin von mir, eine Bulgarin, ist aber genauso glücklich mit zwei arbeitenden Elternteilen aufgewachsen und erzählt, dass, wenn ihre Mutter sich auf Dienstreisen befand (die auch mal ein oder zwei Wochen dauern konnten), dann eben ihr Vater für sie da war. Aus den Erfahrungen in ihrer Kindheit kann sie die Glorifizierung der umsorgenden und nichtarbeitenden Mutter, die zumindest hier in Bayern, wo vor nicht allzulanger Zeit die wenigsten Frauen mit Kindern gearbeitet haben, nicht selten ist, so gar nicht nachvollziehen.

    Ich denke, dass sich in den letzten 20 bis 25 Jahren eine ganze Menge getan hat. Wenn man sich vorstellt, dass es bis in die 1980er Jahre keinen Erziehungsurlaub oder Elternzeit gab, keinen Teilzeitanspruch, keine Kinderbetreuungsplätze, dann war für viele Familien das Alleinverdienermodell alternativlos.

    Was wir, d.h. die jetzige Generation von (baldigen) Eltern tun können, ist, für sich verschiedene Lebensmodelle als gleichwertig zu sehen und ganz selbstverständlich zu leben. Dann werden irgendwann ganz selbstverständlich Kinder mit zu Kongressen genommen, Väter bei ihren kranken Kindern daheimbleiben, etc. Eben, weil so viele es tun.

    Was das Eltergeld angeht, so gibt es dabei für mich eine Lücke bzw. einen Fehler: es geht davon aus, dass eines oder beide Elternteile Vollzeit zuhause bleiben. Paare, die aber schon nach dem Mutterschutz jeweils Teilzeit arbeiten wollen, sind beim Elterngeld benachteiligt: es gibt nur 14 Monate und wenn einer nicht einen kompletten, sondern nur einen teilweisen Einkommensausfall hat, bekommt er entsprechend weniger Elterngeld. Wurde das im BEEG vergessen oder ging man unbewusst davon aus, dass ja sowieso die Mutter erst einmal komplett daheimbleibt, oder war dies wirklich so gewollt?

    Mandelblüte
    Geändert von Mandelbluete (29.01.2012 um 09:46 Uhr)

  9. #9

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    AW: Neue Männer...

    Die These dass die vergangenen Generationen das Modell "Hausfrau" belegten kann ich nun gar nicht sehen und lese sie immer wieder.Ich wundere mich sehr über dieses Modell weil ich denke dass Kinder und Beruf zu vereinen sind.Wenn es nicht möglich ist dann muß man Abstriche machen.
    Meine Mutter (Jahrgang 1920)war Vollzeit berufstätig,ich auch(wir hatten/haben jeweils drei Kinder)in der Umgebung gibt es genug Beispiele.Meine Jahrgangskolleginnen (1955)sind überwiegend,das heisst also der grössere Teil von ihnen,auch berufstätig und auch zum grossen Teil Vollzeit.
    Wir haben uns in der Zeit vor der Geburt jemanden gesucht z.B. Tagesmütter oder eben eine Krippe oder die jeweiligen Väter haben mit uns die Arbeit geteilt.Es ist nicht leicht,es kostet und es ist anstrengend,das sicher!Aber man muß planen,Abstriche von Träumen machen und in der Realität bleiben.
    Ich denke,es ist einfach in vielen Köpfen dass ein Kind bei seiner Mutter bleiben soll-wenn jemand das so sieht,dann muß er aber auch klar darin sein dass damit Abstriche in Sachen Beruf und Geld verbunden sind.
    Dieses Vater arbeitet,Mutter ist zuhause und sorgt für das Kind ist irgendwie so eine Glaubenssache geworden.Daran hängen sich viele Geschichten auf und sorgen dafür dass berufstätige Mütter mit nichtberufstätigen Müttern im Krieg liegen-sollte nicht sein...

  10. #10

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    AW: Neue Männer...

    Hallo,

    ich bin in einem ganz normalen Dorf in Oberbayern aufgewachsen. Die Mütter haben durchweg nicht oder nur geringfügig gearbeitet, es sei denn, ihr Arbeitsplatz war zuhause (in der Landwirtschaft, in Familienbetrieben, etc.). Ich kann mich noch gut an meine Tante erinnern, die, als die Töchter schon ca. 10 bis 12 Jahre alt waren, wieder zu arbeiten anfing. Ihrem Mann hat es überhaupt nicht gefallen und sie selbst hatte immer ein schlechtes Gewissen, ihre Kinder zu vernachlässigen. Eine andere Tante fing wieder an Teilzeit zu arbeiten, als ihr Sohn in die Lehre ging und ihr die Decke auf den Kopf fiel - auch ihr Mann verstand die Welt nicht mehr.

    Mir fallen nur zwei Fälle ein, die in ihrer Kindheit Kinderfrauen hatten. Das waren aber abolute EXoten. Krippen gab es bei uns nicht. Der Kindergarten ging für mich (Jahrgang 1974) selbstverständlich erst mit 5 Jahren los (keine Ahnung, ob es auch früher möglich gewesen wäre), meine jüngeren Geschwister gingen dann schon mit 4 Jahren.

    @ Heidpofferl: Wo bist Du aufgewachsen?

    Jetzt haben wir die Wahl und, statt uns darüber zu freuen, daraus eine Glaubenssache gemacht, statt einfach die für uns richtige Entscheidung zu treffen und die des anderen zu respektieren.

    Mandelblüte

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