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  1. #1
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    Frauenfreunschaften immer schwierig?

    Es geht um Frauenfreundschaften, von denen ich lediglich drei gute über 15 Jahre retten konnte.

    Die anderen gingen auseinander. Man entfernte sich, zoffte sich, nervte sich... oder die Freundinnen
    verschwanden sang- und klanglos, als ein Mann auf der Bildfläche auftauchte. Das macht mich traurig.
    Aufgrund der tiefen Emotionalität scheint es so, als ob Frauenfreundschaften schwieriger zu retten sind als bei Männern, die ein Bier trinken gehen und dann ist wieder alles gut.

    Sind solche "Abgänge" normal oder liegt es an mir?

  2. #2
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    AW: Frauenfreunschaften immer schwierig?

    Drei Freundschaften mit mehr als 15 Jahren Laufzeit ist doch nicht schlecht. Es sei denn du bist 60, dann würde man schon welche mit über 30 Jahren Laufzeit erwarten.

    Bei Männern geht das auch auseinander, wenn die Gegebenheiten sich ändern, allerdings erfüllt eine Partnerschaft für die meisten Männer nicht (zumindest temporär) alle Freundschaftsbedürfnisse, und sie sind selten die Hauptverantwortlichen für die Kinder, da bleibt mehr Zeit, abends mal Kumpels zu treffen oder Sonntags zum Fußball zu gehen. Und sie sind nach meiner Beobachtung häufigern Gruppenorientiert, das ist natürlich stabiler. Trotzdem, wenn da mal einer wegzieht ist auch ganz schnell Ende Gelände, und gezofft wird auch.

    Ich war im Laufe von fast 50 Jahren bestimmt mit 100-200 Leuten (nach Zählweise) zu irgendeinem Zeitpunkt ziemlich gut befreundet. Heute mit 10. Das heißt, 190 sind auf die ein oder andere Weise verschüttgegangen. Nach dem Umzug, nach der Grundschule, nach den Klassenneuorganisationen in der 7., 9. und 11. Klasse, nach Abi/Umzug ans andere Ende des Landes, durch Umzüge am Ende des Studiums, durch Umzüge, weil der Ehemann woanders Arbeit gefunden hat, durch Umzüge, weil die Frau woanders Arbeit gefunden hat, durch berufliche Zeitknappheit, durch sich auseinanderentwickelnde Hobbies, durch Trennung, Scheidung, Langeweile, Fehden, Vereinsknatsch, WG-Knatsch, Persönlichkeitsveränderung, Krankheit, Tod.

    Man kriegt ja nicht all seine Freunde bei der Geburt und muß dann aufpassen, daß keine verlorengehen. Abgänge sind genauso normal wie Zugänge. Letztlich hat man höchsten so viele Freunde, wie man Zeit (und ggf. Energie) für sie hat.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. #3
    Avatar von Fourthhandaccount
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    AW: Frauenfreunschaften immer schwierig?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Drei Freundschaften mit mehr als 15 Jahren Laufzeit ist doch nicht schlecht. Es sei denn du bist 60, dann würde man schon welche mit über 30 Jahren Laufzeit erwarten.
    Wie soll das heute gehen, wenn man für das Studium den Wohnort wechselt und danach auch noch ein-, zweimal berufsbedingt umzieht?

    Bin im Arbeitsurlaub. Muss die Decke kehren, die Terrasse staubsaugen und die Steckdosen in die Spülmaschine werfen.

  4. #4
    Avatar von Lorelei
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    AW: Frauenfreunschaften immer schwierig?

    Zitat Zitat von Merlini Beitrag anzeigen
    Die anderen gingen auseinander. Man entfernte sich, zoffte sich, nervte sich... oder die Freundinnen
    verschwanden sang- und klanglos, als ein Mann auf der Bildfläche auftauchte.
    "Freundschaften", die wegen so etwas auseinander gehen, sind m.E. keine, sondern nur temporäre Zweckbekanntschaften, ohne jede Bedeutung.
    "Lieber der Kopf einer Fliege als der Schweif eines Löwen !" (Victor Hugo)

  5. #5
    Avatar von Lorelei
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    AW: Frauenfreunschaften immer schwierig?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich war im Laufe von fast 50 Jahren bestimmt mit 100-200 Leuten (nach Zählweise) zu irgendeinem Zeitpunkt ziemlich gut befreundet.
    Ich glaube, da haben wir eine sehr differenzierende Definition von Freundschaften. Eine Freundin ist für mich jemand, den ich bei Problemen um 3 h nachts anrufen könnte, und bitten, zu mir zu kommen, auch auf 600 km Entfernung. Und die am nächsten WE bei mir auf der Matte stände (umgekehrt natürlich genauso). Das kann ich vielleicht von 10 Menschen in meinem Leben sagen, insgesamt.

    Und nein: In meinen wirklichen Freundschaften gab es nie "Schwierigkeiten", bis auf eine Freundin, die manchmal etwas eigen ist. Meine beste Freundin kenne ich seit 36 Jahren, und wir haben noch nie gestritten.
    "Lieber der Kopf einer Fliege als der Schweif eines Löwen !" (Victor Hugo)

  6. #6
    Avatar von Lorelei
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    AW: Frauenfreunschaften immer schwierig?

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Wie soll das heute gehen, wenn man für das Studium den Wohnort wechselt und danach auch noch ein-, zweimal berufsbedingt umzieht?
    Ist das für Dich ein Grund, Freundschaften abzubrechen ? Für mich nicht. Durch solche Bedingungen sind die meisten meiner Freundschaften Fernfreundschaften, aber das tut der Intensität und Qualität keinen Abbruch.
    "Lieber der Kopf einer Fliege als der Schweif eines Löwen !" (Victor Hugo)

  7. #7

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    AW: Frauenfreunschaften immer schwierig?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Man kriegt ja nicht all seine Freunde bei der Geburt und muß dann aufpassen, daß keine verlorengehen. Abgänge sind genauso normal wie Zugänge. Letztlich hat man höchsten so viele Freunde, wie man Zeit (und ggf. Energie) für sie hat.
    Eben - Freundschaften erfordern Zeit und Energie.
    Ich stelle mir gerade vor (oder lieber nicht), wie das wäre, wenn Du alle Freundschaften festgehalten hättest, die sich im Laufe Deines Lebens über Schule, Arbeit, Hobbies usw. ergeben haben. Entweder hättest Du Dich ab einem bestimmten Zeitpunkt auf niemand Neues mehr eingelassen oder Du hättest nun 100 - 200 Freundschaften zu pflegen.
    Viel Zeit zum Arbeiten, Schlafen, Partnerschaft und Familie bliebe da nicht mehr.

  8. #8

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    AW: Frauenfreunschaften immer schwierig?

    Zitat Zitat von Merlini Beitrag anzeigen
    Es geht um Frauenfreundschaften, von denen ich lediglich drei gute über 15 Jahre retten konnte.
    Ist doch ein guter Schnitt. Von meinen weiblichen Kumpels habe ich keine mehr übrig behalten. Die Freundschaften mit Männern hatten generell eine längere Haltbarkeit.

    Aufgrund der tiefen Emotionalität scheint es so, als ob Frauenfreundschaften schwieriger zu retten sind als bei Männern, die ein Bier trinken gehen und dann ist wieder alles gut.
    Denke ich auch. Männer sind da wohl unkomplizierter und haben nicht so die großen Erwartungen. Aber das ist vielleicht auch nur ein Klischee. Meistens gehen Freundschaften auseinander, wenn andere Dinge wichtiger geworden sind. Job, Familie, Hobbys...

    Obwohl es auch eine Frage der Definition ist. Ich habe einen guten Freund, der in einer anderen Stadt wohnt. Naturgemäß sehen wir uns eher selten. Alle paar Jahre mal. Aber die Freundschaft besteht trotzdem weiter. Wenn wir uns treffen, ist es so, als hätten wir uns erst eine Woche vorher das letzte mal gesehen. Find ich gut, das ist so schön unkompliziert.

    Sind solche "Abgänge" normal oder liegt es an mir?
    Menschen kommen und gehen. Das ist wie mit dem Wetter. Manchmal ist es bedauerlich aber manchmal auch einfach der Lauf der Dinge.

  9. #9
    Moderation
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    AW: Frauenfreunschaften immer schwierig?

    Zitat Zitat von Lorelei Beitrag anzeigen
    Ich glaube, da haben wir eine sehr differenzierende Definition von Freundschaften. .
    Das mag sein. Ich habe die Leute gezählt, wo ich sicher war, daß das mit denen so weiterläuft, daß wir Kontakt halten, daß es ausgesprochen unschön wäre, wenn der andere verschwindet und wir das deswegen vermeiden werden. Das hieß natürlich auch, man kann jederzeit aufschlagen, man hat immer was zu reden, man ist "mein Haus ist dein Haus"-vertraut. (Aber nicht unbedingt, daß die Leute einen vor der Polizei verstecken würden.) Aufgrund der vielen aufgelisteten Änderungen hat sich das über die Jahre geläppert.
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  10. #10
    Avatar von Lorelei
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    AW: Frauenfreunschaften immer schwierig?

    Klar hat man mal Leute, die man sehr gern mag, sogar mehr trifft, als die alten Freunde.

    Aber bei mir unterscheidet sich das schon in lebenslange Freundschaften, die schon 35, 30, 20 Jahre bestehen.

    Und Leute, mit denen man halt 2, 3 Jahre eng verbandelt war, es dann einen der im Eingangsposting benannten Gründe gab, und damit war es das mit der "Freundschaft".
    So etwas würde ich heute nicht mehr Freundschaft nennen. Eine wirkliche Freundschaft läuft nicht auseinander, weil man sich 1x streitet, oder eine einen neuen Mann am Start hat.
    Da ist eine ganz andere Basis da.
    "Lieber der Kopf einer Fliege als der Schweif eines Löwen !" (Victor Hugo)

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