Hallo ihr Lieben,
Es liegt mir momentan etwas auf der Seele, und kann es mit niemandem so richtig besprechen. Es geht um meine frühere beste Freundin aus der Kindheit und Jugend. Wir waren unzertrennlich und seit unserem 10. Lebensjahr befreundet, und teilweise auch sehr schwierige Zeiten miteinander durchstanden. Besonders dann war sie für mich da.
Ich konnte alles mit ihr bereden und wir waren auf einer Wellenlänge. Sie war mir so nah, wie es bisher nur meine Schwester und mein Partner sind.
Aber irgendwann krachte es. Das erste mal als wir 18 waren, da gab es mal 1 jahr eine Auszeit. Und dann als wir 22 oder 23 waren. Und das blöde ist: "Ich weiß gar nicht mehr warum!!!!" Ich glaube, es ist alles zu eng geworden, das mußte sich irgendwie lösen.
Dann gab es wieder ca. 2 jahre Funkstille. Irgendwann vor etwa 6 Jahren habe ich ihr geschrieben, daß ich doch gerne wissen möchte wie es ihr geht, aber nicht zuuuu persönlich. Doch sie hat sich scheinbar gefreut und schnell drauf reagiert.
Das Problem ist, seitdem haben wir Kontakt, als wären wir entfernte Bekannte. Wir schreiben uns alle paar Monate mal eine e-mail, um zu wissen was wir so machen. ABer keine Telefonate mehr. Wir wohnen auch sehr weit auseinander, bzw. sie ist ständig auf weltreise. Doch vor etwa 1 Jahr waren wir mal zusammen in unserer alten Stadt weg, und es war, als hätte es nie eine Freundschaftspause gegeben, wie früher. WIr verstanden uns wortlos, und ich wußte immer genau was sie dachte. Ihr wißt schon was ich meine.
Doch dieser Kontakt wo wir einen auf "entfernte Bekannte" machen, finde ich manchmal unerträglich und ich vermisse sie so unendlich. Das sie ständig auf Reisen ist, macht es natürlich nicht einfacher. Doch ich träume manchmal von ihr, und ihrer Familie, in die ich auch sehr integriert war früher. Was soll ich nur tun? Es ist doch irgendwie lächerlich nach so vielen Jahren noch auf eine echte Freundschaft zu hoffen nicht? Ich habe sie doch auch viel zu sehr im Stich gelassen.
Auf der anderen Seite überlege ich ihr einen Brief zu schreiben und ihr zu sagen, wie sehr ich sie vermisse. Aber es ist für sie wahrscheinlich gar nicht nachzuvollziehen, weil ich es die letzten Jahre irgendwie so verdrängt habe und mich auch so blöde verhalten habe, und sie absolut nicht habe merken lassen, daß ich sie vermisse. Ich habe eher immer auf cool geschaltet.
Hatte jemand hier vielleicht schonmal ähnliche Erfahrungen? Bringt es was, noch etwas an der Situation ändern zu wollen? Sollte man alte Freundschaften einfach alte Freundschaften sein lassen? Ich klinge gerade wie ein Teenager, aber auch mit 31 Jahren ist man ja irgendwie noch Kind.
Danke für Euer offenes Ohr!![]()














Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht !!!
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