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  1. #1

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    Keine Angst vor Konisation, ihr Lieben!!!

    Hallo,
    an alle Frauen mit HPV-Problemen und bevorstehenden Konisationen.

    Meine Geschichte:
    Im September 2005 ging ich (27 J.) mal wieder (nach 10 Jahren) zum Frauenarzt. Nach 10 Tagen rief er an und sagte, daß ich in 6 Monaten wieder kommen soll, da ich möglicherweise einen Virus in der Scheide hab. Panisch hab ich im Internet recherchiert. Das hat mich total aus der Bahn geworfen, was ich da gelesen hatte. Gebärmutterhalskrebs...
    So ging das bis vor 3 Wochen. Mir ging nur noch dieser doofe Virus durch den Kopf. War aber die letzten 1 1/2 Jahre immer bei PAP II. Ende Mai der Anruf meines Arztes. Mein letzter Abstrich ergab PAP IVa. Da müssen wir einen kleinen ambulanten Eingriff machen und ich soll doch zur Vorbesprechung kommen. Ich leide, glaub ich, eh unter Panikattacken. Dieser Anruf bedeutete für mich den Weltuntergang.

    Ich 1 Woch später zur Besprechung. Mein Arzt (ein ganz Hübscher, netter und beruhigender), beschrieb mir alles ganz cool. Malte mir die Gebärmutter und den bevorstehenden Eingriff, der 10 Tage später stattfinden sollte, auf. Danach sei alles wieder okay mit mir.
    Ich müsse zum Hausarzt zur Blutuntersuchung (wegen Gerinnung) und zum Vorgespräch zum Narkosearzt. Ich werd dann 2 Wochen krankgeschrieben, was mich noch mehr fertig machte.
    1 Tag später rief ich beim Narkosearzt an um mir einen Termin
    geben zu lassen. Der Arzt hatte Urlaub bis zum Tag meines bevorstehenden Eingriffs. Mich ergriff wieder die Panik. Ich rief beim FA an. Die sagten ganz locker, ich soll mir von ihnen nen Anästhesiebogen abholen und ausgefüllt am OP-Tag mitbringen. Die Helferin winkte ab, so ähnlich, das ist gar keine große Sache.
    3 Tage später zum Hausarzt. Dort wird ein Bogen ausgefüllt über frühere Eingriffe, allgemeinen Gesundheitszustand usw.

    Der OP-Tag rückte näher. Ich hatte nur noch Angst und Panik. War kaum zu beruhigen. Dachte ich wach nicht mehr aus der Narkose auf (Es war meine 1. OP im Leben) usw.

    Meinem Mann hab ich schon den Versicherungsordner bereitgelegt, alle Passwörter... (völlig krank im Kopf).

    Meine Freundin fuhr mit mir zum Arzt. Um 8 Uhr war ich drin. Die Helferin führte mich in meine Kabine. Dort sollte ich mir mein Bett beziehen und mir den OP-Kittel anziehen. Ein Schwangerschaftstest wurde ebenfalls noch gemacht.
    Daraufhin kam gleich die Helferin des Narkosearztes mit ner Spritze, die ich in den Po bekam (Beruhigungsmittel). Dann wartete ich. Um 8.15 Uhr lief ich in den OP. Dort lächelte mich mein Arzt beruhigend an. Der Narkosearzt legte die Nadel für das Einschlafmittel und mein Arzt streichelte meine Hand. Schon gings los. Ich sah ganz schnell die OP-Lampen doppel und dreifach. Klack, war ich weg. Während der OP bin ich mal ganz kurz aufgewacht. Ich hörte meinen Arzt sagen "ich bin noch nicht ganz fertig". Mir wurde wieder die Maske auf Nase und Mund gesetzt und ich war wieder weg.
    Als ich aufwachte lag ich in meinem Bett in der Kabine mit einer Infusionsflasche (Schmerzmittel). Mein erster Blick war auf die Uhr vom Handy. Achtung: 8.40 Uhr!
    Ich hatte keinerlei Schmerzen und war topfit. Die Helferin sagte zu mir, ich soll doch noch ein bißchen schlafen. Dann kam mein Arzt und sagte, daß alles gut verlaufen sei und keine große Sache war. Es war ganz sicher nicht bösartig.
    Um 10.30 Uhr wurde dann nochmal Blutdruck gemessen und die Infusion weggemacht. Dann durfte ich mich anziehen und heim.

    Als erstes trank ich daheim einen starken schwarzen Kaffee und rauchte 1 Zigarette.
    Alle, die schon mal ne Narkose hatten, waren total fertig und manchmal 2 Tage nicht zu gebrauchen.

    Daheim machte ich es mir auf dem Sofa gemütlich und ziehte mir Talkshows und Gerichtssendungen rein (war mal wieder köstlich, hatte ich seit meiner Jugend nicht mehr angeschaut).

    Ich hatter keinerlei Schmerzen und eine ganz leichte Blutung.
    Abends rief mich mein Arzt nochmal an und fragte, ob ich Beschwerden hätte.

    Das alles war am Montag.
    Am Mittwoch war ich beim Arzt, damit er sich die Nähte ansieht (Es war eine Messerkonisation). Er war zufrieden und sagte am Montag besprechen wir den Befund.

    Heut am Donnerstag war ich schon wieder auf der Arbeit (Sekretärin).

    Wegen dem Befund mach ich mir nicht mehr so große Sorgen, weil ich meinem Arzt vertraue, daß er alles im Gesunden entfernt hat.

    Also íhr Lieben. Klar läuft es nicht bei jedem so glatt und schmerzfrei ab. Aber für das, daß ich die total Angstpatientin bin, ist eine Konisation echt ein Klacks.

    Macht euch keine Sorgen. Vertraut euren Ärzten. Die haben nicht umsonst studiert.

    Schreibt mir doch Eure Erfahrungen.

    Ganz liebe Grüße und viele Küsse.

  2. #2

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    AW: Keine Angst vor Konisation, ihr Lieben!!!

    Hallo,
    na das beruhigt mich ja ein wenig, ich bin ja morgen dran und schon ziemlich am Rotieren. Versuche mich zu beruhigen und nicht zu viel nachzudenken, aber zwischendurch kommt die Panik immer wieder.
    Bei mir wird es auch ambulant gemacht, allerdings mit Schlinge, und ich werde hinterher von meinem Mann abgeholt und nach Hause gehen.
    Du hast schon recht, die Angst vorher ist wohl viel schlimmer als der tatsächliche Eingriff. Im Augenblick sage ich mir immer in 24 Stunden ist alles vorbei.
    Danke für deinen Bericht
    elpa
    Das Leben ist viel zu kurz, um es immer am selben Ort zu verbringen
    Aber am Ende muß jeder irgendwann einmal seßhaft werden.

  3. #3

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    17

    AW: Keine Angst vor Konisation, ihr Lieben!!!

    Du hast Recht!
    So hab ich`s auch gemacht oder machs noch immer
    In 3 Tagen ist alles vorbei, morgen um die Zeit, in 3 Std ...

    Ehrlich! Hinterher bist du total erleichtert. Aber ich bin genauso. Lieber immer etwas schlimmer denken, als dann eine böse Überraschung erleben.
    Alles gute!

    Meld dich doch dann mal, wenn du daheim und fit bist!

    toi toi toi

  4. #4

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    AW: Keine Angst vor Konisation, ihr Lieben!!!

    Hallo Lioness,
    so, jetzt hab ich es hinter mir. Um 10.00 Uhr war ich bestellt, 1/2 Stunde später ging es los und dann lief es ähnlich wie bei Dir. Der Eingriff dauerte 1/2 Stunde, nach 1 Stunde bin ich dann aufgewacht - die Schwester meinte, ich hätte ziemlich randaliert, hab auch meine Braunüle gezogen. Dann hab ich ziemlich viel geschlafen und mir war übel. So gegen 14.00 hab ich mich dann angezogen, mit dem Arzt gesprochen (er sagte es würde gut aussehen, Montag soll ich ihn anrufen wg. des Pathologieergebnisses) und dann bin ich mit meinem Mann nach Hause gefahren. Leider war ich dann wohl doch noch nicht so fit, das Wasser, was ich nach der OP getrunken hatte, ist in der S-Bahn wieder rausgekommen.
    Zu Hause hab ich dann nur noch geschlafen, bin auch jetzt noch ziemlich müde. Nachblutungen gab es kaum, nur eine leichte Schmierblutung.
    Abends rief mich dann der Arzt noch mal an und fragte, wie es mir geht.
    Aber euphorisch, das bin ich nicht, eher traurig. Als wenn ich einen Teil von mir verloren habe, vielleicht wäre es ja gar nicht notwendig gewesen, zu operieren. Mein Mann ist sauer, weil die das Piercing nicht wieder eingesetzt haben und wir es auch nicht reingekriegt haben und ich habe das Gefühl, als wenn die Narkose nicht so richtig dosiert gewesen ist.
    Aber egal, jetzt ist es vorbei.
    lg elpa
    Das Leben ist viel zu kurz, um es immer am selben Ort zu verbringen
    Aber am Ende muß jeder irgendwann einmal seßhaft werden.

  5. #5

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    AW: Keine Angst vor Konisation, ihr Lieben!!!

    Hi Elpa!

    Was kam bei deinem Befund raus?
    Ich war heut. CIN III. Echt sch...
    Aber Gott sei Dank alles im Guten entfernt.

    LG

  6. #6

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    AW: Keine Angst vor Konisation, ihr Lieben!!!

    Hi Lioness,
    ich hab heute auch mein Ergebnis bekommen, teilweise an der Oberfläche carcinoma in situ, auch alles im Gesunden entfernt. Also doch nicht umsonst operiert. Aber mir gehts auch gar nicht gut damit.
    lg elpa
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  7. #7
    Avatar von .gerrimee.
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    AW: Keine Angst vor Konisation, ihr Lieben!!!

    Dann tröste ich mal mit: Konisation im Oktober 2004 (ca in situ, im Guten entfernt), seitdem alle 3 Monate zur Kontrolle, halbjährlich Kolposkopie - und bisher jedesmal beschwerdefrei! Alles bis jetzt immer in Ordnung. Bei der letzten Kolposkopie meinte der Arzt, dass es jetzt auch reichen würde, das nur noch 1 x im Jahr zu machen.
    Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.

  8. #8

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    17

    @elpa und alle anderen Betroffenen

    Jetzt muss ich euch aber echt mal dumm fragen.
    Find im Net keine überzeugende Antwort.
    Mal angenommen ich hab mir den HPV in meiner Jugendzeit eingefangen. Ich war 10 Jahre nicht beim Arzt. Also schwer nachvollziehbar wann ich den Infekt hatte.
    Mein Arzt meinte auch, dass jetzt eigentlich wieder alles okay wär. Natürlich regelmäßig kontrollieren und so. Aber was ist, wenn ich jetzt mal wieder mit meinem Mann schlafe? Soll der lieber mal zum HPV-Test oder wie läuft das jetzt?
    Steck ich mich dann wieder an und mach dasselbe wieder durch? Hab echt keine Ahnung, was ich jetzt mit meinem Mann machen soll???
    Hilfe!

  9. #9

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    AW: @elpa und alle anderen Betroffenen

    Also meine Frauenärztin hat gesagt, daß mein Mann zum Urologen soll, damit dieser nachprüfen kann, ob er auch diese Feigwarzen hat. Das muß dann behandelt werden, weil er mich sonst wieder anstecken kann. Ich habe auch den Tip bekommen, es mal mit Teebaumöl zu versuchen, das soll antiseptisch wirken.
    Mein Operateur meinte, im Endeffekt müßte man sich schützen als wenn der andere hiv-positiv wäre, und sich nicht anzustecken - ich denke das ist ein bißchen viel verlangt.
    Ich weiß auch nicht weiter - ich glaube wir müssen beide erst mal zur Ruhe kommen und das Ganze sich setzen lassen ;-)
    Man sagt ja immer, das Glas kann halb voll oder halb leer sein. Wir haben also die Wahl entweder wir jammern daß der Befund so heftig war oder wir sind froh daß er rechtzeitig entdeckt wurde und im Ganzen entfernt werden konnte, ohne daß nachoperiert werden mußte.
    elpa

    @gerrimee
    Danke für deinen Trost, ich hoffe bei uns kommt es auch so. Hast du denn dein Leben nach der Koni umgestellt, machst du jetzt irgend etwas anders als vorher? Wie hältst du es mit deinem Partner?
    Das Leben ist viel zu kurz, um es immer am selben Ort zu verbringen
    Aber am Ende muß jeder irgendwann einmal seßhaft werden.

  10. #10
    aspartam
    gelöscht

    AW: Keine Angst vor Konisation, ihr Lieben!!!

    hallo ihr lieben,

    wieso... lasst ihr euch vorher nicht ein gesundheitszeugnis
    eures partners geben?

    ganz nebenbei... solltet ihr kinder haben (mädchen).

    diese erkrankung kann man impfen lassen!!!!

    aspratam

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