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  1. #1

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    Ausruf eierstockentfernung schlimmste Erfahurng des Lebens

    Liebe Community,
    Ich bin neu hier. Ich habe lange überlegt, ob ich meine Erfahrungen hier mitteilen soll. Meine Freundinnen meinten aber, dass auch andere Frauen das erfahren müssen:
    Mir wurden mit 40 Jahren aus Prophylaxe (wegen 5cm gutartiger! Ovarialzyste) beide Eierstöcke entfernt.
    Ich hatte vor der OP natürlich große Angst und mich genau erkundigt, wie es denn nachher sei. Mir wurde gesagt, die Zysten könnten jederzeit zu Krebs werden - ich würde mit meinem Leben spielen - und nach der Op werde alles sein wie vorher - ich brauche mir keine SOrgen zu machen - ich würde auf Hormone eingestellt werden...
    Na, ich naives Dummerchen hab das natürlich alles geglaubt.
    Nach der Op begann mein Leben zur Hölle zu werden. Und ich übertreibe nicht. Ich brauchte 2 Jahre bis allein Hormonpräparate gefunden wurden, die mir das Leben so halbwegs erträglich machten.
    Was passiert mit dem Körper, wenn man keine Eierstöcke hat:
    In Deutschland wird gesagt, man käme in die Wechseljahre! Hab ich auch gedacht und mir nichts Schlimmes vorgestellt darunter. In anderen Ländern (Frankreich, Italien, England, USA ..) heißt der Zustand nach der Eierstockentfernung: chirurgische Menopause oder auch vorzeitige Kastration. Und das ist in diesen Ländern ein eigenes Krankheitsbild, das als sehr schwer gewertet wird. Und es gibt in all diesen Ländern support groups für diese Frauen - hier gibt es nichts!Das alles hab ich dann hinterher erfahren im Internet.
    Na und zum "Drüberstreuen" haben mir dann Spezialisten (ich rannte ja vo einem Arzt zum anderen um HIlfe) gesagt, dass bei Ovarilazysten gar keine große Krebsgefahr besteht - dass die , wenn überhaupt, unter 1% liegt in meinem ALter - und dass außerdem heutzutage Zysten ausgeschält werden- man unbedingt trachtet organerhaltend zu arbeiten - denn die Eierstöcke sind extrem wichtig für die Gesundheit der Frau. Man operiert nur bei Krebs - und sogar bei Borderlinetumoren wird heute der Organerhalt angestrebt.
    Die Eierstöcke arbeiten auch noch nach der Menopause und versorgen auch die ältere Frau mit ganz wichtigen Hormonen.
    Das hab ich ja alles nicht gewusst.

    Ich hatte 2 Jahre lang:
    gröbsten Schwindel, furchtbare Kopfschmerzen (keine Kopfwehpulver half), Übelkeit, extrem MüdigkeitWeinkrämpfe, 10 kg Gewichtszunahme (und war immer sehr zarte Frau), trockene Haut, Haarausfall, Klitoris wurde kleiner, Brustwarzen verloren Teil ihrer Farbe, veränderten Körpergeruch (Schweiß), Gelenksschmerzen -
    Anfälligkeit für Infekte, Pilzerkrankungen der Scheide, AUsfluss,
    kein Empfinden mehr in den Brustwarzen bei Sex - und kaum Orgasmusfähigkeit mehr, keine Libido

    Das habe ich 2 Jahre irgendwie durchgestanden - musste ja trotzdem arbeiten (irgendwie) und durfte vor meinem Kind und Mann nicht immer weinen. Wie ich diese Hölle überlebt habe, ich weiß es nicht mehr.
    Ich habe dadurch ein schweres TRauma erlitten. (das haben dann die Psychiater mitleidsvoll festgestellt)
    Außerdem hat man eine Versehrtheit von 40% durch die Op (hab ich auch hinterher erfahren)
    Und die Knochendichte hat bereits abgenommen (Eierstöcke sind wichtig auch für Knochen, Haut, Haare und Blutgefäße!)

    Nun sind es bald 4 Jahre seit der Op:
    Resumé:
    Ich bin nun von Hormonen abhängig, die bei weitem nicht mehr dasselbe Körpergefühl geben, das ich einmal hatte.
    Ich bin sehr ernst geworden - ich vertraue seither Menschen sehr schwer, denn vor dieser OP hat man mich belogen. Und ich habe alles geglaubt. Ich kämpfe mit 10 kg Gewicht, mit Brüsten, die gewachsen sind unter der Hormongabe etc..
    Ich habe das Gefühl völlig fremd in meiner Haut zu sein - mein Wohlbefinden von früher ist nicht mehr zurückgekehrt, auch nicht meine gesunde Sexualität.
    Schwindel etc.. ist besser geworden - doch eine tiefe Trauer und eine Fassungslosigkeit, dass mir das in meiner Heimat passieren konnte, werden mich mein Leben lang begleiten.

    Ich möchte mit diesem Schreiben aufklären, warnen - andere Frauen sollen nicht das erleben müssen -
    ich weiß ich hatte großes Pech - doch wenn ich besser Bescheid gewußt hätte, wie wichtig meine Eierstöcke sind, so wäre mir das alles erspart geblieben. Nur kein Mensch hat mir das gesagt.
    Und meine Freundinnen sind bis heute entsetzt und machen sich große Vorwürfe, denn sie hatten mir noch zugeredet, dass ich doch den Rat des Arztes befolgen sollte -- er würde ja schließlich wissen .....
    so - und jetzt stehe ich da ...

    Ich hoffe, ich habe niemanden zu sehr schockiert - ich möchte nur nicht haben, dass noch eine andere Frau so unaufgeklärt in so eine OP geht!
    Liebe Frauen, schätzt Eure Eierstöcke hoch, nichts kann sie ersetzen. Und ihr wißt gar nicht, was für fleißige Organchen da versteckt in Eurem Bauch arbeiten - damit Ihr gesund seid - ihr euch wohl fühlt!
    Ich habe mich einer Selbsthilfegruppe angeschlossen - und da gibt es auch andere Betroffene - und keine war vorher aufgeklärt worden - auch nicht ihre Partner. Und jetzt müssen wir dieses Schicksal einfach akzeptieren - wir haben keine andere Wahl

    rosaluxemburg

  2. #2

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    AW: eierstockentfernung schlimmste Erfahurng des Lebens

    Hallo rosaluxemburg,

    Deinem persönlichen Erfahrungsbericht kann ich mit großem Mitgefühl zustimmen.
    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass eventuell davon betroffene bzw. 'bedrohte' Frauen darüber viel besser informiert sein sollten. Deshalb diese weiteren Links mit erstklassigen Informationen:

    http://http://www.hersfoundation.com/german/index.html

    [edit: Doppel- und Dreifachverlinkung entfernt]
    Geändert von Lilith (12.04.2007 um 14:12 Uhr) Grund: Doppel- und Dreifachverlinkung entfernt.

  3. #3

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    AW: eierstockentfernung schlimmste Erfahurng des Lebens

    Weitere interessante Informationen sind hier zu finden:

    http://www.femica.at.md/

  4. #4

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    AW: eierstockentfernung schlimmste Erfahurng des Lebens

    Liebe Aylina
    Danke vielmals für die infos. Ich kenne femica -denn ich bin dort selbst Mitglied.
    Bist Du auch so schwer betroffen? Bist Du aus Österreich oder aus Deutschland? Wenn Du Lust hast, schreib mir, ich würde mich sehr freuen.

    liebe grüße
    rosaluxemburg

  5. #5

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    geschockt AW: eierstockentfernung schlimmste Erfahurng des Lebens

    Ich bin so was von schockiert- diese Dinge sind offensichtlich bekannt bei den Fachleuten - doch keiner informiert die Frauen vor den Operationen!!! Und trotzdem gibt es sogar prophylaktische Operationen, wenn gar kein Krebs ist - obwohl man über die verheerenden möglichen Folgen für die Frauen und deren Partner Bescheid weiß?
    Wie ist das denn nur möglich???

    Ich hab da zum Thema Eierstockentfernung was sehr Interessantes von Prof. Bitzer aus Basel (1998 ist er Präsident der Internationalen Gesellschaft für Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe ISPOG) und er sagt zur "Totaloperation" Folgendes:

    Es kommt plötzlich und unerwartet: Von einem Tag auf den anderen sind die Hormone auf dem Sinkflug und das Liebesleben liegt brach. Die Lust ist dahin, der Verkehr nur noch schmerzhaft, und an Orgasmus garnicht erst zu denken. Was sich nach klassischen Wechseljahren-Symptomen anhört, sind die Auswirkungen einer Totaloperation. In Deutschland müssen sich jedes Jahr etwa 20.000 Frauen diesem Eingriff unterziehen * meist nach einer Krebserkrankung. Danach ist ihr Leben auf den Kopf gestellt. Denn die verminderte Produktion von Sexualhormonen, die sich während der biologischen Menopause langsam über die Jahre einschleicht, wird bei der Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken als abrupter Umsturz erlebt.
    Doch damit blieben die Patientinnen mit ihrem Problem allein
    Hier drängt sich die Frage auf: Wofür brauchen Frauen überhaupt männliche Sexual-Hormone? Testosteron hat tatsächlich eine ganze Reihe von Funktionen.
    So ist es wichtig für die Bildung der Knochen- und Muskelmasse, der Durchblutung, den erholsamen Schlaf und viele andere Vorgänge im Organismus * im männlichen wie im weiblichen. Vor allem aber fördert Testosteron das Lustempfinden. Im Körper der Frau wird es in der Nebennierenrinde, im Fettgewebe, vor allem aber in den Eierstöcken gebildet * auch über die Menopause hinaus. Nach der Ovarektomie fallen sie jedoch als Produzenten aus, der Testosteronspiegel sinkt innerhalb kürzester Zeit um die Hälfte ab.

    Dadurch kommt es zum teilweisen oder gänzlichen Verlust der Libido
    "Sexuelle Funktionsstörungen bei der Frau sind komplex³, erklärt Professor Johannes Bitzer von der Universitäts-Frauenklinik Basel. "Oft wirken biologische, psychologische und zwischenmenschliche Faktoren zusammen. So kommt zu Erregungsstörungen und mangelnder Lust oft noch die psychische Belastung hinzu: Verwirrung und Verzweiflung über die eigene "Unfähigkeit und den vermeintlichen Verlust der Weiblichkeit stürzen die Frau in tiefe Selbstzweifel. Schuldgefühle dem Partner gegenüber wechseln mit der Angst, von ihm verlassen zu werden. Die Flucht vor der Sexualität zieht dauernde Selbstbeobachtung, Anspannung, Verkrampfung sowie Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper nach sich. Und letztlich steht der Wunsch, dass alles wieder gut, alles wieder wie früher werden soll, im krassen Gegensatz zur Realität.

    "So eine Sexualstörung kann eine starke negative Auswirkung auf Lebensqualität und Partnerschaft haben,“ so Professor Bitzer
    [edit: Direktlink auf Werbeseite entfernt]

    Ich bin nicht nur als schwer Betroffene entsezt - ich bin auch entsetzt, dass da bis jetzt noch niemand das aufgezeigt hat - und keine Menschenseele den betroffenen Frauen bis jetzt eine Stimme geben wollte! Das ist so etwas von unfair - ich finde keine Worte - keine Erklärung!
    rosaluxemburg
    Geändert von Lilith (12.04.2007 um 19:59 Uhr) Grund: Verlinkung auf Shopseite entfernt.

  6. #6

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    AW: eierstockentfernung schlimmste Erfahurng des Lebens

    Hallo Rosa Luxemburg,
    wenn ich Deine Beiträge so lese, kommen mir starke Zweifel an Deiner Glaubwürdigkeit. Ich glaube ganz einfach nicht, daß Dir mit 40 mal eben so zur Prophylaxe die Eierstöcke entfernt wurden. Dies wird durch das Entfernen eines Links zu einem Shop bestärkt. Was bezweckst Du hier eigentlich?
    Ich denke, fast alle hier sind sich einig, dass man die Eierstöcke bei gutartigen Erkrankungen auf jeden Fall belassen sollte. Das ist auch die momentan gängige Meinung der Gynäkologen. Schon allein aus juristischen Gründen würde keine Gynäkologie einfach mal eben so ohne Aufklärung einer Frau bei gutartigen Zysten die Eierstöcke entfernen, ausser wenn sie es nach eingehender Aufklärung immer noch wünscht. Du scheinst Frauenärzte an den Pranger stellen zu wollen, was ich völlig daneben finde.
    Was Du aber hier betreibst ist die Verunsicherung derer, denen wegen einer Krebserkrankung die Eierstöcke entfernt werden mussten oder denen es angeraten wird z.B. bei Eierstocks- oder Brustkrebs. Die haben ganz andere Sorgen als Deine Panikmache. Da geht es um die Existenz, nämlich um das blanke Überleben. Ich kenne so eine Frau. Die sucht das Beste aus ihrer Situation zu machen und steht dem Leben positiv gegenüber. Sie weiss, daß sie eine 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit von ca. 70% hat. Die geniesst trotzdem jeden Augenblick, dazu gehört auch Sex, und hofft, daß sie zu den Glücklichen gehört, die es schaffen. Die wirft keinem Gynäkologen vor, daß er ihr die Eierstöcke entfernt hat. Das wäre kontraproduktiv und ihrer Heilung nicht gerade förderlich.
    Viele Grüsse
    kiska

  7. #7

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    AW: eierstockentfernung schlimmste Erfahurng des Lebens

    Hi Leut,
    Also mir ist das auch passiert - Ärztefehler!
    Beide Eierstöcke raus wegen einer 1 cm Corpus luteum Zyste ohne Anzeichen einer Malignität. Es sollte angeblich eine mehrkammrige Zyste behandelt werden. Von einem solchen Eingriff war vorher nicht die Rede und somit auch keine Aufklärung über die Auswirkungen.
    Man fällt plötzlich in ein totales Hormonloch - die Symptome sind ähnlich wie bei WJ Beschwerden aber nur 100x schlimmer !
    Man kämpft circa 2 Jahre um wieder zu Vitalität zu kommen.
    Mein Arbeitgeber war geschockt, wie ich plötzlich so vor ihm stand. Jetzt sind es 3 Jahre her und hab das Schlimmste überstanden (Deppris und so).
    Selbst gute Ärzte stehn anschließend dieser bds. Ovarektomie etwas hilflos gegenüber und ich hoffe, dass in Zukunft auch solche Frauen systematisch und selbstverständlich wieder aufgefangen werden und man alles für eine gute Wiederherstellung unternimmt. Ich kenne im Prinzip auch nur eine Online-Selbsthilfegruppe aus AT.
    Vorallem sind Erfahrungsaustausch sehr wichtig, Menschen brauchen in Not und Leid gegenseitige Unterstützung und Verständnis.
    In diesem Sinne hoffe ich bald auf mehr Betreuungseinrichtungen und Selbsthilfegruppen, dies wäre sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung.
    Geändert von Alessandra (13.04.2007 um 09:56 Uhr)

  8. #8

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    AW: eierstockentfernung schlimmste Erfahurng des Lebens

    Hallo Kiska,

    Deine kritischen Anmerkungen zur Glaubwürdigkeit von rosaluxemburg finde ich unangebracht.

    Eine Unzahl von Frauen haben ähnliche Probleme - nämlich dass sie ohne hinreichende medizinische Indikationen zu einer‚Kastration‘ überredet worden sind und seitdem schwer darunter zu leiden haben.

    Eine ausführliche Diskussion hierüber mit weiteren Erfahrungsberichten ist nachzulesen unter diesem Link:

    http://www.med1.de/Forum/Wechseljahre/288295/1/

    Aylina

  9. #9

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    AW: eierstockentfernung schlimmste Erfahurng des Lebens

    Hallo Kiska,
    Ich bin sehr traurig darüber, dass Du mir nicht glaubst und mir unterstellst, ich würde Frauen verunsichern wollen.
    Mir geht es rein um die Aufklärung, dass Frauen wissen, dass sie sich ihre Organe nur bei tatsächlicher Krebsgefahr (ich hatte bloss Zysten - einfache, glatte Ovarialzysten) - die hat bald jemand, entfernen lassen.
    Ich wurde vor der Operation ganz anders informiert.
    Ich will keine Gynäkologen allgemein an den Pranger stellen - ich stelle an den Pranger, dass so etwas heutzutage von "schwarzen Schafen", die jede Berufsgruppe hat (auch Ärzte, nur dort erwartet man es am weingsten) noch immer gemacht wird ohne ordenliche Aufklärung - denn auf den Aufklärungsblättern steht das alles nicht oben!
    Ich kam nach der OP in Kontakt mit extrem netten, gut ausgebildeten Gynäkologen, die mir jetzt helfen, wie sie nur können. Doch die Organe können sie mir nicht mehr zurückgeben. Die sind selber entsetzt, wie das überhaupt passieren konnte.
    Wenn ich besser über die Wichtigkeit der Eierstöcke für Gesundheit und Wohlbefinden Bescheid gewusst hätte - mir wäre das niemals geschehen! Und ich wäre froh gewesen, wenn ich einen derartigen Bericht, wie den, den ich jetzt in die community gestellt habe, vorher lesen hätte können - ich hätte mich noch bei anderen Ärzten kundig gemacht - und dieses Schicksal wäre mir erspart geblieben. denn ich weiß, dass die wenigsten Frauen wissen, wie wichtig die Ovarien sind!
    Es ist natürlich meine Situation und die von Alessandra und Aylina etwas ganz anderes - wie wenn eine tatsächliche Krebsgefahr oder Krebs selbst besteht. Aber wenn man nachher, wenn es zu spät ist, draufkommt, dass dies völlig umsonst war - dass einem mit Krebs nur unnötig Angst gemacht wurde!!! - dann fühlt man sich mehr als betrogen - dann kann man es nicht positiv sehen - schon gar nicht, wenn so extreme gesundheitliche und seelische Probleme die Folgen sind.

    Und es ist richtig, die Frauen, die wegen harmloser gutartiger Erkrankungen noch immer von rückständigen ÄrztInnen totaloperiert werden -die gibt es leider tatsächlich -und ich betone hier nochmals, um alle Missverständnisse auszuräumen, dass es freilich schon Gott sei Dank auch viele sehr gute Ärzte auf diesem Gebiet gibt, die dies schon aus ethischen Gründen ablehnen würden!) Aber es hilft einem rein gar nichts, wenn man den anderen in die Hände fällt!

    Frauen, die wegen Krebs operiert werden müssen, werden nachher auch sehr gut betreut (medizinisch wie psychologisch) - und das ist auch toll! Denn die haben ein besonders schweres Schicksal - und ich ziehe den Hut vor ihnen.
    Frauen, die keinen Krebs hatten, die aber diesselbe invasive Operation erleiden, erhalten keine Betreuung - und ernten oft nur Spott und Ignornanz - obwohl sie alle körperlichen Ausfallserscheinungen, bedingt durch den Organverlust erleiden müssen. Und dass das schlimm ist, zeigt schon allein die Tatsache, dass man ohne Eierstöcke bis zum 50. Lj. einen Mindestinvaliditätsgrad on 40% hat. AUch darüber wird im Vorfeld und auch nachher nicht informiert!

    Und ich denke es ist wichtig, dass gerade Frauen wissen, wie wichtig ihre Organe sind. Und man kann ein Krankheitsbild nicht mit anderern vergleichen - Menschen, die leiden, müssen in ihrem Leid ernst genommen werden. Wenn das nicht der Fall ist, und gesagt wird: "Stell Dich doch nicht so an , andere sind nicht so empfindlich und machen das Beste draus!" So ist das für den Leidenden demütigend. Und Menschen, die selbst wirklich diese Erfahrung von Leid, das nicht einmal als solches anerkannt wird, machen müssen, verzweiflen dann an dieser Igoranz. Und das ist es letztendlich.

    ich habe diese berichte und links hier hineingestellt, damit sich interessierte Frauen ein Bild machen können - denn die gyn. intern. Fachexperten wissen über die Problematik der allzufrühen weiblichen Kastration genau Bescheid. Und diese Fachleute raten unbedingt Organerhaltend zu arbeiten - um eben solche Folgen, die längst bekannt sind, zu vermeiden.

    Und es hilft der Frau nicht, wenn man ihr sagt: "Mir geht es aber gut, warum denn Dir nicht?" Man sagt ja auch nicht: "Ich hatte aber keine Probleme mit meiner Grippe - warum hast Du denn eine Herzmuskelentzündung dazugekriegt?" Oder .....?

    So bleibt mir nur noch die Hoffnung auf Anerkennung von Leid, dass durch zu Unrecht hervorgerufenen Organverlust entsteht. Kein Mensch läßt sich umsonst Organe wegschneiden!
    Und ich weiß, dass es sehr viele Frauen gibt, die an dieser Ignoranz zerbrechen oder zerbrochen sind.
    Denn nicht wenige verlieren dann ihren Job oder ihren Partner. Eine Frau in unserer Gruppe gleich beides! Denn die Sexualität ist nachher bei vielen gestört - das ist auch in allen Fachkreisen bekannt! Mit den links wollte ich nichts bezwecken - außer dass man sieht, woher die infos stammen.

    rosaluxemburg
    Geändert von rosaluxemburg (13.04.2007 um 16:52 Uhr)

  10. #10

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    AW: eierstockentfernung schlimmste Erfahurng des Lebens

    Hallo rosaluxemburg,

    bitte versuch den unqualifizierten Beitrag von Kiska zu ignorieren.
    Er ist unangebracht, arrogant, ja dumm und sie hat offensichtlich die anderen Beiträge, in denen bestätigt wird, dass das, was dir widerfahren, auch anderen passiert ist, mal so eben überlesen.

    Leider ist es so, dass man heute jeden, wirklich jeden Schritt eines Arztes hinterfragen muss. Ich würde mich niemals aufd die Aussage eines einzelnen Arztes verlassen.

    Ich erinnere mal an die 80ger Jahre, in denen Frauen über 40 von den Gynokologen gehäuft empfohlen wurde, die Gebärmutter ganz und gar prophylaktisch rausnehmen zu lassen.

    Alles Gute für dich
    mon
    Wer Unrecht duldet, stärkt es!
    Willy Brandt

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