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  1. #581
    Mr_BOMBASTIC
    gelöscht

    AW: Frauen in technischen Berufen?

    meine eltern fanden aber damals tatsächlich, dass ein wirklich gebildeter mensch sowieso kein mathe braucht
    da haben sie Recht gehabt

    Zitat Zitat von Ferdinand_der_Stier Beitrag anzeigen
    Als ich mein Elektrotechnik-Studium begonnen habe, waren wir ca. 300 Studienanfänger, davon 10 Frauen...
    würde sagen das ist ne Menge
    in Clausthal/Maschbau ähnliche Zahlen, allerdings nur EINE Frau dadrunter (die man allerdings nicht als solche erkannte und vom anderen Ufer war.. )

  2. #582

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    AW: Frauen in technischen Berufen?

    Zitat Zitat von Ferdinand_der_Stier Beitrag anzeigen
    Aber die meisten Frauen haben in dieser Hinsicht ein Handicap: Ihnen fehlt der Spieltrieb. Der ist m.M.n. sehr hilfreich beim Lösen technischer Probleme. "Einfach mal probieren" mögen Frauen i.d.R. nicht so gerne.
    Das ist eine gängige Beschwerde und die ist natürlich kaum auszuräumen. Vielleicht liegt es auch daran, dass Männer die wenigen Frauen nicht mitspielen lassen, weil sie ihre Regeln nicht erlernt haben. Das ist zumindest meine Erfahrung. Meistens war ein Mann da, der mir dann das Spielzeug aus der Hand nahm und ich musste mich heftig wehren, dass das nicht geschah (Zicke, die ich bin).

    Das kann man nur dadurch ausräumen, dass man die wenigen Frauen in Ingenieurberufen als gleichwertig akzeptiert.
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe

  3. #583
    Avatar von Ferdinand_der_Stier
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    AW: Frauen in technischen Berufen?

    Zitat Zitat von Didi50 Beitrag anzeigen
    Das ist eine gängige Beschwerde und die ist natürlich kaum auszuräumen. Vielleicht liegt es auch daran, dass Männer die wenigen Frauen nicht mitspielen lassen, weil sie ihre Regeln nicht erlernt haben. Das ist zumindest meine Erfahrung. Meistens war ein Mann da, der mir dann das Spielzeug aus der Hand nahm und ich musste mich heftig wehren, dass das nicht geschah (Zicke, die ich bin).

    Das kann man nur dadurch ausräumen, dass man die wenigen Frauen in Ingenieurberufen als gleichwertig akzeptiert.
    Ich meinte eigentlich nicht Spielen mit Spielzeug, sondern Spielen mit verschiedenen Lösungsmöglichkeiten, ohne sie gleich verstehen zu wollen. So Richtung Trial-and-Error, aber nicht rein zufallsbasiert, sondern mit einem gewissen Anteil Hinterkopf-Wissen und -Erfahrung.

    Diese sehr erfolgreiche Arbeitsweise liegt den meisten (nicht allen!) Frauen nicht so, weil sie den Sachverhalt erst durchdringen wollen, bevor sie agieren.
    Jede Frau ist schön, wenn Zärtlichkeit aus ihren Augen leuchtet und Güte ihre Hände leitet. - William McDougall

    Wenn einem die Treue Spaß macht, dann ist es Liebe. - Julie Andrews

  4. #584
    Avatar von _Pittiplatsch_
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    AW: Frauen in technischen Berufen?

    Zitat Zitat von Ferdinand_der_Stier Beitrag anzeigen
    Ich meinte eigentlich nicht Spielen mit Spielzeug, sondern Spielen mit verschiedenen Lösungsmöglichkeiten, ohne sie gleich verstehen zu wollen. So Richtung Trial-and-Error, aber nicht rein zufallsbasiert, sondern mit einem gewissen Anteil Hinterkopf-Wissen und -Erfahrung.

    Diese sehr erfolgreiche Arbeitsweise liegt den meisten (nicht allen!) Frauen nicht so, weil sie den Sachverhalt erst durchdringen wollen, bevor sie agieren.
    Hm also ich habe schon erlebt wie diese 'erfolgreiche' Arbeitsweise Zeit und viel Geld gekostet hat Das Spielkind im Manne kann nämlich auch ausser Kontrolle geraten und wenn dann noch eine bestimmte Art von Ego dazu kommt. Dann wird es richtig problematisch.

    und ich war erstaunt als ich mir in diesem Strang die ersten Seiten hier ansah. Da wurde ja richtig draufgehauen. Dabei ist das Thema doch immer noch aktuell.
    Alles wird gut

    "Humor ist eines der besten Kleidungsstücke, die man in Gesellschaft tragen kann"
    William Makepeace Thackerey

  5. #585

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    AW: Frauen in technischen Berufen?

    Hallo,

    in meinem - sehr technischen - Unternehmen liegt die Frauenquote in den Fachabteilungen (also um Personal, Buchhaltung etc. bereinigt) bei vielleicht 5 %. Unter etwa 25 Abteilungsleitern gibt es eine einzige Frau.

    Und all das nicht, weil wir keine Frauen wollen. Wir suchen händeringend nach Fachkräften und freuen uns über jeden qualifizierten neuen Mitarbeiter, ganz egal, ob männlich oder weiblich, jung oder alt.

    Teilzeit, Babypause etc. kann nicht das Problem sein - die Frauen fehlen schon bei den Absolventen.

    Mandelblüte

  6. #586

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    AW: Frauen in technischen Berufen?

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Und all das nicht, weil wir keine Frauen wollen. Wir suchen händeringend nach Fachkräften und freuen uns über jeden qualifizierten neuen Mitarbeiter, ganz egal, ob männlich oder weiblich, jung oder alt.
    Bei uns schaut´s genau so aus. Bei der Einstellung machen wir keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen und in der täglichen Arbeit sowie den Ergebnissen sind auch keine Unterschiede zu erkennen (so viel zum Thema: Frauen fehlt irgendwas).

    Anstatt vermehrt Berufe zu erlernen wo ein Mangel an Kandidaten herrscht, entscheiden sich viele Frauen trotzdem dafür einen zu erlernen, wo es einen Überfluss an Kandidaten gibt. Das gilt leider sogar für meine eigene Tochter, nicht einmal die konnte ich überzeugen.

    Und dann gibt es wieder Beschwerden, Frauen würden weniger verdienen als Männer.

  7. #587

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    AW: Frauen in technischen Berufen?

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Anstatt vermehrt Berufe zu erlernen wo ein Mangel an Kandidaten herrscht, entscheiden sich viele Frauen trotzdem dafür einen zu erlernen, wo es einen Überfluss an Kandidaten gibt. Das gilt leider sogar für meine eigene Tochter, nicht einmal die konnte ich überzeugen.
    Hallo,

    vielleicht ist es eben immer noch so, dass Mädchen und Jungen einen unterschiedlichen Blick auf das Leben und was daran für sie wichtig ist haben. D.h. in der Berufswahlentscheidung des Mächens spielt der Faktor "ich muss eine Familie ernähren können" und "mein Beruf soll mir Prestige bringen" eine niedrigere Rolle als bei einem Jungen. Und Mädchen wählen dann eben viel stärker neigungsbezogen.

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Und dann gibt es wieder Beschwerden, Frauen würden weniger verdienen als Männer.
    Frauen verdienen ja auch bezogen auf die gleiche Tätigkeit weniger als Männer. Aber wenn es schon kaum Ingeneurinnen gibt, muss man sich nicht wundern, wenn die Führungspositionen in der Industrie hauptsächlich von Männern besetzt sind - wo sollen die Frauen denn herkommen?

    Mandelblüte

  8. #588

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    AW: Frauen in technischen Berufen?

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen

    Frauen verdienen ja auch bezogen auf die gleiche Tätigkeit weniger als Männer.

    Mandelblüte
    Kann ich so nicht bestätigen. Man wird ja für eine bestimmte Position bezahlt, die eine bestimmte Tätigkeit beinhaltet und eine bestimmte Qualifikation (z.B. ein ingenieurwissenschaftliches Studium und/oder Berufserfahrungen auf einem Gebiet).
    Ob man da Mann oder Frau ist, spielt nach meiner Erfahrung erstmal keine Rolle.

    Aber ich muß Mandelblüte zustimmen: Es gibt oftmals gar keine weiblichen Bewerber, leider, obwohl dringend gesucht und gut bezahlt.
    Geh deinen Weg und laß die Leute reden.
    - Dante Alighieri -

  9. #589

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    AW: Frauen in technischen Berufen?

    Anstatt vermehrt Berufe zu erlernen wo ein Mangel an Kandidaten herrscht, entscheiden sich viele Frauen trotzdem dafür einen zu erlernen, wo es einen Überfluss an Kandidaten gibt. Das gilt leider sogar für meine eigene Tochter, nicht einmal die konnte ich überzeugen.
    Dann hat Deine Tochter aber Glück gehabt, einen Ausbildungsplatz in ihrem geliebten oder vielleicht besser gesagt allgemein bevorzugten Beruf zu bekommen.
    Mein Sohn musste leider notgedrungen einen typischen Männerberuf ergreifen, den er anfangs gar nicht mochte. Jetzt ist er aber froh in einem Bereich zu lernen, den sonst keiner mag. Das hat nämlich auch große Vorteile, da er kaum Konkurrenz hat.

  10. #590

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    AW: Frauen in technischen Berufen?

    Zitat Zitat von Mandelbluete Beitrag anzeigen
    Hallo,

    in meinem - sehr technischen - Unternehmen liegt die Frauenquote in den Fachabteilungen (also um Personal, Buchhaltung etc. bereinigt) bei vielleicht 5 %. Unter etwa 25 Abteilungsleitern gibt es eine einzige Frau.

    Und all das nicht, weil wir keine Frauen wollen. Wir suchen händeringend nach Fachkräften und freuen uns über jeden qualifizierten neuen Mitarbeiter, ganz egal, ob männlich oder weiblich, jung oder alt.

    Teilzeit, Babypause etc. kann nicht das Problem sein - die Frauen fehlen schon bei den Absolventen.

    Mandelblüte
    Eine Bekannte von mir hat einen High-Tech-Beruf ausgeübt, samt Studium und Diss., aber nun aufgrund des zweiten Kindes vorläufig aufgehört. Wenn ich mir überlegen, wie gross der Aufwand für diesen Beruf allein im Studium samt Diss., dann auch in der Praxis war - dann ist er mit zwei Kindern tatsächlich wirklich beim besten Willen nicht mehr vernünftig lebbar.

    Daher glaube ich, dass viele Frauen sich diesen Werdegang a) nicht zutrauen, b) die Aussicht, später die Karriere ohnehin knicken zu müssen, abschreckt.

    Hinzu kommen unterbewusste Rollenvorbilder, die jedoch ganz vielfältig beeinflusst sind und sicher nicht mehr so sehr in Stein gemeisselt, aber dennoch vorhanden...

    Die Frauen in meinem Bekanntenkreis, die tatsächlich einen High-Tech-Beruf ausüben, sind de facto kinderlos und bleiben es vermutlich sogar. Alternativ wird die Karriere eben zwangsläufig an den Nagel gehängt.

    Übrigens gilt das ja auch für Männer. Sollten Männer für die Familie zuhause bleiben wollen, dann dürfte das auch bei ihnen zu einem Karriereknick führen - einfach weil der Einsatz auf diesem Jobniveau und in diesen High-Tech-Berufen unbedingt gefordert wird.
    Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist groß genug.

    Bertrand Arthur William Russell

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