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  1. #31

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    AW: "Allround"-Haushaltshilfe für meine Mutter

    Emotionale Erpressung - Du willst ihr etwas gutes tun. Du benötigst Entlastung. Sie einfach hängen lassen wirst du nicht fertig bringen. Ich denke du kannst schon deutlich sagen, dass das für dich eine Beruhigung und eine Entlastung ist. Ich würde das nicht als emotionale Erpressung sehen weil es ja wirklich so ist. Ergo darfst du das auch ruhig aussprechen. Manche Eltern müssen erst lernen, dass die Kinder nicht immer verfügbar sind. Viele sind dann bockig und versuchen sehr viel, trotzdem Hilfe von ihren Kindern zu bekommen.

    Manche alten Menschen sind eben sehr stur. Vielleicht braucht sie auch ein negatives Erlebnis um umzudenken. Hat sie wenn sie mit dem Hund raus ist, immer einen Ausweis dabei? Oder ein anderes Papier wo man erkennen kann, wer sie ist und wer informiert werden muß?

    Ich würde mit ihr sprechen und sagen, dass du in der nächsten Zeit beruflich extrem eingespannt bist und du dich nach jemand umschauen möchtest, der ihr zur Hand gehen kann. Und dann einfach mal schauen wie sie reagiert.
    - == Manches beginnt groß, manches klein, und manchmal ist das Kleinste das Größte == -

  2. #32

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    AW: "Allround"-Haushaltshilfe für meine Mutter

    Sie verlangt das ja gar nicht von mir, im Gegenteil - ich dränge ihr meine Hilfe ja eher auf , weil ich mir Sorgen mache.
    Und nein, meine Mutter ist nicht manipulativ, sie will nur einfach nicht um Hilfe bitten, weder mich, noch Nachbarn. Wenn sie mich dann doch mal fragt, weiß ich, es geht ihr richtig schlecht...

    Aber so ganz langsam begreift sie die Situation, seit einem schlimmen Schub vor noch nicht langer Zeit ist sie am Umdenken - aber das geht nicht von jetzt auf gleich.

    Wenn sie unterwegs ist, hat sie immer ihr Handy dabei - sie würde im worst case nicht ohnmächtig, wäre aber wohl nicht mehr in der Lage, noch zwei Schritte zu gehen.

  3. #33
    Avatar von Simpleness2
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    AW: "Allround"-Haushaltshilfe für meine Mutter

    Der Hund muss täglich raus. Wie habt ihr das bisher gehandhabt, wenn sie nicht konnte?
    Vielleicht ist die gesicherte Versorgung des geliebten Haustieres auch ein Argument, welches Du im Gespräch anbringen kannst.

  4. #34

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    AW: "Allround"-Haushaltshilfe für meine Mutter

    Hier in Frankfurt gibt es z.B. den Verein Adsum e.V., die "Nachbarschaftshilfe" anbieten (Begleit- und Besuchsdienste, Entlastung von pflegenden Angehörigen, Hilfe bei Haus- und Gartenarbeit, beim Einkaufen, Telefonkontakte, etc.). In meinem Haus wohn(t)en zwei alte Damen, die sich hier regelmäßig helfen ließen und sehr begeistert waren. Soweit ich mitbekommen haben, ist das auch nicht teuer, da die Helfer eine Aufwandsentschädigung erhalten (also keinen Stundenlohn).
    Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen. Oscar Wilde


  5. #35

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    AW: "Allround"-Haushaltshilfe für meine Mutter

    Zitat Zitat von Simpleness2 Beitrag anzeigen
    Der Hund muss täglich raus. Wie habt ihr das bisher gehandhabt, wenn sie nicht konnte?
    Vielleicht ist die gesicherte Versorgung des geliebten Haustieres auch ein Argument, welches Du im Gespräch anbringen kannst.
    Das ist bestimmt ein gutes Argument - um für den Hund wieder da zu sein, würde sie einiges tun ...

    Bisher ist sie mit ihm alleine gegangen - und ich mag mir gar nicht ausdenken, in welcher Verfassung :(
    Wir haben ihren schlechten Allgemeinzustand erst vor kurzem richtig mitbekommen, bis dahin hatte sie ihn ganz gut verbergen können, da wir sie immer nur zu Hause getroffen haben und in ihrer Wohnung ist sie ja weitgehend fit. Erst nach dem letzten Schub, dem auch der erste KH-Aufenthalt folgte, ist uns richtig klar, wie schlecht es ihr teilweise geht und sie geht uns gegenüber damit auch offener um. Der KH-Aufenthalt ist jetzt nicht so lange her, und seitdem wechseln wir uns irgendwie ab - das geht aber nicht dauerhaft.

    @ToffiFee - so etwas gibt es leider bei uns nicht - ich hab da auch schon mal gegoogelt ... Evtl. von der Kirche - aber mit der Kirche brauche ich ihr nicht zu kommen ...

  6. #36
    Moderation Avatar von Analuisa
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    AW: "Allround"-Haushaltshilfe für meine Mutter

    Zitat Zitat von Lucciola Beitrag anzeigen
    Aber sie ist auch schwerkrank, ihre Krankheit hat Schübe, und dann kann sie kaum einen Fuß vor die Tür setzen - und da ist dann eine reine Putzhilfe, die einmal die Woche oder alle zwei Wochen kommt, nicht genug.
    [...]
    Wir werden auch sicher morgen noch keine Hilfe haben, eher, wenn, in ein paar Wochen oder gar Monaten - aber ich möchte einen Vorschlag machen, es in den Raum stellen, in der Hoffnung, dass sich der Gedanke allmählich bei ihr setzt.
    Liebe Lucciola,

    ich rate dir, dich beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen zu erkundigen, ob eine Einstufung deiner Mutter in eine Pflegestufe in Betracht kommt.

    Das alte System der Pflegestufen wurde ab dem 1.1.17 durch ein neues abgelöst, das fünf sogenannte Pflegegrade enthält. Ziel der Reform ist insbesondere, die Bedürfnisse von dementiell Erkrankten stärker zu berücksichtigen. Insgesamt soll die Einstufung aber auch früher als bisher einsetzen. Meines Wissens kann hauswirtschaftliche Versorgung bis zu einem bestimmten Umfang auch bisher schon berücksichtigt werden; bei deiner Mutter käme ja im Bedarfsfall, z.B. in ihren Krankheitsschüben, auch noch weitere Unterstützung hinzu.

    Leider sind die meisten Infoseiten zu diesem Thema kommerzieller Art, sodass ich dir keine davon verlinken kann. Du wirst aber durch Googlen einiges zu dem Thema finden. Möglich wäre außerdem, bei ihrer Krankenkasse anzurufen, und den Fall zu schildern, oder aber deine Mutter, so sie es zulässt, bei einem Besuch ihres Hausarztes zu begleiten und dort die häusliche Situation anzusprechen.

    Mag sein, dass man über diese Schiene nicht den gesamten Hilfebedarf abgedeckt bekommt (z.B. sicher nicht die Spaziergänge mit dem Hund ), aber ich halte es trotzdem für angezeigt, nachzufragen, inwieweit Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch genommen werden können. Das würde dich und deine Mutter auch finanziell entlasten.
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  7. #37

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    AW: "Allround"-Haushaltshilfe für meine Mutter

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Liebe Lucciola,

    ich rate dir, dich beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen zu erkundigen, ob eine Einstufung deiner Mutter in eine Pflegestufe in Betracht kommt.
    ......
    Mag sein, dass man über diese Schiene nicht den gesamten Hilfebedarf abgedeckt bekommt (z.B. sicher nicht die Spaziergänge mit dem Hund ), aber ich halte es trotzdem für angezeigt, nachzufragen, inwieweit Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch genommen werden können. Das würde dich und deine Mutter auch finanziell entlasten.
    Beim neuen System der Pflegegrade kommen auch Einschränkungen der Mobiltät zum Tragen, z.B. nicht mehr selbst zum Hausarzt gehen zu können. Ob das bei der Mutter reicht, um den pflegegrad 1 zu bekommen, weiß ich nicht, man könnte es versuchen. Da gibt es dann aber nur 125 €/Monat, die nicht ausgezahlt werden, sondern zweckgebunden für Begleitung zum Arzt oder auch Haushaltshilfe eingesetzt werden können. Und da muss man die Dienstleistungen bei anerkannten Dienstleistern in Anspruch nehmen, kann also nicht die private Putzhilfe davon bezahlen.
    Seniorenbetreuuer , die hier schon angesprochen wurden, putzen nicht !

    Am besten wäre doch eine Frau, möglichst in der Nähe wohnend, die Zeit hat und sich etwas dazu verdienen möchte. Meine Mutter, Hausfrau, hat so etwas gemacht, als die Kinder groß waren. Sie hat ein älteres Ehepaar (die Frau war krank, für die Pflege kam ein ambulanter Pflegedienst), danach den Witwer und später noch mal einen älteren Mann betreut. Sie war 2x/Woche da, bei Bedarf und nach Absprache auch zusätzlich, hat geputzt, Wäsche gemacht, gekocht, Geburtstagsfeier vorbereitet, aber auch Briefe zur Post gebracht, mal was eingekauft (größere Einkäufe haben die berufstätigen Kinder gemacht, wenn sie da waren- meine Mutter hatte auch kein Auto, konnte also nur alles zu Fuß oder mit dem Rad machen), Medikamente abgeholt, den Elektriker bestellt , wenn was kaputt war etc. (Arzt hat Hausbesuche gemacht).
    Das kriegt man schon hin mit einem 450 €-Job. Wenn aber jemand jeden Tag kommen soll für 1-2 Stunden, muss es schon jemand aus der Nachbarschaft sein, sonst wird ja für die Hilfe nicht dabei rausspringen, wenn sie erst noch lange Anfahrtswege hat (mit Auto oder Bus).
    Jetzt sind meine Eltern so weit, dass sie so jemanden brauchen- aber das lehnt meine Mutter strikt ab. Da kann man es nur immer wieder mal ansprechen- irgendwann wird sie es akzeptieren. Sie wohnen in einem Dorf, dort würde ich die Nachbarn fragen, ob sie jemanden kennen, Zettel im Supermarkt, Anzeige in einem örtlichen Zeitungsblatt (was kostenlos verteilt wird).

    Auf jeden Fall solltest du erst mal mit deiner Mutter sprechen, ob und was sie überhaupt will !
    Geändert von peka62 (20.03.2017 um 13:17 Uhr)

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