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  1. #11

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    AW: Informationsaustausch behinderte Kinder oder junge Erwachsene

    Hallo schoggimaus!

    Ihr habt komplett Recht
    die Ferien voll und ganz zu genießen. Ist der Sohn schon wieder gesund?

    Wir haben in der Caritas-Werkstatt auch schon komische Erfahrungen gemacht. Er hat die ersten Jahre in der Tischlerei gearbeitet, wo es ihm wirklich gut gefallen hat und sie auch wirklich tolle, hübsche - auch brauchbare - Gegenstände hergestellt haben. Nur wurde leider vor 2 Jahren von "oberster Stelle" beschlossen, daß in der Tischlerei nur gebastelt wird!!!??? und daß das etwas für Kindergartenkinder ist und daher diese Abteilung geschlossen wird
    Ist das nicht toll???? Auch dürfen Sie den Adventmarkt nicht mehr 2 Tage hintereinander machen sondern an 2 folgenden Samstagen. Ist das logisch oder verständlich???

    Aber nun genug geraunzt.

    Wie war euer Schnuppern am Bodensee?

    lg elena66

  2. #12

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    AW: Informationsaustausch behinderte Kinder oder junge Erwachsene

    Guten Abend elena.

    Gestern haben wir uns die Institution am Bodensee angeschaut.
    Sie ist klein aber fein und es herrscht eine sehr ruhige familäre Stimmung.
    Ich würde sagen, meine Tochter könnte dort eine Menge lernen. Sie sieht es momentan gar nicht, hat Angst und ist dabei sich da richtig hinein zu steigern. Das heisst, ich muss jetzt ganz gute Überzeugungsarbeit leisten, dass sie sich das vorstellen kann. Jetzt wird sie im Mai dort eine Woche schnuppern und dann dort auch so lange wohnen. einen grossen Pluspunkt hätte es ja für sie. Sie könnte dort in der Freizeit reiten gehen.
    Ich bin gespannt wie ihr die Schnupperwoche gefallen wird.
    Vielleicht entschliesst sie sich ja doch dafür, die Chancen, dass sie eine praktische Ausbildung machen könnte, die stehen wohl doch nicht so schlecht.

    Danke der Nachfrage, mein Sohn hat sich von der Grippe wieder erholt. Das ist immer so eine Nervensache, wenn er kränkelt, denn er ist wirklich krank.
    Jetzt hat ja wieder die Schule begonnen und da ist er voll gefordert. Ist gar nicht so schlecht, er ist 13,5 Jahre alt und hat viel, sehr viel Energie in sich. Die kann er in der Schule los werden

    Lg
    schoggimaus


    Klein und rund, aber niedlich

  3. #13

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    AW: Informationsaustausch behinderte Kinder oder junge Erwachsene

    Hallo schoggimaus!

    Wir haben einen etwas anstrengenden aber sonnigen (endlich wieder einmal) Sonntag hinter uns.

    Wie schon so oft, gab es mal wieder Zoff unter den Geschwistern.

    Meine 22-jährige Tochter, die schon zeitlebens Schwierigkeiten mit Ihrem Bruder hat, hat ihren Frust wieder mal an ihm ausgelassen. Zu Mittag hat sie ihn beschimpft, weil er dauernd alle Wände "angrapscht" und überall Schmutz mit seinen "Dreckfingern" hinterlässt. Stimmt zwar teilweise, aber mich ärgert immer wieder, daß sie so wenig Verständnis für ihn hat.

    Am Abend dann - sie geht immer zeitig zu Bett, weil sie um 5 Uhr aufstehen muß - hat sie sich furchtbar aufgeregt, weil er in "Zimmernähe" so laut fantasiert hat. Ist nicht immer so einfach. Meine Tochter behauptet auch immer, daß ihr Bruder sowieso mein Lieblingskind ist, was ich aber nicht so sehe.

    Vertragen sich deine Kinder gut?

    Zieht deine Tochter alles gerne an? Wir haben immer - vor allem im Winter - Probleme, weil er nur Hosen mit Gummibund möchte. Und da er aber viel zugenommen hat in letzter Zeit, ist es oft schwierig wärmere Hosen die passen zu finden.

    Gott sei Dank war bei uns heute - seit langer Zeit - endlich wieder ein sonniger Tag. Waren viel draußen- sehr angenehm.

    Lg
    elena66

  4. #14

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    AW: Informationsaustausch behinderte Kinder oder junge Erwachsene

    Hallo, die Damen. Bin neu hier im Forum und habe zufällig eure Korrespondenz gelesen bzw. überflogen. Ich suche schon länger Eltern kranker Kinder und würde mich gern hier einbringen- ist euch das recht ?
    Schildere mal kurz meine Lage:
    Mein Sohn war als kleiner Junge (mir) schon etwas auffällig. Je größer er wurde, wuchs irgendwie die Andersartigkeit mit. Dazu kam die Scheidung als er 4 Jahre alt war, die seine Schwester dankbar akzeptierte, er jedoch zerbrach fast daran. Mit 12 Jahren pilgerte ich mit ihm von einem Arzt zum nächsten. Ja,das sei pubertätsbedingt usw, das verwachse sich auch noch. Er wurde aggressiv, besonders meinem 2.Ehemann gegenüber und dessen Kindern, nein eigentlich gegenüber jedem- und misstrauisch- isolierte sich mehr und mehr, kam in der Schule nicht mehr mit. Fiel in der 6.Klasse endlich dem Lehrer auf. Nach Abschluss der Montessori-Schule Wechsel ins Berufsfindungswerk (Internat). Nach 3 Monaten empfahl man unbedingt eine psychiatrische Untersuchung und er kam in die Kinder- u.Jungendpsychiatrie. Hier wurde eine schwere Psychose bzw. Persönlichkeitsstörung festgestellt, inzwischen ist die Diagnose: Schizoide Persönlichkeitsstörung. Ich richtete ihm nacheinander 2 Wohnungen ein und besorgte ihm einen Werkstattplatz. Anfänglich lief es mäßig, dann arbeitete er immer weniger, saß dann Tag und Nacht vor der Glotze, machte was er wollte, nur nicht was er sollte, vergammelte, war aggressiv, misstrauisch, jeder ging ihm aus dem Weg. Wer zu ihm hielt war sein Betreuer (berufsbedingt) und ich als Mutter. Kein Mensch kam mit ihm klar. Stress am Telefon und Streit mit Jedem. Schließlich landete er für 1 Jahr in der Psychiatrie, seine Wohnung wurde ihm wegen Streitereien gekündigt und von mir wieder leergeräumt. In der Psychiatrie Therapie mit Neuroleptika, damit verbunden geistiger Abbau. Schließlich Überweisung in ein Betreuungszentrum (offene Abtl. mit eigenem Zimmer), ärztl.Betreuung usw. Bin eigentlich dankbar für diese Lösung. Er jedoch hat keinerlei Krankheitseinsicht u. will unbedingt wieder alleine selbständig wohnen. Das geht jedoch nicht. Seine Telefonanrufe drücke ich weg, kann nicht vernünftig mit ihm reden. Er will meine Besuche (weil er mich gebrauchen will für seine "Selbständigkeit"). Kann nicht mit ihm reden, gibt sofort Streit. Dann ist da mein Mutterherz und das Gewissen, das schlägt. Bin 65 und das Besuchen fällt mir schwer. Schicke also Briefe mit kl.Geldscheinen oder Päckchen. Fühle mich hin und hergerissen.
    Er tut mir so leid, ich kann so wenig für ihn tun, er aber ist ein krankes Monster (sorry), aber alle fliehen vor ihm, ich bin die Letzte, die zu ihm gehalten hat, jetzt kann ich auch nicht mehr. Was kann ich tun ????

  5. #15

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    AW: Informationsaustausch behinderte Kinder oder junge Erwachsene

    Hallo Frances123!
    Du bist natürlich herzlich willkommen bei uns. Wir sind froh, wenn wir etwas "Zuwachs" bekommen.

    Als ich deinen Beitrag gelesen habe, hatte ich extremes Mitleid mit dir.

    Bei uns ist es zwar nicht so extrem, aber wir haben auch schon einen extremen Arzt und Behandlungsmarathon hinter uns.
    Er hatte ca. 10 Jahre dauerhaft Therapien. Logopäthie, Musiktherapie, Gesprächs- und Verhaltenstherapie, Reittherapie etc.

    Seine Diagnose lautet: Hyperaktivität, Authismus und Intelligenzminderung.

    Wir haben auch sehr viel negative Erfahrungen mit Kindergarten, Schule, anderen Kindern, Mitmenschen gemacht.

    Ihm fällt es auch sehr schwer, weil er keine Freunde hat.

    Ich habe auch manchmal Angst, was ich machen würde, wenn er eines Tages nicht mehr in die Arbeit gehen will (arbeitet in einer Caritas-Werkstätte).

    Ich stelle es mir so unsagbar schwer vor, daß es mit Deinen Telefonaten und Besuchen nicht klappt. Hast du Personen, bei denen du dich ausreden kannst? Wird er in diesem Betreuungszentrum für länger oder immer bleiben? Wünsch dir ganz viel Kraft weiterhin. Hoffentlich bis bald. lg elena66

  6. #16

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    AW: Informationsaustausch behinderte Kinder oder junge Erwachsene

    hallo, lb. Elena- vielen Dank für deine Zuschrift und dein Mitgefühl. Jetzt hatte ich dir gestern einen sehr langen Brief hier geschrieben, dann machte es Click und alles war weg. So fange ich halt heute noch mal an.
    Deine Frage, ob ich jemand zum Reden habe, folgendes: Letzten Sommer haben wir S. im Heim besucht, d.h. meine gesunde Tochter (35, verh., 3 Kinder) mit Mann. Mit meiner Tochter kann ich telefonisch schon sprechen, aber sie tut sich sehr schwer mit ihrem Bruder. Selbst eine Telefonanruf mit ihm fällt ihr schwer. Also schone ich sie etwas mit den ganzen Problemen. Bei dem gen. Besuch, saß S. am Sonntagnachmittag allein in seinem Zimmer, seine Brille zerbrochen irgendwo, das Zimmer kahl (keine Bilder od.Blumen), nur sein alter TV, Bett, Schrank,Tisch, Stuhl. Daneben WC,Dusche, Waschbecken. Hier lag ein zerknülltes Handtuch am Boden und ein winziger Seifenrest- und das alles in der geschlossenen Abtlg. Für uns alle ein Schock! Wir nahmen ihn mit in ein Cafe und wollten ihm Pläne zu Freizeitaktiviäten anbieten. Er lehnte alles ab. Daraufhin gingen wir mit ihm in das nächste Städtchen (10 Min. Fußweg) und zeigten ihm, was er alles unternehmen könne. Er zeigte auch hier wenig Interesse. Er wirkte insges. ungepflegt, sehr phlegmatisch, zittrig, desinteressiert an allem und einfach unglücklich (natürlich auch NW der Neuroleptika). Am nächsten Tag rief ich im Heim an. Man erkärte mir, daß sie keinen unter die Dusche zwingen könnten, er sei insges. sehr schwierig usw. Dann Anruf bei seiner gesetzlichen Betreuerin. Ja, sie wolle ihn nächste Woche besuchen und das mit der Brille klären. Schickte ihm ein Päckchen mit Seife, Deo etc. Er tat mir so leid, ich kann überhaupt nichts für ihn tun.
    Inzwischen ist er in der offenen Abtlg. und hat ein anderes Zimmer mit der Auflage einige Std. am Tag in der Gärtnerei zu arbeiten. Ob er das wahrnimmt, weiß ich nicht, versuche aber in allen Briefen auf die Wichtigkeit einer Tagesstruktur hinzuweisen. Er ruft mich nicht mehr an, schreibt auch nicht. Mir bleibt nur die Hoffnung, daß es ihm jetzt besser geht. Taschengeld 100 E/Monat und 30 E. Kleidergeld+ Kost und Logi und ärzt.Betreuung sowie Sozialbetreuung. Ich schreib jetzt mal nicht weiter, sonst clickt das wieder weg. Mehr das nächste Mal.
    Wie geht es mit deinem Kind ? Würde mich über eine Antwort freuen. lb. Gruß F.

  7. #17

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    AW: Informationsaustausch behinderte Kinder oder junge Erwachsene

    Hallo Frances123!
    Bei uns ist es unter den Geschwistern auch nicht immer einfach. Er hat 2 Schwestern, die auch nur bedingt mit ihm auskommen. Besonders seine ältere Schwester kommt nicht mit ihm aus (Rivalität und auch tw. Ärger mit seinen "Besonderheiten").
    Am Montag hatten wir einen Zahnarzttermin, was auch immer zu Ängstlichkeit sowohl von mir als auch ihm kommt (weil man nie genau weiß, wie er reagiert).

    Er bekommt auch nur 60 Euro Taschengeld im Monat.

    Nun zu Euch:
    Es ist schon etwas komisch, daß seine Brille zerbrochen ist und Unordnung herrschte. Hatte er einmal Bilder oder Blumen im Zimmer.
    Ich stellte es mir auch irrsinnig schwierig vor, wenn er so wenig Interesse zeigt.

    lg elena66

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