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  1. #21

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    AW: Mein Vater sieht nicht ein, dass er Hilfe braucht

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    ich bekomme das elend dann oft mit, wenn sie gestürzt sind. notarzt, krankenwagen, krankenhaus, notaufnahme, evtl. je nach bruch op mitten in der nacht. evtl richten des bruches und dann die nacht auf station und morgens dann die op. und dazwischen mit schmerzen und ängsten.

    die mobilisierung danach und die verwirrtheit, bedingt durch die andere umgebung, evlt medikamente usw.
    die unsicherheit- die angst wieder zu stürzen.
    glaube mir- es gibt dinge im leben- die muss man/frau nicht auch unbedingt mitnehmen oder provozieren um dann irgendwann zu einem gedanklichen schluss zu kommen.


    das hast du lieb gesagt.
    lg
    legrain

  2. #22
    Avatar von Godewind
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    AW: Mein Vater sieht nicht ein, dass er Hilfe braucht

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    ich bekomme das elend dann oft mit, wenn sie gestürzt sind. notarzt, krankenwagen, krankenhaus, notaufnahme, evtl. je nach bruch op mitten in der nacht. evtl richten des bruches und dann die nacht auf station und morgens dann die op. und dazwischen mit schmerzen und ängsten.

    die mobilisierung danach und die verwirrtheit, bedingt durch die andere umgebung, evlt medikamente usw.
    die unsicherheit- die angst wieder zu stürzen.
    glaube mir- es gibt dinge im leben- die muss man/frau nicht auch unbedingt mitnehmen oder provozieren um dann irgendwann zu einem gedanklichen schluss zu kommen.
    Genau diese Vorstellung begleitet mich. Gerade nachts, wenn er stürzt, kann vielleicht nicht auf sich aufmerksam machen. Als wir bei ihm waren, wollte er zur Toilette, das sind drei, vier Schritte. Ich hielt so die Luft an, als ich sah, wie wackelig er lief. Ich stand hinter ihm und war darauf gefasst, ihn auffangen zu müssen.
    Lieber besuche ich ihn jeden Tag dort und weiß, dass er gut versorgt wird.

  3. #23

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    57

    AW: Mein Vater sieht nicht ein, dass er Hilfe braucht

    Es ist wirklich besser so, auch wenn er es vielleicht zuweilen anders sieht. Der Vater einer Sportkollegin wollte auch partout nicht in ein Heim oder sich wenigstens helfen lassen. Nach zwei unerwartet heftigen Schneewintern, in denen er monatelang die Wohnung nicht verlassen konnte, hat er dann irgendwann seine Tochter gebeten, das für ihn zu organisieren und ist heute superglücklich damit.

  4. #24
    Avatar von Godewind
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    AW: Mein Vater sieht nicht ein, dass er Hilfe braucht

    Mein Bruder und ich besuchen ihn im Wechsel. Wir tauschen uns dann immer aus, ob irgendetwas war.
    Der Ablauf bei uns beiden ist immer der selbe:

    Vater: "Wann komme ich eigentlich nach Hause?
    Bruder oder ich: "Ach Papa, noch ein paar Tage wirds dauern."

    Dann geht alles "normal" weiter. Ist diese Frage schon automatisiert bei ihm?

    Ich sprach mit diversen Pflegern darüber. Alle sagten übereinstimmend: "Diese Frage haben wir noch NIE von ihm gehört."
    Sie erzählten des weiteren, dass er ein angenehmer Bewohner ist. Nie übellaunig, nicht fordernd.
    Er sieht auch nie unzufrieden oder unglücklich aus, hat guten Appetit.
    Er freut sich, wenn wir ihn besuchen, wenn wir dann wieder gehen, ist es auch ok. für ihn.

    Alles in allem ganz beruhigend für meinen Bruder und mich.
    Wenn nur nicht immer diese Frage wäre......

  5. #25
    Avatar von brighid
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    AW: Mein Vater sieht nicht ein, dass er Hilfe braucht

    Zitat Zitat von Godewind Beitrag anzeigen

    Alles in allem ganz beruhigend für meinen Bruder und mich.
    Wenn nur nicht immer diese Frage wäre......
    er hat sich dort soweit eingewöhnt. die frage kommt, das ist normal. weil ihr zum heim nicht dazugehört. ihr gehört zu dem leben was vorher war.

    vielleicht kannst du auch noch mal dort mit jemandem von der abteilung sozial-dienst bis psychologie reden. vielleicht kann der/diejenige euch beruhigen, dass diese frage dazu gehört.

    er erlebt eine neue welt- und ihr seid ein teil der andern.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

    jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi

    es erscheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist. nelson mandela

    auf grosser kaperfahrt für kleine piraten

  6. #26
    Avatar von Schnuffelwuff
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    AW: Mein Vater sieht nicht ein, dass er Hilfe braucht

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    er hat sich dort soweit eingewöhnt. die frage kommt, das ist normal. weil ihr zum heim nicht dazugehört. ihr gehört zu dem leben was vorher war.

    vielleicht kannst du auch noch mal dort mit jemandem von der abteilung sozial-dienst bis psychologie reden. vielleicht kann der/diejenige euch beruhigen, dass diese frage dazu gehört.

    er erlebt eine neue welt- und ihr seid ein teil der andern.
    Das hast Du gut erklärt, Brighid!
    Ich denke auch, er spult da in gewisser Weise ein Standardprogramm ab.
    Ich finde, Ihr könnt zufrieden sein. Er scheint sich wohlzufühlen. Das ist erfreulich!

  7. #27
    Avatar von Godewind
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    AW: Mein Vater sieht nicht ein, dass er Hilfe braucht

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    er hat sich dort soweit eingewöhnt. die frage kommt, das ist normal. weil ihr zum heim nicht dazugehört. ihr gehört zu dem leben was vorher war.

    vielleicht kannst du auch noch mal dort mit jemandem von der abteilung sozial-dienst bis psychologie reden. vielleicht kann der/diejenige euch beruhigen, dass diese frage dazu gehört.

    er erlebt eine neue welt- und ihr seid ein teil der andern.
    Danke brighid .
    Das klingt sehr plausibel. Daher auch keine Gegenfrage mehr von ihm.

    Ich bemerke, dass ich , bevor wir ihn besuchen, einen Knoten im Magen habe, richtig Angst habe vor der üblichen Frage.

  8. #28
    Avatar von Godewind
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    AW: Mein Vater sieht nicht ein, dass er Hilfe braucht

    Zitat Zitat von Schnuffelwuff Beitrag anzeigen
    Das hast Du gut erklärt, Brighid!
    Ich denke auch, er spult da in gewisser Weise ein Standardprogramm ab.
    Ich finde, Ihr könnt zufrieden sein. Er scheint sich wohlzufühlen. Das ist erfreulich!
    Ja, dieses Gefühl habe ich ja auch. Er spricht lieb von den netten "Schwestern".

  9. #29
    Avatar von Katzenmutter
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    AW: Mein Vater sieht nicht ein, dass er Hilfe braucht

    Liebe Godewind, ich bin jetzt in der selben Situation, in der du im Dezember warst. Bei mir geht es um meine Mutter, die ich am 01.03.2012 zunächst zur Kurzzeitpflege in ein Pflegeheim gebracht habe. Sie hat bisher ebenfalls mehr schlecht als recht in einem eigenen Haus ganz alleine gelebt.

    Schaust du hier noch rein? Dann wäre ich sehr an einem Erfahrungsaustausch interessiert.

    Liebe Grüße von der Katzenmutter
    Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird (Winston Churchill)

  10. #30
    Avatar von Godewind
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    AW: Mein Vater sieht nicht ein, dass er Hilfe braucht

    Zitat Zitat von Katzenmutter Beitrag anzeigen
    Liebe Godewind, ich bin jetzt in der selben Situation, in der du im Dezember warst. Bei mir geht es um meine Mutter, die ich am 01.03.2012 zunächst zur Kurzzeitpflege in ein Pflegeheim gebracht habe. Sie hat bisher ebenfalls mehr schlecht als recht in einem eigenen Haus ganz alleine gelebt.

    Schaust du hier noch rein? Dann wäre ich sehr an einem Erfahrungsaustausch interessiert.

    Liebe Grüße von der Katzenmutter
    OH, ich habe wirklich lange nicht reingeschaut.
    Mein Vater hat jetzt mittlerweile die Pflegestufe II bekommen.
    Er lebt jetzt weiterhin in der Einrichtung. Manchmal erwähnt er gar nicht, dass er wieder heim will, manchmal, wenn man dann nicht damit rechnet, kommt doch mal die Bemerkung: Naja, ich bleibe ja nicht für immer hier.
    Dann sagen wir ihm, dass seine Hausärztin das dann entscheiden wird und damit gibt er sich zufrieden.
    Wie schon mal erwähnt, bei den Pflegern sagt er so etwas nie.

    Katzenmutter, was glaubst Du, wie es bei Deiner Mutter nun weitergeht?

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