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  1. #1

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    Meine Tochter (13) überlegt, ob sie zum Papa zieht :-(

    Meine Tochter ist seit den Osterferien beim Papa. Sie fühlt sich da sehr wohl und überlegt, ob sie umzieht.
    Ich war total panisch aber mir wurde geraten ruhig zu bleiben und sie lassen. Die Schule ging die Woche los und sie hat einmal bei mir übernachtet und hat gesagt, dass sie nächste Woche für ein Übernachtung kommt.
    Ich weiß nicht was auf einmal los ist. Mein Ex hat sich für sie die letzten Jahre nicht besonders interessiert. Er hat neue Familie gegründet. Zuerst war der Umgang regelmäßig, dann nach Lust und Laune. Meine Tochter musste immer fragen wann sie hin darf. Ich habe immer gesagt, dass sie so oft wie sie will zum Papa kann aber das hat er nie in Anspruch genommen. Er hat sogar darauf bestanden, dass sie zu ihm mit der Regiobahn kommt und auch mit der Bahn nach Hause fährt sonst"könnte sie auch zu Hause bleiben". Als ich einmal wegen Dienstreise weg musste und ihn gebeten habe sich um meine Tochter zu kümmern, hat er am Abend davor einfach abgesagt. Ich musste sie bei Bekannten unterbringen.
    Urlaub hat er für sie auch nie geplant, er wollte sich nicht festlegen - war ebenfalls auf Abruf und sie war nur einmal mit ihm im Urlaub. Danach war sie ihm zu anstrengend.

    Jetzt die ist er auf einmal der tolle Papa. Sie hat mir geschrieben, dass ich nicht zum Elternabend muss, weil der Papa hingeht. Das hat er seit Jahren nicht gemacht. Ich habe nur geantwortet, dass ich mit Sicherheit hingehe.

    Momentan habe ich das Gefühl, dass mein Kind manipuliert wird. Ich höre von ihr: ich lasse mich nicht unter Druck setzen, ich lasse mir kein Schlechtes Gewissen einreden usw. Diese Sprüche machen mich stutzig
    Ich habe Angst, dass im Hintergrund schon alles vorbereitet wird nur ich einfach gutmütig und naiv da stehe.

    Was kann auf mich zukommen? Ich dachte wenn es meinem Kind ernst wäre, dann könnten wir eine Probezeit über das Jugendamt vereinbaren. Dann wäre es nicht so, dass sie sich das Beste rauspicken darf, sonder mit dem künftigen Alltag konfrontiert wird.
    Oder kann sie einfach da bleiben, wenn sie lange genug da gewohnt hat?
    Ich habe Angst und es schmerzt so, dass ich manchmal denke ich werde ohnmächtig. Ich bleibe aber bis jetzt ihr gegenüber gefasst und locker. Ich weiß nur nicht wie lange ich das kann.

  2. #2

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    AW: Meine Tochter (13) überlegt, ob sie zum Papa zieht :-(

    Bei gemeinsamen Sorgerecht kann sie tatsächlich sagen- ich bleibe hier. Dann müsstest du notfalls gerichtlich das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht einklagen.
    Aber wem nützt das? Ich vermute, selbst das Jugendamt würde dazu raten, ihr den Willen zu lassen....Und es würde dir gar nichts nützen, wenn du sie quasi zwingst. Dann wird sie vermutlich bockig und du kommst gar nicht mehr an sie heran.
    Ich würde daher auch raten, sie beim Vater zu lassen, so weh es dir im Moment auch tut.

  3. #3

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    AW: Meine Tochter (13) überlegt, ob sie zum Papa zieht :-(

    Muss das dann nicht irgendwie offiziell geregelt werden? Ummeldng usw.?

  4. #4

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    AW: Meine Tochter (13) überlegt, ob sie zum Papa zieht :-(

    Hat deine Tochter beim Vater ein eigenes Zimmer?

    Gibt es Halbgeschwister und wie alt sind die?

  5. #5

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    AW: Meine Tochter (13) überlegt, ob sie zum Papa zieht :-(

    Hallo Zora,

    was Dein Ex mit der Tochter damals alles nicht gemacht hat-- spielt keine Rolle.
    Es mag Dich interessieren aber für sie ist es ihr geliebter Vater.
    Und gerade weil er sich damals weniger gekümmert hat, ist der Wunsch vielleicht sogar noch größer geworden, doch wieder geliebt und angenommen zu werden.
    insofern finde ich das Verhalten durchaus stimmig- trotz der Vorgeschichte.

    Wenn dort wieder neue Familie herrscht, dann wird es dort auch Regeln geben- ob die auf Dauer eingehalten werden wollen ist sehr fraglich. Wie kommt sie mit der anderen Frau zurecht?
    Gibts Kinder?

    Es wird dort niemals NUR gut laufen- und damit solltest Du Dir selbst heute schon klar werden, wie es DANN läuft.
    Denn die Rosinen rauspicken geht wirklich nicht, da werdet ihr alle nur zu Spielbällen.
    Ich würde damit also den ersten Konflikt mal abwarten und dann mal hören, was sie erzählt.
    Wenn sie bisher nur bei Dir war, dann kennt sie alles aus Deinem /Eurem Leben und das hinterlässt Spuren, was immer sie auch jetzt ansonsten erleben und toll finden wird.

    Wäre das Wechselmodell keine Lösung?

    ich kann verstehen, dass Du gerade sehr unsicher und ängstlich bist- vertraue darauf, dass der geliebte Papa auf Dauer auch anecken wird und eine andere Frau mit ihrem Senf dazu kommt.........das wird nie nur gut gehen, Erst recht nicht in diesem pubertären Alter

  6. #6
    Avatar von schafwolle
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    AW: Meine Tochter (13) überlegt, ob sie zum Papa zieht :-(

    Zitat Zitat von Zora74 Beitrag anzeigen
    Mein Ex hat sich für sie die letzten Jahre nicht besonders interessiert.
    Auch wenn es paradox klingt, ich denke, genau das könnte der Grund für den
    Entschluss Deiner Tochter sein. Sie hat Nachholbedarf, was die Aufmerksamkeit
    des Vaters betrifft, und sie ist vermutlich überzeugt, wenn sie erst mal dort wohnt,
    dann kann sie sich seiner Zuwendung sicher sein.

    Momentan habe ich das Gefühl, dass mein Kind manipuliert wird. Ich höre von ihr: ich lasse mich nicht unter Druck setzen, ich lasse mir kein Schlechtes Gewissen einreden usw. Diese Sprüche machen mich stutzig.
    Das würde mich auch stutzig machen.

    Hast Du denn nicht Gelegenheit, mit ihr in Ruhe zu reden - und auch diese
    Aussagen zu thematisieren?

    Vor allem würde ich ein Gespräch mit dem Vater einfordern. Solch eine wichtige
    Entscheidungen sollte auf alle Fälle besprochen werden. Das Mädchen
    darf nicht das Gefühl bekommen, dass Ihr - als Du und Dein Mann - einander in
    den Rücken fällt.

    Wie groß ist denn die Entfernung zwischen Dir und dem Wohnort des Vaters?

    Wie gut kennt sie denn die Frau des Vaters?

    @kenzia hat recht - "nur gut" wird es dort auch nicht geben. Aber diese
    Erfahrung wird und muss sie selbst machen.


    Ich bleibe aber bis jetzt ihr gegenüber gefasst und locker.
    Das machst Du gut!
    Auch wenn ich mir sehr gut vorstellen kann, wie es in Dir aussieht.

    Versuche vor allem, den Schritt der Tochter nicht als gegen Dich gerichtet
    zu sehen, denn so wird sie es auch nicht meinen.

  7. #7

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    AW: Meine Tochter (13) überlegt, ob sie zum Papa zieht :-(

    Vielen Dank für die Antworten.
    Meine Tochter hat bei ihrem Papa eine Stiefschwester (18) und Halbbruder (5), wenn man das so nennt. Jetzt wo sie so selbständig ist (bleibt allein zu Hause, fährt allen durch die Gegend, kann Kleinigkeit kochen ...) und gibt natürlich einen ausgezeichneten Babysitter beim Papa.
    Sie versteht sich mit der Familie gut. Ich wollte immer, dass sie gutes Verhältnis zum Papa hat und war auch vor Jahren beim Meditator aber nachdem wir angehört wurden und einen gemeinsamen Termin hatten, war alles vergessen.
    Ich fand immer wichtig, dass Eltern normalen Umgang pflegen. Ich habe mich in sein Leben nie eingemischt aber ich habe mitbekommen, dass über mich schlecht gesprochen wurde. Seitdem hat sich meine Tochter immer eingeschlossen wenn sie telefoniert ...Mein Ex ruft auch immer an, wenn ich nicht zu Hause bin. Ich habe es nur mitbekommen, wenn ich mal zufällig da war.

    Ich habe sie gefragt was sie so toll da findet. Sie meinte es wäre familiär. Das kann ich ihr nicht bieten. Ich hatte vor kurzem noch einen langjährigen Partner aber es war eine Fernbeziehung und wir wohnten nie zusammen.
    Außerdem da wäre immer jemand da. Die Partnerin meines Ex arbeitet halbe Tage und die Oma wohnt auch da. Ich mit meinem Vollzeitjob kann hier auch nicht mithalten :-(

    Das was mich am meisten stört ist, dass sie sich nicht oft meldet, wir telefonieren kaum. Ich habe ihr angeboten, dass sie morgen zu mir kommt und ich sie am Samstag hinfahre - weil sie auf ein Fest will. Bisher schuldet sie mir die Antwort aber
    wenn sie ja sagen würde - hätte ich es nicht schon gemacht???
    Und ich begreife es nicht wie sie sich auf einmal von mir so distanzieren kann. Als ob ich ihr nichts bedeuten würde.
    Als sie hier war am Dienstag, da haben wir die meiste Zeit gekuschelt und sogar die Nacht in einem Bett geschlafen - was sie vorher total uncool fand. Und dann die Distanz ....

  8. #8

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    AW: Meine Tochter (13) überlegt, ob sie zum Papa zieht :-(

    Zitat Zitat von Zora74 Beitrag anzeigen
    Als sie hier war am Dienstag, da haben wir die meiste Zeit gekuschelt und sogar die Nacht in einem Bett geschlafen - was sie vorher total uncool fand. Und dann die Distanz ....
    Liebe Zora,
    das nun Fettmarkierte ist genau DAS, was ungut ist und der Anfang von einer verqueren Situation!

    Ich kann gut verstehen, wie sehr Du das sicherlich auch genossen hast- gleichzeitig zeigt es eine Unwucht, die auf Dauer immer extremer werden wird.

    Gab es dort schon mal Stress? Ärger?
    Ja- die Rolle mag ihr nun gut gefallen, auch das immer jemand da ist.
    Und das ist natürlich traurig für Dich, wenn Du das nciht bieten kannst.

    Lass die Zeit für Dich arbeiten- ich könnte Dir geradezu "versichern", dass sich der Wunsch nach Familiengemeinschaft in den nächsten 1-2 Jahren deutlich verflüchtigt
    Lass sie richtig in die Pubertät kommen, dann wird sie es absolut schätzen, dass keiner DA ist und sie in aller Ruhe chillen, für sich sein und sich nur Handy und Freunden widmen kann.

    Insofern auch super, wenn sie JETZT erfährt, dass sie beim Vater einen guten Zugang hat und willkommen ist-- das wird dann einen Rückzug zu Dir wieder gut unterstützen
    Wo kein Mangel ist, muss nichts aufgefüllt werden.

    Lass ihre Sehnsucht nach Dir ruhig größer werden und - so schwer es fällt- unterstütze nicht solche Schlaf-Aktionen, wie nun gewesen.
    Damit holt sie sich was und das reicht dann wieder für weitere Tage- noch dazu entwickelt sich ein ganz ungesundes Verhältnis, denn jede 13jährige weiß, dass das genau genommen ja nicht üblich ist........es entwickelt sich Scham, man redet nicht drüber.......was nur noch mehr Belastung und Ablehnung bringen kann.
    Geh damit wenn- ganz vorsichtig um!

  9. #9
    Avatar von schafwolle
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    AW: Meine Tochter (13) überlegt, ob sie zum Papa zieht :-(

    Zitat Zitat von Zora74 Beitrag anzeigen
    Ich habe sie gefragt was sie so toll da findet. Sie meinte es wäre familiär. Das kann ich ihr nicht bieten.
    hm, es ist nicht sehr geschickt, wenn Du sie quasi aufforderst, sich für ihren
    Schritt zu rechtfertigen.

    Nämlich auch wenn sie das Gesamtpaket nicht so "toll" fände, würde sie das
    niemals zugeben, sie muss nämlich vor sich selbst das Gesicht wahren können.


    Das was mich am meisten stört ist, dass sie sich nicht oft meldet, wir telefonieren kaum.
    Habe ich das richtig verstanden, dass dieser Schritt nun beschlossene Sache
    ist, ohne dass Du mit Deinem Ex darüber gesprochen hast?

    Hat die Tochter bereits all ihre Sachen abgeholt?
    Habt Ihr eine Art Besuchsregelung vereinbart?

    Dass sie sich nicht so oft bei Dir meldet, hat vermutlich den Grund, dass sie
    ein schlechtes Gewissen Dir gegenüber hat. Also wenn Du ihr emotional unter
    die Arme greifen willst, dann versichere ihr, dass es Dir gut geht und dass Du
    Dich freust, wenn auch sie gut aufgehoben ist.

    Es braucht Zeit, bis sich die Situation eingespielt hat und sie wieder einen völlig
    unbefangenen Umgang mit Dir haben kann.

  10. #10

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    AW: Meine Tochter (13) überlegt, ob sie zum Papa zieht :-(

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Dass sie sich nicht so oft bei Dir meldet, hat vermutlich den Grund, dass sie
    ein schlechtes Gewissen Dir gegenüber hat.
    Meiner Erfahrung nach, hat das sich-melden bei Kindern überhaupt nichts mit Verbindung oder Liebe zu tun.
    Wir Erwachsenen verhalten und interpretieren es so "wer sich meldet, der denkt an uns und sucht Kontakt"-- Kinder sind darin ganz anders.

    Kinder leben viel mehr im Moment und - glücklicherweise- sind sie noch nicht so belastet mit den Erwartungen, die wir als Erwachsene haben.

    Sind meine Kinder bei ihrem Vater, höre und lese ich von denen fast auch nix.
    Wie es umgekehrt auch so ist, wenn sie hier bei mir sind.

    Ich wäre mit der Einschätzung "schlechtes Gewissen" also einfach zurückhaltend- sich nicht-melden kann auch bedeuten, dass sie sich der Liebe sicher sind und sich nicht ständig rückversichern müssen.
    ODer gar mit der Belastung rumlaufen, sie ja bloß beim Elternteil melden zu müssen, damit es DEM gut geht!

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