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  1. #31

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    AW: Nach Jahren mit dem Kopf noch nicht durch ...

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Doch es gibt Sanktionen.
    Wenn es eine gerichtlich vereinbarte Umgangsregelung gibt, dann wird eine Geldbuße festgesetzt, die gezahlt werden muss, wenn man nachweislich den Termin nicht eingehalten hat.
    Aber nur für den betreuenden Elternteil, nicht für den Umgangselternteil. In diesem Fall: Wenn ich ihm die Kinder nicht nach (seinem) Gusto bzw nach Plan gebe, kann er klagen und Ordnungsgelder für den Wiederholungsfall verhängen lassen. Ich habe keinerlei Handhabe gegen seine "Verspätungen" und "plötzlichen Terminänderungen". Er muss es nur plausibel begründen und um den selbstverständlich zugestandenen Ausweichtermin bitten, und schon kann das wieder und wieder passieren.

    Doch allein wegen der Kinder solltest du den offiziellen Weg versuchen, den Umgang herzustellen. So kannst du später, wenn sie erwachsen sind und der Vater ihnen erzählt hat, du hättest sie ihm vorenthalten, nachweisen, dass du alles versucht hast, um ihnen den Umgang mit dem Vater zu ermöglichen.
    Das ist ein gutes Argument!
    Andererseits werden sie ohnehin sehen, dass der Vater seinen Quark ganz alleine zusammenrührt. Heute gab es (mal wieder?!) Anzeichen dafür, dass es dem größten Kind schon recht klar ist, wie der Hase bei Vater bzw mit Vater läuft. Wutausbruch in seine (virtuelle, weil momentan wieder für Wochen nicht erreichbar) Richtung par Excellence. Ohne mein Zutun/Anstiften!
    Geändert von Regbri (09.02.2013 um 21:47 Uhr) Grund: Ergänzung

  2. #32
    VIP Avatar von xanidae
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    AW: Nach Jahren mit dem Kopf noch nicht durch ...

    Zitat Zitat von Regbri Beitrag anzeigen
    Aber nur für den betreuenden Elternteil, nicht für den Umgangselternteil. In diesem Fall: Wenn ich ihm die Kinder nicht nach (seinem) Gusto bzw nach Plan gebe, kann er klagen und Ordnungsgelder für den Wiederholungsfall verhängen lassen. Ich habe keinerlei Handhabe gegen seine "Verspätungen" und "plötzlichen Terminänderungen". Er muss es nur plausibel begründen und um den selbstverständlich zugestandenen Ausweichtermin bitten, und schon kann das wieder und wieder passieren.
    !
    Nein, auch für den Umgangsberechtigten Elternteil. Auch er hat die Termine einzuhalten. Nicht-Einhaltung und Verspätung ist nicht dem Kndeswohl zuträglich.
    Ich habe schon solchen Gerichtsverfahren beigewohnt.
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  3. #33

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    AW: Nach Jahren mit dem Kopf noch nicht durch ...

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Nein, auch für den Umgangsberechtigten Elternteil. Auch er hat die Termine einzuhalten. Nicht-Einhaltung und Verspätung ist nicht dem Kindeswohl zuträglich.
    Ich habe schon solchen Gerichtsverfahren beigewohnt.
    Das interessiert mich wirklich brennend! Was passiert dann?
    Wie wird sanktioniert, wann greifen die Maßnahmen usw?

    Stunde(n) Verspätung beim Holen/Bringen ohne Ankündigung?
    Absage wegen zukunftsweisenden plötzlichen Terminen?
    Plötzliche aufkeimende Umgangswünsche sind dann ja sicher endgültig ausgeschlossen.

  4. #34
    Natural
    gelöscht

    AW: Nach Jahren mit dem Kopf noch nicht durch ...

    Was ich nicht ganz verstehe ist, wenn er immer nur den Selbstbehalt verdient, der doch so um die 1000 Euro beträgt, so müßte er doch wenigstens jede Menge Zeit für die Kinder haben oder verdient der nur 6 Euro pro Stunde? Und wird einem zahlungsunwilligen Unterhaltsverpflichteten nicht auch ein fiktives Einkommen zugrunde gelegt, so daß er quasi dazu gezwungen wird, seiner Verpflichtung nachzukommen,z.B. durch Nebenjobs?

  5. #35

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    AW: Nach Jahren mit dem Kopf noch nicht durch ...

    @Natural: Im Moment steht er dem Arbeitsmarkt gar nicht zur Verfügung und hat praktisch kein Erwerbseinkommen. Danach wird er erfahrungsgemäß zunächst keinen Job finden, aber ausreichend Bewerbungen monatlich nachweisen. Und weil er jede Menge Praktika machen muss, plus eben Zeit zur Erholung usw. braucht, hat er keine Zeit für die Kinder. (Letzteres ist bislang jedenfalls so gewesen, hat er aber noch nicht offiziell angebracht, glaube ich.)
    Wenn er verdient, wird er befristet arbeiten und immer in der Such-Spirale sein, oder nicht VZ arbeiten und dementsprechend wenig verdienen.
    Selbst wenn wir 100 - 200 Euro /mtl. bekämen, für mehrere Kinder ist das einfach wenig!

  6. #36
    Natural
    gelöscht

    AW: Nach Jahren mit dem Kopf noch nicht durch ...

    OK, verstehe, das ist bitter. Hab meinen auch allein durchgebracht, bzw, tu es noch, weil das Studium steht ja noch bevor... Ich weiß nicht, was ich bei mehreren Kindern gemacht hätte...

  7. #37

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    AW: Nach Jahren mit dem Kopf noch nicht durch ...

    Hi Regbri, erst mal Glückwunsch, dass du dieses "Traumexemplar" per amtlichem Schreiben los bist...
    Bin in genau der selben Situation, der Vater hat sich nie gekümmert - ja, die vielen Auslandsreisen; ach, ich kann besser mit Kindern, wenn sie älter sind; ach, ich muss soviel arbeiten... Ich hatte es so dermaßen satt, dass ich ihn endlich nach 14 Jahren "entlassen" habe. Nun habe ich den gleichen Trödel - er kann keinen Unterhalt zahlen = Hartz 4. Für meine beiden großen Kinder bekomme ich keinen UHV, weil sie altersmäßig darüber sind, bleibt nur der Jüngste, für den ich eine monatliche Zuwendung erhalte. Ich arbeite seit jeher in 3 Schichten Vollzeit, habe also auch keinen Anspruch auf andere Leistungen.

    Bitte - lass dir von ihm nicht so auf der Nase herumtanzen! Das Jugendamt kann durchaus einen Riegel vorschieben, wenn er zwecks Besuchen so einen Firlefanz macht. Bei uns ist es so, dass er freiwillig höchstens 1x monatlich vorbeikommt, für eine halbe Stunde. Macht aber nichts, weil die Kids eh nichts von ihm wollen.

    Ich kann dich so gut verstehen, deine Wut, deine Ohnmacht, das Alleinsein mit den Kids - aber irgendwann sind sie groß und du wirst stolz sein, aus ihnen so tolle Menschen gemacht zu haben - allein!

    Und weißt du, was ich mir immer sage? Irgendwann wird er ganz alleine da stehen, ohne Freunde, ohne Familie. Das ist zwar hart, tröstet aber ungemein.

    Alles Gute, würde mich freuen, mal von dir zu hören

  8. #38
    Natural
    gelöscht

    AW: Nach Jahren mit dem Kopf noch nicht durch ...

    Zitat Zitat von PinkCalla Beitrag anzeigen
    Und weißt du, was ich mir immer sage? Irgendwann wird er ganz alleine da stehen, ohne Freunde, ohne Familie. Das ist zwar hart, tröstet aber ungemein.
    Was ich in dem Zusammenhang auch als äußerst ungerecht empfinde ist, daß Kinder von solchen Elternteilen (nicht kümmern und kein Unterhalt zahlen) trotzdem für diese auch eine Unterhaltsverpflichtung haben. Das habe ich selber erlebt.
    Geändert von Analuisa (11.02.2013 um 19:49 Uhr) Grund: Zitat repariert

  9. #39
    Moderation Avatar von schlaflos68
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    AW: Nach Jahren mit dem Kopf noch nicht durch ...

    Das ist ja wirklich eine Horrorgeschichte.

    Meinen Großen musste ich auch alleine durchbringen; allerdings aus anderen Gründen. Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen. Die Beistandschaft bringt bis zum 12. Lebensjahr des Kindes, aber für maximal 6 (?) Jahre wenigstens den Mindestunterhalt. Ich gehe davon aus, dass diese Möglichkeit ausgeschöpft ist. In diesem Falle holt sich das Jugendamt sein Geld zurück - das ist sicher.

    Mit dem Umgang ist es eine ganz katastrophale Sache. So wie es sich liest, ist monatelange Funkstille eher die Regel. Bei aller Liebe, aber dann ist es eben so.

    Die Handies der Kinder würde ich im Zweifel ganz einziehen. Früher hatte auch niemand ein Nothandy. Aber vielleicht reicht es ja schon, beim Anbieter neue Nummern zu beziehen. Das geht recht unkompliziert. Fraglich ist, ob die Kinder selbst nicht auch den Vater kontaktieren werden. Da scheint schon einiges im Argen zu liegen, wenn sie der Mutter Absprachen verschweigen. Schade!

    Liebe TE, was mein Eindruck auch noch ist: Du bist emotional noch voll auf diesem Thema. Dein Ex-Mann triggert dich offenbar enorm. Daran würde ich an deiner Stelle anknüpfen. Manche Kämpfe sind es nicht wert gekämpft zu werden. Ja, du sitzt jetzt mit den Kindern alleine da und musst dich oft zerreißen, um alles alleine auf die Reihe zu bekommen. Aber andererseits: Hergeben würdest du sie doch auch nicht, oder?! Deinen Ex-Mann musst du abschreiben. Von ihm ist keine Hilfe zu erwarten. Das kannst du auch deinen Kindern gegenüber auf eine offene Art kommunizieren.

    Vielleicht ist es besser, dass du dich zurückziehst und das Thema komplett loslässt?
    Was meinst du?
    What are you going to do now?
    Going back to Ibsen, I hope...
    Some guys have all the luck. I wish I was dead and Norvegian.





    Moderatorin im Forum "Über Treue und Lügen in der Liebe"
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  10. #40
    VIP Avatar von xanidae
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    AW: Nach Jahren mit dem Kopf noch nicht durch ...

    Zitat Zitat von Regbri Beitrag anzeigen
    Das interessiert mich wirklich brennend! Was passiert dann?
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    Plötzliche aufkeimende Umgangswünsche sind dann ja sicher endgültig ausgeschlossen.
    Nun, das ist je nach Fall sehr individuell. Bei den mir bekannten Fällen gab es die unterschiedlichsten Sanktionen, Geldbuße bis zu Umgangsrecht entzogen. Je jünger die Kinder, desto strenger teilweise die Auflagen.
    Es gab z. B. für einen Mann nur noch die Möglichkeit sein Kind im begleiteten Umgang zu sehen. Diese Termine (im Kinderschutzbund) hat er nicht eingehalten und somit wurde ihm der Umgang verweigert. Er bekam den Hinweis, dass er - wenn er sich in der Lage sieht, sein Kind regelmäßig zu sehen - wieder eine Chance erhält. Frühestens in einem halben Jahr und er sollte bei erneutem Kontaktwunsch sich über das Jugendamt melden.
    Ein anderes Mal wurden die Termine vom Jugendamt kontrolliert und bei Verstößen hätte es Geldbußen gegeben. Die Kontrolle lief über 2 Monate.

    Zusätzlich ist anzuraten einen Unterhaltstitel zu erwirken - auch um zu verhindern, dass die Kinder später für den Unterhalt ihres Vaters herangezogen werden. Mit dem Titel ist ein Härtefall erfüllt, der das verhindern kann. Erfordert zwar auch ein bürokratisches Prozedere, aber es geht.
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