Ich arbeite jetzt 36 h statt 38 h (Meist aber 2-3 h Überstunden/Woche), bin alleinerziehend. Der Vater meiner Tochter lebt in Belgien und kommt alle paar Monate mal für 1-2 Wochen. Also auch keine wirkliche Entlastung. Allerdings wohne ich in Leipzig. Auch wenn es hier problematisch ist, eine gute Tagesmutter oder Kindergarten zu finden, so sind das hier im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands paradiesische Verhältnisse. Meine Tochter war, seit sie 14 Monate alt war, bei einer sehr guten Tagesmutter (8 h), dort war oft auch der Mann mit präsent (war mir persönlich sehr wichtig). Jetzt ist sie in einem Kindergarten, in dem ich sie theoretisch (mache ich aber nicht) von 6-18 h betreuen lassen kann.
Mein Fazit. Es ist echt hart, soviel zu arbeiten. Es ist machbar, wenn man noch jemanden hat. Bei mir ist es meine Mutter, die meine Tochter ab und zu abholt oder den einen oder anderen Weg erledigt. Ich nehme mir allerdings einmal im Jahr für einige Tage eine Auszeit, wenn der Vater meiner Tochter da ist, und lasse sie allein und fahre mit Freunden weg. Ich brauche das auch, um einfach wieder Luft zu tanken, ich zu sein.
Ich mache an anderen Stellen Abstriche, am Haushalt zum Beispiel. Aber ich bewundere jeden, der voll arbeitet, alleinerziehend ist und sich um das Kind kümmert. Ich würde Dir, so haben das Freunde von mir gemacht, die beide ebenfalls voll arbeiten und weit mehr als 40 h jeweils, raten, ein gutes Netzwerk aufzubauen aus Freunden, (Leih-)Oma etc., die Dich auch notfalls unterstützen und Du mal wieder Zeit dann hast, Dich um Liegengebliebenes zu kümmern.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Energie.
Uta







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