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  1. Registriert seit
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von hilfskonstruktion Beitrag anzeigen
    Weil das die Basics schon quasi als selbstverständlichh voraussetzt: schon jemand zu finden, der sich verbindlich auf die Beziehung einlässt und heiratet ist ja schon nicht einfach. Das ist ja schon mal die halbe Miete, schon daran krankt es ja heut oft.

    Und dass beide es jetzt und auf Dauer wollen und dranbleiben ist eben auch weder "egal" noch selbstverständlich. Da kann ich mich lieben wie ich nur will.
    Das mit dem dranbleiben, kann man doch nicht einmal für sich auf Dauer selbst garantieren, so ist jedenfalls meine eigene Erfahrung. Entsprechend erwarte so ein Versprechen auch von keinem anderen.

    Als ich mit 20 heiratete (Auslöser war eine bezahlbare Wohnung mit Badezimmer und Zentralheizung, die es nur für Verheiratete gab), haben mein Mann und ich uns vorher gesagt, dass wir nach unseren fünf Beziehungsjahren wohl nicht gleich wieder auseinander rennen werden, also machen wir's. Das es die Möglichkeit einer Scheidung gibt, war uns bei der Heirat schon bewusst. Wie soll man sich in dem Alter auch immer und ewig vorstellen können?

  2. Avatar von LazyLiz
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Bestagewoman Beitrag anzeigen


    Ich bin 10 Stunden täglich ausser Haus, ein Haustier kommt deswegen leider nicht in Frage.
    Die anderen Wege erforsche ich noch.......

    Ich empfehle eine Katze. Ein Katze kann gut den Tag über alleine bleiben.
    Meine ist mir vor ein paar Jahren - noch während meiner Ehe - zugelaufen. Ein Geschenk des Himmels!? Vorsehung? Ich wüsste nicht, wo ich ohne sie wäre.

    (Nur so am Rande...)
    Geändert von LazyLiz (26.02.2015 um 22:22 Uhr)

  3. Avatar von LazyLiz
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Bestagewoman Beitrag anzeigen

    Ich war ab 15 bis 50 in einer einzigen Beziehung, kenne es also nicht anders.
    Und nun bin ich seit 5 Jahren alleine und komme irgendwie nicht damit zurecht.

    Ich unternehme viel, aber diese Grundtraurigkeit alleine zu sein, die geht fast nie weg.

    Vielleicht brauche ich noch Zeit........aber die Vorstellung, für den Rest meines Lebens alleine zu bleiben, macht mir Angst.



    Diese Dankbarkeit spüre ich auch oft. Und ich freue mich auch über viele Dinge. Meine beiden erwachsenen Kinder bereiten mir immer Freude. Ich bin so dankbar, dass ich diese beiden tollen Menschen begleiten durfte und das ja auch immer noch tue.
    Leider ist der Abgrund immer spürbar........
    Liebe Bestagewoman,

    unsere Geschichte scheint sehr ähnlich zu sein und mir geht es genauso wie Dir.

    Mich stört, wenn das Single-Dasein generell in den Himmel gehoben wird. Als wäre derjenige,
    der glücklicher in einer Beziehung ist - oder zumindest nicht alleine leben möchte -, irgendwie lebensuntüchtig. Nicht jeder ist glücklich damit allein zu sein. Das ist doch ganz individuell.
    Muss man sich dafür rechtfertigen?
    Geändert von LazyLiz (26.02.2015 um 22:43 Uhr)


  4. Registriert seit
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    AW: Alleine bleiben

    Nein, natürlich muss niemand sich rechtfertigen! Es hat ja jeder einen anderen Lebensentwurf und andere Bedürfnisse, keine Seite, wenn man das so sagen kann, hat Recht oder Unrecht. Darum geht es ja nicht.

    Ich kenne in meinem direkten Umfeld drei Frauen, alle zwischen Ende 60 und mitte 80, alle in ihren Fünfzigern verwitwet und schon lange alleine. Keine der Frauen wollte wieder einen neuen Partner. Ich habe lange Gespräche mit ihnen geführt und sie sind, genau wie ich auch, in der Situation, dass sie das Gefühl haben, eben dieses Kapitel Partnerschaft in ihren Ehen quasi gehabt zu haben und nun ist das Kapitel eben einfach zu Ende. Ohne Traurigkeit, ohne Wehmut, einfach schon "abgelebt". Ähnlich ist es ja auch mit dem Kapitel "Kinder kriegen", ist dann irgendwann zu Ende und dann hinterfragt man das in der Regel auch nicht mehr.

    Wie ich schon mal schrieb, ich wäre mit meinem Mann alt geworden, hätte das niemals hinterfragt, es war gut so, wie es war. Es kam dann halt anders, ich war traurig, denn es war schon so, dass ich diese Ehe und diesen Mann als meine Lebenspartnerschaft empfunden habe. Und scheinbar kann ich sowas nur einmal

    Aber so ist es für mich gut, alleine zu bleiben, eben, weil ich das möchte und das mein Bedürfnis ist genau so, wie es für andere ein Bedürfnis ist, wieder in einer Partnerschaft zu leben. Nichts ist besser oder schlechter und rechtfertigen muss sich keine Seite dafür.

    Wichtig ist meines Erachtens nur, genau auf die Motive zu schauen, warum man sich das Eine oder Andere wünscht. Will man lieber alleine bleiben, weil man denkt, es findet sich niemand mehr, oder aus Angst vor einer weiteren, schmerzhaften Erfahrung, so ist das zwar nachvollziehbar, aber man ist unehrlich sich selbst und seinen Bedürfnissen gegenüber und es wird schwierig, sich eben dann auch wirklich dauerhaft wohlzufühlen mit seiner Entscheidung.

    Umgekehrt gilt das natürlich auch. Wenn man sich nur eine Partnerschaft herbei wünscht, um nicht mehr einsam zu sein, wieder jemanden an seiner Seite zu haben, kann es schon auch passieren, dass man sich und seine Bedürfnisse verleugnet, um eben einfach jemanden zu finden. Dann hat man auch letztendlich ein Problem mit dem dauerhaft Wohlfühlen.

    Jeder so wie er es braucht und mag. Aber ehrlich sich selbst gegenüber!


  5. Registriert seit
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Besserhaber Beitrag anzeigen
    a

    Wichtig ist meines Erachtens nur, genau auf die Motive zu schauen, warum man sich das Eine oder Andere wünscht. Will man lieber alleine bleiben, weil man denkt, es findet sich niemand mehr, oder aus Angst vor einer weiteren, schmerzhaften Erfahrung, so ist das zwar nachvollziehbar, aber man ist unehrlich sich selbst und seinen Bedürfnissen gegenüber und es wird schwierig, sich eben dann auch wirklich dauerhaft wohlzufühlen mit seiner Entscheidung.
    Wie kommst du denn darauf bzw. was hat das mit Unehrlichkeit zu tun ? In meinem Fall sind das genau die Gründe für die Entschedung, allein zu bleiben - ich hasse Trennungen und die daraus resultierenden Verletzungen und will das einfach nie mehr durchmachen müssen, weder aktiv noch passiv; und in der Tat glaube ich auch nicht daran, daß sich "noch jemand finden wird" für mich alte Schachtel. Auf alte Männer stehe ich selbst auch nicht.
    Aber warum sollte ich mich mit der Entscheidung nicht wohlfühlen? Bis jetzt geht es mir jeden Tag besser damit. Es fühlt sich vollkommen richtig an.


  6. Registriert seit
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Honeysuckle_Rose Beitrag anzeigen
    Wie kommst du denn darauf bzw. was hat das mit Unehrlichkeit zu tun ? In meinem Fall sind das genau die Gründe für die Entschedung, allein zu bleiben - ich hasse Trennungen und die daraus resultierenden Verletzungen und will das einfach nie mehr durchmachen müssen, weder aktiv noch passiv; und in der Tat glaube ich auch nicht daran, daß sich "noch jemand finden wird" für mich alte Schachtel. Auf alte Männer stehe ich selbst auch nicht.
    Aber warum sollte ich mich mit der Entscheidung nicht wohlfühlen? Bis jetzt geht es mir jeden Tag besser damit. Es fühlt sich vollkommen richtig an.

    ...und das ist das einzige, was zählt. Es muss sich FÜR DICH richtig anfühlen...
    Death leaves a heartache no one can heal
    love leaves a memory no one can steal

    Der frühe Wurm wird vom Vogel gefressen.


  7. Registriert seit
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    AW: Alleine bleiben

    Liebe Honeysuckle,

    ich meinte doch nicht, das du unehrlich bist, du bist ja ehrlich zu dir und weißt um deine Entscheidung. Ich wolle damit doch nur sagen, dass man sich seine Motive wirklich ehrlich eingestehen sollte, egal, welche es auch immer sind und in welche Richtung sie gehen. Das schützt vor der unweigerlichen Enttäuschung, sollte es dann doch nicht so gut sein mit seiner Entscheidung.

    Wenn eine Frau einen Mann möchte, um die groben Arbeiten erledigen zu lassen und eben nur deshalb, auch gut! Ihre Entscheidung, aber es ist dann eben schwierig, wenn man vielleicht doch noch innerlich andere Bedürfnisse an den Mann und die Partnerschaft hat. Zufriedenheit wird sich dann nicht einstellen. Aber wenn es wirklich nur um das Erledigen der Arbeiten geht, dann ist ja alles gut.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man manchmal dazu neigt, nicht so ganz ehrlich sich selbst gegenüber zu sein, vielleicht auch, um etwas zu deckeln, was man nicht wahrhaben möchte. Und irgendwann ist da dieses diffuse Gefühl, das etwas nicht stimmt. Das wollte ich doch damit nur ausdrücken.

    Und wenn es dir gutgeht mit deiner Entscheidung ist doch alles prima. Es freut mich, dass es dir besser geht, und das soll und muss ja das Allerwichtigste für dich sein.
    Geändert von Besserhaber (27.02.2015 um 10:32 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Alleine bleiben

    Alles gut, Besserhaber, ich habe nur ein Problem damit, überstreng zu sich und zu den anderen zu sein: immer ehrlich, immer konsequent, immer verantwortungsvoll... erinnert mich irgendwie an Protestantismus, mit dem ich auch nie klargekommen bin Ich würde das auch nie und nimmer schaffen. Ich irre mich manchmal. Manchmal zweifle ich an mir. Manchmal baue ich Mist, sogar richtige Scheiße. Ich ändere zuweilen meine Meinung, die ist nicht in Stein gemeißelt. Und ich bin inkonsequent.
    Und sich selbst macht man doch am liebsten was vor.
    Trotzdem bin ich mir sicher, daß ich alleine bleiben möchte und alleine bleiben werde. Das kann durchaus auch biologische bzw. hormonelle Gründe haben, emotionale natürlich ebenso. Ich habe die Schotten dicht gemacht, und das ist gut so!

  9. Avatar von hillary
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    AW: Alleine bleiben

    @ Honeysuckle_Rose
    Auf die Gefahr hin kräftig ins Fettnäpfchen zu treten, aber ich würde mich doch schon sehr wundern, wenn du 4 Monate nach dem dein Mann dir eröffnet hat, das er eure Ehe für gescheitert hält, schon wieder nach einem Lebenspartner suchst.
    Zuallerst musst du zu dir kommen und das empfindest du schon richtig,
    Aber du schreibst selber, nichts ist in Stein gemeißelt. Du wirst nur nie wieder in so eine Art Abhängigkeit geraten wollen, wie du sie jetzt durch deine Tochter hast. Ohne sie, wäre so manches anders. Aber sie ist nun mal das Schönste was dir das Leben bisher geschenkt hat.
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.



  10. Registriert seit
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    AW: Alleine bleiben

    Frag mich nochmal in 5 Jahren .... ich gehe jede Wette ein, daß sich an meinem Single-Status nichts geändert haben wird
    Im Ernst: es ist eine bewußte Entscheidung nach langem Nachdenken. Gepaart mit einer großen inneren Müdigkeit, einem Überdruß, dem Wunsch, sich auf immer zu verabschieden aus diesem Beziehungs-Zirkus. Jeder Bruch hinterläßt Wunden, mit jeder Trennung wird man ein wenig verschlossener, ein wenig vorsichtiger, ein wenig egoistischer, und vor allem zynischer. Ich kenne genug, die so drauf sind.
    Und so will ich nicht sein und nicht leben. Allein ist es dann schöner. Und lebendiger.

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