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  1. #1
    Uli_F-2009
    gelöscht

    Die dunkle Seite des Alters

    Hier könnt ihr über alles berichten, was ihr am Altern blöd findet.
    Hier habt ihr Raum für die andere Seite. Bitte nutzt es fleißig.

  2. #2

    Registriert seit
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    11.111

    AW: Die dunkle Seite des Alters

    Angst macht mir dass - im hohen Alter - die Sinneskräfte schwinden, man schlechter oder gar nicht mehr hört, sieht, das Geschmacksempfinden nachlässt. Das ist für mich tatsächlich nur negativ und ich seh darin keinen Vorteil.

    Und natürlich hab ich Angst irgendwann mal mit einem noch wachen Geist in einem maroden Körper eingesperrt zu sein, und vor der Abhängigkeit die das bedeutet.
    Ich will überhaupt lauter Unmögliches;
    aber lieber will ich das wollen, als mich im Möglichen schön zurechtzulegen.

    Fanny Gräfin zu Reventlow

  3. #3

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    8.229

    AW: Die dunkle Seite des Alters

    Ganz aktuell:
    Das ich keinen KAFFEE mehr vertrage :-(( und dieses bleifreie Omazeuch trinken muss....damit ich besser schlafe.
    Entkoffeinierter Kaffee, gräßlich...ich glaub, ich steig auf heiße Schokolade um ;-))
    Every silverlining has got a cloud.

    Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommts irgendwo noch dicker her.
    Die Lage ist hoffnungslos, und dieses Mal leider auch sehr ernst....

  4. #4
    Avatar von KHelga
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    10.523

    AW: Die dunkle Seite des Alters

    MEINE größte Angst im Alter ist, im Pflegeheim zu landen bzw. nicht mehr Auto fahren zu können/dürfen.

    FG von Helga

    „Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
    Konrad Adenauer

  5. #5
    Avatar von Opelius
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    9.922

    AW: Die dunkle Seite des Alters

    oh. da ist eine Menge:
    ich darf nichts Süßes mehr wegen Diabetes. ich vermisse meine Schokolade.
    Mein Esszimmer hat nur noch Restbestände an eigenen Zähnen, in den letzten 3 Jahren mussten mir 7 Zähne gezogen werden, sie zerbröselten wegen der Diabetes. Die beiden Kandaren im Mund stören mich gewaltig. Meine geliebten Brotkanten muss ich einweichen, wenn ich sie essen will.
    Die letzten drei Wochen habe mal wieder renoviert (wurde auch zeit). ich habe aber mindestens dreimal solange gebraucht wie noch vor zehn Jahren. Schon nach 5 Stunden kleben und kleistern völlig fertig, müde und schlechte Laune.
    Und das allerschlimmste: Weihnachten ist öfters.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. #6
    Avatar von brighid
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    53.612

    AW: Die dunkle Seite des Alters

    Zitat Zitat von schnellschnell Beitrag anzeigen

    Und natürlich hab ich Angst irgendwann mal mit einem noch wachen Geist in einem maroden Körper eingesperrt zu sein, und vor der Abhängigkeit die das bedeutet.
    diese angst haben wohl die meisten.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

    jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi

    es erscheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist. nelson mandela

    auf grosser kaperfahrt für kleine piraten

  7. #7
    JCL
    gelöscht

    AW: Die dunkle Seite des Alters

    Ja, ich warte einfach darauf, aus dem tiefen schwarzen Loch wieder herauszukommen.

    Ruby, Synkope und viele andere hier schrieben ja, dass die Zeit wieder kommt, in der man wieder Licht sieht...wenn das geschehen ist, werde ich im Positiv-Strang mitschreiben, bis dorthin mache ich es mir hier gemütlich.

    Also, mich stört am allermeisten der Energieverlust. Alles andere, wie die Aussicht auf Falten, noch mehr graue Haare etc. ist mir (derzeit) relativ egal (wäre der Energieverlust nicht so problematisch, würde es mich wahrscheinlich mehr stören).

    Mein Zahnarzt kann sich inzwischen den 2. Porsche leisten. Und Renovieren ist auf die lange Bank geschoben, auf die Zeit, die (hoffentlich) wieder kommt, in der ich Renovieren nicht mehr als Monsterprojekt sehen werde.

    Kaffee werde ich glaube ich noch im Sarg trinken können.

    LG JCL

  8. #8

    Registriert seit
    21.08.2012
    Beiträge
    634

    AW: Die dunkle Seite des Alters

    Schrecklich ist, dass ich auf Fotos, die erst 10 Jahre alt sind, so sagenhaft jung aussehe. Von den älteren gar nicht erst zu reden. Die Sentimentalität beim Betrachten derselben ist echt eine ganz ganz dunkle Seite.

    So langsam komme ich nicht mehr drum herum, einzusehen, dass auch an mir der Zahn der Zeit nagt. Und ich dachte doch immer, alt und faltig und schwach und kompliziert und dunnhäutig werden nur die Anderen.

    In zehn Jahren bin ich pensioniert. Was mach ich denn dann?

    Im November bade ich besonders gerne im Selbstmitleid, das passt zum Wetter.
    Ironie ohne Sprachgeschick ist nicht unterhaltsam. Sie lästert. a.c.

  9. #9
    Honeysuckle-Rose
    gelöscht

    AW: Die dunkle Seite des Alters

    Ich habe bisher großes Glück gehabt - bin fit, gesund, schlank und gelenkig, bis auf die schwer nachlassende Sehkraft (die noch nie gut war) und immer teurer werdende Zahnreparaturen ist eigentlch alles im grünen Bereich. Viele jüngere Freundinnen sagen mir, daß sie mit ü50 gern so sein würden wie ich. Das ist ein schönes Kompliment.
    Vor ein paar Jahren, da war ich Mitte/Ende 40, hat mir das Älterwerden mehr Angst gemacht als jetzt. Was mir aber nach wie vor so richtig Angst macht, ist das Alter. Und zwar genau aus den Gründen, die ihr hier schon angesprochen habt.
    Mein Vater ist elendig an der furchtbaren Alzheimerkranheit gestorben, er war die letzten Jahre seines Lebens im Pflegeheim, weil meine betagte Mutter es irgendwann nicht mehr geschafft hat, ihn zu Hause zu pflegen. Die Oma meines Mannes wurde auch ins Heim verfrachtet (anders kann man das in ihrem Fall leider nicht bezeichnen) und ist dort innerhalb eines Jahres erloschen.
    Ich war oft in diesen Heimen und jedes Mal aufs Neue entsetzt.
    Ich habe mir selbst versprochen, niemals und unter keinen Umständen in ein Heim zu gehen, ich will selbständig und autonom bleiben und wenn das nicht mehr geht, dann mache ich ein Ende. Ich möchte das selbst entscheiden und nicht, dass andere mich gegen meinen Willen zum Leben zwingen.
    Bis es soweit ist, hoffe ich, daß die Götter (an die ich nicht glaube) mir weiterhin wohlgesonnen sind. Ich versuche das Leben zu genießen, das Schöne zu zelebrieren, meiner Tochter eine liebevolle Mutter, meinem Mann eine Gefährtin und meinen Freunden eine gute Freundin zu sein. Ich kasteie mich nicht, ab und zu betrinke ich mich noch (die Quittung dafür wird leider immer ärger), aber nur noch mit teurem Rotwein,den billigen aus Studizeiten vertrage ich nicht mehr.
    Die dunkle Seite des Alters habe ich zu hautnah miterlebt, um sie noch verdrängen oder schönreden zu können. Das wird mich jetzt immer begleiten, obwohl ich ansonsten ein Mensch bin, der gerne lacht und manchmal auch unbändige Lebensfreude verspürt. Aber gerade deshalb will ich stolz von dieser Erde gehen und nicht als Wrack.

  10. #10
    JCL
    gelöscht

    AW: Die dunkle Seite des Alters

    Zitat Zitat von Honeysuckle-Rose Beitrag anzeigen
    Ich habe mir selbst versprochen, niemals und unter keinen Umständen in ein Heim zu gehen, ich will selbständig und autonom bleiben und wenn das nicht mehr geht, dann mache ich ein Ende.
    Ich finde, das kommt darauf an. Wenn ich meinen Haushalt mal nicht mehr schaffe, dann möchte ich in ein Heim. Aber in erster Linie aus 2 Gründen:

    Ich möchte meinen Kindern nicht zur Last fallen und ich bin eine Quasseltante.

    Die Vorstellung, alleine in einer Wohnung zu sein, kaum mehr rauszukönnen, keine Menschen mehr zu treffen, das würde mich sehr traurig machen.

    In einem Heim habe ich die Möglichkeit, mich mit anderen Menschen zu unterhalten, mit ihnen kartenzuspielen, gemeinsam zu essen....

    Aber alles unter der Voraussetzung, dass ich kein kompletter Pflegefall bin.

    Die Vorstellung von Einsamkeit macht mir weit mehr Angst als die Vorstellung einer Entwurzelung.

    LG JCL

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