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  1. #1
    Avatar von kuscheltigerin84
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    Frage Mitte 20 - Krise - Torschlusspanik?

    Hallo an alle Ü 20 Mädels,

    bin erst seit kurzem hier aktiv geworden, hab aber schon längere Zeit still mitgelesen.
    Wahrscheinlich befinde ich mich derzeit in einer Art Quarterlife-crisis, in der man so ein bißchen eine Bilanz aus dem bisher Erreichten zieht, und noch genau weiß, dass man vor 5 bis 10 Jahren irgendwie ganz andere Vorstellungen darüber hatte, wo man mit 25 mal angekommen sein würde.
    Mir ist aufgefallen, dass Themen wie Beziehung, Familiengründung und Kinderwunsch fast nur von ü 30ern diskutiert werden. Das find ich umso verwunderlicher, wenn ich bedenke, dass mich diese Themen schon seit einigen Monaten extrem beschäftigen.
    Es ist irgendwie komisch, wenn ich mir bewusst mache, dass meine Mutter mit 25 bereits verheiratet war und 2 Kinder hatte.
    Und außerdem häufen sich seit einiger Zeit auch ständig diese Meldungen aus dem Bekanntenkreis, dass irgendwer (den man vielleicht auch nur von früher kennt, alte Schulkameraden) geheiratet hat, schwanger ist, etc. Bringt einen das dazu, vermehrt über das eigene Leben nachzudenken oder nimmt man das nur alles so extrem wahr, gerade WEIL man selbst über sein Leben nachdenkt? Wisst ihr, was ich meine?
    Man hat soviel zu tun zwischen 20 und 30: Studium abschließen, Beziehung , eigene Wohnung, usw.
    Und die Zeitspanne, die uns die Natur zum Kinderkrigen gegeben hat, ist auch recht klein....

    Wo sind die Ü 20er, die sich solche oder ähnliche Gedanken machen und sich gerne austauschen würden?

    Liebe Grüße, KT84

  2. #2
    Zitronensonne
    gelöscht

    AW: Mitte 20 - Krise - Torschlusspanik?

    Wo sind die Ü 20er, die sich solche oder ähnliche Gedanken machen und sich gerne austauschen würden?
    Hier

    Noch Lust an einem Austausch?!?

  3. #3
    Avatar von Butterfly81
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    841

    AW: Mitte 20 - Krise - Torschlusspanik?

    Find das Thema auch sehr spannend.
    Zumal als Single
    Frauen sind wie Diamanten - man muss sie mit Fassung tragen (Heinz Erhardt)

  4. #4
    Avatar von Butterfly81
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    Beiträge
    841

    AW: Mitte 20 - Krise - Torschlusspanik?

    Ok, jetzt doch ein bißchen ausführlicher

    Ich bin seit knapp drei Jahren mit dem Studium fertig, hab einen Job der mir Spaß macht (und das ist wirklich nicht nur so dahingeredet), hab Freunde und bin seit etwas über einem Jahr Single. Die Trennung zu verdauen hat ziemlich lange gedauert und erst jetzt merke ich, dass es mir wieder gut geht

    Meine Freunde sind fast alles liiert, viele verheiratet. Tja, da macht frau sich schon so ihre Gedanken.
    Neulich meinte eine Freundin, sie hätte ihre besten Jahre mit 17/18 gehabt. Das hat mir sehr zu Denke gegeben.

    Wann hatte ich meine beste Zeit?

    Ich denke jetzt, in den Zwanzigern.

    Ich bin unabhängig, verdien mein eigenes Geld, hab meine eigene Wohnung, kann letztlich machen, was ich möchte.

    Natürlich hätte ich auch gern eine Familie (wobei das nicht so natürlich ist, das ist der Lebensentwurf, den ich mir vorstelle), doch letztlich habe ich dafür noch 10 Jahre Zeit (erzwingen kann man ja schließlich nichts).

    Das sind meine ersten Gedanken zu diesem Thema

    Viele Grüße,
    Butterfly
    Frauen sind wie Diamanten - man muss sie mit Fassung tragen (Heinz Erhardt)

  5. #5
    Zitronensonne
    gelöscht

    AW: Mitte 20 - Krise - Torschlusspanik?

    Also, dann ich auch ausführlicher
    Hab gesehen dass der Strang schon älter ist und wusste nicht, ob hier noch jemand reinschaut. Ich neige nämlich zu Romanen, wenn ich ein Thema hab, das mich beschäftigt

    Ich bin 25 (auch 84er-Jahrgang), habe ebenfalls einen guten Job der mir auch wirklich (meistens ) Spaß macht und seit einem Jahr bin ich wieder in einer sehr glücklichen Beziehung (davor einige turbulenten, nicht immer einfachen Jahre), wir ziehen aktuell in unsre erste gemeinsame Wohnung. Mein Freund sieht das mit der Familienplanung sehr ähnlich wie ich, so dass wir uns vorstellen könnten, in ca 1 1/2 - 2 Jahren an Nachwuchs zu denken. Vorstellen könnten wir es uns eigentlich jetzt schon, zumal auch bei uns im Bekanntenkreis gerade sämtliche Paare schwanger sind oder schwanger werden möchten. Die sind zwar alle ein bisschen älter (Ende 20, Anfang 30), aber es ist schon ein Thema. Auch Heiraten. Haus bauen / kaufen.....Aber wir sind ja noch nicht soo lange zusammen, ziehen jetzt erstmal zusammen....mal sehen was die nächsten Monate bringen....

    So, nun bin ich ja eigentlich in einer Beziehung, mein Familienwunsch ist in etwas greifbarerer Nähe gerückt (was die Zukunft tatsächlich bringt, weiß man nie, aber das Wunschkonstrukt steht).....

    Es ist aber schon so, dass mein Familienwunsch auch in meinen Single-Zeiten immer da war. Mal mehr, mal weniger. Aber eigentlich immer dominierend, dass mein Leben so aussehen soll und dass ich auch nicht zu den Frauen gehöre, die bewusst Kinder erst ab Mitte / Ende 30 in ihrem Leben einplanen oder bei denen die Babypläne notfalls den Karriereaussichten weichen müssten.

    Ich teile kuscheltigerins einschätzung, dass dieses Thema bei vielen erst ab 30 aktuell wird.
    Was mich verwundert, manchmal ärgert und manchmal belustigti, ist die Meinung vieler Menschen, dass man - wenn man seinen Kinderwunsch äußert - von vielen als langweiliges Heimchen und Muttertier abgestempelt wird. Dass der Kinderwunsch in den Zwanzigern anscheinend nur schulabschluss-losen naiven Teeniemüttern oder aber dem biederen Hausmütterchen- graue Maus-Typ vorbehalten ist.
    Als hippe, lebenslustige und einfach normale Mittzwanzigerin, die Studium, Ausbildung, erste Wohnung usw gemeistert hat, soll man nicht äußern dürfen, dass man statt an durchzechte Disconächte lieber an turbulente Babynächte denkt.....dass man die Rucksacktour durch Thailand echt super fand, aber nächstes Jahr nicht wieder mit dem Rucksack durch den nächsten Dschungel tigern will, sondern sich auch Urlaub an der Nordsee mit Kind und Kegel vorstellen kann und dass man statt wechselnden VErliebtheiten lieber eine wirkliche Partnerschaft haben möchte mit einem Menschen, auf den man sich verlassen kann und mit dem man gerne in die zukunft sieht.

    Es ist irgendwie komisch, wenn ich mir bewusst mache, dass meine Mutter mit 25 bereits verheiratet war und 2 Kinder hatte.
    Auch meine Mutter hatte mit 25 zwei Kinder (mit 27 warens 3) , war verheiratet und der Hausbau war in Planung. Aber ich denke, es war eine andre Zeit. NAtürlich gibts das auch heute noch (eine gleichaltrige Freundin von mir ist früh Mama geworden, Kind Nr.3 ist unterwegs, Heirat und Hausbau wurde dieses Jahr realisiert), aber ich denke, die Norm ist das nicht mehr. Meine Mutter war 23 als sie mich bekommen hat und war damals im Geburtsvorbereitungskurs die Älteste. Da wäre sie heute mit einiger wahrscheinlichkeit die Jüngste.
    Die FRauen waren früher einfach eher mit der Schule / Ausbildung fertig. HAben vielleicht auch nicht so drauf geachtet noch ein Aufbaustudium usw zu machen....
    Bis man heute aus der Schule ist, Ausbildung oder Studium beendet hat, vielleicht noch ein Auslandsjahr und dann noch ein paar Jahre arbeiten möchte, um etwas Berufserfahrung zu bekommen und ein bisschen was auf die hohe Kante zu scheffeln..... da ist man ganz ohne Zeitverschwendung bei Mitte bis Ende 20 angelangt.

    Aber wie gesagt, der Wunsch ist da und war er eigentlich schon immer.

    Meine beste Zeit? Momentan würde ich mich wohl als ziemlich glücklich bezeichnen, vielleicht ist es gerade die beste Zeit meines Lebens, werde ich aber erst danach wissen Ich bin heute auf jeden Fall glücklicher als als Teenie oder mit Anfang 20. Heute weiß ich schon ein wenig genauer wer ich bin, wie ich ticke und warum.....Früher hab ich mich durch viele Situationen ablenken lassen, war unsicher und oft etwas überfordert wenn ich mich mit mir selbst beschäftigen sollte.....

  6. #6
    Avatar von frolleinwunder
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    AW: Mitte 20 - Krise - Torschlusspanik?

    Also ich bin 26, nächstes Jahr hoffentlich mit dem Studium fertig und bin in einer glücklichen Fernberziehung.. Ich kenne dieses Torschlusspanik Gefühl sehr gut, aber versuche dann auch mich wieder runterzubringen mit so " ich hab ja theoretisch noch 10 Jahre Zeit"Gedanken. Und in letzter Zet genieße ich auch mein unabhängiges Leben sehr bewusst, was ich auch wichtig finde, weil wir lben ja jetzt, und wer weiß vielleicht vermissen wir unser Leben wie es momentan ist ja ab und , wenn wir dann " biedere hausmütterchen" geworden sind...

  7. #7

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    AW: Mitte 20 - Krise - Torschlusspanik?

    Darf ich mich als gerade 30 gewordene auch noch melden?
    Was mir aufgefallen ist in den letzten Jahren: Diejenigen meiner Freunde (mich eingeschlossen), die studiert haben, haben erst viel später (eben mit Ende 20) angefangen, ernsthaft über die Verantwortung, die eine Familie bedeutet nachzudenken - wahrscheinlich weil man noch nie "wirklich" gearbeitet hat, nicht weiss wo einen der Job hinverschlägt etc. Wer eine Ausbildung hat, fängt oft früher an über Familie und Co nachzudenken. Hat aber auch früher angefangen, sein eigenes Geld zu verdienen etc.
    Ich war auch von 24-27 Single, habe diese Zeit nochmal unheimlich genossen, war viel unterwegs, habe mein Studium beendet und einen Job gefunden, den ich wirklich liebe! Dann hats mich aus heiterem Himmel erwischt - und zwar richtig! Schon kurz nach dem Zusammenkommen haben wir (mehr oder weniger theoretisch) über Kinder und heiraten gesprochen - war mir aber auch wichtig, mit Ende 20 wollte ich mich nicht mehr auf eine Beziehung einlassen, in der Kinder ausgeschlossen sind. Dafür war mir zu sehr klar, dass Kinder für mich dazugehören. Mittlerweile sind wir verheiratet und der erste Zwerg liegt brabbelnd neben mir auf dem Sofa. (Hätte man mir das vor 2 Jahren vorhergesagt, dass es so schnell geht, hätte ich in der nächsten Irrenanstalt angerufen...)
    Was ich damit sagen will: Ja, die Zeit zwischen 20 und 30 ist spannend, es werden Weichen gestellt, man kann auch mal eine kleine Krise bekommen wegen der Zukunft - aber: Torschlusspanik sollte doch eher nicht ausbrechen, dafür ist man echt noch zu jung!
    Und wie das Frolleinwunder so schön geschrieben hat: Wir leben jetzt und nicht erst in der Zukunft!! Ich versuche alles mitzunehmen, was mir in dem Moment wichtig erscheint... Ich will nicht später mal dasitzen und sagen "ach, hättest doch dies oder jenes getan"...

  8. #8
    Avatar von Butterfly81
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    AW: Mitte 20 - Krise - Torschlusspanik?

    Liebe Crazy,

    deine Geschichte ist so schööön
    Ich finde, das macht Mut und zeigt, wie "unnötig" die Torschlusspanik ist.

    Wie gesagt, für mich gehören Kinder auch zu meiner Zukunft dazu.
    Aber ich kann auch verstehen, wenn jemand keiner Kinder möchte. So hat doch jeder seine eigene Meinung und seine eigene Vorstellung von dem, was im Leben wichtig ist.
    Frauen sind wie Diamanten - man muss sie mit Fassung tragen (Heinz Erhardt)

  9. #9

    Registriert seit
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    AW: Mitte 20 - Krise - Torschlusspanik?

    Danke schön
    Ich kann mein Glück auch manchmal nicht fassen... Vor allem, da ich echt überzeugter Single war und immer gesagt hab ich brauch keinen Mann

    Du schreibst, dass für dich Kinder auch dazugehören - von daher ist es echt sinnvoll, das mit einem neuen Partner schnell abzuklären. Wenn er keine Kinder will, ist das für ihn in Ordnung - aber ob du dann "Zeit mit ihm verschwenden" willst, ist eben eine andere Sache... Das war zumindest für mich der Beweggrund, das schnell zu klären (auch wenn das in Beziehungsratgebern immer als Killer Nr. 1 genannt wird )!

  10. #10
    Avatar von Butterfly81
    Registriert seit
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    AW: Mitte 20 - Krise - Torschlusspanik?

    Das werde ich auch tun
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