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Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
    bootsfrau
    gelöscht

    Wanderstöcke - ja oder nein?

    Mein Mann und ich werden nächste Woche zu einem Wanderurlaub aufbrechen. Geplant sind mehrer Tagestouren von eher geringem Schwierigkeitsgrad (also keine Gletscherquerungen u.ä.). Einen ähnlichen Urlaub haben wir vor zwei Jahren gemacht.

    Jetzt überlegen wir, ob die Anschaffung von Wanderstöcken Sinn macht. Ich habe ein bißchen recherchiert und muß sagen, dass die Vorteile für mich nicht unbedingt die Nachteile überwiegen.

    Ich stelle mir das nervig vor, ständig mit Stöckern in der Hand zu laufen. Zudem gibt es ja Stellen, wo man eigentlich gerne die Hände frei hätte (zum Klettern, zum Abstützen...).
    Außerdem habe ich Bedenken, dass die Stöcke bei mangelnder Technik (bin noch nie mit Stöcken gelaufen) der Nutzen eh nicht besonders hoch ist.

    Wandert hier jemand und kann mir einen Rat zum Thema Stöcke geben?

    Danke,
    bootsfrau

  2. #2
    Avatar von Dachziegel
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    834

    AW: Wanderstöcke - ja oder nein?

    Ich wandere seit etlichen Jahren nur noch mit Wanderstöcken. Ich finde, man hat besseren Halt, kann sich aufstützen, und sie sind sowohl bergab wie bergan eine Hilfe. Einmal habe ich die Wanderstöcke zuhause vergessen; am Urlaubsort habe ich neue gekauft, weil ich keinesfalls "ohne" wandern wollte.

    Meine sind teleskopartig ausziehbar. Ich stelle sie bergab etwas länger ein als bergan.

  3. #3
    Avatar von Malina70
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    9.505

    AW: Wanderstöcke - ja oder nein?

    Hallo bootsfrau,

    ich plädiere ich auch für Stöcke, es sei denn, Ihr haltet Euch im Mittelgebirge auf, wo sie in meinen Augen unnötig sind.

    Sie unterstützen in der Tat beim Raufgehen, weil man, wenn man sie bewusst einsetzt und auch Gewicht auf die Stöcke bringt, mit dem ganzen Körper geht. Und beim Runtergehen schonen sie vor allem die Kniegelenke.

    Beim Klettern sind sie natürlich etwas hinderlich. Aber wenn ich absehen kann, dass ich jetzt längere Zeit in unwegsamem Geländer unterwegs sein werde, pack ich sie in die Außentasche des Rucksacks (darauf würde ich achten, dass sie leicht zu verstauen sind).

    Ich finde, man kommt mit Stöcken auch leichter in einen guten Gehrhythmus rein. Technisch gibt es eigentlich nichts groß zu beachten (die Nordic Walking Welle hat die Idee, dass Gehen mit Stöcken eine hochkomplizierte Technik ist, die nur in mehrmonatigen Kursen zu erlernen ist, leider erfolgreich in die Köpfe der Menschen gepflanzt). Die Bewegung sollte halt gegenläufig sein, d.h. linkes Bein und rechter Arm sind jeweils auf einer Höhe und umgekehrt. Das muss man ein klein wenig üben, bis man es verinnerlicht hat. Und das ist im Grunde auch schon alles.

    Ich würde nicht mehr ohne gehen wollen.

    Viele Grüße,

    Malina
    Frühling läßt sein blaues Band
    Wieder flattern durch die Lüfte
    Süße, wohlbekannte Düfte
    Streifen ahnungsvoll das Land

    (Eduard Mörike)

  4. #4
    Avatar von Horus
    Registriert seit
    08.04.2005
    Beiträge
    19.767

    AW: Wanderstöcke - ja oder nein?

    Und ich lasse die Stöcke meist zu Hause.

    Ich finde sie auf jedem Weg überflüssig. Man verlernt die Balance mit den Stöcken. Und in steinigem Geröllhaldengelände verhängt man sich mit den Dingern dauernd.
    Den zusätzliche Antrieb aufwärts bringt man nur hin, wenn man WIRKLICH vollen Stockeinsatz gibt.
    Die Knieentlastung bergab ist ein Argument, das ich nachvollziehen kann, aber zu bedenken gebe, dass Knie- und Hüftgelenke viel eher dafür gemacht sind, Gewicht aufzufangen, als Schultern, Ellbogen und Handgelenke.

    Stöcke bzw. ein Stock kommen/kommt bei mir nur mit, wenn ich steile Schneefelder zu queren habe (also Absturzgefahr besteh) und zu faul bin einen Pickel mitzuschleppen, in weglosem, steilem Grasgelände (mit Absturzgefahr) quer zum Hang, wenn ich 3000 Höhenmeter am Stück absteigen muss oder wenn ich mir in den Kopf gesetzt habe, 2000 Höhenmeter unter 3 Stunden aufzusteigen (hier brauch ich die Stöcke dann Nordic Walking mässig)
    Für alles andere bleiben sie zu Hause da ich sie als hinderlich empfinde.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  5. #5
    maeusi
    gelöscht

    AW: Wanderstöcke - ja oder nein?

    Ich schließe mich mit diesem bei wiki geklauten Zitat " Ständige Benutzung von Stöcken ist der Trittsicherheit abträglich. Man sollte von Zeit zu Zeit auch einmal auf die Stöcke verzichten, um das Gleichgewichtsgefühl beim "normalen" Gehen in unebenen Gelände wieder zu schulen."
    Horus an.
    Geändert von maeusi (12.09.2008 um 10:56 Uhr)

  6. #6
    Avatar von WhiteTara
    Registriert seit
    10.06.2007
    Beiträge
    1.729

    AW: Wanderstöcke - ja oder nein?

    Liebe Bootsfrau,

    ich rate euch, bevor ihr eigene Stöcke kauft (gute sind ja nicht gerade günstig), solltet ihr das vorher ausprobieren, wie es euch damit geht. Denn wie du siehst, gibt es da sehr unterschiedliche Meinungen von "immer mit" bis "niemals" und allen Zwischenvariaten.
    Vielleicht könnt ihr an euren Urlaubsort ja welche ausleihen zum Probieren?

    Ich selbst habe keine, werde mir wohl auch nie welche kaufen. Meine Mitbewohnerin hingegen findet sie ganz praktisch, vor allem wenn sie mit schwerem Gepäck tagelang marschiert. Als wir mal gemeinsam zu einer längeren Tour unterwegs waren, bot sie mir an, es mal auszuprobieren, weil sie es entlastend findet, einen besseren Rhythmus beim Gehen hat, mehr Halt findet in unwegsamen Gelände usw.
    Ok, haben wir die Stöcke auf meine Körpergröße angepasst und ich bin dann einige Zeit damit gegangen - auf ebener Asphaltstraße, Forstwegen, querfeldein über Wiesen und auf kleinen Pfaden im Wald, eben-bergauf-bergab......nach anfänglichem Wurschteln fand ich immerhin einen passablen Rhythmus, aber sonst war ich gar nicht begeistert vom Gehen mit Stöcken Zum einen fand ich es sehr belastend für meine Ellenbogen- und Schultergelenke (liegt sicher am Ungewohnten und vermutlich einer nicht ökonomischen Bewegung mangels Übung) und ich kam mir immer vor, als würde ich da was mitschleppen, was ich nicht wirklich brauche. Die Erfahrung von Horus, dass man sich mit den Stöcken auch schnell irgendwo verheddert und hängen bleibt, habe ich auch gemacht. Meine Stand- und Trittsicherheit finde ich ohne Stöcke wesentlich besser
    Habe dann die Dinger meiner Mitbewohnerin zurück gegeben - sie ist fast die ganze Zeit gestöckelt und ich bin so marschiert --->gut angekommen sind wir beide

    In den Alpen sah ich jetzt auch viele Menschen mit Stöcken wandern, aber da kann ich mir das noch weniger vorstellen, weil ich die ganze Zeit nur Bammel hätte, mich zwischen den Gesteinen zu verhaken.

    Probiert es einfach aus - und wenn es euch gefällt mit Stöcken zu gehen, dann könnt ihr immer noch welche kaufen!
    LG WhiteTara

  7. #7

    Registriert seit
    05.08.2006
    Beiträge
    1.850

    AW: Wanderstöcke - ja oder nein?

    Ich bin. leider immer noch nicht, der trittsicherste Bergwanderer.
    Speziell abwärts tue ich mich schwer, das hat zum Teil, z.B. bei Steigen mit "Stufen" aus Felsen oder Wurzeln, damit zu tun daß ich die Höhe der "Stufen" schwer abschätzen kann. Ich habe mich jahrelang gefragt, warum ich da so ein Trottel bin, bis mir dieses Jahr jemand bestätigte, daß er das gleiche Problem hätte. Es liegt schlichtweg am Unvermögen der Augen

    Insofern geben Stöcke mir da immer ein wenig Sicherheit - andererseits gehen wir eben auch aus diesen Gründen sowieso meist leichte bis mittelschwere Touren. Und da habe ich die Stöcke seltenst gebraucht bzw. vergesse sie sowieso meistens zu Hause

  8. #8

    Registriert seit
    13.04.2007
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    3.663

    AW: Wanderstöcke - ja oder nein?

    Ich kann mich nur den Befürwortern anschließen! Okay, früher ist man auch ohne gewandert... Aber die Stöcke erleichtern das Wandern doch enorm, insbesondere beim Bergaufgehen oder beim Bergabgehen in etwas unwegsamem Gelände. Ich habe auch Teleskopstöcke und stelle die beim bergaufgehen kürzer und beim bergabgehen länger. Und wenn ich flach laufe oder meine, ich brauche sie nicht, dann fahre ich sie komplett ein und stecke sie in den Rucksack, da stören sie dann nicht mehr. Ich möchte die Dinger nicht mehr missen beim Wandern. Aber ich denke, notwendig sind sie nicht, wie gesagt, früher ging man ja auch ohne (oder halt mit einem hölzernen Spazierstock) und es ging auch... Muss man halt ausprobieren...
    Marathon-Bömbchen wieder auf dem Weg zum Wettkampfgewicht:
    Start am 03.01.12 mit 73,1 kg
    31.01.2012: 71,2 Kg
    29.02.2012: 72,7 kg
    31.03.2012: 71,0 kg
    Ziel bis 01.09.2012: 67,5 kg

  9. #9
    bootsfrau
    gelöscht

    AW: Wanderstöcke - ja oder nein?

    Vielen Dank für die Antworten.
    Ich denke, ich werde erstmal keine Stöcke kaufen, ich habe Angst, dass ich viel Geld ausgebe, und dann unzufrieden bin.

    @WhiteTara: das mit dem Leihen vor Ort ist eine ganz gute Idee, um erst mal zu testen. Ich werde mich umsehen, ob es da einen Verleih gibt.

  10. #10
    Avatar von Malina70
    Registriert seit
    25.06.2004
    Beiträge
    9.505

    AW: Wanderstöcke - ja oder nein?

    Hallo zusammen,

    was die Trittsicherheit angeht, hab ich mir mit Stocken noch kein Nachlassen bemerkt. Ich habe mir meine Trittsicherheit aber schon in der Kindheit erworben, die sitzt vermutlich recht tief. Und wenn es mir zu unsicher wird, stütz ich mich eh mit den Händen ab.

    Ich habe aber schon so viele unsichere Menschen gesehen, die sich in unwegsamem Gelände so viel leichter tun mit Stöcken. Gerade bei älteren Semestern ist das zu beobachten. Die werden ihre Trittsicherheit auch ohne Stöcke kaum noch verbessern.

    Ich muss allerdings auch sagen, dass ich Stöcke in ebenem Gelände extrem lästig finde. Also auf Forstwegen und Asphalt verschwinden sie bei mir gleich im Rucksack, weil ich dann das Gefühl habe, Ballast mit mir rumzuschleppen.

    Gruß,

    Malina
    Frühling läßt sein blaues Band
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    Süße, wohlbekannte Düfte
    Streifen ahnungsvoll das Land

    (Eduard Mörike)

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