Hallo Schafwolle,
ich mache da einen Unterschied zwischen zwei Dingen.
Erstens, Gewicht abzunehmen das man erst kürzlich zugenommen hat. Das geht oft. In jüngeren Jahren und bei guter Gesundheit oft schon, wenn man zu seinen vorherigen Gewohnheiten zurückkehrt, in nicht so jungen Jahren oder wenn ein "Zurück" nicht möglich ist, mit mehr Aufwand, und manchmal gar nicht. Aber wenn es einen stört, ist es einen Versuch wert, und sei es nur, um andere Ursachen (Krankheit) auszuschließen. Feststellen "das funktioniert nicht" kann man immer noch.
Zweitens, die Körperform zu ändern, die man sein Leben lang hatte: Verhältnis Hüfte zu Taille, Oberschenkel zu Waden, Schulterbreite, Schuhgröße... Das ist irgend etwas zwischen sehr schwierig und immens aufwendig (Bodybuilder geben einem eine Vorstellung von dem Aufwand, und auch den Grenzen) und unmöglich. Ehe man so etwas angeht, sollte man sich wirklich schlaumachen (wie es die TE ja auch tut), wie da die Chancen sind und was es kostet. Man tut sich nichts gutes, wenn man sich an einer ummöglichen Aufgabe verschleißt.
Ich hab einfach zu oft den frustrierten Seufzer gehört, "Sport bringt nichts, ich hab nichts abgenommen". Wenn ein Schulkind sagt, "Lernen bringt nichts, ich hab keine Eins gekriegt" rollen die Erwachsenen die Augen und erklären, daß Lernen nie vergebens ist, und eine Eins nicht zwingend. So ist das meiner Ansicht nach auch mit dem Sport und dem Abnehmen.
Und bei obigem Absatz gilt immer noch: Abnehmen ist *im Verhältnis* einfacher als eine willentlich gezielte Modifikation (für "willentlich" + "gezielt" + "Modifkation" verwende ich "Manipulation") der Körperform, so wie die Eins leichter zu kriegen ist als eine Plazierung bei der Mathematikolympiade. (Es nehmen 5% aller Diätenden erfolgreich dauerhaft ab. Es schaffen wesentlich weniger Leute, sich herzurichten wie der junge Arnold.)
Bodybuilder, Ballettänzer, Leistungssportler, ... geben eine ganze Menge Sachen im Leben auf, um die Zeit und Energie zu haben, ihre Körper zu dem zu machen, was sie gerne hätten. Niemand ist verpflichtet, diesen Preis zu bezahlen. Jeder hat das Recht, seinen Körper zu nehmen, wie er ist. Selbst, wenn ein Leidensdruck herrscht, ist es oftmals effizienter, seine Ansprüche zu ändern, als seine Gestalt.
Generell: Bei Situps bitte auf den Rücken aufpassen! Ich würde immer eher zu Übungen raten, bei denen die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form bleibt.










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