WhiteTara hatte die gute Idee, ein Wanderthema zu eröffnen. Heute hatte ich selbst Lust, etwas zum Thema zu verfassen - ich hoffe, es ist o.k. so. Der Titel, scheint es, widerspricht ein wenig der Rubrik „fit und sportlich“, und doch ist Wandern eine Sportart. Ich musste selbst erst einmal googeln, ob dem so ist.Zeitweise zählte ich Wanderungen nicht zu meinen sportlichen Aktivitäten, sondern rechnete Tage, an denen ich wandern ging, zu den Erholungstagen. Von derartiger Arroganz musste ich erst einmal geheilt werden.
Spätestens dann, wenn man nur langsam, vorsichtig und mit Hilfe von Stöcken spazieren gehen kann, lernt man Umdenken. Momentan sind (kürzere) Wanderungen mein einziger Wochenend-Ausdauersport. Ich hoffe, in einigen Wochen wieder joggen zu können, werde aber immer auch gern wandern gehen.
Neben dem Trainingseffekt sind Wanderungen aber auch gut für die Seele. Wandern ist eine besonders entschleunigende Art, sich zu bewegen.
Die vergangene Woche war sehr durchorganisiert, und ich habe mir immer wieder gewünscht, mehr Pausen zu haben, alles etwas langsamer angehen zu können. Gut, dass wir uns für das Wochenende eine Wanderung vorgenommen hatten! In der Umgebung von Dresden lassen sich schöne Touren unternehmen. Das Erzgebirge liebe ich wegen seiner sanften, bewaldeten Bergketten; es ist eine beruhigend wirkende, reizarme Landschaft mit vielen Aussichtspunkten, von wo aus man weit über das Land schauen kann. Ich mag es aber auch, durch Dörfer zu gehen, mir die alten Häuschen und typischen Grundstücke anzuschauen: beim Wandern sieht man einfach mehr als beim Laufen oder Radfahren. Die Vorfreude auf solche Unternehmungen ist oft so groß, dass ich in der Nacht zuvor nicht richtig schlafen kann: ich liege dann wach und würde am liebsten sofort aufbrechen. Meist siegt die Vernunft und ich drehe mich doch noch einmal um. Vorfreude und die Notwendigkeit, auszuschlafen, passen oft nicht zusammen. Gestern waren wir am Rande des Osterzgebirges unterwegs: wir wanderten von Dippoldiswalde zum Wilisch, von dort aus nach Hirschbach und nach Kreischa, von wo aus es mit dem Bus zurück nach Dresden ging. Der Wilisch ist ein richtiges Gipfelchen; die letzten Meter zur Kuppe hinauf sind recht steil. Ohne Stöcke hätte ich das noch nicht geschafft. Im Unterschied zum vergangenen Wochenende konnte ich aber schon eine gute Strecke ohne Stöcke gehen, und im Wald kam ich richtig zügig voran. Unterwegs kamen wir am Vorwerk Reinberg vorbei, einem alten, verfallenen Gutshaus, dessen Schönheit man trotz des Verfalls noch gut erkennen kann. Wenn ich so schöne alte Gebäude sehe, wünsche ich mir manchmal einen Millionengewinn, um ihren Wiederaufbau bezahlen zu können. Denke ich genauer darüber nach, komme ich aber zu dem Schluss, dass ich im Falle eines solchen Gewinnes doch nicht so idealistisch wäre.
Für den kommenden Sonnabend sind hier leider Regenschauer angesagt, aber vielleicht zögert es sich mit dem Regen noch ein bisschen hin. Wir haben nämlich schon eine Idee, wohin wir gern wandern würden.
Über einen Austausch über Wanderungen hier würde ich mich freuen!











Zeitweise zählte ich Wanderungen nicht zu meinen sportlichen Aktivitäten, sondern rechnete Tage, an denen ich wandern ging, zu den Erholungstagen. Von derartiger Arroganz musste ich erst einmal geheilt werden.
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, das macht nicht so richtig Lust aufs Wandern. Mal sehen... inzwischen bin ich ja mit Outdoorklamotten gut ausgerüstet, aber so richtig Spaß macht es bei schlechtem Wetter nicht. Im Moment ist man ja soo sonnenhungrig, möchte Wärme und blauen Himmel.

Für die vierzehn dann etwas weniger.
