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  1. #11
    Avatar von Tante_dorothee
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    AW: Der Hobbit - "zwangsweise" in 3D?

    Hallihallo,

    gestern habe ich diesen Film gesehen, und zwar nicht in 3D.

    Leider fand ich das Bild gar nicht gut, es war teilweise extrem unscharf und sah sehr künstlich aus.

    Da ich den Film an sich auch nicht besonders toll fand, werde ich ihn mir nicht noch einmal ansehen, um Vergleiche zwischen 2D und 3D anstellen zu können.

    Der Hobbit ist so ein tolles Buch, und wie es nun so verwurstet wird, ist eine Schande.

    Ja, ich weiß, das hatte die TE gar nicht gefragt, sorry.

    Bin halt immer noch etwas enttäuscht.

  2. #12
    Avatar von Iceman0905
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    AW: Der Hobbit - "zwangsweise" in 3D?

    Zitat Zitat von Tante_dorothee Beitrag anzeigen
    .....
    Ja, ich weiß, das hatte die TE gar nicht gefragt, sorry.

    Bin halt immer noch etwas enttäuscht.
    Der TE, bitte...!

    Das macht doch nix, ich habe schon damit gerechnet, dass sich dieser Strang nach dem Filmstart von einem Frage- in einen Kritikstrang verwandelt. Ist doch nicht schlimm.

    Tut mir leid, dass du von dem Film enttäuscht warst.

    LG
    Iceman

  3. #13
    cornflake
    gelöscht

    AW: Der Hobbit - "zwangsweise" in 3D?

    Eine Enttäuschung ist es auf alle Fälle, zum Glück hatte ich nicht so hohe Erwartungen.

    Ich verfolge im Moment die Streiterei zwischen den beiden Lagern (pro und contra 48fps) und finde das alles ziemlich spannend, weil dieselbe Sache offenbar so komplett unterschiedlich wahrgenommen wird. Ich gönne es auch jedem, der diese technische Neuerung wirklich genießen kann, aber ich verstehe es nicht und hoffe sehr, dass sich diese Sache nicht allgemein durchsetzen wird.

  4. #14
    stynalotta
    gelöscht

    AW: Der Hobbit - "zwangsweise" in 3D?

    Ich habe den Film ebenfalls in 3D und 48fps gesehen: Die durch einige Kritiker beklagten 48fps habe ich persönlich überhaupt nicht wahrgenommen und fand von daher die Abfolge der Bewegungen weder künstlich noch überscharf. Zumal im gesamten Film klassische Stilmittel wie unscharfe Hintergründe und wechselnde Focussierungen nachwievor eingesetzt werden.
    Die 3D- Technik hat Jackson im Vergleich zu seinem vorherigen Film (Tim & Struppi, welcher mit nahezu demselben Team umgesetzt wurde) etwas mehr ausgereizt, ja. Ich fand es dennoch maßvoll und habe die einzelnen Wow- Effekte (wenn z.B. unmittelbar über der Kamera jemand ins Bild sprang und nach vorne weglief oder die Motte aus dem Baum gepflückt wurde) genossen.

    Zur thematischen Umsetzung:
    In der Pause unterhielten sich einige Besucher darüber, dass sie den Film nicht so prall fanden, das wäre ja gar nicht mit HdR zu vergleichen.
    Nein, ist es nicht. Sollte man auch meiner Meinung nach nur bedingt versuchen und sich dabei maximal auf den kleinsten gemeinsamen Nenner besinnen- Mittelerde als "Heimatplanet" zweier vollkommen verschiedener Geschichten. "Der Hobbit" ist und bleibt ein Kinderbuch, während "Der Herr der Ringe" nun alles andere ist als ein Kinderbuch. Dass es bei der filmischen Umsetzung zu Änderungen kommen musste, finde ich nicht verwunderlich- es ging nie darum, ein Kinderbuch für Kinder zu verfilmen.
    Ich persönlich lasse höchstens bei den in beiden Geschichten vorhandenen Personen den von den Medien so inflationär benutzten Begriff "Prequel" gelten, ansonsten kann ich diesen Film sehr gut als eigenständige Produktion betrachten. Mir hat es großen Spaß gemacht, diese kleinen Brücken- Gadgets innerhalb des Filmes auch als Geschenk an die Fans wahrzunehmen und mich dran zu freuen.
    Nicht neu, aber wieder sehr schön fand ich Jacksons Gespür für Inszenierung und Dramatik- da ist dieser kleine dickliche Kiwi einfach hochtalentiert und schafft es, einen Spannungsbogen über zweieinhalb Stunden zu halten.
    Natürlich (und ich habe es nicht anders erwartet) hat er bei sich selbst geklaut- das allerdings sehr schön und ebenfalls maßvoll. Die Szene, in der die Zwerge vor dem Kamin singen, erinnert in der Melodie sehr an Aragorns Gesang (in dem er von der Liebe eines Menschen zu einer Elbin erzählt), ist dann aber doch anders.
    Zu den Charakteren:
    Ausgesprochen gut gefallen hat mir Martin Freeman als Bilbo Beutlin- er kriegt die Kurve des sich verändernden und an seinen Aufgaben wachsenden Hobbits ziemlich gut hin, wie ich finde. Mit großer Höflichkeit und nebenbei hat er sich einiges bei Ian Holm abgeschaut.
    Die Zwerge sind allesamt liebevoll gezeichnet, insbesondere Balin als gutmütig- spöttelnder "Mentor" des verunsicherten Bilbo ist besonders gut gelungen. Dass die Zwerge immer wieder als komische Elemente gezeichnet sind (mit Ausnahme des tragischen und für einen derart behaarten Kerl sehr hübschen Thorin Eichenschild) finde ich ebenfalls angemessen- zum einen entspringen sie einem Kinderbuch, zum anderen wird bereits im HdR der Zwerg schlechthin, Gimli, in genau diesem Konzept aus kriegerischem Komiker dargestellt. Warum also sollten seine Vorfahren wesentlich anders sein?

    Vor zehn Jahren waren die Zuschauer baff, weil Jackson einen bis dahin als unverfilmbar geltenden Stoff allen Ernstes und mit damals revolutionärer Technik umgesetzt hat (ich empfehle jedem, sich mal die wirklich ausführlichen Making off- Sequenzen auf den DVD anzusehen. Es ist sehr spannend zu sehen, wie er uns da regelrecht ausgetrickst hat und was die Firma WETA sich ausgedacht hat). Der Effekt des Nagelneuen und bis dato Unvorstellbaren hat sicher zu dem damaligen Erfolg beigetragen- ich selbst war positiv fassungslos angesichts der Umsetzung. Dieser "Neu- Effekt" existiert mittlerweile natürlich nicht mehr, wir haben uns an die Umsetzung kompliziertester und fantastischster Welten regelrecht gewöhnt. Von daher wird heute (im Gegensatz zum Erscheinungsjahr von "Die Gefährten") niemand mehr denken, dass Jackson das Filmrad neu erfunden hat. Hat er ja auch nicht. Musste er meiner Meinung nach aber auch nicht. Der hat das Meisterstück seines Lebens längst abgeliefert.

    Ich finde, Jackson hat die Balance aus Kinderbuch und Actionfilm gut hinbekommen- er bleibt auf meinem persönlichen Altar der begnadeten Filmemacher (den er sich teilt mit Sergio Leone, Francis Ford Coppola und Martin Scorsese) stehen.
    Ein ganzes Jahr warten....
    Geändert von stynalotta (17.12.2012 um 09:19 Uhr)

  5. #15
    Avatar von Franca81
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    8.838

    AW: Der Hobbit - "zwangsweise" in 3D?

    Also bei Cinemaxx kann man sich aussuchen, ob man den Film in 3D oder 2D ansieht.

    Ich werde ihn sicher nicht in 3D ansehen. Ich hab nen leichten Sehfehler und es ist für mich extrem anstrengend, einen Film in 3D anzusehen. Dafür dann auch noch 5-7 Euro mehr zu zahlen, sehe ich nicht ein.
    Ich hab meine Ernährung umgestellt.


    Die Chips stehen jetzt links von der Tastatur.

  6. #16
    cornflake
    gelöscht

    AW: Der Hobbit - "zwangsweise" in 3D?

    Ich fürchte, ich werde ihn mir auch nochmal in Normal-3D ansehen müssen.

    Stynalotta, hattest du nie das Gefühl, dass du die ganze Zeit auf ein Filmset starrst? Ich fande gerade die Außenaufnahmen im Shire, als Bilbo den Zwergen hinterher rennt, extrem ... desillusionierend. Für mich ist einfach ein großer Teil des Zaubers verloren gegangen, der gerade Fellowship ausgemacht hat. Trotzdem habe ich den Film auch genossen, ich sitze da irgendwo zwischen den Stühlen.

    Der größte Wow-Effekt für mich war allerdings, als ich im Abspann gelesen habe, dass Richard Armitage mitspielt. Ich dachte schon die ganze Zeit, dieser Thorin hat was ...

  7. #17
    stynalotta
    gelöscht

    AW: Der Hobbit - "zwangsweise" in 3D?

    als ich im Abspann gelesen habe, dass Richard Armitage mitspielt. Ich dachte schon die ganze Zeit, dieser Thorin hat was .
    Hübscher Haufen Haare, nicht wahr?
    Ich war relativ perplex als ich die Namen von Benedict Cumberbatch und Barry Humphries (Dame Edna) im Abspann las- es sei jedem Interessierten nun selbst überlassen, herauszufinden, welche Rolle sie übernommen haben.

    Nein, Cornflake, ich hatte nie das Gefühl, auf einen Filmset zu starren- wieso sollte ich? Da waren keine Kameras aus Versehen im Bild, keine puscheligen Mikrofone versperrten mir die Sicht, Jackson in seinem Räuberzivil geisterte auch nicht durchs Bild und störte... Nein, ich hatte dieses Gefühl überhaupt nicht. Ich war nach zwei Minuten erneut verloren und mittendrin in middle earth.
    Was war denn so desillusionierend, das begreife ich nicht.

  8. #18
    stynalotta
    gelöscht

    AW: Der Hobbit - "zwangsweise" in 3D?

    Zitat Zitat von Franca81 Beitrag anzeigen
    Also bei Cinemaxx kann man sich aussuchen, ob man den Film in 3D oder 2D ansieht.

    Ich werde ihn sicher nicht in 3D ansehen. Ich hab nen leichten Sehfehler und es ist für mich extrem anstrengend, einen Film in 3D anzusehen. Dafür dann auch noch 5-7 Euro mehr zu zahlen, sehe ich nicht ein.
    Hoppla! Hier kostet er einen Euro mehr als die 2D- Version.
    Ich (mit massivem Sehfehler und Linsen, jahrelange Verweigerung der alten 3D- Technik, ich hätte spontan kotzen können, so schwindelig wurde mir) brauche auch immer zwei- drei Minuten, bis mein Hirn umgeschaltet hat auf 3D- Kino. Praktischerweise laufen die letzten Werbeclips und Filmankündigungen dann schon im 3D- Modus, sodass die erstaunlich anpassungsfähigen Augen sich bis zum Start des eigentlichen Filmes bereits umgestellt haben. Meine zumindest.

    Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass einige denken, die 3D- Technik sei immer noch so grob wie die damalige mit den grauenhaften Brillen in rot- grün oder blau- cyan. Gottseidank ist die heutige 3D- Technik davon um Lichtjahre entfernt und macht zumindest mir großen Spaß.

  9. #19
    cornflake
    gelöscht

    AW: Der Hobbit - "zwangsweise" in 3D?

    Zitat Zitat von stynalotta Beitrag anzeigen
    Hoppla! Hier kostet er einen Euro mehr als die 2D- Version.
    Ich (mit massivem Sehfehler und Linsen, jahrelange Verweigerung der alten 3D- Technik, ich hätte spontan kotzen können, so schwindelig wurde mir) brauche auch immer zwei- drei Minuten, bis mein Hirn umgeschaltet hat auf 3D- Kino.
    Vielleicht muss man ein bisschen kurzsichtig sein, um die höhere Framerate genießen zu können. Ich hatte zwar keine Probleme mit der Umstellung, aber ich hatte einfach öfter das Gefühl, ein selbstgedrehtes Rollenspiel-Video zu sehen. Die Szenen in Erebor, als man zum ersten Mal die Bevölkerung sieht, hatten etwas von "wir gehen gerade über einen Mittelaltermarkt, und da stehen echte Leute in Kostümen herum". Ich finde, man braucht einen gewissen Verfremdungseffekt, um sich wirklich vorstellen zu können, dass das Ganze in Mittelerde und nicht in Castrop-Rauxel spielt. Es war einfach schon zu real, um noch realistisch zu sein.

    Hier gibt es einen ganz guten Artikel dazu (engl.):

    The Science of High Frame Rates, Or: Why ‘The Hobbit’ Looks Bad At 48 FPS - Movieline

    “You’ve got guys like Cameron and Jackson saying, let’s make it more real because the more realistic, the better; the higher the definition, the more 3-D, the more this, the more that. They’re not taking into account what’s called The Uncanny Valley in psychology. The Uncanny Valley says that, statistically, if you map out a consumer’s reaction to something they’re seeing, if they’re seeing something artificial and it starts to approach something looking real, they begin to inherently psychologically reject it."

    "Not every person perceives the Uncanny Valley, however. There are some people that just do not reject things that look too real, although the vast majority of people do experience that phenomenon. So you’re going to get some individuals who see it and go, This looks great! The problem is anecdotes are not evidence. You have to look at the public as a whole, and I think that’s what Jackson and Cameron are not doing."

  10. #20
    stynalotta
    gelöscht

    AW: Der Hobbit - "zwangsweise" in 3D?

    Die Szenen in Erebor, als man zum ersten Mal die Bevölkerung sieht, hatten etwas von "wir gehen gerade über einen Mittelaltermarkt, und da stehen echte Leute in Kostümen herum".
    Auch, wenn ich nur auf einem Auge kurzsichtig, auf dem anderen dafür weitsichtig bin, hatte ich in der von Dir erwähnten Szene eben ein ganz anderes Gefühl: Ich gehe über einen Markt in Erebor. Und um mich herum ist eine ganze Zwergenwelt zugange.
    Wir werden uns nicht einig- macht abba nüscht.

    Ich habe mich bereitwillig nach Mittelerde entführen lassen und nicht ansatzweise über Kostümierungen nachgedacht. Mich haben vielmehr meine Mitmenschen genervt, in der Pause: Ich war noch richtig in Mittelerde, als in der Pause um mich herum binnen einer halben Nanosekunde gefühlte viertausend Handys angeschaltet wurden. Grauenhaft. Als ob es nicht mal drei Stunden ohne geht.
    Geändert von stynalotta (17.12.2012 um 17:15 Uhr)

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