Mein Neffe ist ein drolliges Kerlchen.
Inzwischen ist er knapp 7 Jahre alt und ich sehe ihn regelmäßig.
Nun hat meine Schwester bei ihm den Eindruck, dass er ADS hat, allerdings ohne hyper (eher hypo).
In der Schule kommt er offenbar nicht mit, weil er irgendwann abschaltet. Und da kommt dann schnell der Stempel "ADS".
Bei einem Kinderpsychiater wurde eine Diagnose (nur IQ-Test) gemacht, aufgrund dessen dann gesagt wurde: "Der Sohn hat ADS".
Sonst würde nichts überprüft, getestet.
Nun nimmt er seit 1 Jahr diese Methylphenidat-Tabletten (von denen ich erstmal nicht viel halte), in der Hoffnung, dass er sich besser konzentrieren kann in der Schule.
Ehrlich gesagt:
Für mich ist das die totale Fehldiagnose.
Wenn ich da bin, dann kann er 2-3 Stunde (ohne Pause!) mit mir Hausaufgaben machen, Spiele spielen, Lieder singen und vieles mehr. Ich erlebe weder Konzentrationsschwäche noch Ermüdung noch Fahrrigkeit oder Träumerei.
Müssten das nicht alles Symptome sein, die auch privat wiederzufinden sind?
Wenn ihr den Jungen so sehen würdet, ihr kämt im Leben nicht auf die Idee, dass der ADS hat.
Vielleicht ist auch die Schule schlecht? Zu laut? Zu wenig Pausen? Zu viele Störungen, Reize? Überforderte Lehrer?
Und nicht jedes Kind, was Konzentrationsschwäche hat (wobei: wie ist das überhaupt definiert??) und still und etwas schüchtern ist, hat ADS. Es könnte doch auch eher eine leichte Depression sein, weil er immer so traurig guckt ab und zu, die dann Konzentrationsprobleme mit sich zieht.
Ich bin gerade ratlos!!!










Zitieren
Ja, mit dem Ritalin sind die schnell dabei - mein Neffe sollte das jahrelang einnehmen, bis sie bei einem Kuraufenthalt herausgefunden haben, das er gar kein ADS hat
****
