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  1. #1

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    Lesen lernen /beibringen!

    Hallo liebe Bri-Com,

    ich könnte mal ein paar Ratschläge gebrauchen.Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen, bzw. sind hier ja bestimmt auch ein paar Erzieherinnen oder Grudnschullehrerinen unter den Mitgliedern.

    Meine Tochter 5, bald 6 macht mich verrückt weil sie unbedingt lesen lernen möchte. Bisher war es nur ein Wunsch und bis vor ein paar Wochen gab sie sich mit der Aussage :"Im Sommer kommst du ja in die Schule und da lernst du lesen" zufrieden.
    Doch seit ca. 14 Tagen bleiben wir vor jedem Schild, vor jedem SChriftzug stehen und ich muss haargenau vorlesen was da steht und sie versucht es auch zu entziffern.

    Da sie eh sehr weit ist, und man sogar letztes Jahr seitens des Kigas und auch der Schule der Meinung war, dass sie mit 5 eingeschult werden sollte, ich mich aber dagegen entschieden habe, scheint sie nun äusserst unterfordert. Wir mahcne hier schon sehr viel Nachmittags, wenn ich von der Arbeit komme, Lük-Kasten, Rechenaufgaben, Buchstaben schreiben, etc.... aber dieser Wunsch nach "Lesen können" ist nun anscheinend übermächtig.

    Eigentlich hatte ich erhofft mir das zu ersparen, da ich auch der Schule nicht vorgreifen möchte, aber es scheint ich komme nicht drumherum, zumindest ansatzweise mit ihr zu "üben". Sie will!

    Welche Mutter kennt das auch und kann mir Tipps geben wie ich da vorgehen soll ?
    Sie kann alle Großbuchstaben (bis auf wenige Ausnahmen, die sie ständig verwechselt, z.B. G = J und umgekehrt. Was ist mit den Kleinbuchstaben? Lernen sie die auch am Anfang in der Schule ? WIr erkläre ich ihr das "Verbinden" der Buchstaben? Also sie liest alle Buchstaben richtig aber manchmal hapert es mit dem Verbinden der Laute.

    Momentan habe ich eine kleine Magnettafel mit Holzplättchen auf denen die einzelnen Buchstaben sind, ich lege dann ein Wort Buchstabe für Buchstabe und vervollständige erst nachdem sie dann die einzelnen Buchstaben aneinandergefügt hat. Also erst das E dann das S dann lasse ich sie verbinden und dann leg ich erst das E, wieder verbinden und dann das L.

    Oft klappt es, manchmal fängt sie natürlich an zu raten.

    Ich weiß echt nicht, ob das die richtige Methode ist, will ihr nichts falsches beibringen, was nachher wieder schwer rauszukriegen ist.

    Könnt ihr mir bitte Tipps geben?

    Vielen Dank

    Anna

  2. #2
    Avatar von Nichtnurmami
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    AW: Lesen lernen /beibringen!

    Meine KInder fanden diese Bücher, in denen immer ein Wort, ein Bild im wechsel stehen, davon hatten wir einige, laß Dich mal im Buchladen beraten.

    http://www.amazon.de/Lesemaus-Conni-...4451981&sr=8-2

    Sowas meine ich, damit es nicht so direkt lernen ist, auch BUssi Bär u.ä. waren immer sehr beliebt!

    LG NNM
    Lebe jeden Tag, als wäre es Dein letzter!

    Und Humor ist, wenn man trotzdem lacht.....

  3. #3

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    127

    AW: Lesen lernen /beibringen!

    Danke Nichtnurmami , diese Bücher haben wir auch, die will sie aber nicht, weil sie ja nicht liest, also keine Buchstaben sondern nur Bilder erkennen muss.

    P.S. Werde mir aber speziell dieses mal im Buchhandel anschauen !

  4. #4
    Zuza
    gelöscht

    AW: Lesen lernen /beibringen!

    Hallo Anna,

    ehrlich gesagt würde ich ihr solche fortgeschrittenen Dinge wie das Verbinden von Buchstaben noch nicht beibringen. Bei uns z. B. bekommen die Kinder erstmal Druckbuchstaben beigebracht, damit haben sie früher kleine Leseerfolge im Alltag als bei der Schreibschrift, weil sie mit Druckschrift ja ständig konfrontiert werden. Danach erst lernen sie die Schreibschrift und hier gibt es dann wieder Unterschiede, ob sie nun noch die klassische lateinische Schreibschrift lernen (das ist die, die wir beigebracht bekamen) oder die vereinfachte Ausgangsschrift, die inzwischen fast schon Standard oder auf dem Weg dorthin ist. Hier sehen die Verbindungen der einzelnen Buchstaben anders aus als wir es beigebracht bekamen.

    Ich sehe hier einfach die Gefahr, dass du deiner Tochter etwas beibringst, was ihr in der Schule dann anders vermittelt wird und du sie dadurch unnötig verwirrst. Und haben sich "Fehler" einmal gesetzt, ist es schwieriger, sie gegen die Macht der Gewohnheit wieder rauszukriegen.

    Wenn sie also lesen will, dann lass sie Druckbuchstaben lesen oder schreiben, damit kann sie nichts verkehrt machen.

    LG,
    Zuza

  5. #5
    Zuza
    gelöscht

    AW: Lesen lernen /beibringen!

    Nachtrag:

    Sonst schau dir in der Buchhandlung doch mal die Leselernbücher aus der Reihe "Leselöwen" aus dem Loewe-Verlag an. Es gibt da auch Buchstabenlernbücher oder -karten für Vorschulkinder.

    LG,
    Zuza

  6. #6

    Registriert seit
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    127

    AW: Lesen lernen /beibringen!

    Ja Zuza, darum stelle ich diese Fragen ja hier.

    Das hier nur Druckbuchstaben gelehrt werden zu Anfang weiß ich, wie es mit kleinen Druckbuchstaben aussieht, weiß ich nicht.

    Buchstaben schreiben, macht sie schon seit über einem Jahr, vor einem halben Jahr hat sie sich hingesetzt und versucht einfache Worte selber zu schreiben, da kam dann Fert für Pferd , also schon ganz gut.

    Wir lesen hier ständig Buchstaben einzeln, egal wo wir sind, wenn sie Buchstaben sieht, benennt sie sie. Das ist aber nun eben schon langweilig und genügt ihr nicht mehr.

    Ich selber will es ja auch nicht unbedingt, vorallem weil ich auch nicht die Geduldigste bin um soetwas zu lehren, aber ich denke auch, wenn sie wirklich will und mich immer wieder damit konfrontiert, dann kann ich es auch nicht ignorieren, da wäre mein Gefühl dann nicht gut bei.

  7. #7

    Registriert seit
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    127

    AW: Lesen lernen /beibringen!

    Sonst schau dir in der Buchhandlung doch mal die Leselernbücher aus der Reihe "Leselöwen" aus dem Loewe-Verlag an. Es gibt da auch Buchstabenlernbücher oder -karten für Vorschulkinder
    Danke , hab ich notiert und werde sie mir zeigen lassen.

  8. #8
    Zuza
    gelöscht

    AW: Lesen lernen /beibringen!

    Nein, ignorieren ist in dem Fall wirklich schwer, da hast du Recht, Anna. :-) Eine ehemalige Freundin meiner Tochter brachte sich mit 4 Jahren das Lesen quasi allein bei. Sie war neugierig und löcherte ihre Mutter ständig, wie denn dieser oder jener Buchstabe hieße und deutete dann auf den entsprechenden Buchstaben. Wo andere Kinder das Interesse dann wieder verlieren und sowas evtl. wieder vergessen, merkte sie es sich und irgendwann stand sie mit ihren gesammelten "Merk-Schatz" vor einer Apotheke und las dieses Wort langsam aber korrekt vor. Da war sie noch keine 5.

    Wenn deine Tochter lesen will, dann lass sie es tun, aber belasse es bei den Druckbuchstaben. Wenn ich mich richtig erinnere, bekamen meine Kinder die Groß- und Kleinbuchstaben jeweils parallel vermittelt, aber ich bin mir nicht mehr ganz sicher, das ist jetzt 7 bzw. 9 Jahre her.

    Schlimmstenfalls wird deine Tochter sich in der ersten Klasse eben etwas langweilen und wenn sie auch in anderen Fächern weiter ist als die anderen Kinder, wird sie die Klasse evtl. überspringen können/dürfen. Ansonsten muss sie durch die Langeweile eben durch. Außerdem gibt es in vielen Grundschulen mittlerweile ja auch den klassengemischten Unterricht, in dem 2 oder auch 3 Jahrgänge in einer Klasse zusammengefasst werden, da werden solche Wissensvorsprünge wahrscheinlich besser "bedient" werden können als im klassischen Klassenunterricht.

    LG,
    Zuza

  9. #9
    Avatar von Mocca
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    AW: Lesen lernen /beibringen!

    Mein Zweiter lernte das Lesen durch den älteren Bruder, obwohl ich streng drauf achtete, dass er bei den Hausaufgaben nicht dabei war. Gelangweilt hat er sich in der Grundschule trotzdem nicht (rechnen konnte er vor der Einschulung auch ohne weitere "Förderung" schon bis 100). Ehrlich gesagt: ich würde es "schlüren" lassen, Fragen nach den einzelnen Buchstaben kann man ja beantworten, ansonsten kann das Kind, wenn es nicht von allein die Verknüpfungen kapiert, ruhig unbedarft in die Schule gehen.

    Mocca

  10. #10

    Registriert seit
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    AW: Lesen lernen /beibringen!

    Danke Zuza , ich werd halt sehen wie es sich mit den Großbuchtaben weiterentwickelt, bzw. wie weit wir damit kommen. Kleinbuchstaben kennst si noch so gut wie gar nicht, das ärgert sie immer kollossal wenn wir irgendwo stehen, sie dasgt dann immer : "Was soll das? Warum schreiben die das so blöd?"

    Ja, dass sie sich langweilen wird, ist schon eine kleine Gefahr. Das war auch die Aussage der Leherinen hier, beim Einschulungstest im September :"Der Test ist überdurchschnittlich gut bei ihrer Tochter, ich mache mir ein wenig Sorgen, dass sie sich nächstes Jahr hier langweilen wird, aber dann muss man halt sehen, ob sie nicht eine Klasse überspringt!"

    Manchmal frage ich mich auch, ob es die richtige ENtscheidung war, sie nicht vorzeitig einzuschulen, weil auch iher soziale Komponente schon sehr ausgereift ist und sie da auch weiter ist als andere Gleichaltrige. Körperlich hätte es auch gepaßt. Und trotzdem hab ich mich dagegen entschieden. Ich selber habe in der Grundschule eine Klasse übersprungen und ich war dann natürlich immer mit Abstand die Jüngste in der Klasse. Das macht sich besonders dann auf der Weiterführenden Schule bemerkbar. Alle bekamen plötzlich Busen, ihre Periode, ich gehörte nicht dazu, da ich ja rein körperlich auch mehr als ein ganzes Jahr jünger war. Das war nicht immer einfach und zog sich auch durch Dinge, die andere schon durften, ich aber auf Grund meines Alters noch nicht.

    Das wollte ich ihr einfach ersparen, vorallem, da sie wenn sie jetzt eingeschult wird, auch gerade erst 6 ist, folglich letztes Jahr gerade erst 5 gewesen wäre. Wenn ich mir dann angucke, dass mit uns bekannte Kinder letztes Jahr eingeschult wurden im August und im September schon 7 wurden, dann hab ich da schon einen riesen Schritt zwischen gesehen, hieße, sie säße mit Kindern in der Klasse, die 2 Jahre älter sind als sie. Nicht wirklich glücklich denke ich.

    Von daher habe ich mir damals gesagt, dass ich es dann irgendwie zuhause ausgleichen muss, das fing dann mit Rechenaufgaben an letztes Jahr und geht jetzt eben weiter mit Lesen lernen, nur will ich eben auch nichts falsch machen, wie schon erwähnt. Ist also nicht ganz so einfach finde ich.

    Anna

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