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  1. #1

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    Umzug - Grundschulalter

    Hallo, Ihr Lieben.

    Ich brauche mal eure Hilfe bzw. euren Rat. Das ist mein allererster Forum-Eintrag.
    Direkt zum Thema:

    Ich bin vor 20 Jahren aus meiner Heimat in eine ca. 100 km entfernte Stadt gezogen, habe dort studiert und anschließend angefangen dort zu arbieten. Dann habe ich geheiratet und mit meinem Mann (der auch dort arbeitet) zwei Kinder bekommen (8 und 3 Jahre alt).

    Vor 5 Jahre haben wir in einem Dorf, das in der Nähe dieser Stadt und auf dem Weg zu meinem "alten Heimat dorf" liegt, ein Haus gebaut - weil die Bauplätze grade günstig waren. Wir kannten dort niemanden.
    Seit 4 Jahren leben wir nun in diesem Haus. Es ist ein sehr schönes Haus. Unsere Große (8) hat sich im Dorf (3500 Einwohner) mit den Kindern bestens integriert. Sie hat eine allerbeste Freundin und einige Freundinnen drumherum.
    Sie ist in der 2. Klasse die zweizügig ist, pro Klasse 20-25 Kinder.
    Der Kleine (3) hat Bekanntschaften im Kindergarten, aber das ist noch sehr austauschbar.

    Nun ist es so, dass wir seit Kurzem die Möglichkeit hätten, wieder in meine alte Heimat, in der meine Eltern, Verwandten und meine beste Freundin leben, zurückzukehren.
    Unser Herz hängt dort und wir würden dies sehr gerne tun, da wir hier im Dorf zwar viele Bekanntschaften, aber keine engen Leute haben/ auch niemanden, der uns unterstützt.

    Meine Eltern haben einen Bauplatz, den wir nutzen könnten, mein Mann würde seinen Job behalten und künftig zwischen zwei Städten pendeln (beides ca 1Stunde Fahrt - ein Weg; weiter als jetzt, aber er würde sich im Job eher verbessern als verschlechtern), ich bin seit langem selbstständig (wäre also auch kein Problem).
    Natürlich hätten wir meine Eltern in der Nähe, die uns vielleicht noch ein paar Jahre unterstützen könnten, was toll wäre.
    Allerdings sind sie auch schon so alt, dass es irgendwann ggf umgekehrt wäre. Aber auch dann will man vermutlich in der Nähe sein, oder?

    Nun zum eigentlichen Problem: unsere Tochter (8).
    Wenn wir erneut bauen (das jetzige Haus sollte gut verkaufbar sein), dann würden wir umziehen, wenn sie in die 4. Klasse kommt. Bis dahin sind ihre Freundschaften, die jetzt schon sehr eng sind, noch fester.
    Sie sagte schon einmal, dass sie auf keinen Fall umziehen will.
    In meinem alten Heimatdorf (nur 1100 Einwohner, sehr wenige Kinder) gibt es nur eine Schule mit Kombiklassen, da dort so wenig Kinder sind. Mit unserer Tochter wären dann nur 5 weitere Mädchen in der Klasse; die 2. Klasse besteht insgesamt nur aus 10 Kindern (6 Mädchen, 4 Jungs).

    Für unseren Sohn sehe ich wie gesagt kein Problem, er käme ja dann dort mit 4 Jahren in den Kindergarten und könnte sich einleben.

    Wir würden so gerne umziehen, aber wir wissen, dass unsere Tochter damit richtige Probleme hätte. Es gibt am neuen Ort auch keinen Tanzverein - nichts von dem, was sie hier bisher hat und liebt.

    Sie ist gut in der Schule. Im 1. Halbjahr der 4. (quasi zum Umzug) geht es ja dann auch um die Gymempfehlung. Da möchte ich ihr natürlich auch nichts verbauen.
    Sie redet jetzt schon von der weiterführenden Schule mit ihren Freundinnen hier.
    Dort hätte sie - falls kein Kind dann mit zum Gym geht - ggf gar keinen.

    Schwierig alles ... va da wir als Eltern hier nicht so wirklich glücklich sind. Unsere Lebenssituation würde sich dort voraussichtlich verbessern (wissen kann man es ja nie).

    Wie seht ihr das Thema? Habt ihr Ratschläge, Erfahrungen, Ideen?
    Danke vorab :-)

  2. #2
    Avatar von Marta-Agata
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    AW: Umzug - Grundschulalter

    Wie sind denn die Gymnasien (und andere Aktivitäten) von dem einen Dorf und dem anderen Dorf zu erreichen?

  3. #3

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    AW: Umzug - Grundschulalter

    Das Gymnasium hier ist gut zu erreichen/ mit dem Bus.
    Dort auch mit dem Bus, aber weiterer Fußweg einen Berg hoch.

    Die anderen Aktivitäten, wie zB das Tanzen (was sie mit ihren Freundinnen besucht), sind hier im Dorf.
    Dort gibt es nichts dergleichen im Dorf - man müsste dann wohl in der nächsten Stadt etwas suchen oder es direkt lassen. Ich war als Kind in keinem Verein, weil es eben nichts gab. Habe aber dann später in der nächsten Stadt Klavier und Gitarre gelernt.
    Meine Tochter ist eher sport- als musikinteressiert.

  4. #4
    Avatar von Entchen
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    AW: Umzug - Grundschulalter

    Hm. Hier ist deine tochter gut integriert. Dort wären die großeltern vor ort.
    Schwierige sache.

    Bei meiner tochter würde ich einem umzug sein lassen, wenn er nicht dringend notwendig wäre. Bei meinem sohn wäre es egal. Aber meine tochter braucht ihren freundeskreis so sehr. Ohne geht sie ein wie ein primelchen.

    Wenn ihr jetzt nicht umzieht, dann vielleicht zum schulwechsel? Vielleicht fiele ihr das leichter? Oder ihr bleibt wo ihr wohnt. Klingt ja ganz nett dort... ;-)

  5. #5

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    AW: Umzug - Grundschulalter

    So ist es bei meiner Tochter auch - sie braucht ihren Freundeskreis hier so sehr. Und das jetzt schon mit 8 Jahren. Wir hätten nie gedacht, dass das jetzt schon so extrem ist bei den Zweitklässlern. Sie spielt fast täglich mit ihren Mädels, übernachtet öfter bei ihrer besten Freundin, etc.

    Allerdings sind mein Mann und ich hier nicht besonders glücklich: uns fehlen enge Leute wie meine Eltern oder meine beste Freundin mit Mann ... auch gefällt uns die Heimatgegend einfach besser. Dort ist das Herz zu Hause, sozusagen.

    Wir haben auch Angst es später zu bereuen, nicht von hier weggezogen zu sein. Dann sind die Kinder groß und wir sitzen immer noch hier. Da unser Sohn erst 3 Jahre alt ist, wären es also noch 15 Jahre hier. Und, ob man dann nochmal umzieht? :-(

    Zum Schulwechsel würde es eher schlimmer machen, denke ich - weil sie dann nicht mit ihren Freundinnen mit kann.

  6. #6
    Avatar von Entchen
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    AW: Umzug - Grundschulalter

    aber dann käme sie nicht in eine bestehende klasse, sondern auch am neuen ort würde alles gewürfelt.

    meine beste freundin wohnt in chicago - es geht immer schlimmer
    im ernst: 100 km sind zu viel für "ich komm mal auf einen kaffee rum". aber micht so viel, als dass man sich nixht am wochenende treffen können würde. und die heimatgegend würde die anreisezeit deines mannes zum job verlängern, sodass ihr weniger familienzeit habt, wenn ich das richtig verstehe?

  7. #7

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    AW: Umzug - Grundschulalter

    Ich bin in meiner Heimat sehr verwurzelt. Zwar bin ich in die Großstadt zum Studieren gegangen und liebe das Reisen, aber in mir war immer der Wunsch in meinem Dorf zu leben, bestenfalls hier auch zu sterben und begraben zu sein. Ein erzwungener Umzug im Kindesalter hätte mich entwurzelt.

    Habt Ihr schon ernsthaft versucht Euch im neuen Dorf zu integrieren? Gehst Du in den sportverein, zur Fastnacht, in die Kirche, Chor, Dorfverschönerungsverein, die Kneipe ...?

    Ich persönlich würde jetzt nicht umziehen. Ihr habt unbedacht Eure Kinder dort verwurzelt. Aber Ihr seid erwachsen und hättet das vorher absehen können. Eure Kinder sollten Eure Fehlentscheidung nicht ausbaden müssen.
    Deutschland, Deutschland über alles,
    über alles wächst mal Gras.
    Ist das Gras so'n Stück gewachsen,
    frißt's ein Schaf und sagt: Das war's!
    J. Dietz

  8. #8
    VIP Avatar von xanidae
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    AW: Umzug - Grundschulalter

    Ich habe nun mehrere Umzüge von Kindern erlebt (sowohl weg von uns, als auch hierher). Die Kinder scheinen das oft besser zu meistern als die Erwachsenen.

    Die Gründe für einen Umzug überwiegen mE. Freundschaften kann man aufrecht erhalten, wenn beide Seiten das wollen (vielleicht auch als Brieffreundin?). Deine Tochter wird neue Freunde finden, vermutlich leichter als ihr Erwachsenen, sonst würdet ihr vielleicht nicht umziehen wollen.
    „Ich habe nichts gegen Fremde. Einige meiner besten Freunde sind Fremde. Aber diese Fremden da sind nicht von hier!“
    Metusalix, Das Geschenk Cäsars

  9. #9

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    AW: Umzug - Grundschulalter

    Vielen Dank für eure Antworten. Ehrlich gesagt, wollte ich nie für immer aus meinem Dorf weg, aber wegen des Studiums musste ich - dann kamen die Jobs - dann der Mann, usw usw. Es gab nie so wirklich die Chance zurückzugehen ... bis jetzt.

    Leider sind 100km mit zwei Kindern tatsächlich zu weit, um mal eben heim zu fahren - zumal die Große ja in die Schule geht, ihre Aktivitäten hier hat. Da ist man zeitlich schon sehr gebunden.
    An den Wochenenden geht es: wir fahren jedes 2. Wochenende "nach Hause". Das habe ich in den 20 Jahren schon immer so gemacht. Leider kennt unsere Tochter dort aber keine Kinder. Unser Sohn (3) schon - das Kind meiner besten Freundin ist genauso alt wie er.

    Wir sind auch eng mit meinen Eltern.
    Ich hätte wahrscheinlich auch ein Problem damit, wenn sie alt sind und ich nicht dort sein kann.

    Wir haben uns hier insofern integriert, als dass wir sehr viele Bekannte über die Kinder haben - wir gehen auch überall hin. Mehr geht eigentlich nicht. Aber die Bekannten haben zu 90% alle ihre Familien hier bzw kommen von hier. Ich würde fast schon sagen zu 95%.
    So richtig befreit und froh fühlen wir uns nur im Heimatdorf - also, wir Erwachsenen.
    Nur meine Tochter ist hier unendlich glücklich - ja, ich denke, sie hat jetzt ihre Wurzeln hier. Leider. Damals konnte wir übrigens nicht woanders hin wegen des Jobs meines Mannes. Und ja, er würde weiter zur Arbeit fahren, aber es wäre ihm das wert. Zusätzlich könnte er dann auch in Frankfurt arbeiten, was ihm jobtechnisch einen Vorteil bringen würde. Aber darum geht es eigentlich nicht - hier hat er ja auch seinen Job.

  10. #10

    Registriert seit
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    AW: Umzug - Grundschulalter

    Wo kommt denn Dein Mann her?
    Deutschland, Deutschland über alles,
    über alles wächst mal Gras.
    Ist das Gras so'n Stück gewachsen,
    frißt's ein Schaf und sagt: Das war's!
    J. Dietz

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