Mich interessiert eure Meinung zu einem Thema, daß in meinem Umfeld (Familie, Freundeskreis) immer mal wieder auftaucht, nämlich dem "Vorwurf", heutige Eltern machten zuviel Aufhebens um ihre Kinder bzw. nähmen zuviel (falsche?) Rücksicht.
Meist habe ich diese Diskussionen mit meinen kinderlosen Freundinnen gleichen Alters und mit der Generation heutiger Großeltern.
Es geht um Situationen, in denen Eltern sich in ihrer Tagesplanung z.B. oder bei der zeitlichen Koordination von Einladungen nach ihren Babies und Kleinkindern richten. Wenn beispielsweise jemand später bei einer Einladung aufschlägt, weil das Kind noch Mittagsschlaf gehalten hat. Oder aus dem gleichen Grund früher ein Familienbrunch verlässt. Oder sich ein Paar "aufteilt", weil einer abends zu Hause bleibt beim Kind (Stichwort Schlafenszeiten) und die Eltern das Kind nicht zu der Einladung mitnehmen.
Mehr als einmal habe ich schon Kräche in Familien erlebt, weil es nicht allgemein akzeptiert wurde, den Tagesrhythmus eines Kindes in die Plaung von Einladungen, Feiern etc. einzubeziehen. das gleiche Spiel kenne ich bei Erkrankung, da kann es sein, daß Eltern kritisiert werden, weil sie einen Termin (geplant mit Kind) absagen, weil sie dem kranken Kind lieber Erholung gönnen wollen, als es auf Teufel komm heraus mitzuschleifen. Und dann mit den Konsequenzen eines übermüdeten Kindes leben müßen.
Wie man sicher unschwer erkennt, finde ich die Rücksicht auf die Routine bzw. in anderen Fällen auf den Gesundheitszustand eines Kleinkindes richtig. Auch im Hinblick auf den eigenen Stresslevel als Elternteil.
Als Gegenargument höre ich oft, daß man in den 60er, 70er jahren Kinder grundsätzlich einfach mitgenomomen habe und viele Großeltern, die ich so erlebe, können die "Erziehungsmethoden" ihrer Kinder nicht verstehen.
Auch meine Freundinnen ohne Kinder runzeln oft die Stirne und meine auch "Wir waren doch einfach immer dabei, heben dann eben irgendwo auf dem Sofa geschlafen und wurden dann von den Eltern aus dem Auto ins Bett getragen"
Stimmt, aber ich bin mir nicht sicher, ob das nicht auch mangelnde Rücksicht auf kindliche Bedürfnisse war?
Was meint ihr? Zuviel Theater um die lieben Kleinen oder gerechtfertigte Rücksichtnahme?














Zitieren
) die ganz blöde Eigenart dass es umso früher aufwacht, umso später man es ins Bett legt. Heisst konkret: wenn es erst um 20.00 Uhr ins Bett kam, wachte es statt um 6.00 um 5.00 auf, die Nacht danach wegen Schlafmangel um 4.30, danach um 4.15, ect.
. 