+ Antworten
Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1

    Registriert seit
    08.09.2003
    Beiträge
    698

    Warnung vor Kleinkind-Adressensammlern

    (Wusste nicht, wo ich es sonst reinschreiben sollte, sorry...)


    Gruezi beinander,

    soeben stand bei uns vorm Kindergarten ein dunkelblauer Kombi, der randvoll gepackt war mit schuhkartongroßen Schachteln. Eine Dame in einer "Uniform" (schwarze Hose, weiße Bluse, blauweißes Halstuch) stand am Ausgang des Kiga, spricht rauskommende Eltern an und schickt sie zu dem Fahrzeug, wo eine weitere in der gleichen Uniform wartet.

    Dort erhält man dann einen Karton mit (so wird es gesagt) einem Lego-Überraschungspaket, kostenlosen Freikarten fürs Legoland etc.

    Dazu muss man nur seine Daten auf einen Lego-Club-Zettel hinterlassen - und einen anderen Zettel ausfüllen und dort auch unterschreiben. Die beiden Zettel werden zusammengetackert und verschwinden im Kofferraum des Kombis. Dann erhält man den Karton, der auch ordentlich schwer ist. Etwa 700 Gramm Inhalt, da freuen sich die meist jungen Eltern.

    Daheim öffnet man dann den Karton der Firma F******** und - Überraschung - findet zuerst mal ein Tütchen mit einem Lego-Männchen (nicht mal ein besonderes, nur ein einzelnes popeliges normales Legomännchen) und eine Flasche Essigessenz vom Marktführer. Dafür ist man seine persönlichen Daten los.

    Die Leiterin des Kiga wusste, dass da diese Pakete verteilt werden und hat das auch genehmigt. Sie weiß aber nicht, dass man dazu die Adresse und weitere persönliche Daten angeben muss. (Wobei ich nicht weiß, warum die das genehmigen müsste, es fand ja alles - einschließlich der ersten Dame - auf öffentlichem Gehweg statt.)

    Seid Ihr auch schon auf sowas gestoßen? Im Internet findet man einige Beschwerden, dass auf diese Weise sogar Versicherungsverträge untergejubelt werden, bzw. dass man dann endlos angerufen wird von "Partnerfirmen"...
    Sie lasen soeben ein weiteres Premium-Posting des Ghostwriters, einem glücklichen alleinerziehenden Papa zweier bezaubernder Kinder.

    P.S. In Singlebörsen vermisse ich bei Religion die Antwortmöglichkeit "Jedi".
    Geändert von Ghostwriter (20.07.2012 um 10:59 Uhr)

  2. #2

    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    9.171

    AW: Warnung vor Kleinkind-Adressensammlern

    Lego-Club .... die Mitglieder im Lego-Club bekommen regelmäßig ein Clubmagazin zugeschickt..

    Eine Legozeitung, mit Poster.. in der die neuen Produkte vorgestellt werden und das LegoLand und wo es Spiele- und Comicseiten und etwas zum Vorlesen gibt.

    diese Hefte gibt es für veschieden Altersstufen... und auch extra für Junge bzw. Mädchen ...
    Werbung, die Kinder anspricht und mit der sie sich gerne beschäftigen.. Dinothemen oder pinke Reitstallidylle ...Anregungen zum nachbauen usw.


    deswegen die Daten .. Du hast erlaubt, daß dein Kind da kostenlos Mitglied wurde und sie brauchen die Adresse und Infos , damit dein Kind nun mehrmals im Jahr dieses kostenlose LegoHeft bekommt.


    im übrigen, wie heißt es so nett .. "einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul"...
    man hat euch beschenkt .. Legomännchen im Wert von 1 Euro, Freikarte fürs Legoland ... Essigessenz,Mitgliedschfat im Legoclub.


    Hast du echt erwarte, die schenken dir jetzt über ein Pfund Markenspielzeug im Wert von vielen Euronen???

    und liest du nicht durch, was du gerade wirklich unterschreibst
    bzw informierst Du Dich nicht vorab, wofür Du euere Daten herausgeben sollst ???

    Also, ich schon.

    Gruß, B.
    Geändert von Blondine (21.07.2012 um 12:43 Uhr)

  3. #3
    Avatar von _muschelkalk
    Registriert seit
    11.05.2007
    Beiträge
    2.214

    AW: Warnung vor Kleinkind-Adressensammlern

    Sehr interessant ist auch die Homepage der f.-direktwerbung. Dort werden potentielle Kunden angesprochen, die ihre Produkte beworben haben möchte. Dein Fall steht dort als Werbestrategie geschildert.

    Beschwer dich bei Lego, oder anderen beworbenen Produkten.

    Vielleicht bei Stiftung Warentest nachfragen, ob diese Art der Werbung überhaupt legitim ist!

    Ich finde sie unverschämt!
    ----------------------------------------------------------------------------
    ...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
    Dass andere ganz anders als wir glauben.
    ..(Ringelnatz)




  4. #4

    Registriert seit
    08.09.2003
    Beiträge
    698

    AW: Warnung vor Kleinkind-Adressensammlern

    Zitat Zitat von Blondine Beitrag anzeigen
    im übrigen, wie heißt es so nett .. "einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul"... man hat euch beschenkt .. Legomännchen im Wert von 1 Euro, Freikarte fürs Legoland ... Essigessenz,Mitgliedschfat im Legoclub.

    Hast du echt erwarte, die schenken dir jetzt über ein Pfund Markenspielzeug im Wert von vielen Euronen???

    und liest du nicht durch, was du gerade wirklich unterschreibst
    bzw informierst Du Dich nicht vorab, wofür Du euere Daten herausgeben sollst ???
    In Bezug auf den Inhalt des Päckchens wurde ich genauso wie die anderen belogen. Die Freikarten fürs Legoland bekommt man hier in jedem McDonalds oder am Rewe an der Kasse. (Ein Kind kostenlos, wenn von zahlendem Erwachsenen begleitet... Das ist doch wertlos.)

    Zur Klarstellung: Ich wollte aus zwei mit meinem Beruf verbundenen Gründen probieren, was die da sagen. Ich bin ehrlich gesagt von Anfang an davon ausgegangen, dass das nicht mit rechten Dingen läuft. Meine Frage war ja auch, ob sich andere Eltern diesem Unternehmen schon mal begegnet sind und sich ggf. auch übervorteilt fühlen.

    Zitat Zitat von _muschelkalk Beitrag anzeigen
    Vielleicht bei Stiftung Warentest nachfragen, ob diese Art der Werbung überhaupt legitim ist!
    Ich finde sie unverschämt!
    a) Den Verbraucher einen Zettel ausfüllen zu lassen. Und einen zweiten leer unterschreiben zu lassen ("Kann ja nichts passieren, sind ja Ihre Daten nicht drauf."), den aber zusammen mit dem Lego-Zettel abzulegen, damit man später die persönlichen Daten rekonstruieren und so eine komplette Einverständniserklärung für Werbung und Direktmarketing draus basteln kann. Mir wird keiner erzählen, dass das erlaubt ist. Den zweiten Zettel erhält man auch nicht als Durchschlag oder so...

    b) Ich auch.
    Sie lasen soeben ein weiteres Premium-Posting des Ghostwriters, einem glücklichen alleinerziehenden Papa zweier bezaubernder Kinder.

    P.S. In Singlebörsen vermisse ich bei Religion die Antwortmöglichkeit "Jedi".

  5. #5

    Registriert seit
    21.03.2005
    Beiträge
    3.860

    AW: Warnung vor Kleinkind-Adressensammlern

    Zitat Zitat von Ghostwriter Beitrag anzeigen
    Den Verbraucher einen Zettel ausfüllen zu lassen. Und einen zweiten leer unterschreiben zu lassen ("Kann ja nichts passieren, sind ja Ihre Daten nicht drauf."), den aber zusammen mit dem Lego-Zettel abzulegen, damit man später die persönlichen Daten rekonstruieren und so eine komplette Einverständniserklärung für Werbung und Direktmarketing draus basteln kann. Mir wird keiner erzählen, dass das erlaubt ist. Den zweiten Zettel erhält man auch nicht als Durchschlag oder so...
    Hast Du wirklich das Blanko-Formular unterschrieen? Das wäre dann aber im höchsten Maße blauäugig.

  6. #6

    Registriert seit
    08.09.2003
    Beiträge
    698

    AW: Warnung vor Kleinkind-Adressensammlern

    Die Damen, die ich beobachtet habe, haben das alle gemacht. Das wird einem ja auch erst in letzter Sekunde unter die Nase gehalten.
    Sie lasen soeben ein weiteres Premium-Posting des Ghostwriters, einem glücklichen alleinerziehenden Papa zweier bezaubernder Kinder.

    P.S. In Singlebörsen vermisse ich bei Religion die Antwortmöglichkeit "Jedi".

  7. #7
    Avatar von _muschelkalk
    Registriert seit
    11.05.2007
    Beiträge
    2.214

    AW: Warnung vor Kleinkind-Adressensammlern

    Ghostwriter,
    wenn du wirklich etwas ändern möchtest, dann wende dich an die Firmen der beworbenen Produkte. Möglichst mit Unterschriften der Frauen, die du bei diesem Procedere beobachtet hast.
    Ich glaube kaum, das F. es so mit den Werbekunden abgesprochen hat und nur diese haben die Möglichkeit Druck auszuüben.
    Ebenso ist der Träger des Kindergartens ein Ansprechpartner. Diese 'Kindergartenaktion' halte ich für sehr fragwürdig und würde auch genau dies dem Träger des Kindergartens komunizieren. Laut der I-Net Seite wird dort die Erlaubnis sowohl vom Träger, als auch von der Kindergartenleitung eingeholt. Für mich wären diese meine Ansprechpartner, weil ich ihnen mein Kind anvertraue und so eine Aktion mein Vertrauen stören würde!

    Hier bei der Bricom kann nichts verändert werden, vor Ort schon eher!
    ----------------------------------------------------------------------------
    ...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
    Dass andere ganz anders als wir glauben.
    ..(Ringelnatz)



    Geändert von Analuisa (26.08.2012 um 18:02 Uhr) Grund: Firmenname auf Wunsch von Muschelkalk gelöscht

  8. #8
    Avatar von Divino
    Registriert seit
    21.01.2004
    Beiträge
    6.752

    AW: Warnung vor Kleinkind-Adressensammlern

    F. geht mir richtig auf den Geist. Jahre nachdem sie mich in der KITA das erste Mal ansprachen, rufen sie immer noch an und erkundigen sich nach meinem Kind. Ich kann mich nichtmal erinnern, überhaupt eine Telefonnummer irgendwo angegeben zu haben und eigentlich bin ich der Meinung, die haben sie woanders her. Ob sie wohl Listen bekommen haben? Laut KITA natürlich nicht.
    Geändert von Analuisa (26.08.2012 um 18:02 Uhr) Grund: Firmenname gelöscht

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •