Hallo,
aufgrund der Strafen-Diskussion und aus aktuellem Anlass habe ich in den letzten Tagen über Folgendes nachgedacht:
In unserer Kindergruppe ist ein Junge, der ziemlich wild ist und gerne auch mal andere anrempelt, schubst, in Rangeleien gerät - das ist gar nicht böse, sondern er hat einfach nur viel Energie.
Letzte Woche gab es mal wieder eine Situation, und die Mutter hat mit ihm geschimpft, was ich auch o.k. fand. Sie meinte dann, er solle sich bei dem anderen Kind entschuldigen. Als er das nicht wollte, musste er so lange vor die Tür, bis er die Entschuldigung ausgesprochen hatte.
Ich komme da ein wenig ins Grübeln. Der Junge ist knapp 3 Jahre alt. Grundsätzlich finde ich es richtig und wichtig, dass Kinder lernen, sich zu entschuldigen. Aber ich finde immer: Was bringt so eine erzwungene Entschuldigung? Irgendwie erscheint es mir falsch, darauf zu bestehen. Klar finde ich auch, das Kind sollte die "Tat" irgendwie wieder gutmachen, aber bei einem so kleinen Kind kann das doch auch nonverbal geschehen, oder?
Wie seht Ihr das?
Der Junge kam dann wirklich nach kurzer Zeit rein und entschuldigte sich, es war ein gemurmeltes "Tut mir leid", das durchaus zerknirscht klang. Kann aber auch sein, dass ihm die ganze Situation einfach nur unangenehm war.













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