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  1. #101
    Bae
    Bae ist offline

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    AW: Haushaltspflichten

    Zitat Zitat von Janalu Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht wieso ich die Kinder schlecht erziehe und sie sich zur wehr setzen werden. Ich habe doch beschrieben das es ihnen sogar Spaß macht Oma und Opa zu helfen und ich es für richtig empfinde wenn man innerhalb der Familie sich hilft.
    für mich klingt das sehr in Ordnung, was du tust.

    Wenn die Kinder an vier Tagen pro Woche je eine Viertelstunde oder halbe Stunde Hausarbeit machen, ist das in Ordnung. Auch dass du die Kinder in die Pflege der Grosseltern integrierst und ihnen Fürsorge und Familiensinn vorlebst find ich super.

    Dass du ein Familienmodell lebst das heute nicht grad modisch ist, was soll's. Das ist eine Sache zwischen dir und deinem Mann, auch wenn es sicher nicht falsch ist, sich ein paar Gedanken darüber zu machen, ob du auch allein zurechtkommen könntest, im Falle eines Falles (hab nun nicht alles nachgelesen im Strang und was an finanzieller Absicherung vorhanden ist)

    Und nochmal, ich habe den Thread eröffnet weil ich einfach nur wissen wollte wieviel die Kinder bei den Leuten im Haushalt helfen müssen.
    ich musste nicht helfen, ich hatte mich mit solcher Vehemenz dagegen gewehrt dass meine armen Eltern den Versuch irgendwann aufgaben. Sie nutzten dann die Zeit während der Küchenarbeit für vertrauliche Gespräche, denn das war die einzige Zeit, während der garantiert kein Kind auftauchte und was von ihnen wollte.

    grüsse, barbara

  2. #102

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    AW: Haushaltspflichten

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Dass du ein Familienmodell lebst das heute nicht grad modisch ist, was soll's. Das ist eine Sache zwischen dir und deinem Mann, auch wenn es sicher nicht falsch ist, sich ein paar Gedanken darüber zu machen, ob du auch allein zurechtkommen könntest, im Falle eines Falles (hab nun nicht alles nachgelesen im Strang und was an finanzieller Absicherung vorhanden ist)
    Ich denke nicht, dass wir uns über modisch oder nicht Gedanken machen, was dieses Familienmodell anbelangt. Mehr über Ausnutzerei und finanzielle Naivität. Und im bitteren Ende ist es eben keine Sache mehr zwischen Mann und Frau. Wenn der Mann weg ist und die Frau staatliche Unterstützung beziehen muss, wer zahlt die wohl?

  3. #103

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    AW: Haushaltspflichten

    Zitat Zitat von testo_in_chiaro Beitrag anzeigen
    Ich denke nicht, dass wir uns über modisch oder nicht Gedanken machen, was dieses Familienmodell anbelangt. Mehr über Ausnutzerei und finanzielle Naivität. Und im bitteren Ende ist es eben keine Sache mehr zwischen Mann und Frau. Wenn der Mann weg ist und die Frau staatliche Unterstützung beziehen muss, wer zahlt die wohl?
    Na, jetzt lass mal die Kirche im Dorf.
    Mir persönlich ist es wurscht, ob ich mit meinen Steuern jetzt die Pflege der Schwiegereltern mitfinanziere, oder später mal den Unterhalt von Janalu...

    Janalu, du hast gefragt, ob wir die Pflichten deiner Kinder angemessen finden.
    Viele hier haben geantwortet, dass sie die Pflichen unter den gegebenen Umständen unangemessen finden, und deine Pflichten ebenso.

    Nun beschwerst du dich, dass dein Familienmodell nicht Gegenstand der Diskussion war, nur die Pflichten der Kinder. Das Familienmodell ist aber Ursache dafür, dass viele die Pflichten nicht angemessen finden.

    Problematisch finde ich vor allem, dass da zwei Kinder lernen, die Frau opfert sich für die ältere Verwandtschaft auf, ohne sich selbst in irgendeiner Form absichern zu können. Für meine Tochter würde ich mir eher wünschen, dass sie einen Beruf erlernt, der ihr Spaß macht und der sie ernährt, und sich nicht von einem Mann restlos abhängig macht. Für meinen Sohn würde ich mir wünschen, dass er eine partnerschaftliche Beziehung führt und die Bedürfnisse seiner Frau mal ernst nimmt.

    Deine Kinder lernen in meinen Augen nämlich eben nicht, dass man in einer Familie zusammenhält und füreinander sorgt - denn deine Familie hält nicht zusammen, und für dich sorgt niemand.

  4. #104

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    AW: Haushaltspflichten

    Zitat Zitat von zilpzalp70 Beitrag anzeigen
    Problematisch finde ich vor allem, dass da zwei Kinder lernen, die Frau opfert sich für die ältere Verwandtschaft auf, ohne sich selbst in irgendeiner Form absichern zu können. Für meine Tochter würde ich mir eher wünschen, dass sie einen Beruf erlernt, der ihr Spaß macht und der sie ernährt, und sich nicht von einem Mann restlos abhängig macht. Für meinen Sohn würde ich mir wünschen, dass er eine partnerschaftliche Beziehung führt und die Bedürfnisse seiner Frau mal ernst nimmt.

    Deine Kinder lernen in meinen Augen nämlich eben nicht, dass man in einer Familie zusammenhält und füreinander sorgt - denn deine Familie hält nicht zusammen, und für dich sorgt niemand.


    Doch, die Kinder werden sich spätestens in der Pubertät ihre eigenen Gedanken machen (zumindest die Tochter). So habe ich es erlebt (und meine Schwestern): aufgewachsen mit einem autoritären Pascha-Vater und einer Mutter, die sich ständig duckte, weil sie keine andere Möglichkeit sah; weil sie eben keinen Beruf hatte, weil sie im traditionellen Rollenmodell gefangen war. Meine Schwestern und ich haben trotzdem-oder gerade deshalb- alle qualifzierte Berufe, alle sind berufstätig, alle haben Männer, die sich an der Kindererziehung beteiligen. Mir war schon sehr früh klar, dass ich nicht so leben will wie meine Mutter und wie bereits erwähnt musste ich als Kind sehr viel im Haushalt machen, außerdem habe ich noch als Schülerin für Geld in einem anderen Haushalt geputzt. Jetzt habe ich eine Putzfrau, das Geld dafür verdiene ich selbst und zahle auch noch was für meine Rente ein (ist also sinnvoller, als wenn ich zuhause wäre und selbst putze). Wie sich so etwas auf Söhne auswirkt, weiß ich nicht, da ich keinen Bruder habe.
    Geändert von Analuisa (09.02.2012 um 16:01 Uhr) Grund: Zitat kenntlich gemacht

  5. #105
    Avatar von Latona
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    AW: Haushaltspflichten

    Janalu, Du hast hier eine Frage gestellt, und dann musst Du auch damit rechnen, dass Antworten oder Nachfragen kommen, die Dir nicht so recht passen.

    Ich denke, die Mehrheit ist hier durchaus der Ansicht, dass Deine Kinder viel mithelfen müssen.
    Das muss für sich genommen nicht schlecht sein, wenn sie dadurch a) Dich entlasten und b) auch was für sich an Selbständigkeit rausziehen können.

    Ich finde es jedoch bei der Aufteilung von Hausarbeiten für Kinder nicht richtig, wenn Du alles vorgibst. Es wäre besser, wenn gewisse Zuständigkeiten unter Euch verteilt werden würden, so dass jeder seinen Bereich hat, für den er verantwortlich ist. Wäsche kann auch jeder selbst in einen Wäschekorb schmeißen und den Müll bringt der runter, der als nächstes rausgeht.

    Ich glaube, Kinder sind stärker motiviert, zu helfen, wenn ihnen Kompetenz und nicht Faulheit unterstellt wird, die es ihnen mittels aufgedrückten Aufgaben auszutreiben gilt. Ich kenne das auch aus meiner Kindheit. Mir wurde auch immer unterstellt, ich sei faul, weil ich die Hausarbeiten nicht machen wollte, die meine Eltern mir zudiktierten, ohne mich zu fragen oder ohne mich sonstwie dazu zu motivieren.

    Ich finde es auch richtig, dass hier ein Zusammenhang hergestellt wurde zwischen Deiner Überlastung und der Pflege Deiner Schwiegereltern. Es ist lobenswert, dass Du Dich um die alten Menschen kümmerst, aber Du solltest Deine eigenen Interessen dabei nicht aus dem Augen verlieren. Du riskierst Deine Gesundheit, wenn Du einfach so weitermachst wie bisher. Wie lange wirst Du mit einem kaputten Rücken Deine Schwiegereltern noch pflegen können?

    Im Gegenzug erwirtschaftest Du keinerlei Anwartschaften auf Deine Altersrente. Ich hoffe, dass Dein Mann Dich für die Arbeit, die Du an Deinen Schwiegereltern leistest, wenigstens finanziell ein wenig absichert, d.h. irgendwo Geld auf Deinen Namen für Dich anspart. Falls das nicht der Fall ist, dringe darauf, dass er das tut, und die anderen Kinder Deiner Schwiegereltern sollten sich ebenfalls daran beteiligen. Tust Du das nicht, riskierst Du, im Alter arm zu sein. Die Pflege Deiner Schwiegereltern geht dann voll zu Deinen Lasten, während deren Kinder froh sein können, eine Dumme gefunden zu haben, die sich für nichts ihre Gesundheit für sie ruiniert. Du machst es diesen Menschen ein bisschen zu einfach!

    Und was ist, wenn Dein Mann Dich mal verlässt? Dann hast Du kaum Ansprüche an ihn, und das Haus wird er Dir dann auch nicht vererben. Du stehst dann buchstäblich mit nichts da!

    Bitte verkauf Deine eigene Haut nicht so billig! Es geht hier auch um Dich, um Deine Gesundheit, Deine Zukunft - und nicht zuletzt um Dein eigenes Alter!

    Du magst so erzogen worden sein, dass Frauen gefälligst für alle anderen zurückzustecken haben. Nun, das mag sein. Aber deshalb musst Du doch selbst diese Meinung nicht Dein Leben lang teilen - vor allem deshalb nicht, weil sie Dir letztlich selbst nur schadet! Du bist erwachsen und kannst selbst erkennen, ob das fair ist oder nicht - unabhängig von dem, was man Dir eingebleut hat.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
    Geändert von Latona (09.02.2012 um 18:00 Uhr)

  6. #106
    Bae
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    AW: Haushaltspflichten

    Zitat Zitat von zilpzalp70 Beitrag anzeigen
    Deine Kinder lernen in meinen Augen nämlich eben nicht, dass man in einer Familie zusammenhält und füreinander sorgt - denn deine Familie hält nicht zusammen, und für dich sorgt niemand.
    Diesen Schluss halte ich für reichlich voreilig.

    Es muss auch nicht sein, dass der Mann ein autoritärer Pascha ist und die Frau eine verschupfte ängstliche Person , nur weil die Aufgabenverteilung nach dem Modell Fünfziger Jahre stattfindet. Es muss auch nicht ein Mangel an Wertschätzung vorliegen für die Haus- und Pflegearbeit.

    Es ist natürlich ein Risiko, ein Team zu bilden "bis dass der Tod euch scheidet", aber mit der richtigen Person kann dieses Risiko sehr wohl eingegangen werden.

    grüsse, barbara

  7. #107

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    AW: Haushaltspflichten

    Ich wollte damit lediglich deutlich machen, dass in dieser Familie eine Person für die Bedürftigen sorgt.
    Andere Personen leisten keinen Beitrag, wie es geschildert wurde, und für die eine sorgende Person wird nicht vorgesorgt. Dass "füreinander gesorgt" würde, wie es die TE an ihre Kinder weitergeben möchte, lernen die Kinder meiner Ansicht nach nicht aus ihrem Vorbild.

    Ob man diese Rollenverteilung nun gut findet oder nicht - unter "zusammenhalten" und "füreinander sorgen" würde ich mir vorstellen, dass für alle Beteiligten in irgendeiner Form gesorgt ist. Das kann man auch hinkriegen, wenn die Frau alleine pflegt. Dann muss für sie in anderer Form vorgesorgt werden.

    Von Pascha, verschnupfte, ängstliche Person etc. hab ich bewusst nichts geschrieben. Ich weiß wohl, dass manche Frauen in einem solchen Rollenbild ihre Erfüllung sehen. Das steht mir nicht zu, zu werten.

    Dass die TE Wertschätzung für ihren Einsatz erfährt, würde ich allerdings ausschließen nach dem, was sie hier berichtet hat. Wenn die Kinder der zu pflegenden Schwiegereltern sich bei der sich aufopfernden Pflegekraft nicht mal vorgestellt haben - sie schreibt, sie kennt sie nicht - wo ist da die Wertschätzung?

    Dass ihr Gatte für sie keine Alterssicherung auf die Füße kriegt, kann andere Ursachen haben. Vielleicht ist wirklich gar kein Geld da. Vielleicht will sie es auch nicht. Ihre Sache. Ob das ein gutes Vorbild für die Kinder ist - ich finde nicht. Denn Erziehung sollte zum Ziel haben, dass sich die Kinder mal ernähren können.

    Dass sie kein "Taschengeld" bekommt, zeigt für mich mangelnde Wertschätzung. Denn "Taschengeld" bekommen für meine Begriffe nicht gleichberechtigt mit dem "Haushaltsvorstand" lebende Partnerinnen, sondern eher diesem untergeordnete Kinder oder auch entmündigende Menschen.

    Die richtige Person... ich würde mir wünschen, dass Männer, die von einem solchen "Team" profitieren, gesetzlich verpflichtet werden, für ihre "Teampartnerinnen" finanziell vorzusorgen. Denn es ist nicht in Ordnung, dass der "Gewinn" privatisiert wird, das "Risiko" dann aber die Allgemeinheit trägt. Das ist ja wie in der Atomkraft!
    Geändert von zilpzalp70 (10.02.2012 um 13:11 Uhr)

  8. #108
    Avatar von Elfenspuk
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    AW: Haushaltspflichten

    Ich habe den Drang diese Liste mal auszudrucken und meinen Stiefkindern vorzulegen.
    Das liest sich so aufgelistet schon sehr viel.

    Die TE scheint mit ihrer Rolle und ihrem Leben zufrieden zu sein. Das sollte man akzeptieren.

    Meins wäre es definitiv nicht. Ich könnte in so einer Abhängigkeit nicht leben.
    Für wahre Freunde geh ich durch die Hölle...den anderen zeig ich gern den Weg dorthin....

  9. #109

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    AW: Haushaltspflichten

    Zitat Zitat von Elfenspuk Beitrag anzeigen
    .

    Die TE scheint mit ihrer Rolle und ihrem Leben zufrieden zu sein. Das sollte man akzeptieren.
    nun ja.... aber das Eingangsproblem war doch, dass die Kiddies mit diesem Leben offenbar nicht so zufrieden sind.
    Es ehrt die Fragestellerin, dass sie dazu Andere nach ihrer Meinungen fragt

    ich erkenne da sehr viel Bemühen - ABER: sehr wenig Liebe. meine spontanreaktion (nun, eben Stief) korrigiere ich: auch nicht wenige leibliche Eltern tappen in die Falle: das, was sie sich selbst abverlangen, auch von den Kindern zu fordern. Das Dilemma liegt in der Forderung; Motivation und/durch Einsicht brächte wesentlich mehr.
    we got rid of the kids, the cat was allergic

  10. #110

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    AW: Haushaltspflichten

    Zitat Zitat von Blila3 Beitrag anzeigen
    ich erkenne da sehr viel Bemühen - ABER: sehr wenig Liebe. meine spontanreaktion (nun, eben Stief)
    Willst Du mir jetzt sagen das ich meine Kinder nicht liebe?

    Und nein sie beschweren sich nicht, klar gibt es mal nen seuftzer aber sie machen es weil sie es einsehen das auch sie etwas beitragen müßen.

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