Das ist unhöflich. Wie würdest du es finden, wenn du etwas gern tust und nicht zu unterlassen gedenkst, während dir jemand anders eine Frikadelle ans Ohr redet, dass du es lassen solltest, weil er es für sich nicht mag? Der deine Sicht nichtmal ansatzweise verstehen möchte sondern nur noch mehr Erklärungen dafür liefert, warum seine Ansicht maßgeblich ist?
Ojeh, Divino, man wird schnell recht schroff angegangen, wenn man eine andere Sicht auszudrücken versucht.
Es kann ja sein, dass ich mich irre.
Mir fällt in meinem Leben nur niemand mir Vertraute/r ein, der nie nie Eifersuchtsanflüge in sich selbst erfahren und das in freundschaftlichen Gesprächen auch übermittelt hat. Und das Gefühl vor sich selbst zuzugeben und damit a l l e i n umzugehen, ohne den Partner langatmig damit zu behelligen, zu nerven oder gar zu quälen, sondern es zu akzeptieren und wieder gehen zulassen, halte ich für sinnvoll.
Es kann ein Kompass sein, welche Richtung ein Verhältnis zueinander eingeschlagen hat, ob zuviel Bequemlichkeit, liebgewordene - doch eingefahrene - Rituale eingeschlichen sind. Sich aktiv um die eigene Attraktivität für sich und den Partner zu kümmern.
Eifersuchtsanflüge also nicht als Dauerbefürchtungszustand (=Leid, destruktive Kraft), sondern als gelegentlich normale und nicht verharmloste Wachrüttler einzuordnen, darin sehe ich nichts Selbstwert- bzw. Liebeminderndes.
hm, so darüber nachgedacht, denk ich, daß Morcheeba völlig Recht hat. Es ist diese Undifferenziertheit, mit der wir so Dinge häufig ausdrücken / beschreiben.
Was ich oben beschrieben hab, ist ja nicht wirklich Eifersucht, stimmt, Morcheeba![]()
Man nennt es aber auf die Schnelle häufig so. Oft geht man mit so Ausdrücken recht inflationär um.
Ich weiß ja im Grunde auch, was es ist: mein inneres Kind, daß dann plötzlich Angst kriegt.... mag er uns nicht mehr ? sind wir nicht mehr gewollt ? nicht mehr geliebt ? Weil es sich erinnert, daß es als ganz kleines Kind mal so gar nicht gewollt war. Und das macht einem Kind halt Angst....
Inzwischen kann ich dem kleinen ängstlichen Wesen aber sagen, Du ich bin jetzt groß, ich kümmere mich im Notfall um uns beide. Ich kann das jetzt, weil ich erwachsen bin. Musste ich aber auch erst lernen....
Kann es wahrscheinlich auch.... ich merke, da bin ich doch nicht so ganz bei Dir, aber das macht ja nix - ich möchte Dir Deine Sichtweise in keinster Weise absprechen. Anscheinend gehst Du ja mit diesen Gefühlen auch gut, wenn nicht gar konstruktiv um.Es kann aber ein "Pieksen", belebendes Element sein, ein Spiel zwischen Zweien, die sich kennen (screwball-Komödien), sich ausdrücken als berechtigte Sorge, Liebesschmerz, ja .....
ok - so genau aufgedröselt muss ich sagen: stimmt
Ebenso wie "ein bisschen hassen" oder schöner "ein bisschen lieben".
Das sind alles starke Begriffe, mit einer eindeutigen Aussage über einen (Gefühls-) Zustand.
Ja - stimmt auch.![]()
Und logischer Schluss ist dann, daß auch Eifersucht ein recht heftiges Gefühl beschreibt, von dem es kein "ein klein wenig" gibt.... ehrlich gesagt hab ich darüber so noch nie nachgedacht. Siehe oben - was ich ein klein wenig eifersüchtig nennen würde, ist wahrscheinlich eher keine richtige Eifersucht. D'accord.
Für mich gibt es "ein bisschen eifersüchtig" nicht. Wenn es piekst, ist es doch noch lange keine Eifersucht.
Du hast doch in dem Moment, nicht ernsthaft Sorge, Deinen Partner zu verlieren, zückst ganz sicher nicht schon innerlich die Waffen und bist auf Kampf eingestellt...
Eifersucht ist doch etwas sehr schmerzhaftes und tief sitzendes. Ein Pieksen ist vielleicht der Hauch einer Ahnung davon, wie Eifersucht sich anfühlen könnte, aber etwas, das im Gegensatz zu Eifersucht ebenso schnell wieder ver-fliegt, wie es angeflogen kam.
Du kannst wirklich gut mit Worten Gefühle beschreiben - ja, klingt alles sehr einleuchtend.
Sorry, Divino, da kommen wir nicht zusammen
Du verdrehst nämlich die Tatsachen.
Oder ich tick da vielleicht anders. Wenn ich mit etwas, das ich "sehr gern tu", jemanden (wenn auch unabsichtlich) verletze, und der sagt mir das, (muss auch nicht der Partner sein - nimm gerne Freunde, Kollegen, Bekannte), dann hör ich mir das an und versuche zumindest, die Gefühle des anderen zu verstehen und darauf einzugehen. Besonders aber, wenn es der angeblich geliebte Partner ist.
Mir würde nicht im Traum einfallen, sofort die Keule auszupacken, wenn mir ein Mensch, den ich mag von seinen verletzten Gefühlen erzählt. Und seine Gefühle als pathologisch hinzustellen.
Eine kleine Anekdote zum Schluss: Es war auch so, daß er zwei seiner Exfreundinnen immer auf den Mund geküsst hat, zur Begrüßung und zum Abschied.Ich fand das nicht so toll, aber gut. War immer schon so, und ich hab auch keine von beiden als Gefahr gesehen. Ich hab ihm allerdings gesagt, daß ich es nicht toll finde. War ihm egal. Gut. Witzigerweise hat er damit aufgehört, als ich einmal einen meiner Exfreunde zur Begrüßung auf den Mund geküsst hab. Da hat er den ganzen Abend nix mehr gesagt und das nie mehr vor meinen Augen gemacht. Komisch, gell ?
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Segne die Gegenwart
Vertraue Deinem Selbst
Erwarte das Beste
Aha, okay! Dann liegt womöglich hier der/ein Hund begraben.
Ich kenne das nämlich durchaus, ein Gefühl der mäßigen Eifersucht, und es ist auch dieses Gefühl, von dem ich hier spreche.
Ich denke - und so wird es auch der TE gehen - dass ein erwachsener Mensch sich durchaus bewusst ist, dass er schlecht die Freiheit seines Partners beschneiden kann. Auch bei anderen Maßnahmen wie Schnüffeln etc. weiß jeder, dass das nicht anständig ist und das Vertrauen untergräbt.
Insofern würde ich sagen, dass Eifersucht ein schwieriges Gefühl ist, das einen in die Bredouille bringt und viel Reflektion und Klugheit erfordert.
Aber, wie das mit Gefühlen so ist: Man kann sich ja nicht sagen, das bringt nichts, ergo stell ich das Gefühl ab.
Viele Grüße
Massashi
Nora_Charles
schade, dass du dich gelöscht hast. Ich finde deine Beiträge hier sehr bedenkenswert.![]()