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platonische Freundschaft - wie verhalte ich mich gegenüber seiner Freundin?
Hallo zuammen!
Ich habe ein Problem:
Ich habe einen Mann vor über einem Jahr kennengelernt. Wir haben uns gut unterhalten und haben deswegen daraufhin auch unsere Nummern ausgetauscht. Ab da haben wir so alle paar Wochen mal Kontakt gehabt, wobei die Telefongespräche auch mal 3 Stunden gingen. Aber für ihn wie für mich ist es nur Freundschaft, von Anfang an. Wir hatten nie etwas miteinander und wollen auch nichts miteinander haben. Als ich ihn kennenlernte, hatte er eine Freundin (und hat sie immer noch bzw. wieder...sie waren immer mal wieder getrennt). Und ich bin auch seit über fünf Jahren mit meinem Freund zusammen und will ihn irgendwann auch heiraten.
Vor einem halben Jahr haben wir uns dann einmal getroffen. Mein Freund hat ihn dabei auch kennengelernt und sich gut mit ihm verstanden und mein Freund hat auch nichts dagegen, dass ich mit ihm telefoniere und wir uns eben gut verstehen. Wir sehen uns ja auch nicht bzw. er weiß, dass er mir da vertrauen kann!
Seit ich mit ihm Kontakt habe, haben wir uns einmal (mit Kennenlernen zweimal) gesehen. Wir haben schon länger geplant, dass wir uns mal wieder treffen.
Das Problem ist jetzt, dass er erst kürzlich ein paar Wochen von seiner Freundin getrennt war und in dieser Zeit fast jeden Tag bei mir angerufen hat, um sich auszuheulen und mit mir darüber zu reden. Die beiden waren ja schon ein paar Mal getrennt und sind immer wieder zusammen gekommen. Jetzt sind die beiden wieder zusammen und sie möchte nicht, dass wir uns sehen. Von den Telefongesprächen ist sie auch nicht mehr begeistert, obwohl sie vorher nichts dagegen hatte. Außerdem telefonieren wir jetzt ja auch wieder wesentlich weniger, da sie ja jetzt wieder zusammen sind. Ich habe ja auch nur so oft mit ihm telefoniert, weil er sich ausheulen wollte und Tipps brauchte. Ich wollte eigentlich nur helfen, aber im Nachhinein gesehen, war das wohl nicht so gut. Jetzt haben die beiden Stress, weil ich mich mit ihm treffen will. Daraufhin meinte ich, dass ich mich dann nicht mit ihm treffen möchte, wenn sie wegen mir Ärger haben. Er meinte, dass wir das ja aber schon länger geplant haben und er schon will, dass das Treffen stattfindet. Und er meinte, dass er das will, obwohl er weiß, dass sie total eifersüchtig ist. Ich habe nun vorgeschlagen, dass wir ja an dem Tag auch zu dritt was machen können, dass sie mich auch mal kennenlernt und sieht, dass ich ihr nichts Böses will. Aber das lehnt sie komplett ab.
Ich möchte aber nicht, dass die beiden wegen mir Stress haben und habe deshalb auch ein schlechtes Gewissen. Ich meine, ich verstehe sie ja schon, dass sie nicht will, dass wir uns zu zweit treffen, weil sie mich nicht kennt, aber ich finde es auch ein bisschen blöd, dass sie auch gar kein Interesse hat mich mal kennenzulernen. SIe kennt mich ja gar nicht und ich habe ja überhaupt nichts dagegen, dass wir was zu dritt machen, bzw. würde sie ja auch gerne mal kennenlernen, weil ich ja auch schon vieles über sie gehört habe.
Einerseits möchte ich schon zu dem Treffen gehen, weil wir uns schon lange nicht mehr gesehen haben und wir uns ja auch gut verstehen und das auch schon länger geplant haben. Wir werden uns auch nur tagsüber treffen. Habe mich schon darauf gefreut, dass wir mal wieder persönlich miteinander quatschen können. Mein Freund hat übrigens gar nichts gegen das Treffen einzuwenden. Andererseits will ich ja auch nicht, dass die beiden wegen meinem Besuch Stress haben bzw. finde ich es schade, dass sie mich gar nicht kennenlernen möchte. :( SIe möchte glaube ich auch, dass wir eher keinen Kontakt mehr haben, weil sie denkt, dass zwischen uns mehr als Freundschaft ist. Was es ja nicht ist! Sie ist allgemein aber schon sehr eifersüchtig, wie er gesagt hat.
Jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll. Mir ist die Freundschaft schon wichtig, aber wie gesagt, will ich ja auch nicht, dass es wegen mir Stress gibt. Ihm ist die Freundschaft auch wichtig und er meinte, dass er sie auf keinen Fall aufgeben will. Und ich möchte ja auch, dass sie mich mal kennenlernt. Mein Freund kennt ihn ja auch. Habe gedacht, dass man irgendwann vielleicht auch mal was zu viert machen könnte. ABer sie will ja nicht.
Wie soll ich mich gegenüber ihr verhalten? SOll ich das Treffen einfach sein lassen oder trotzdem zu dem Treffen gehen? Oder sollte ich den Kontakt vielleicht lieber ganz abbrechen, da ich ja nicht möchte, dass sie wegen mir Probleme und Streit haben, bzw. ja ihre Beziehung nicht aufs Spiel setzen will, da sie ja jetzt auch das Telefonieren nicht mehr akzeptiert? Das fände ich sehr schade, da mir schon viel an der Freundschaft liegt....
Vielleicht könnt ihr mir da helfen! Wäre echt dankbar für ein paar Tipps!
Viele Grüße
cattie
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AW: platonische Freundschaft - wie verhalte ich mich gegenüber seiner Freundin?
Ganz ehrlich? Mir wäre es völlig schnuppe was sie will oder nicht will. Es ist SEINE Freundin und wenn er Dich/Euch treffen will obwohl es ihr nicht recht ist, dann ist das seine Sache, nicht Deine. Und ob Du dir damit so einen Gefallen tun würdest, wenn Du sie treffen würdest, glaube ich auch nicht. Es ist seine Verantwortung, nicht Deine. Punkt.
Ob es von seiner Seite aus klug ist so zu handeln ist eine andere Diskussion, aber trotzdem immer noch nicht Dein Problem.
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AW: platonische Freundschaft - wie verhalte ich mich gegenüber seiner Freundin?
Hallo Cattie, mal aus der Sicht einer, die das auch nicht so pralle finden würde: Wenn ich wüsste, dass mein Freund während unserer kurzen Trennungsphase unsere gesamte Beziehung mit einer anderen Frau durchgehechelt hätte, wäre mein Wunsch, diese kennen zu lernen, ziemlich eingeschränkt.
Und generell kommt für mich kein Mann infrage, der einen derart engen Kontakt zu einer anderen Frau pflegt. Das sehen viele anders, ich weiß.
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AW: platonische Freundschaft - wie verhalte ich mich gegenüber seiner Freundin?

Zitat von
Julchen12345
Ganz ehrlich? Mir wäre es völlig schnuppe was sie will oder nicht will. Es ist SEINE Freundin und wenn er Dich/Euch treffen will obwohl es ihr nicht recht ist, dann ist das seine Sache, nicht Deine. Und ob Du dir damit so einen Gefallen tun würdest, wenn Du sie treffen würdest, glaube ich auch nicht. Es ist seine Verantwortung, nicht Deine. Punkt.
Ob es von seiner Seite aus klug ist so zu handeln ist eine andere Diskussion, aber trotzdem immer noch nicht Dein Problem.
Dem schließe ich mich komplett an. Du musst in dem Fall nicht heiliger sein als der Papst, in dem du an seiner statt die Verantwortung für die Gefühle seiner Freundin übernimmst.
Dass du keinen Stress machen möchtest, ist sicherlich gut, aber er möchte ja, dass ihr euch trefft, und möglicherweise möchte er damit seiner Freundin gegenüber einfach auch deutlich ein Zeichen setzten. Also, dass er ihr klar macht, dass er seine Freunde trifft, wenn er möchte und nicht für sie im Stich lässt.
Wenn er jedenfalls diese Haltung hat, tust du ihnm keinen Gefallen, wenn du die unterläufst, in dem du nun das Treffen absagst. Wenn du gegenüber seiner Freundin solidarischer bist als ihm gegenüber, ist das nicht gerade ein wirklicher Freundschaftsdienst.
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AW: platonische Freundschaft - wie verhalte ich mich gegenüber seiner Freundin?

Zitat von
Junimond.HB
Hallo Cattie, mal aus der Sicht einer, die das auch nicht so pralle finden würde: Wenn ich wüsste, dass mein Freund während unserer kurzen Trennungsphase unsere gesamte Beziehung mit einer anderen Frau durchgehechelt hätte, wäre mein Wunsch, diese kennen zu lernen, ziemlich eingeschränkt.
Das wäre sicherlich eine gut nachvollziehbare und vermutlich auch zu respektierende Motivation, dass die Freundin so einem Treffen ausweicht. Besonders wenn alles so frisch ist.
Möglicherweise aber passt es zwischen den beiden sowieso nicht wirklich - scheint mir fast so.

Zitat von
Junimond.HB
Und generell kommt für mich kein Mann infrage, der einen derart engen Kontakt zu einer anderen Frau pflegt. Das sehen viele anders, ich weiß.
Also das wäre nun eine mögliche Antwort, wenn die Freundin hier geschrieben hätte. Aber so ... was soll die TE nun damit anfangen? Willst du sie indirekt bestärken, das Treffen abzusagen, damit die Freundin des Freundes nicht darunter leiden muss? Aber er dnkt wie er denkt, ob die TE sich mit ihm trifft oder nicht. Seine Einstellung ändert das ja nicht.
Also gerade deshalb finde ich, dass die TE ihren Freund ernst nehmen soll in seinen Entscheidungen und nicht indirekt bevormunden, in dem sie das nun platzen lässt.
Wenn die Freundin mit der Einstellung ihres Freundes nicht klar kommt, dann passt es zwischen den beiden nicht und lässt sich durch einen Verzicht seitens der TE auch nicht passend machen.
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AW: platonische Freundschaft - wie verhalte ich mich gegenüber seiner Freundin?
Ja, ich kann euch schon verstehen. Eine Freundschaft, emotionale Stütze, die man in einer anderen Person gefunden hat, kann wesentlicher sein, als eine Beziehung.
Ich würde so eine Freundschaft auch nicht aufgeben.
Natürlich, wenn der Freund das nicht weiterführen möchte, damit er seine Beziehung nicht gefährdet, dann würde ich zustimmen, die Freundschaft nicht weiterzuführen, um ihm nicht zu schaden.
Dass sie eifersüchtig ist, kann ich auch verstehen. Muss ja nicht sein, dass sie eifersüchtig auf dich als Frau an sich ist, sondern darauf, dass er noch einen Menschen hat, der ihm Stabilität gibt. Bei dem er sich ausheulen kann, während sie das vielleicht nicht hat. Solche freundschaften aufzubauen, ist ja nicht so einfach. Nicht jeder hat einen so guten Freund, oder eine so gute Freundin.
Ich würde die Freundschaft aufgeben, wenn er es so möchte, um die Beziehung zu retten. Ansonsten würde ich dran festhalten. Gute Freunde liegen nicht auf der Straße rum. Das ist schon etwas Besonderes, einen guten Freund zu haben.
Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer/eine, der wusste das nicht und hats gemacht 
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AW: platonische Freundschaft - wie verhalte ich mich gegenüber seiner Freundin?
Puh. Grundsätzlich meine ich auch: Das ist nicht dein Problem. Er muss entscheiden, wie er damit umgeht. Junimonds Erklärung, warum sie dich nicht treffen will, finde ich einerseits einleuchtend - andererseits ist es doch gerade bei diesen On-Off-Beziehungen so, dass irgendwann Gott und die Welt mitkriegen, was da läuft. Kann mir nicht vorstellen, dass die Freundin von deinem Freund während der Trennung mit keinem Menschen gesprochen hat ...
Mein Rat an dich wäre vor allem, das Ganze nicht zu nah an dich rangehen zu lassen. Gerade On-Off-Beziehungen belasten den kompletten Freundeskreis oft mehr als das betroffene Paar (das ja meist irgendwas an diesem Theater findet). Wenn dein Freund Zeit für dich hat, schön, wenn nicht, lass es ruhen. Lass dich nicht zu sehr in seine Achterbahn reinziehen.
Grüße, Cariad
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AW: platonische Freundschaft - wie verhalte ich mich gegenüber seiner Freundin?

Zitat von
Seifreundlich
Also das wäre nun eine mögliche Antwort, wenn die Freundin hier geschrieben hätte. Aber so ... was soll die TE nun damit anfangen? Willst du sie indirekt bestärken, das Treffen abzusagen, damit die Freundin des Freundes nicht darunter leiden muss? Aber er dnkt wie er denkt, ob die TE sich mit ihm trifft oder nicht. Seine Einstellung ändert das ja nicht.
Also gerade deshalb finde ich, dass die TE ihren Freund ernst nehmen soll in seinen Entscheidungen und nicht indirekt bevormunden, in dem sie das nun platzen lässt.
Wenn die Freundin mit der Einstellung ihres Freundes nicht klar kommt, dann passt es zwischen den beiden nicht und lässt sich durch einen Verzicht seitens der TE auch nicht passend machen.
Nein, es ist nicht ihr Job, das Treffen abzusagen.
Nur generell wollte ich ihr die evt. Sicht seiner Freundin darlegen. Der guten Freundin meines Partners waren meine Gefühle auch immer ziemlich egal. Die Quittung für sie ist, dass sie kaum noch eine Rolle spielt in seinem Leben.
Wäre sie mehr daran interessiert gewesen, wie es mir geht (was m.M. nach auch eine wirklich gute Freundin ausmacht: Den Partner eines guten Freundes absolut zu respektieren), könnte sie mehr an seinem/unserem Leben teilhaben. Aber Torpedierungen kommen meist nicht gut an. Und das wollte ich nur denen zu bedenken geben, die nach dem Motto handeln: Was geht dich die Frau an?
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AW: platonische Freundschaft - wie verhalte ich mich gegenüber seiner Freundin?

Zitat von
eliisa
Eine Freundschaft, emotionale Stütze, die man in einer anderen Person gefunden hat, kann wesentlicher sein, als eine Beziehung.
Wenn eine Freundschaft wesentlicher ist als die Beziehung, käme ich doch ganz stark ins Grübeln. Und ich habe ein paar Freundschaften schon seit Jahrzehnten.
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AW: platonische Freundschaft - wie verhalte ich mich gegenüber seiner Freundin?
du stellst die frage: wie verhalte ich mich?
nun, ich verhalte mich so wie es auch für mich möchte.
mit andern worten: ziehe den schuh auf den andern fuss. stelle dir vor, dein freund, dein fester freund, lebensgefährte etc. lernt jemanden kennen, völlig platonisch und wie möchtest du dass diese frau dir gegenüber tritt? was bist du bereit zu akzeptieren- wo ist deine schmerzgrenze erreicht?
hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.
das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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