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  1. #31
    Avatar von Caramon
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    AW: Billigst-Angebote aus China: wo ist der Haken?

    Bin mal so frei...

    Zitat Zitat von dog_lover Beitrag anzeigen
    Hm, vielleicht, damit nicht auch die allerletzten Jobs hier verlorengehen?
    Es ist natürlich modern, bei allem den (scheinbar) größtmöglichen Vorteil für sich selbst zu suchen, gerne mit Verweis auf die Verfehlungen anderer, aber wenn dann letztlich immer mehr Arbeitsplätze wegfallen, ist das Geheule groß..
    Wieso verloren gehen
    Es heißt doch das zwar alte Jobs verloren gehen aufgrund technischen Fortschritts aber dadurch auch neue wieder entstehen. Wo ist da also bitte der Verlust?

    Die soziale Marktwirtschaft wurde ausrangiert, wir sind nun ganz offen im Kapitalismus. Da ist es völlig normal seinen eigenen Vorteil zu maximieren.
    Vielleicht kannst Du uns einen Grund nennen, weshalb man für eine Ware mehr bezahlen soll als man kann.
    Schliesslich wird niemand gezwungen etwas zu kaufen! Jeder kann sich entscheiden was er kaufen will. Es ist nun nicht so das es gar keine Alternativen gibt, die Wahl ist vorhanden.

    Übrigens: unsere Wirtschaft ist darauf angewiesen das unsere Waren von ausserhalb gekauft werden. Es wird also vom "Vorteil" profitiert (Arbeitsplätze, Lohn etc.)

    Zitat Zitat von dog_lover Beitrag anzeigen
    Nö, das ist nicht verwerflich, die Frage ist aber, ob wirklich alle Waren durch die ganze Welt gekarrt werden müssen, bis sie beim Verbraucher ankommen..
    Müssen nicht aber wenn man es kann und es auch preiswerter ist, warum denn nicht?
    Wenn Ware A in Land C preiswerter/effizienter produziert und incl. Versand preiswerter ist als direkte Produktion in Land D.... tja.
    Aber auch hier hat jeder die Wahl wo und wie er einkauft.
    (Ich bezweifel es das du konsensfähige Gründe findest die diese Wahlfreiheit einschränken)

    Zitat Zitat von dog_lover Beitrag anzeigen
    Klar kann er das. Und irgendwann regt er sich dann darüber auf, dass es keine Kaufhäuser mehr gibt und die Innenstädte veröden.
    Die Kaufhäuser hätten was dagegen tun können, taten es aber nicht. Das ist schade aber deren Entscheidung.

    Was verödete Innenstädte angeht so würde ein florierendes Kaufhaus auch nichts reissen!
    Die Verödung hat andere Gründe....

  2. #32
    dog_lover
    gelöscht

    AW: Billigst-Angebote aus China: wo ist der Haken?

    Alles richtig ... das kannst du ja nächstes Mal anführen, wenn diejenigen, die selbst lieber billig kaufen, demonstrieren, weil ihre Jobs wegfallen.

  3. #33

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    AW: Billigst-Angebote aus China: wo ist der Haken?

    Zitat Zitat von dog_lover Beitrag anzeigen
    Alles richtig ... das kannst du ja nächstes Mal anführen, wenn diejenigen, die selbst lieber billig kaufen, demonstrieren, weil ihre Jobs wegfallen.
    Man kann es nicht oft genug wiederholen: Die Artikel aus dem Luxussegment, die extrem teuer verkauft werden, werden häufig trotzdem billig in Asien produziert. Für die Unternehmen ist es natürlich bequem, wenn sie die Ware zu chinesischen Konditionen produzieren und zu deutschen Preisen verkaufen können.

    Aber man darf nicht erwarten, dass der Verbraucher dieses Spielchen bis in alle Ewigkeit mitspielt.

  4. #34

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    AW: Billigst-Angebote aus China: wo ist der Haken?

    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    Müssen nicht aber wenn man es kann und es auch preiswerter ist, warum denn nicht?
    Wenn Ware A in Land C preiswerter/effizienter produziert und incl. Versand preiswerter ist als direkte Produktion in Land D.... tja.
    Je nun, man muss natürlich die ökologischen und sozialen Folgekosten in die Waagschale werfen. Die effizientere Produktion wird unter Umständen durch ein Minimum an Umwelt- und Arbeitnehmerschutz erkauft.

    Es ist also durchaus nicht verkehrt, den grenzenlosen Kapitalismus kritisch zu betrachten.

    Aber wie gesagt: Das Problem löst man sicher nicht, indem man für das, was anderswo billig hergestellt worden ist, überhöhte Preise zahlt. Damit erhält man keine Arbeitsplätze in Deutschland und hilft den Arbeitnehmern in China auch nicht.

  5. #35
    Avatar von Caramon
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    AW: Billigst-Angebote aus China: wo ist der Haken?

    Zitat Zitat von dog_lover Beitrag anzeigen
    Alles richtig ... das kannst du ja nächstes Mal anführen, wenn diejenigen, die selbst lieber billig kaufen, demonstrieren, weil ihre Jobs wegfallen.
    Dann demonstrieren sie halt, und dann?

    Natürlich kann er auch demonstrieren! Ist sein gutes Recht. Wer sollte oder gar wollte ihn daran hindern?
    Ich auf keinen Fall. Wenn der Sack Reis umkippen will, dann nur zu.

    Andererseits, kann er nicht dann einfach einen neuen Job finden anstatt zu demonstrieren?
    (Wäre doch sinnvoller, oder? Wird ja auch durch die aktuelle HartzIV-Gesetzgebung unterstüzt sowie gefördert und gefordert)
    Immerhin haben wir doch einen veritablen Fachkräftemangel laut den Qualitätsmedien.

    Übrigens, welche Demonstrationen meinst Du bitte?
    (mittlerweile kapieren selbst Mittelschüler das Demos vollkommener Schwachfug sind, Studenten bekommen es auch so langsam auf die Kette und wagen sich an erfolgreichere Wege, dauert aber noch)



    Dir ist es wahrscheinlich nicht bzw. überhaupt in den Sinn gekommen, das nicht gerade wenige Menschen gezwungen sind billig einzukaufen?
    Immerhin haben wir doch laut Schröder (Godfather of Agenda 2010 & HartzIV) den größten Niedriglohnsektor in Europa geschaffen.
    Ich unterstelle Dir einfach mal aufgrund Deiner Aussage das Du die Verbindung und Folge zwischen geringes Einkommen und damit geringe Investitionsmöglichkeit (vulgo Kauf) nicht wirklich in Betracht ziehen kannst (oder willst).
    Schade.

  6. #36
    Avatar von Caramon
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    AW: Billigst-Angebote aus China: wo ist der Haken?

    Zitat Zitat von HedwigDohm Beitrag anzeigen
    Je nun, man muss natürlich die ökologischen und sozialen Folgekosten in die Waagschale werfen. Die effizientere Produktion wird unter Umständen durch ein Minimum an Umwelt- und Arbeitnehmerschutz erkauft.
    Muß? Seit wann das denn?
    Man kann das in die Waagschale werfen, man kann es aber auch lassen (Pri*ark z.B.)
    Wenn Umweltschutz und Arbeitnehmerschutz tatsächlich so wichtig wären (haben wir nicht die Grünen und SPD im Bundestag bzw. sogar in Landesparlamenten sitzen?) könnte man politisch Nachdruck verleihen durch einen Ausgleich.
    Vermutlich sind die Folgekosten wohl nicht so nennenswert hoch oder bedeutend.

    Bloß das ist alles so weit weg und betrifft einen weder direkt noch indirekt. In Indien kann die Vegetation absterben aufgrund bestimmter Produktionsmethoden bei der Textilfärbung. Hier lebt sie weiter als wäre nichts geschehen.
    Auch wenn ich die teurere Jeans kaufe ändert sich daran nichts, Du schreibst ja oben selbst das die teurere Ware genauso billig produziert wird.

    Weshalb also sollte ich nun teurer kaufen und nicht billig?


    Zitat Zitat von HedwigDohm Beitrag anzeigen
    Es ist also durchaus nicht verkehrt, den grenzenlosen Kapitalismus kritisch zu betrachten.
    Natürlich. Kritik ist ok. Die SPD z.B. lebt sogar davon ganz bequem, große Teile der Linke ziehen ihre Daseinsberechtigung daraus! Nicht auszudenken würde die Kritik verstummen, ein Desaster für die Politik!

    Zitat Zitat von HedwigDohm Beitrag anzeigen
    Aber wie gesagt: Das Problem löst man sicher nicht, indem man für das, was anderswo billig hergestellt worden ist, überhöhte Preise zahlt. Damit erhält man keine Arbeitsplätze in Deutschland und hilft den Arbeitnehmern in China auch nicht.
    Korrekt.

    Bloß wie kann man so ein "Problem" dann angehen?
    (mit Kapitalismuskritik vielleicht?)

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