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  1. #1
    Avatar von Amelie63
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    Männerrollen - Frauenrollen

    Hallo zusammen,

    das Thema kam gerade in einem anderen Unterforum auf.

    Was versteht ihr unter den jeweiligen Geschlechterrollen? Was ist für euch sozusagen ein "richtiger Mann" oder eine "richtige Frau"?

    Das Thema ist ja bekanntlich unerschöpflich und zieht sich praktisch durch alle Unterforen. Der Diskussionsbedarf scheint auch nicht abzunehmen. Warum ist das wohl so?

    Ich halte mich mit meiner Meinung darüber erstmal zurück. Nur so viel: ich sehe in der Individualität der Menschen weit größere Unterschiede als in der geschlechtlichen Identität.
    Aber trotzdem interessiert mich, neben den individuellen Auffassungen der Geschlechterrollen, warum diese Definition, was einen Mann oder eine Frau (angeblich) ausmacht, überhaupt so wichtig ist, und wie ich finde, seit meiner Sozialisierung in der postfeministischen Zeit, wieder konservativer geworden ist?

    Und was glaubt ihr, in welche Richtung die Entwicklungen gehen werden? Wie werden wir in 50 oder 100 Jahren über die Geschlechterrollen denken oder sie ausfüllen? (für die, die wie ich gern Sifi-Geschichten mögen )
    Grüße
    A.

    Das Ziel der Entwicklung ist es nicht, sich aus der reinen Sensomotorik heraus zu entwickeln, das Ziel besteht darin, dem Geist im Körper eine Heimat zu bereiten

    Esther Thielen

  2. #2
    Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Ich habe über eine Änderung der Rollen kürzlich nachgedacht, als ich -auf Anraten eines Sohnes - Star Wars anschaute. Die Figur der Rey wäre damals in den ersten Filmen nicht möglich /denkbar gewesen. Ich nehme an, dass stilbildende achtziger -Filme wie Alien und das Schweigen der Lämmer da den Weg gebahnt haben. Für unsere Kinder ist diese Frauenfigur normal, ähnliche kommen in vielen neueren Epen vor.

    Mein Mann fand, es habe da lediglich eine Angleichung der Frauen- an die Männerrollen stattgefunden. Ich denke eher, dass sich beide verlagert haben.

  3. #3
    Avatar von Amelie63
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen

    Mein Mann fand, es habe da lediglich eine Angleichung der Frauen- an die Männerrollen stattgefunden. Ich denke eher, dass sich beide verlagert haben.
    ich hab den Film nicht geguckt, drum kenne ich diese Rey nicht. Wie meinst du das mit der Verlagerung?
    Grüße
    A.

    Das Ziel der Entwicklung ist es nicht, sich aus der reinen Sensomotorik heraus zu entwickeln, das Ziel besteht darin, dem Geist im Körper eine Heimat zu bereiten

    Esther Thielen

  4. #4
    kamelle
    gelöscht

    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    ich hab den Film nicht geguckt, drum kenne ich diese Rey nicht.
    Kann mit Lichtschwertern kämpfen und Raumschiffe reparieren.

  5. #5

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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Erstens, das Wort "Rolle" gefällt mir nicht. Eine Rolle ist etwas, das Schauspieler/-innen im Theater oder Film spielen, das heisst, dass es nicht das ist, was sie SIND.

    Ich spiele ja nicht, eine Frau zu sein, ich bin eine. Biologisch eindeutig. Und psychisch sehe ich an mir auch viele Eigenschaften, die ich häufiger mit andern Frauen teile und weniger mit Männern.

    Andererseits, einige Eigenschaften habe ich, die gelten in der Regel als männlich, die sind häufiger bei Männern zu finden.

    Was ein Mann und eine Frau ausmacht, ist deswegen wichtig und wird es auch bleiben, weil es auf absehbare Zeit weiterhin mindestens einen Mann und eine Frau benötigen wird, um Kinder zu machen. Es ist halt nicht alles "sozial konstruiert", es ist halt vieles biologisch gegeben.

    Meine Vermutung ist, dass Wahlfamilien in Zukunft eine wichtigere Rolle spielen werden - und meine Hoffnung ist, dass das Zeugen von Kindern auf natürlichem Weg als die beste Methode geschätzt werden wird.

    gruss, barbara
    «Bae» heisst auf Koreanisch «Bauch». Allgemein bedeutet es «mutig, kühn, waghalsig, nervenstark, frech» oder «durchsetzungsstark».

  6. #6
    Avatar von Amelie63
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen

    Was ein Mann und eine Frau ausmacht, ist deswegen wichtig und wird es auch bleiben, weil es auf absehbare Zeit weiterhin mindestens einen Mann und eine Frau benötigen wird, um Kinder zu machen. Es ist halt nicht alles "sozial konstruiert", es ist halt vieles biologisch gegeben.
    naja, dafür brauchts genau genommen nur die primären Geschlechtsmerkmale. Und ob das nun viel ist.. hmmm.. Es ist zumindest was, das mit sozial erstmal nix zu tun hat.
    Grüße
    A.

    Das Ziel der Entwicklung ist es nicht, sich aus der reinen Sensomotorik heraus zu entwickeln, das Ziel besteht darin, dem Geist im Körper eine Heimat zu bereiten

    Esther Thielen

  7. #7
    Avatar von Amelie63
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von kamelle Beitrag anzeigen
    Kann mit Lichtschwertern kämpfen und Raumschiffe reparieren.
    Prima. Hat aber auch echt lange gedauert. Wir schreiben immerhin schon das Jahr 2016
    Grüße
    A.

    Das Ziel der Entwicklung ist es nicht, sich aus der reinen Sensomotorik heraus zu entwickeln, das Ziel besteht darin, dem Geist im Körper eine Heimat zu bereiten

    Esther Thielen

  8. #8

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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    naja, dafür brauchts genau genommen nur die primären Geschlechtsmerkmale. Und ob das nun viel ist.. hmmm.. Es ist zumindest was, das mit sozial erstmal nix zu tun hat.
    nun nein, es braucht schon noch die Menschen, die rund um diese Geschlechtsmerkmale auch existieren. Geschlechtsteile allein sind nun mal nicht lebensfähig.

    Was natürlich auch heisst, dass das all die Hormongeschichten, die unterschiedliche Haut, das unterschiedliche Skelett, die unterschiedlichen psychischen Tendenzen... bestehen bleiben werden, als praktisch unverrückbare Fakten.

    Aber die biologische Grundlage kann ja kulturell moduliert werden, und ich hoffe, dass das für alle in Richtung mehr Freiheit geschieht.

    gruss, barbara
    «Bae» heisst auf Koreanisch «Bauch». Allgemein bedeutet es «mutig, kühn, waghalsig, nervenstark, frech» oder «durchsetzungsstark».

  9. #9
    Avatar von Amelie63
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    nun nein, es braucht schon noch die Menschen, die rund um diese Geschlechtsmerkmale auch existieren. Geschlechtsteile allein sind nun mal nicht lebensfähig.

    Die Geschlechtsteile, mit dem was dran hängt, sinds aber letzlich, die sich fortpflanzen. Völlig egal, was da in den Anhängseln an Rollenbildern und sonst was rumwabert. Insofern ist das wiklich für den Fortbestand der Menschheit völlig unerheblich. Es pflanzen sich auch nicht die guten und schönen und intelligenten fort, sondern schlichtweg alles. Das ist hier aber nicht die Frage.

    Meine Fragen zielen auf unsere Identität als Mensch, als Mann, als Frau, in unserem sozio-psycho-kulturellen Kontext ab. Und diese biologischen Argumente sehe ich als nichts anderes als eine Vermeidung der Hinterfragung der eigenen Weltbilder. Dann frage ich mich aber weiter, warum fällt es so schwer zum eigenen konservativen Weltbild zu stehen und einfach zu leben, wenn es einem doch so wichtig ist, und es statt dessen ständig mit dieser Biologistenkeule verteidigen zu müssen?
    Grüße
    A.

    Das Ziel der Entwicklung ist es nicht, sich aus der reinen Sensomotorik heraus zu entwickeln, das Ziel besteht darin, dem Geist im Körper eine Heimat zu bereiten

    Esther Thielen

  10. #10
    Avatar von jofi2
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    @bae
    Frausein versus Mannsein begrenzt Du also auf basale sexuelle und Fortpflanzungsmerkmale?
    Dann macht es in der Tat keinen Sinn von Frauen- bzw. Männerrollen zu sprechen.
    Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewissheit ist eine absurde.
    (Voltaire)

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