+ Antworten
Seite 5 von 5 ErsteErste ... 345
Ergebnis 41 bis 48 von 48
  1. #41
    Avatar von Sandra71
    Registriert seit
    06.04.2005
    Beiträge
    13.290

    AW: Methadon als Krebsmedikament

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Ich traf sie erstmals rund 3 Jahre nach der Diagnose. Da meinte sie bereits, sie müsse eigentlich schon so gut wie tot sein, man hätte ihr nicht mehr als 5 Jahre prophezeit. Da ging es ihr aber ziemlich gut. Nach der ersten OP.
    Es wäre gut möglich, dass das angebliche Glioblastom nicht von Anfang an ein Glioblastom war, sondern sich erst als Rezidiv als solches manifestiert hat...aber das würde jetzt zu weit führen.

    Er war dem Krankenhauspersonal lästig, weil er öfter beim Toilettengang stürzte, sie stellten ihn ruhig und als er nachhause kam, war er süchtig nach den "Schlaftabletten". Es war nicht sein Arzt, es war das KH. Was willst du machen, 2 Monate vor dem Ende? Eine Entzugstherapie?
    Quatsch. Aber Valium hilft nicht gegen Schmerzen...oder hatte er keine?

    Und finde mal einen Arzt für solch einen Patienten. Diesen hatte der Pflegedienst vermittelt. Unserer hatte die Praxis geschlossen.
    Meine Oma ist vor 44 Jahren an Brustkrebs verstorben und hatte damals schon einen Arzt, der ihr Morphium verschrieb...dann sollte das heutzutage wohl erst recht kein Problem sein.
    Theorie ist, wenn man weiß wie es geht und nichts funktioniert - Praxis ist, wenn alles klappt und keiner weiß warum.

  2. #42
    Avatar von Ebayfan
    Registriert seit
    15.01.2006
    Beiträge
    33.703

    AW: Methadon als Krebsmedikament

    Schmerzmittel bekam er zusätzlich. M.M.n. nicht ausreichend, der Pflegedienst wollte nicht so richtig an die Sache ran. Da ist einiges ziemlich schlecht gelaufen. Aber er wollte unbedingt diesen Pflegedienst buchen! Ich hätte den niemals ausgewählt. Stur war er auch.

  3. #43
    Avatar von Simpleness2
    Registriert seit
    27.02.2017
    Beiträge
    444

    AW: Methadon als Krebsmedikament

    Zitat Zitat von Simpleness2 Beitrag anzeigen
    Ich glaube, die Schwierigkeit besteht darin einen Arzt zu finden der bereit ist ein Rezept auszustellen und diese Therapie zu begleiten.
    Meine Schwester bekommt das Methadon nun zu ihrer Chemotherapie, nachdem sie den Professor darauf angesprochen hat. Hätte nicht gedacht, dass das doch so einfach sein kann.
    Geändert von Simpleness2 (01.06.2017 um 21:20 Uhr)

  4. #44
    Avatar von Lorelei
    Registriert seit
    09.07.2004
    Beiträge
    31.988

    AW: Methadon als Krebsmedikament

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    [Bei Orphan Drugs, Medikamenten für extrem seltene Erkrankungen, gibt es Sonderregelungen, soweit ich weiß.]
    Korrekt, da kommt man ggf. mit einer Studie aus, und die Zulassungskosten sind erheblich geringer.

    Der Plusminus-Artikel ist extrem reißerisch und enthält verschiedene, substanzielle Fehler.

    Natürlich kann man eine neu entdeckte Wirkungsweise bzw. Therapie eines alt-bekannten Arzneistoffs patentierten lassen, und das hat diese Chemikerin sicher auch getan.
    Jetzt findet sie nur niemanden, der ihr das auf Basis sehr geringer Daten abkauft und für zig Millionen € bis zur möglichen Marktreife entwickelt.

    Dann steht da mal was von "Patienten sind metastasenfrei", dann wieder was von leichter Lebensverlängerung bei Palliativpatienten unter Chemotherapie. Informationen zu möglichen Wirkmechanismen fehlen komplett.

    Ein Glioblastom ist eine üble Diagnose und häufig ein Todesurteil. Aber natürlich gibt es Patienten, wo die OP, wider Erwarten, so erfolgreich verläuft, dass es komplett entfernt wurde, und nichts nach wächst. So jemand kenne ich auch - ganz ohne Methadon.
    Ihm wurden auch nur 2-3 Jahre prognostiziert, jetzt sind das schon 8 Jahre, ohne Rezidiv. Er hatte halt Glück. Nach seinen Angaben gehen auch seine Ärzte von Heilung aus.

    Die Liste ließe sich noch beliebig verlängern.

    Solche reißerischen Presseerzeugnisse sind echt ätzend.
    Geändert von Lorelei (02.06.2017 um 08:55 Uhr)

  5. #45
    Avatar von Lorelei
    Registriert seit
    09.07.2004
    Beiträge
    31.988

    AW: Methadon als Krebsmedikament

    Zitat Zitat von HedwigDohm Beitrag anzeigen
    Aber diese Art von Tränendrüsen-Journalismus erscheint mir auch problematisch.
    Danke, der Ausdruck bringt es auf den Punkt.
    "Lieber der Kopf einer Fliege als der Schweif eines Löwen !" (Victor Hugo)

  6. #46
    Avatar von Lorelei
    Registriert seit
    09.07.2004
    Beiträge
    31.988

    AW: Methadon als Krebsmedikament

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Spontanheilungen können auch jede Studie verfälschen. Aber es gab sie schon immer.
    Ich fürchte, "Spontanheilungen " bei Krebs sind i.d.R. auf eine falsche Diagnose zurückzuführen.

    In großen, kontrollierten Studien mit qualifizierter Diagnosestellung - d.h. z.B. zentral, durch 3 unabhängige Radiologen- gibt es sie eben nicht. Hier zeigen sich immer mal Fälle, die in der Klinik als Erkrankung X diagnostiziert wurden, aber was anderes sind.
    Z.B. kein Leberkrebs, sondern eine Leber-Metastase eines Prostata-Carcinoms. Das möglicherweise eine bessere Prognose hat.
    Oder, selten, vielleicht auch was Harmloses.

    Solche Patienten sind dann, ausserhalb von Studien, solche "Wunder", wo der "unheilbare Krebs" plötzlich verschwindet. Aber in Wirklichkeit niemals da war.

    In Studien gibt es nur immer mal einige Patienten, die überdurchschnittlich lange überleben.

    Wobei wir hierbei von Monaten oder einigen Jahren sprechen, nicht Jahrzehnten. Und das sind vielleicht 2-4 Patienten von mehreren Hundert.
    Geändert von Lorelei (02.06.2017 um 09:04 Uhr)

  7. #47
    Avatar von Lorelei
    Registriert seit
    09.07.2004
    Beiträge
    31.988

    AW: Methadon als Krebsmedikament

    Zitat Zitat von britwi Beitrag anzeigen
    Jepp. Die Argumentation krankt überdies an einem Kernpunkt: In den Einzelfallberichten ist nicht von einer Behandlung mit Methadon als einzigem Medikament die Rede. Sondern von Kombinationsbehandlungen (Chemo plus Methadon). Vielversprechend erscheint also nicht der ausschliessliche Einsatz von Methadon. Sondern der Einsatz von Methadon als Wirkverstärker. Und da fällt dann die Mär von der profitorientierten Pharma-Lobby, die eine erfolgversprechende billige Behandlung verhindern will, in sich zusammen. Ein Wirkverstärker, der per besserem Behandlungserfolg den Umsatz bei den patentierten, profitablen Medikamenten erhöht, wäre nämlich (selbst wenn er an sich nicht patentierbar und billig ist) durchaus wirtschaftlich interessant.
    EXAKT.

    Mindestens 50% der Krebsarzneimittel, die derzeit entwickelt werden - Biologics etc - sollen zusätzlich zur derzeitigen Standardtherapie gegeben werden, um deren Wirksamkeit zu verbessern und das ( rezidivfreie ) Überleben der Patienten zu verlängern.

    Wäre dies bei Methadon auch der Fall, wäre das wirtschaftlich sogar hoch-interessant, weil man sich die ganze Präklinik und Toxikologie sparen könnte.

    Sowohl von den Kosten, als auch von der Entwicklungszeit her.

  8. #48

    Registriert seit
    12.04.2017
    Beiträge
    300

    AW: Methadon als Krebsmedikament

    U.a. bei Stern TV, RTL, 22.15 heute Thema. Der Beitrag läuft noch nicht, habe gerade eingeschaltet.

    Da ich nicht weiß, ob ich das verlinken darf, hier ein kleiner Ausschnitt aus der Ankündigung von rtl.de

    "Die Chemikerin Dr. Claudia Friesen entdeckte die Wirkung von Methadon auf Tumorzellen vor 10 Jahren eher zufällig - und forscht seitdem intensiv dazu. Der Allgemein- und Palliativmediziner Dr. Hans-Jörg Hilscher hat jahrelange Erfahrung mit der Verordnung von dem Schmerzmittel Methadon. Gemeinsam haben die beiden ein Präparat entwickelt, das Krebspatienten helfen kann. Hier im Chat beantworten sie heute ab 22:45 Uhr Zuschauerfragen zum Thema.
    HINWEIS: Aufgrund des hohen Fragenaufkommens können Claudia Friesen und Hans-Jörg Hilscher nicht alle in kürzester Zeit beantworten. Es werden daher einige Fragen exemplarisch ausgewählt, die möglichst vielen Zuschauern eine Hilfe sein sollen.
    TIPP: Wenn Sie im Chat anonym bleiben wollen, verwenden Sie für Ihren Namen bitte ein Pseudonym."
    Antoine
    Leiris


    Meinen
    Hass bekommt
    ihr nicht

+ Antworten
Seite 5 von 5 ErsteErste ... 345

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •