Ich fasse seine Weltsicht zusammen:
- Seine Ex ist die Schl*mpe, die sein Kind zur Welt gebracht hat.
- Du bist die Schl*mpfe, die schuld ist an seinen Problemen und eurer Beziehungsproblematik
- Das Kind ist das R*tzbalg, das schuld daran ist, dass eure Beziehung nicht funktioniert.
- Die Arbeitswelt ist schuld daran, dass er nicht arbeiten kann, weil die Jobs ihm zu wenig Freizeit lassen
- Der Alkohol ist schuld daran, dass er agressiv werden kann und dich beißt. Zum Glück hat er kein Alkoholproblem.
- Das Kiffen ist nicht so schlimm, weil die Kleine davon ja nichts mitbekommt.
- Auch das Schlagen ist nicht so schlimm, weil es nicht wieder vorkommt.
- Der Vermieter ist schuld daran, dass dein Freund so böse auf dich wurde, weil du Beschwerden wegen Ruhestörung vermeiden wolltest und er die Musiklautstärke herunterdrehen sollte.
Und die Ex, die keinen Cent Unterhalt fürs Kind bekommt und von ihm respektlos und ggf. auch gewalttätig behandelt worden ist, ist unfreundlich zu ihm (und zu dir)?

Und du glaubst einem Kind, das als Scheidungskind massive Loyalitätskonflikte hat, wenn es dir ins Ohr flüstert, es wollte, du seist seine Mutter? Und du freust dich heimlich, wenn das Kind klagt, die Mutter daheim sei so streng (dort gibt es vermutlich eine Grundordnung, die beim Vater fehlt)? Und zugleich wünschst du dir regelmäßig, das Kind wäre nicht da?
O.k., mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich an das Kind denke.
Du solltest deine Verletzungen beim Arzt dokumentieren lassen, eine Anzeige bei der Polizei gegen ihn machen (wg. Gewalt und Drogenbesitz), das Jugendamt informieren, die Mutter informieren und ihn in die Sahara schicken, da du juristisch, finanziell und menschlich eine wachsende Mitverantwortung trägst für die Situation.