Hallo ihr Lieben,
nachdem ich lange nur ein "stiller Mitleser" war, habe ich mir nun ein Herz gefasst und hoffe, dass ich hier ein paar Menschen finde, die meine Situation kennen und verstehen können und vielleicht sogar einige Ratschläge für mich haben...
Zu meiner Geschichte...
Ich selbst war schon einmal verheiratet. Diese Beziehung war damals meine Jugendliebe und nach Jahren haben wir auch geheiratet. Es musste in meinem Kopf einfach so sein
In dieser Ehe wurde ich zunehmend unglücklich weil mir viele Dinge fehlten. Wir waren einfach zu jung damals...
In dieser Zeit lernte ich auch meinen heutigen Partner kennen. Er, ein gutes Stück älter als ich, zum damaligen Zeitpunkt auch noch verheiratet mit zwei Kindern aus dieser Ehe...
Wir trennten uns beide von unseren Partnern, was natürlich auch nicht einfach war, und haben uns eine gemeinsame Zukunft aufgebaut...![]()
Ich bin in seine Gegend gezogen, da er natürlich weiterhin für seine Kinder präsent sein wollte. Wir haben gemeinsam ein Haus gekauft und uns unsere neue Zukunft so gut gestaltet wie möglich.
Seine Kinder (heute 13 und 14 Jahre) leben weiterhin bei der Kindsmutter und sind, mehr oder weniger regelmäßig, jedes zweite Wochenende bei uns. Pubertät halt...
Das eigentliche Probleme, warum ich mich heute an euch wende, sind die gemeinsamen Zeiten mit seinen Kindern.
Zu Anfang unserer Beziehung habe ich mich sehr schwer mit der neuen Situation getan.
Von jetzt auf gleich mit Kindern zusammenleben, die nicht die eigenen sind, Kontakt mit der Ex, Liebe und Zuneigung des Partners teilen müssen, eigene Bedürfnisse zurückstellen, Organisation der freien Tage und Urlaube etc...
Ich glaube ihr kennt das alle und muss hier nicht weiter ausführen...
Erschwerend kam anfangs für mich hinzu, dass ich selbst keine Kinder habe er aber aus seiner Ehe sterilisiert ist und auch keine weiteren Kinder mehr möchte.
Nun gut, darüber lässt sich diskutieren, ob das ein guter Ausgangspunkt für eine Beziehung ist oder nicht, aber ich habe diese Tatsache mittlerweile gut akzeptieren können und es ist für mich nicht mehr DAS Problem was es am Anfang war.
Wir lieben uns, auch heute nach vier Jahren, noch wie am ersten Tag und unsere Paarbeziehung ist sehr erfüllend, schön und liebevoll! Eigentlich ein Traum und dass was ich mir immer gewünscht habe...
Die Kinderwochenenden waren für mich von Anfang an ungewohnt und auch teilweise emotional sehr belastend, da natürlich die Ex dann immer sehr präsent war und ich das Gefühl hatte in ein fremdes Leben einzutauchen. Die Kinder sind mir von Anfang an sehr positiv entgegengetreten. Also eigentlich kein Grund zur Sorge...
Mein eigentliches Problem ist, dass diese Kinderzeit von Anfang an sehr funktionell gestaltet wurde. Mein Partner verwandelte sich regelmäßig freitags in ein "Papamonster". Von meinem Partner war dann nicht mehr viel übrig...
Wir haben viel darüber geredet, aber geändert hat sich grundsätzlich daran nichts. Mit den Jahren habe ich dann meine Art gefunden damit umzugehen. Auch ich verfalle mittlerweile an den Kinderwochenenden in eine gewisse Funktionalität... Wenig Emotionen etc...
Nicht dass ein falscher Eindruck entsteht. Die Teenies kommen gerne zu uns, ich habe ein gutes Verhältnis zu beiden, sie vertrauen mir sogar mehr Dinge an als ihrem Vater... Also eigentlich eine Situation die für alle ok ist...
Anfang der Woche, war es dann mal wieder soweit und es stand erneut ein Gespräch über die Wochenenden an...
Er bemängelt meine Funktionalität und meint dadurch selbst funktionell zu agieren (verdrehte Welt?!?!). Ich solle mehr Herzlichkeit zeigen.
Das mag ja alles sein, und in gewissem Maße auch ein berechtigter Wunsch... Ich kann verstehen, dass er sich das wünscht und eine Idealvorstellung a´la "heile Familie" in seinem Kopf hat aber ich merke dass mich diese Erwartungshaltung unter einen wahnsinnigen Druck setzt...
Ich mache mir jetzt schon seit Tagen Gedanken darüber und merke wie meine Angst vor dem nächsten Wochenende größer wird und ich befürchte, dass dieser Druck meine Funktionalität nur noch steigern wird...
Ich bin ratlos was ich tun oder verändern kann und fühle mich sehr unwohl in meiner Haut...
Am Liebsten würde ich momentan einfach vor diesen Wochenenden davonlaufen weil ich dass Gefühl habe trotz meiner Bemühungen seiner Vorstellung nicht gerecht zu werden.
In meinem Kopf manifestiert sich der Gedanke an diesen Wochenenden "gemessen" zu werden...
Vielleicht gibt es unter euch ein paar "Erfahrene" die Lust haben mit mir ihre Erfahrungen zu teilen oder einfach Ideen haben wie ich diesem Gefühlsschlamassel begegnen kann...
Danke fürs Lesen... Es tut gut sich mal etwas von der Seele zu schreiben...




















Zitieren
, aha......heißt mich du sollst mehr Mutti spielen. Natürlich kann ich nichts beurteieln, ich kenn ihn/dich/die Kids ja nicht.....aaaaber auf mich wirkt das so als ob er über dich versucht seine EX aus zu blenden oder so ähnlich. 


