Personalführung ist die Kunst, den Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet
Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.
Wer sich über Kritik ärgert gibt zu, dass sie berechtigt war.
und damit gehst du an jedem weiteren WE mit den Kindern um.Eine Erfahrung, die sicher auch deshalb manchmal schmerzhaft ist weil du sie mit keinem anderen Erwachsenen in dieser Patchworkkonstellation wirklich teilen kannst.Nur du alleine erlebst dies aus deiner besonderen Perspektive .Da kannst du deine "Leistung" auch ruhig mal für dich würdigen:es ist doch sehr positiv, dass du so einen guten Kontakt zu den Kindern deines Partners aufgebaut hast.
was genau wäre hier nicht -funktionell für dich ? Wie müsste ein Wochenende sein, an dem du dich so richtig wohl und frei und gut fühlst ?Kannst du das für dich ein wenig ausschmücken und mit Leben füllen ?So, nur von dir aus gedacht und nicht für alle anderen mitgedacht....
Als Gedankenspiel, damit es fassbarer wird.
es klingt eher danach als wären da eine Menge Emotionen, die ihr euch jeweils mit ganz eigenen Strategien vom Leibe haltet:
ich übersetze das mal überspitzt, damit es deutlicher hervortritt.Damit sagt dein Partner: ich mache das, weil du das zuerst machst, fühle mich aber auch nicht wohl damit.Wärest du herzlicher wäre unser Problem gelöst.Es geht aber nicht um leicht veränderbare Dinge, sondern darum, dass ihr gegenseitig andere Gefühle von euch verlangt.Da kann ich gut verstehen, welchen Druck du verspürst.Er aber möglicherweise genauso.
Positiv kann sein, dass ihr beide einen Veränderungswunsch habt, stimmt das so ?Damit wärest du jedenfalls nicht alleine, denn dann habt ihr eine Schnittmenge.
Da sind doch die Emotionen: du hast Angst und spürst Druck.
Weißt du denn wie genau dein Partner sich ein Wochenende vorstellt, damit er alles gut findet und sich wohl fühlt?Was dann alles sein müsste ?Vielleicht könnt ihr darüber mal ins Gespräch kommen, vielleicht sogar ohne gegenseitige Vorwurfshaltung, eine Art Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes versus der Wunschvorstellung.Zunächst könntet ihr es sogar jeder für sich aufschreiben..., damit das Thema aus dem alten Fahrwasser eurer Gespräche gerät.
Vielleicht findet ihr über dieses gegenseitige Wissen zu mehr Gemeinsamkeiten und emotionaler Verbindung während der Wochenenden mit den Kindern und irgendwann verändert sich ganz von selbst etwas.
Oh je, das klingt nach Enge und Prüfungssituation und einem starken Befreiungswunsch.
Vielleicht kannst du das, wenn du dem Fluchtgedanken nächstes mal nachgibst, vor deinem Partner auch so benennen: "Ich fühle mich unwohl in meiner Haut und möchte deshalb vor dem nächsten WE davonlaufen.Ich möchte aber, dass es mir und dir gutgeht und bin gerade ratlos."..oder so ähnlich.Einfach sagen, was da ist, dem folgen und mal sehen was passiert.Du darfst das.
Als innere Haltung: mehr Herzlichkeit für dich selbst!
Das ist allemal besser, als dich in ein ich-muss-am WE-herzlicher-sein-Korsett zu zwängen.
Zudem entspricht es ja erstmal gar nicht wirklich deinem Empfinden, wenn du dir überstülpst: ich nehme mir Zeit für mich und mache etwas Schönes, sondern momentan ist es eher: ich weiß nicht weiter und will hier weg weil ich die Situation nicht aushalte.
Es bleibt äußerlich das Gleiche, aber du nimmst damit erstmal ernst, was du wirklich fühlst, statt daran zu arbeiten was du fühlen solltest.
Ich habe den Eindruck, du und dein Partner bemüht euch beide sehr alles richtig zu machen und ihr liebt euch.
Das ist eine gute Basis.
Alles Gute und mehr Entspannung wünsche ich Dir.
yma
@yma
![]()
Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
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Bevor man bei sich eine Depression oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostiziert, sollte man sicher gehen, dass man nicht nur von Ar***löchern umgeben ist.
-William Gibson -
@Signora
huch, ein Blümchen
danke
Liebe blackandwhite83,
ich gehöre auch zu den Erfahrenen (7 Stiefkinder, davon jahrelang 3 in unserem Hauhalt) - mit Gefühlsschlammassel - und habe noch einen Gedankengang beizutragen. Du wünschst dir offensichtlich etwas, was im Moment nicht im Angebot ist: eine Liebesbeziehung mit einem Partner, der in Zeiten des Kinderbesuchs dir genauso zugewandt ist wie in den anderen. Das ist ein Wunsch, den du durch eigenes Handeln nicht erfüllen kannst. Auch nicht, indem du seinem Drängen, gefühlvoller und beteiligter in Sachen Kinderbesuch zu sein, nachgibst. Hart ausgedrückt nennt man das emotionale Erpressung. Wahrscheinlich ist es aber einfach nur sein sehnlichster Wunsch. Naja, weder sein Wunsch noch dein Wunsch wird derzeit erfüllt. Was bleibt da? Ich habe mir für schwierige Zeiten ein Mantra zugelegt und das heißt "Kümmer dich um dich selbst, kümmer dich um dich selbst, kümmer dich um dich selbst...". Klar darf man trauern, wenn man nicht bekommt, was man sich sehnlichst wünscht. Die Entscheidung für sich selbst darf man aber dennoch treffen. Und das habe ich getan, indem ich mehr mit Freunden und in Sachen Hobby unternehme und nicht mehr Verantwortung übernehme, als ich frohen Herzens kann - und deutlicher Grenzen ziehe. Und es geht allen besser als vorher, als ich noch (wie du derzeit) in der Bedrängnis verharrte.
Sei in allererster Linie lieb zu dir selbst, der Rest ergibt sich
Fiella
@ fiella![]()
******* wunderschöne säcke ******* ein virtueller deich entsteht *******
hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.
das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern
jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi
Zeit ganz alleine für uns geht gar nicht, weil wir auch noch gemeinsame Kinder haben.
Bisher war es eben so, dass seine Kinder die Hälfte der Ferien hier sind und dann hat mein Mann auch nur Urlaub.
Also sobald er Urlaub hat, sind auch immer alle Kinder da. An Zeit zu zweit denke ich auch noch gar nicht, wäre utopisch, muss auch nicht. Aber mir fehlt Zeit, wo er und ich mal ausschließlich auf unsere gemeinsamen Kinder eingehen können. Zumal die Stiefis eben mehr oder weniger Erwachsene sind unsere gemeinsamen Kinder noch im Kigaalter. Es ist dann auch im Urlaub schwierig die Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Wegfahren schon dadurch schwierig, da mit 6 Personen die Finanzierung schwer wird.
Ich sehe das wie du und habe auch in etwa die letzten 10 Jahe so agiert, aber manchmal ist man auch das irgendwann mal leid.
Außerdem stellt sich die Frage, wie ihr Mann reagiert, wenn sie sich zurücknimmt. Er war ja schon so mit ihr nicht zufrieden.
Macht er dann noch mehr Druck? Wirft er ihr vor, die Kinder nicht zu lieben und damit auch ihn nicht?
Da kann man sich schnell sehr erpresst fühlen.
Geändert von jiri (12.01.2013 um 12:58 Uhr)
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