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  1. #1

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    Wie reagiere ich am besten?

    Hallo zusammen,

    Anfang September 2012 habe ich aus diversen Gründen meine damalige On-Off-, Halb-Zusammen, Wie auch immer man es nennen möchte -Beziehung nach mehrjährigem Hin und Her beendet, nach einem schweren Vertrauensmissbrauch seinerseits.

    Einige Wochen später lernte ich einen tollen Mann, den ich schon einige Zeit kannte, besser kennen. Seit Anfang Oktober 2012 sind wir zusammen. Wir haben beschlossen es langsam angehen und auf uns zukommen zu lassen. Wir sehen uns nach Möglichkeit ca. zwei bis dreimal unter der Woche und das komplette Wochenende, wenn er nicht seine Kinder hat.

    Da ich ihn schon vorher kannte, war mir Bewusst, dass er Vater von zwei Kindern ist, gekannt habe ich seine Kinder aber noch nicht. Ich bin sehr kinderlieb, kann gut mit Kindern und wünsche mir in der Zukunft selbst Kinder. Auf keinen Fäll möchte ich mich in Konkurrenz zu seinen Kindern treten, den Kindern ihren Vater wegnehmen oder dergleichen. Ich verlange auch nicht, über die Kinder gestellt zu werden bzw. bin mir durchaus bewusst, dass ich in dieser Beziehung auch mal für die Kinder zurückstecken muss und die Kinder für ihn hoffentlich immer vorgehen werden. Ich möchte keinen Partner, der seine Kinder hinten anstellt oder vernachlässigt.

    Zu den Rahmenbedingungen:

    Er, 30, ist seit Dezember 2011 von seiner Ex-Freundin getrennt, sie haben zwei Kinder (2 und 4 Jahre). Er hatte bereits eine Beziehung nach Trennung, diese ging aber nach kurzer Zeit in die Brüche, weil sie laut seiner Aussage nicht damit klar kam wie es bei ihnen abläuft. Wie oder was genau kann und möchte ich als Außenstehende nicht beurteilen.

    Er arbeitet im IT-Bereich und hat sein Büro zu Hause bzw. arbeitet zeitweise projektbezogen beim Kunden. Meistens kann er sich seine Arbeitszeit flexibel einteilen und versucht soweit es geht die Arbeitszeit um die Kinderbetreuung zu basteln. Seine Ex arbeitet 30-Stunden an vier Tagen die Woche.

    Montags bringt die Kindsmutter den Sohn morgens in den Kindergarten und die Tochter zur Mutter meines Freundes bzw. zu meinem Freund, je nachdem wie er es einrichten kann. Gegen 15 Uhr holt mein Freund den Sohn vom Kindergarten und verbringt mit beiden den Nachmittag, an diesem Tag übernachten sie bei ihm. Dienstag bringt er den Sohn in den Kindergarten, holt ihn Nachmittags, verbringt den Nachmittag mit den Kindern, geht später mit ihnen in die Wohnung der Ex, macht ihnen Abendbrot und bringt die Kleinen zu Bett und wartet dort bist die Kindesmutter nach Hause kommt. Das sind ihre beiden freien Abende. Sie möchte aber nicht, dass die Kinder von Dienstag auf Mittwoch nochmal bei meinem Freund bleiben. Mittwoch und Donnerstag arbeitet sie Halbtags, bringt die Kinder morgens und holt nachmittags den Sohn vom Kindergarten und die Tochter bei meinem Freund/seiner Mutter. Wenn mein Freund beruflich unterwegs oder sehr eingespannt ist bzw. Meetings, Termine usw. hat übernimmt alles seine Mutter bzw. sind die Kinder auch mal bei seiner Schwester, die selbst zwei Kinder hat. Die Eltern der Ex wohnen weiter entfernt, können also nicht einspringen. Außerdem hat mein Freund die Kinder jedes zweite Wochenende ab Freitagabend bzw. Samstagmorgen, je nachdem und die Hälfte der Tage an denen der Kindergarten geschlossen hat.

    Jetzt zu meinem Anliegen. In meinen Augen geht mein Freund ein ziemliches Tempo, was das Kennenlernen zwischen seinen Kindern und mir betrifft. Er will nämlich, dass ich die Kinder jetzt schon alleine betreue und da bin ich mir sehr unsicher. Aber der Reihe nach.

    Er wollte mir seine Kinder bereits im Oktober vorstellen. Da wiegelte ich ab, nicht weil ich sie nicht kennenlernen wollte, sondern weil ich es als zu schnell/übergriffig den Kindern gegenüber empfand. Zwischen uns war alles sehr frisch und neu, wir mussten uns doch erst beschnuppern und richtig zueinander finden. Wäre es ratsam gewesen, damals schon den Kindern eine neue Partnerin zu präsentieren?

    Mitte November lernte ich seine Kinder kennen. Wir machten zusammen einen Nachmittagsausflug. Die Kinder reagierten sehr gut auf mich, ohne jegliche Berührungsängste oder Scheu. Das erste Treffen lief gut und wir näherten uns langsam an durch Nachmittagsausflüge oder so, mittlerweile bin ich an den Kinderwochenenden immer ein paar Stunden anwesend, aber nie das komplette Wochenende und auch noch nie über Nacht. Ich finde das ist noch zu viel bzw. denke ich ist es wichtiger, dass Vater und Kinder alleine wertvolle Zeit miteinander verbringen. Was meinen die Erfahrenen unter euch?

    In der Adventszeit waren wir ein paar Mal mit den Kleinen auf dem Weihnachtsmarkt, Schlittenfahren und so. Da alles so gut funktionierte, wollte mein Freund seine kompletten Weihnachtspläne über den Haufen werfen und mit den Kindern und mir zusammen Weihnachten feiern und nicht wie ursprünglich geplant zusammen mit den Kindern und der Ex. Letztendlich blieb es aber dabei, weil ich es viel zu früh fand nach nicht mal drei Monaten Beziehung Weihnachten so zu verbringen.

    Momentan ist es so, dass ich aufgrund beruflicher Umstrukturierungen erst wieder ab 1.3. einem Angestelltenverhältnis nachgehe und zurzeit nur als freie Mitarbeiterin arbeite und viel Zeit zur freien Verfügung habe. Mein Freund muss Anfang Februar zu einem Kunden ins benachbarte Ausland um ein neues Programm einzuführen, dieser Termin ist sehr wichtig und steht schon seit über einem halben Jahr. Das war auch der Ex bekannt. Ex hat jetzt von ihrem Freund einen Urlaub zu Weihnachten geschenkt bekommen und dieser soll ausgerechnet in diesen Zeitraum fallen. Der Freund der Ex will nicht von den Urlaubsplänen abweichen, die Ex will es eigentlich auch nicht verschieben und meint es wäre das Problem meines Freundes die Betreuung der Kinder sicher zu stellen, sie ist da im Urlaub. Zwischen meinem Freund und Ex herrscht jetzt Missstimmung, weil sie außerplanmäßig in den Urlaub fährt und somit Urlaubstage von ihr wegfallen bzw. es nicht mehr aufgeht mit der Teilung der Kindergartenfreien Zeit, weil die Ex ja jetzt Urlaub verbraucht, der nicht abgesprochen war, als sie Mitte Dezember die Planung für 2013 machten. Es läuft also auf die Mutter meines Freundes hinaus. Diese übernimmt die Betreuung sehr gerne.

    Da mische ich mich nicht ein, das geht mich überhaupt nichts an, das müssen die beiden miteinander klären. Mir geht es um folgendes: Mein Freund kam jetzt auf die Idee ich könnte doch in dieser Zeit vorübergehend in seiner Wohnung bleiben und die Betreuung der Kinder übernehmen, wenn ich eh frei habe. In meinen Augen will er da aber zu schnell zu viel. Stundenweise würde ich gerne etwas mit den Kindern unternehmen. Aber ich sehe mich als quasi noch Fremde einfach nicht in der Position, von Montag – Samstag die komplette Betreuung seiner Kinder zu bewerkstelligen. Nach jahrelanger Beziehung, wenn man sich gut kennt und mehr übereinander weiß sehr gerne, aber doch nicht nach so kurzer Zeit.

    Er ist jetzt etwas sauer auf mich und denkt ich lehne seine Kinder ab. Was ich nicht tue! Ich möchte nur, dass wir uns alle langsam annähern und nichts überstürzen. Es ist für alle Beteiligten eine neue Situation. Ich hab doch noch nicht einmal zeitgleich mit den Kindern bei ihm übernachtet. Jetzt soll ich ganze Nächte mit ihnen alleine sein? Wenn ich mich in die Gegenseite versetze, ich würde meine Kinder niemanden überlassen wollen, den ich gerade mal etwa vier Monate kenne und der die Rituale, Gewohnheiten, Vorlieben usw. meiner Kinder nicht kennt.

    Ich mag seine Kinder sehr, genieße die Zeit mit ihnen und habe sie nach der kurzen Zeit schon richtig in mein Herz geschlossen. Aber die Kinder sollen sich langsam an die Frau an der Seite ihres Vaters gewöhnen, ich finde diese Hau-Ruck-Methode nicht richtig, oder sehe ich das falsch?

    Wie kann ich das meinem Freund verständlich machen ohne als "die Böse" da zu stehen?

    Sorry, es ist lange geworden. Ich hoffe die Situation und mein Anliegen ist einigermaßen klar geworden.

  2. #2
    Avatar von Ping-Pang-Pong
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    AW: Wie reagiere ich am besten?

    Ella,
    ich finde du gehst die Beziehung zu den Kindern richtig an.

    Und ich finde auch, dass dein Freund zu viel von dir erwartet. Die Betreung der Kinder ist Elternsache. Wenn ein Notfall entstehen würde, dann ja, sonst nicht.
    Die Großmutter ist gerne bereit, die Kids zu betreuen, also ist alles geklärt.
    Das Leben is zu kurz, um es zu vergeuden.........

  3. #3

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    AW: Wie reagiere ich am besten?

    Die Geschwindigkeit, mit der er Dir die Kinder rüber reichen möchte, macht misstrauisch.

    Bist Du sicher, dass er eine Freundin sucht und nicht eine Kindsmagd?

    Und was glaubst Du, was passieren wird, wenn die Kinder Dich lieben? Da wirst Du die Ex kennenlernen. So es sich nicht um eine sehr souveräne Mutter handelt.

    Mach Dir immer klar: Im Bestfalle bist Du eine mütterliche Freundin.

    Mama und Papa gibt es schon.

    Und pass schön auf. Nicht, dass Du einstens Haushalt, Kinderbetreuung und Deinen Beruf allein wuppst. Und der Herr des Hauses, der beruflich keine Rücksichten mehr auf seine Kinder nehmen muss, Karriere macht. Absolut auf Deine Kosten.

  4. #4
    Avatar von KHelga
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    AW: Wie reagiere ich am besten?

    Liebe Ella,

    Du hast ein gutes Gespür dafür, was die Kinder Deines Freundes betrifft.

    Dich eine Woche rund um die Uhr für seine Kinder 'einzuspannen' finde ich viel zu früh. Du willst doch in erster Linie seine Freundin sein und nicht seine unbezahlte Kinderfrau?

    Laß Dich bitte nicht vereinnahmen.

    FG von Helga

    „Nehmen sie die Menschen wie sie sind, denn andere gibt es nicht“
    Konrad Adenauer

  5. #5
    Avatar von einzigARTig
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    AW: Wie reagiere ich am besten?

    Ich finde auch, du gehst sehr einfühlsam mit der Situation um und machst alles richtig. Sich um die Organisation der Kinderbetreuung zu kümmern ist allein die Sache deines Freundes. Dass er da blöd reagiert, wenn du die Betreuung nicht übernehmem möchtest, finde ich unangemessen.
    Du musst deine freie Zeit nicht für seine Kinder hergeben.
    Ihr (die Kinder und du) kennt Euch ja auch noch gar nicht gut genug.
    Die Kinder sind noch sehr klein und haben ganz schön viel Unruhe in ihrem Leben. Wechseln mehrmals die Woche zwischen Vater und Mutter, einer ist dazu noch im Kindergarten und beide dann auch noch bei der Oma und teilweise bei der Tante. Die Mutter hat einen neuen Freund und der Vater eine neue Freundin...
    O seltenes Glück der Zeiten, in denen du sagen darfst, was du willst, und sagen kannst, was du denkst.

    Tacitus

  6. #6

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    AW: Wie reagiere ich am besten?

    Hallo Ella,

    ich sehe es nicht so dramatisch wie die Vorschreiberinnen in Bezug auf eventuelle Kindsmagd etc.

    Kinder haben ein sehr gutes Gespür, ob ein "neuer Mensch" in ihrem Umfeld "gut" oder "böse" ist. So wie Du beschreibst, gehen sie mit Dir unbefangen um. Dies ist auf alle Fälle eine gute Basis um darauf aufzubauen.

    Auch Dein Freund scheint Dir die Kinderbetreuung zuzutrauen und seine Ex auch. Ob sie Dir das zutraut aus Eigennutz nur wegen des Urlaubs oder wirkliches Vertrauen empfindet, kannst Du sicherlich einschätzen.

    Übernachtungen am Wochenende wenn die Kinder da sind, nach drei Monaten Beziehung, würde ich selbst für angemessen halten. Was ist langsames Aufbauen einer Beziehung, drei oder fünf Monate? Nun, da hat jede(r) sein eigenes Tempo.

    Aber ----- Du hast ein anderes Gefühl und nur darum geht es.
    Die Mutter und der Vater hatten jahrelang "Zeit" in die jeweilige Rolle hineinzuwachsen. Sie wissen um die Eigenheiten und Befindlichkeiten der Kinder. Wissen, was für ein Kuschelritual am Abend oder wenn´s hinfällt notwendig ist. Können Gesichtsausdrücke, Gesten deuten ohne dass es Wörter bedarf. Das alles kannst Du nach drei Monaten nicht.

    Wenn Du ganz bei Dir bleibst und Deinem Freund ehrlich sagst, dass Du Dich überfordert fühlst, dass Du die Verantwortung nicht tragen kannst, denke ich, dass er Dich verstehen wird. Die Kinder werden keine gute Zeit haben, wenn Du verkrampfst und ängstlich mit ihnen umgehst. Dies würde Euer zukünftiges Verhältnis negativ einfärben.

    Wenn Dein Freund das nicht versteht, nun, dann steht wohl eine grundsätzliche Beziehungsüberlegung an.

    Diskussionen würde ich hier nicht zulassen, denn es geht um Gefühls- und Verantwortungsthemen. Und ich würde von Deiner Seite auch keine Pseudohindernisse einbringen, nach dem Motto, was ist, wenn mich mein Arbeitgeber doch braucht.
    Ob Du anbietest, die Oma stundenweise zu unterstützen, wirst Du im Laufe des Gespräches sehen...

    Ich will Dir Mut machen, in Patchwork-Familien gibt es immer wieder Diskussionen, die manchmal auch wirklich schwierig sind, aber sie sind doch zu meistern. Deine langsame Angehensart ist bestimmt eine gute Voraussetzung. Du musst Dir im klaren darüber sein, dass die Ex über lange Zeit den Jahresrhythmus mitbestimmt. Hier heißt es dann in Zukunft mit 4 Menschen Urlaube und Wochenenden zu planen, nicht einfach, aber machbar.

    Viel Glück, Ausdauer und Mut

  7. #7

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    AW: Wie reagiere ich am besten?

    >Er will nämlich, dass ich die Kinder jetzt schon alleine betreue

    mh . . hoert sich wirklich an, als suche er eher eine kinderfrau als eine partnerin.

    merke dir immer: es sind nicht deine kinder.

    warum solltest du deine urlaubstage opfern, um fremde kinder rund um die uhr zu betreuen? (noch dazu sind beide in einem alter, das doch recht betreuungsintensiv ist!)

    luciernago
    .
    ein mann muss mir gut tun . . . was soll ich sonst mit ihm?

  8. #8

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    AW: Wie reagiere ich am besten?

    Liebe Ella,

    wenn Du es schön findest, mit den Kindern allein zu sein und dir in der Zeit nicht schöneres vorstellen kannst - oder die Betreuung mal eine Ausnahme darstellt, weil kurzfristig "Not am Mann" ist, ok. Aber so lese ich deinen Post nicht.

    Du siehst in meinen Augen völlig richtig, daß die Elternteile in der Freizeit im Regelfall betreuen sollten - und nicht die Next als "Freizeitbeschaffer", "Arbeitsorganisator" fungieren sollte. Es ist an den Eltern, eine geregelte für das Kind verlässliche, dauerhafte und gute Betreuung zu finden. Dieses Hin- und Her stelle ich mir für ein Kind sehr anstrengend vor. Dein Freund macht es sich "einfach" in dem er dich heranziehen will, DU sollst die Lösung für das von den Eltern verursachte "Betreuungsproblem" sein. Gegen dein Bauchgefühl. Und ich finde dich sehr sensibel im Umgang mit der Situation.

    Ich bin mit meinem Mann zusammen, obwohl er Kinder hat ... und nicht weil. Will sagen, meine Intension als Next war es Partnerin meines Mannes zu sein, und nicht Ersatzkasper,-betreuung für die Kinder. In Notfällen habe ich und werde auch in Zukunft die Kinder "mal" betreuen oder nach Hause fahren, aber die Regel ist das nicht, und ich habe da am Anfang auch mal klare Worte sprechen müssen. GsD hat mein Mann verstanden, daß ich seine Kinder mag, aber mir bewusst mein Leben so ausgesucht habe, wie es war/ist. Ich hoffe, dies gelingt Dir auch bei deinem Partner. Seine Verantwortung - seine Entscheidung mit der KM Kinder zu haben. Und DU bist erstmal seine neue Partnerin, und diese Situation muss sich auch für euch erstmal einfahren. Die Beziehung muss erstmal auf einer gesunden, verlässlichen Basis stehen (mein Empfinden). Da ist Paarzeit auch wichtig, um das Paar zu "binden", und nicht die Bindung der Next an das Kind zu forcieren.

    P.S. Ich habe die Kinder auch schnell kennengelernt, und war oft an den WE da - aber eben auch erst nur mal Nachmittage bis abends und bin dann nach Hause gefahren. Oder kam zum Frühstück mit Brötchen und fuhr nach dem Mittag wieder... und ja, auch nach 4 Monaten kennen lernen, Weihnachten mit den Kindern und seiner Großfamilie gefeiert. Aber für mich fühlte es sich gut an. Ich bin da auch (nach anfänglicher gefühlter Überforderung) meinem Bauchgefühl - auch beim "Nein"-Sagen treu geblieben.
    Geändert von Singingintherain (08.01.2013 um 11:49 Uhr)

  9. #9

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    AW: Wie reagiere ich am besten?

    Vielen Dank für die Einschätzungen.

    Als Kindermädchen sehe ich mich nicht. Eher habe ich das Gefühl mein Freund möchte seine Mutter entlasten bzw. eine größere/engere Verbindung zwischen den Kindern und mir herstellen. Weil das bei seiner ersten Partnerin nach der Trennung so schief ging. In meinen Augen ist eine Hau-Ruck-Methode nicht das richtige Mittel dafür.

    Auf keinen Fall möchte ich eine Ersatz-Mama oder Zweit-Mama werden, die Kinder haben eine Mama und ich bin, wenn alles so bleibt und die Beziehung sich nicht verändert, eben die Partnerin von Papa.

    Er ist sehr darauf bedacht eine harmonische, für alle Beteiligten zufriedenstellende Konstellation zu schaffen und es allen recht zu machen, um Streit zu Lasten der Kinder zu vermeiden. Nur ist es nicht meine Angelegenheit, mich in die Betreuung und Organisation/Planung dieser zu mischen. Wie schon geschrieben wurde, das ist Sache der Eltern und steht mir nicht zu.

    Die Kindsmutter weiß noch nichts von seinen Plänen. Er wollte zuerst mich fragen, bevor er ihr seine Alternativlösung aufzeigt. Wie sie reagieren würde kann ich nicht einschätzen. Bisher habe ich mich zweimal näher/intensiver mit ihr unterhalten, finde sie nett und sympathisch, im Gespräch sagte sie mir, dass sie eine Fremdbetreuung, sollte diese nicht aus Kindergarten/später Schule, Familienmitgliedern oder ihrem Freund bestehen, kategorisch ablehnt, sie möchte ihre Kinder nicht in fremde Hände geben. Ohne es fehlinterpretieren oder ihr etwas unterstellen zu wollen, denke ich, damit wollte sie mich meine Schranken aufzeigen. Was meint ihr? Mein Freund hat das gehört und später von sich aus bei der Heimfahrt aufgegriffen, er meint ich falle unter Familienmitglieder. Ich meinte, dass man das sicher zu gegebener Zeit klären kann.

    Wie hier schon angemerkt wurde, denke ich als "Außenstehende", und das schreibe ich nur hier, dass die Kleinen zu viel rumgereicht werden und keine richtige Struktur finden. Zimmer bei Mama, Zimmer bei Papa, Zimmer bei Oma und Opa. Mir tun sie, um ein Beispiel zu nennen, immer leid, wenn sie Sonntagabend müde und kaputt von der Mama abgeholt werden und nicht bei Papa ins Bett fallen dürfen, obwohl es Montag wieder zu Papa geht. Kindsmutter lässt an diesen Punkt wohl wenig mit sich sprechen, genauso wie bei der Übernachtung von Dienstag auf Mittwoch.

    Mein Freund meinte er ist mit der Aufteilung nicht glücklich und würde gerne eine andere Regelung finden, weiß aber nicht wie. Er hat wohl vor meiner Zeit darüber nachgedacht, die Kinder ganz zu sich zu nehmen. Wie ist das bei euch geregelt? Die üblichen Konstellationen: Kinder sind die ganze Woche bei Mama und jedes zweite Wochenende bei Papa? Oder gibt es auch andere Modelle/Lösungswege?

    Verständlicherweise muss Kindesmutter ihren Lebensunterhalt verdienen und soll nicht zurückstecken bzw. verzichten müssen. Man könnte sicherlich einen anderen, für die Kleinen strukturierteren und stressfreieren Weg finden, wenn sie Fremdbetreuung nicht ablehnen würde. Mein Freund brachte wohl eine Tagesmutter ins Gespräch bzw. hatte über eine Lösung mit Kindergarten, Hort und nachmittags Papa/Oma und an den Halbtags-Tagen eben Mama nachgedacht. Tagesmutter findet sie nicht gut, Hort auch nicht, erst Kindergarten.

    Ich möchte mir nicht anmaßen ein Urteil zu bilden, aber wie würde jemand von den Erfahrenen hier folgenden Satz interpretieren: "Kannst du nicht die Mama werden, dann können XXX und ich hier bleiben." Das sagte der VierjährigevSonntag zu mir, als mein Freund sie fertig machte, um sie Mama zu bringen nach einer außerplanmäßigen Woche bei Papa. Ich war perplex und wusste nicht wie reagieren, mein Freund stand daneben und nahm das in die Hand und erklärte ihm, dass sie eine Mama haben und Ella eben Ella ist.

    Meine größte Sorge, abgesehen von dem aktuellen Streit mit meinem Freund wegen der Betreuung ist, den Kindern gegenüber irgendetwas falsch zu machen bzw. der Kindsmutter das Gefühl zu geben ihr "Revier" für mich beanspruchen zu wollen. Das ist nicht meine Absicht.

  10. #10

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    AW: Wie reagiere ich am besten?

    Ella, bleib da bitte bei Dir und deinen Bauchgefühlen. Und solche Aussagen wie "Kannst Du nicht die Mama sein, damit wir jetzt hier schlafen können", bewerte die gar nicht. Nimm' sie hin, versuche nicht zu intepretieren Kleine Kinder sagen Sachen aus den unterschiedlichsten Gründen, welcher gerade "Fakt" ist, DAS können wir einfach nicht richtig deuten.

    Dein Partner erinnert mich ein bisschen an meinem Mann, als ich ihn kennenlernte. Er wollte alles richtig machen, es sollte für mich und die Kinder harmonisch sein - aber irgendwie musste der Job auch untergebracht werden. Am Anfang habe ich die Kinder öfter an einem Samstag betreut, wenn er arbeiten musste - und die KM ihre Regeltage einfach "verschoben" oder mißachtet hat. Irgendwann habe ich ihm sagen müssen, ich fühle mich unwohl in seiner Wohnung, seine Kinder zu betreuen und wissend, daß er nicht anders kann - aber lieber den Weg des geringeren Widerstandes geht, mich zu bitten, als sich mit der KM auseinanderzusetzen ... während es eigentlich meine "Freizeit" ist, die ich zur Erholung von meinem Job brauche.

    Bleib' bei deiner Einstellung, sie hört sich für mich sehr gesund UND den Kindern zugewandt an. Du kannst deinem Partner alles genauso sagen, wie du es uns hier schreibst. Wenn eure Partnerschaft Zukunft haben soll, dann muss er wissen, wie sein Verhalten bei Dir ankommt und wie du über einige Dinge denkst

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