Hallo,
ich weiß nicht so recht wie ich anfangen soll.
Seit einem Jahr ca. bin ich jetzt mit meinem Freund zusammen und er hat aus seiner vorherigen langjährigen Beziehung einen kleinen Sohn (3 Jahre alt).
Der Kleene lebt die hälfte der Woche bei uns und jedes zweite Wochenende, also quasi genau die Hälfte der Zeit.
Und ich muß sagen er hat mich von Anfang an sehr liebevoll aufgenommen und ich habe auch das Gefühl, das er mich an der Seite seines Papas akzeptiert. Die Chemie zwischen uns Beiden stimmt.
Er ist ein Engel und macht mir das Zusammensein schon leicht, dafür bin ich dankbar.
Und das macht mir ein so schlechtes Gewissen, denn ich muß ehrlich sein, manchmal ist es so anstrengend.
Kennt ihr das?
Ich selber habe noch keine Kinder und mir war bewußt das es meinem Freund nur mit seinem Sohn gibt und mich voll auf die Situation eingelassen. Nur manchmal fühle ich mich so als ob ich der Situation nicht gerecht werde.
Aufeinmal ist da dieses kleine Menschlein und man ist eine Familie und hat diese Verantwortung, dem Kleinen gegenüber.
Ich konnte mich nicht vorbereiten, er war nicht 9 Monate in meinem Bauch und ich konnte mich nicht langsam an die Sache gewöhnen.
Aufeinmal war er da ( vorher hatten wir ihn nur alle zwei Wochen mal zwei Tage, doch dann wollte seine Mama wieder vollzeit arbeiten und sie und mein Partner haben die neue Regung so getroffen)..
Klingt das komisch, kann das jemand nachvollziehen?
Ich seh es ja an meinem Freund, er ist so glücklich, das es zwischen uns dreien so gut läuft und wir wie eine kleine Familie sind, aber das ist manchmal so anstrengend.
Vorallem wenn man seine Planung komplett umwerfe muß, weil der Mutter mal wieder spontan irgendwelche Ideen in den Kopf kommen.
Naklar bin ich bereit meinem Freund dabei zu helfen das der Kleine sowenig wie möglich darunter leidet das seine Eltern sich getrennt haben. Nur leider nutzt seine Ex-Frau das manchmal sehr aus und wir sind diejenigen die dann alles umschmeißen.
Und das ist manchmal so frustrierend. Weil ich mein Bestes gebe, aber ich brauche manchmal auch meine Ruhephasen und ich weiß es ist vielleicht egoistisch, aber manchmal freue ich mich einfach auf die Zeit in der wir zu Zweit sind, wie ein Paar in der Anfangszeit eben ist. UNd wenn dann alles spontan umgeschmissen wird, dann nervt das so.
Ich mein der Kleine ist sehr lieb, aber ihn zu beschäftigen und zu integrieren ist einfach auch mal sehr anstregend für mich.
Und etwas was mein Freund nur schwer nachvollziehen kann, ist das wenn der Kleine bockig ist und an den Nerven zehrt, ist am Ende für ihn die bedingungslose Liebe die man eben nur als Vater für sein Kind empfinden kann, dieser Teil fehlt mir.
Ich hab den Kleinen lieb, keine Frage, aber da ist eben ein Unterschied, ich bin nicht die Mutter. Sehe ich das so falsch?
Und dann noch die Mama meines Freundes, die hat mich sehr lieb aufgenommen, allerdings mit etwas Vorsicht ( da sie bei meiner Vorgängerin wohl enttäuscht wurde). Ständig sagt sie zu mir, das der Kleine ja soviel rumgereicht wird und immer wenn er mal nicht gut schläft , sagt sie das zu mir. Ich komme mir dann immer so vor, als ob sie mir die Schuld dafür gibt. Und ich frage mich was soll ich denn tun, ich kann nichts dafür das sie sich getrennt haben. Und für den Lütten tut es mir auch leid das er soviel hin und her hat, aber wie soll ich das ändern, seine Mama will Vollzeit arbeiten und ihn uns ganz "geben" will sie nicht also was soll ich denn tun?
Ich werde einfach das Gefühl nicht los das sie mir die Schuld gibt, das ihr Enkel in so einer Situation ist.
Wie gehe ich damit um?
So das sich mal von der Seele zu schreiben tat gut.











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